ThomasD
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Hallo
Ich möchte euch kurz meine Erfahrungen mit meinem 18" F3 Eigenbau Newton schildern, nachdem ich nun über 2 3/4 Jahre diesen modifiziert habe.
Ich hatte schon genügend Erfahrungen mit F4 Newtons und wollte auch das ultimnative Endgerät in meiner kleinen Sternwarte haben,
so viel die Entscheidung auf ein F3 18" Newton.
Im ersten Einsatz sind die Probleme schnell deutlich geworden und so fing der Marathon Umbauen an.
Der Newton war konstuktiv schon sehr massiv ausgelegt, aber das reichte nicht.
Die OAZ Basis musste ich mit einer 4 mm Carbonplatte verstärken, damit der OAZ auch justierbar ist.
Der 130er FS war für die Streben zu schwer und justageempfindlich. Also eine Carbonspinne aus Carbon mit Doppelstreben vom Host Becker.
(sehr stabil und die Spikedarstellung entsprechend feiner). Da ich einen relativ dünnen Spiegel habe (33,2 mm) musste ich einiges an der HS Zelle umbauen.
Hier wurde ein 15 mm dicker und 520mm mas. ALU Ring angefertigt und mit 16 x M8 Teflonschrauben an der Mittenlagerung versehen.
Leider war der HS immer noch sehr verspannt, wenn ich den Newton auf ein anderes Objekt eingestellt habe.
Also "klassische" 18 Punkt Wippen gegen drei mas. ALU Ringe mit insges. 84 Auflagepunkte getauscht.
Nun liegt der HS absolut Plan auf, aber weiterhin Probleme mit Verspannungen.
Nun habe ich die Mittenlagerung auf 16 Rollenlager (Druckkopflager) umgebaut und am HS seitlich 3 mm Edelstahlbleche angebracht und diese poliert.
Und siehe da, der HS hat nun beim schwenken keine Verpannungen mehr. Die HS und FS Halterung habe ich zus. mit größeren Stahlfedern versehen. Nun gibt es dort auch keine Eigenbewegung mehr. Die Wahl des richtigen Korrektors war an meinem "echten" F3 Newton auch nicht einfach.
Ein 3" ASA Reducer/Flattner hat leider überhaupt nicht an meinem 18er funktioniert.
Der Televue VIP 2010 war deutlich besser und auch die visuelle Nutzung war nun damit möglich.
Durch 2" leider auch mit Vignettigung behaftet.
Leider waren die Ergebnisse auch nicht konstant gut, da weiterhin am 3" OAZ axial geklemmt wurde. Bei einem F3 System natürlich nicht gut.
So habe ich den 3" JMI OAZ mit einem neuen schraubbaren Auszugsrohr versehen und mir den 2,5" TS Wynne Korrektor besorgt. Ah, deutlich besser. Keine Vignettierung mehr und die Sterne bis in die Ecken schön rund. Da ich den Newton auch visuell benutzen möchte, so habe ich das TOP Table des VIP2010 auf den 2,5" TS Wynne adaptiert, was wunderbar geht und die Ergebnisse sind super. Visuell sind die Sterne nun bis zum Rand nadelfein und ohne Verzerrungen.
Der 18" F3 Newton ist nun seit gut 4 Wochen fertig und die Justage ist immer noch super, ohne das ich in der Zwischenzeit nochmal nachjustiert habe.
Die Justierung ist bei F3 natürlich auch ein großes Thema.
Hier reicht ein Justierlaser leider nicht mehr aus.
Ich nutze zus. noch ein Catseye sowie die Endjustage am Stern. Die Fokusieurng am OAZ ist auch mit 1/10 Untersetzung etwas schwierig, aber mit etwas Übung auch kein Problem.
Der Leidensdruck bei einem echten F3 System ist schon recht hoch. Ich würde mir heute betrachtet kein F3 System mehr angehen und lieber auf F4 gehen.
Ich freue mich aber, das ich das Durchhaltevermögen hatte und mit dem F3 Newton nun sehr zufrieden bin.
Ah, mein Newton wiegt fertig etwas mehr als 30 KG und das war auch schon eine Herausforderung, da die ALT6 Montierung noch zus. Geräte wie einen 6" APO soowie 14x80er Sucher tragen muss. Das geht mit 68 KG an Gegengewichten sehr gut.
Der Newton sowie der APO sind auf einer mas. 12mm ALU/MAG Platte befestigt.
Sicherlich kann man solche Projekte auch besser und stabiler durchführen, aber dafür braucht man technisch sowie finanziell auch die Mittel, die ich nicht habe.
Wenn sich das jemand mal gerne persönlich anschauen möchte,so ist jeder bei mir willkommen.
Ich habe noch einen relativ dunklen Landhimmel hier in der Vulkaneifel.
Viele Grüße aus der Eifel
und allen ein frohes neues Jahr.
Thomas Dahmen
Ich möchte euch kurz meine Erfahrungen mit meinem 18" F3 Eigenbau Newton schildern, nachdem ich nun über 2 3/4 Jahre diesen modifiziert habe.
Ich hatte schon genügend Erfahrungen mit F4 Newtons und wollte auch das ultimnative Endgerät in meiner kleinen Sternwarte haben,
so viel die Entscheidung auf ein F3 18" Newton.
Im ersten Einsatz sind die Probleme schnell deutlich geworden und so fing der Marathon Umbauen an.
Der Newton war konstuktiv schon sehr massiv ausgelegt, aber das reichte nicht.
Die OAZ Basis musste ich mit einer 4 mm Carbonplatte verstärken, damit der OAZ auch justierbar ist.
Der 130er FS war für die Streben zu schwer und justageempfindlich. Also eine Carbonspinne aus Carbon mit Doppelstreben vom Host Becker.
(sehr stabil und die Spikedarstellung entsprechend feiner). Da ich einen relativ dünnen Spiegel habe (33,2 mm) musste ich einiges an der HS Zelle umbauen.
Hier wurde ein 15 mm dicker und 520mm mas. ALU Ring angefertigt und mit 16 x M8 Teflonschrauben an der Mittenlagerung versehen.
Leider war der HS immer noch sehr verspannt, wenn ich den Newton auf ein anderes Objekt eingestellt habe.
Also "klassische" 18 Punkt Wippen gegen drei mas. ALU Ringe mit insges. 84 Auflagepunkte getauscht.
Nun liegt der HS absolut Plan auf, aber weiterhin Probleme mit Verspannungen.
Nun habe ich die Mittenlagerung auf 16 Rollenlager (Druckkopflager) umgebaut und am HS seitlich 3 mm Edelstahlbleche angebracht und diese poliert.
Und siehe da, der HS hat nun beim schwenken keine Verpannungen mehr. Die HS und FS Halterung habe ich zus. mit größeren Stahlfedern versehen. Nun gibt es dort auch keine Eigenbewegung mehr. Die Wahl des richtigen Korrektors war an meinem "echten" F3 Newton auch nicht einfach.
Ein 3" ASA Reducer/Flattner hat leider überhaupt nicht an meinem 18er funktioniert.
Der Televue VIP 2010 war deutlich besser und auch die visuelle Nutzung war nun damit möglich.
Durch 2" leider auch mit Vignettigung behaftet.
Leider waren die Ergebnisse auch nicht konstant gut, da weiterhin am 3" OAZ axial geklemmt wurde. Bei einem F3 System natürlich nicht gut.
So habe ich den 3" JMI OAZ mit einem neuen schraubbaren Auszugsrohr versehen und mir den 2,5" TS Wynne Korrektor besorgt. Ah, deutlich besser. Keine Vignettierung mehr und die Sterne bis in die Ecken schön rund. Da ich den Newton auch visuell benutzen möchte, so habe ich das TOP Table des VIP2010 auf den 2,5" TS Wynne adaptiert, was wunderbar geht und die Ergebnisse sind super. Visuell sind die Sterne nun bis zum Rand nadelfein und ohne Verzerrungen.
Der 18" F3 Newton ist nun seit gut 4 Wochen fertig und die Justage ist immer noch super, ohne das ich in der Zwischenzeit nochmal nachjustiert habe.
Die Justierung ist bei F3 natürlich auch ein großes Thema.
Hier reicht ein Justierlaser leider nicht mehr aus.
Ich nutze zus. noch ein Catseye sowie die Endjustage am Stern. Die Fokusieurng am OAZ ist auch mit 1/10 Untersetzung etwas schwierig, aber mit etwas Übung auch kein Problem.
Der Leidensdruck bei einem echten F3 System ist schon recht hoch. Ich würde mir heute betrachtet kein F3 System mehr angehen und lieber auf F4 gehen.
Ich freue mich aber, das ich das Durchhaltevermögen hatte und mit dem F3 Newton nun sehr zufrieden bin.
Ah, mein Newton wiegt fertig etwas mehr als 30 KG und das war auch schon eine Herausforderung, da die ALT6 Montierung noch zus. Geräte wie einen 6" APO soowie 14x80er Sucher tragen muss. Das geht mit 68 KG an Gegengewichten sehr gut.
Der Newton sowie der APO sind auf einer mas. 12mm ALU/MAG Platte befestigt.
Sicherlich kann man solche Projekte auch besser und stabiler durchführen, aber dafür braucht man technisch sowie finanziell auch die Mittel, die ich nicht habe.
Wenn sich das jemand mal gerne persönlich anschauen möchte,so ist jeder bei mir willkommen.
Ich habe noch einen relativ dunklen Landhimmel hier in der Vulkaneifel.
Viele Grüße aus der Eifel
und allen ein frohes neues Jahr.
Thomas Dahmen