gulliver
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Wer kennt das Fernglas Baader 15x80 3,5°? Dieses Modell, vermutlich von 1994, habe ich gerade gebraucht erworben und mich interessiert, in welcher Preisklasse es damals angetreten ist, bis wann es vertrieben wurde, ob es unterschiedliche Modelle gab, Modellwechsel mit der Zeit, oder ob es ein baugleiches Pendant dazu gibt, was zu vermuten ist. Mögliche Kandidaten sind Celestron oder Vixen. Leider habe ich im Netz kaum Info darüber erhalten, außer dass das Baader offensichtlich von mehreren Volks- und Schulsternwarten eingesetzt wird. Ich würde gern weitere Meinungen über dieses Glas erfahren und möchte hier erstmal meine eigenen, ersten Eindrücke schildern.
Leider gab es bisher nur Gelegenheit, bei Tag durch den Neuerwerb zu schauen. Mechanisch macht es einen sehr guten Eindruck, es besitzt ein leichtgängiges, zentrales Fokussierrad und Einzelfokussierung für das rechte Auge. Auch wenn man sich durch die Linsen das Innenleben anschaut, sieht alles sehr ordentlich aus, vermutlich ein japanisches Fabrikat. Die Vergütung sieht hochwertig aus und das Glas liegt mit seinen geschätzten 2,3 kg und der angenehm genarbten Be(kunst?)lederung gut in der Hand. Es kam auf dem stabilen und trotzdem noch leichten Manfrottostativ 055 CLB mit feinfühlig verstellbaren Neigekopf Manfrotto 029 bei mir an, alles ist sauber verarbeitet und von Größe und Tragfähigkeit gut aufeinander abgestimmt. Die Sachen waren bisher sehr selten benutzt worden und sehen deshalb fast aus wie neu.
Das Glas hat in etwa Gesichtsfeld und Einblickverhalten wie mein sehr gern benutztes Immer-dabei-Glas10x42 Vixen Ultima, das scheinbare Gesichtsfeld beträgt jeweils etwa 52°. Die Schärfe am Bildrand beurteile ich im oberen Bereich besser als beim Ultima, fast wie bei meinem 7x50 Monokular Zeiss Jena . Unten herum ist die Randschärfe interessanterweise gerade so gut wie beim Vixen.
Der Unterschied in Vergrößerung von 10x beim Vixen zu 15x beim Baader und Auflösung der 42mm gegen 80mm Öffnung ist gravierend und mehr als die reinen Zahlen vermuten lassen. Beide auf dem Stativ montiert, konnte ich gestern Nachmittag auf der gut 13 km (Luftlinie) entfernten Mülheimer Brücke in Köln mit dem Vixen 10x42 ahnen, dass Autos drüber fahren, wahrscheinlich waren es nur die größeren (Transporter, LKW), die ich aber nicht sicher als solche identifizieren konnte, ich sah nur dass sich überhaupt etwas bewegt. Mit dem Baader ließen sich auch Autos, Motorräder, in vielen Fällen die Bauform des Fahrzeuges (Limousine, Kombi, Kompaktform) unterscheiden und bei starken Farben (Blau, rot, silber oder weiß) auch die Fahrzeugfarbe erkennen. Bei LKW-Beschriftungen lässt sich in manchen Fällen sogar die Schrift lesen. Dazu muss erklärt werden, dass ich lange Zeit probiert hatte, bis ich ein Fernglas gefunden hatte, das so feine Details zeigt, wie das Vixen Ultima 10x42.
Die Verzeichnung ist bei dem Baader Großfeldstecher noch geringer als bei dem schon nicht verkehrten Vixen Ultima, aber das Zeiss ist hier noch einmal neutraler. Insgesamt war das sicher kein schlechter Kauf und ich bin schon sehr gespannt, wie sich das Glas am Nachthimmel bewährt.
Wer kennt also das Glas und kann darüber berichten oder benutzt so etwas ähnliches, hat also z.B. Erfahrungen mit preiswerteren oder auch viel hochwertigeren Gläsern in diesem Kaliber?
Grüße, Jan
Leider gab es bisher nur Gelegenheit, bei Tag durch den Neuerwerb zu schauen. Mechanisch macht es einen sehr guten Eindruck, es besitzt ein leichtgängiges, zentrales Fokussierrad und Einzelfokussierung für das rechte Auge. Auch wenn man sich durch die Linsen das Innenleben anschaut, sieht alles sehr ordentlich aus, vermutlich ein japanisches Fabrikat. Die Vergütung sieht hochwertig aus und das Glas liegt mit seinen geschätzten 2,3 kg und der angenehm genarbten Be(kunst?)lederung gut in der Hand. Es kam auf dem stabilen und trotzdem noch leichten Manfrottostativ 055 CLB mit feinfühlig verstellbaren Neigekopf Manfrotto 029 bei mir an, alles ist sauber verarbeitet und von Größe und Tragfähigkeit gut aufeinander abgestimmt. Die Sachen waren bisher sehr selten benutzt worden und sehen deshalb fast aus wie neu.
Das Glas hat in etwa Gesichtsfeld und Einblickverhalten wie mein sehr gern benutztes Immer-dabei-Glas10x42 Vixen Ultima, das scheinbare Gesichtsfeld beträgt jeweils etwa 52°. Die Schärfe am Bildrand beurteile ich im oberen Bereich besser als beim Ultima, fast wie bei meinem 7x50 Monokular Zeiss Jena . Unten herum ist die Randschärfe interessanterweise gerade so gut wie beim Vixen.
Der Unterschied in Vergrößerung von 10x beim Vixen zu 15x beim Baader und Auflösung der 42mm gegen 80mm Öffnung ist gravierend und mehr als die reinen Zahlen vermuten lassen. Beide auf dem Stativ montiert, konnte ich gestern Nachmittag auf der gut 13 km (Luftlinie) entfernten Mülheimer Brücke in Köln mit dem Vixen 10x42 ahnen, dass Autos drüber fahren, wahrscheinlich waren es nur die größeren (Transporter, LKW), die ich aber nicht sicher als solche identifizieren konnte, ich sah nur dass sich überhaupt etwas bewegt. Mit dem Baader ließen sich auch Autos, Motorräder, in vielen Fällen die Bauform des Fahrzeuges (Limousine, Kombi, Kompaktform) unterscheiden und bei starken Farben (Blau, rot, silber oder weiß) auch die Fahrzeugfarbe erkennen. Bei LKW-Beschriftungen lässt sich in manchen Fällen sogar die Schrift lesen. Dazu muss erklärt werden, dass ich lange Zeit probiert hatte, bis ich ein Fernglas gefunden hatte, das so feine Details zeigt, wie das Vixen Ultima 10x42.
Die Verzeichnung ist bei dem Baader Großfeldstecher noch geringer als bei dem schon nicht verkehrten Vixen Ultima, aber das Zeiss ist hier noch einmal neutraler. Insgesamt war das sicher kein schlechter Kauf und ich bin schon sehr gespannt, wie sich das Glas am Nachthimmel bewährt.
Wer kennt also das Glas und kann darüber berichten oder benutzt so etwas ähnliches, hat also z.B. Erfahrungen mit preiswerteren oder auch viel hochwertigeren Gläsern in diesem Kaliber?
Grüße, Jan