Erfahrungen mit dem Sunobserver eADC

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Dane Vetter

Aktives Mitglied
Hallo zusammen,

hat hier jemand schon die ersten Erfahrungen mit dem Sunobserver eADC gemacht? -> Sunobserver eADC – Electronic Atmospheric Dispersion Corrector

Übersetzte Beschreibung:
Dies ist der erste elektronische ADC, der sowohl als eigenständiges Gerät als auch über PC-Steuerung/Bedienung funktioniert.

Der von Sunobserver entwickelte eADC misst die Höhe des eADC und berechnet dann die aktuelle Dispersionskompensation durch Benutzereinstellungen.

Nach der Kalibrierung ist keine erneute Kalibrierung erforderlich, wenn sich der Winkel der Zielhöhe geändert hat.

Wenn sich die äquatoriale Montierung dreht, passt sich der eADC automatisch an, ohne dass ein manuelles Eingreifen erforderlich ist.

Das Gerät stellt seine Position automatisch wieder her, wenn die äquatoriale Montierung den Meridian kreuzt und eine Meridianumdrehung durchführt.

Der eADC kann offline oder online verwendet werden. Die Einstellungen des aADC können über die Steuerungssoftware geändert werden, und Parameteränderungen können über den Einstellknopf vorgenommen werden.

Ich habe schon das eine oder andere von Imagetrains gesehen, in denen er verbaut ist. Weswegen mich es aber etwas wundert, dass ich hier im Forum
per Suchfunktion keinen einzigen Beitrag mit dem Wort Sunobserver oder eADC finde. Was aber wohl an der raren Verfügbarkeit liegt.

Ich finde das schaut nach einem sehr interessanten Konzept aus, bei dem ich mich aber frage, ob das auch wirklich zuverlässig funktioniert. Mich würde der eADC besonders als Standalone Variante interessieren, welche selbstständig ohne Steuerung von PC funktioniert.
 
Ich persönlich sehe die notwendigkeit des "e" in eADC nicht.
Andere sehen das wohl ähnlich, sonst gäbs ja mehr Resonanz.
Noch ein Teil mehr das unnötigerweise einer elektronischen Steuerung durch einen PC bedarf.
Bis jetzt haben ADCs auch prima manuell funktioniert.

LG
Olli
 
Ich mein das jetzt nicht böse, aber ich frage eigentlich nach Erfahrungen, und nicht nach der Notwendigkeit, welche jeder für sich selbst einschätzen kann. Ob man das einfach so pauschalisieren kann, dass die mangelnde Resonanz von der nicht vorhandenen Notwendigkeit kommt, keine Ahnung. Das Gerät ist recht neu, ein ADC ist nicht der Standard jedes Haushalts. Vielleicht gibt es einfach allgemein keinen großen Andrang auf die Nutzung, weil eben nicht jeder Planeten filmt? Eine unnötige Steuerung über PC? Es gibt genügend Nutzer, welche ihr ganzes Astro Equipment über den PC steuern? Zudem das Gerät nach nach der Einstellung ja eigenständig laufen soll.

Die Fokussierung hat in der Vergangenheit auch prima manuell funktioniert, und heutzutage arbeiten sehr viele mit Autofokusmotoren. Ich erinnere mich noch ganz gut als damals bei der ASIAIR der Autofokus vorgestellt wurde. Als ich das damals in einer Gruppe weitergeleitet haben, wurde ich teilweise regelrecht runter geputzt. "So ein quatsch brauch kein Mensch" "Die Bahtinov-Maske ist das einzig wahre zum fokussieren" Und so weiter... und heute sieht man an jedem dritten Teleskop so einen Motor dran. Ich selbst habe vier davon und bin absolut begeistert davon. Aber auch da scheiden sich wie üblich die Geister. :)
 
Mich beschäftigt das Thema auch, nicht weil ich noch mehr Kabelsala möchte. Aber bei Planetenaufnahmen nutze ich z.B. einen Astrobox und jedes Mal, wenn ich umschwenke oder korrigieren möchte, muss ich mich verbiegen und am ADC drehen und schieben. Wenn man noch zittrige Hände hat, nervt das ganz schön.

Das Konzept ist interessant. Mich würden auch mehr Erfahrung interessieren. Aber wesentlich wichtiger sind die verbauten Optiken, Wenn die nichts taugen, bringt der Motor nicht viel. Der ADC müsste einstellbar und rotierbar sein. Beides natürlich dann elektrisch.

Nur weil es zu einem Thema nichts gibt, heißt es nicht, dass es niemanden interessiert. Ich habe mir kürzlich einen Howie Glatter Kollimator gekauft. Ist definitiv besser als der Standard Laser. Im deutschsprachigen Raum gibt es aber kaum Infos. Heißt nicht, dass der dann nichts taugt.

Gruß,
Raul
 
Bei mir ist das Thema hier komplett untergegangen, unter anderem auch, weil ich eben darüber kaum Erfahrungen lese. Eigentlich sehr schade, da ich das Konzept sehr gut finde. Im Verhältnis gesehen sogar noch erstaunlich günstig.

Ich habe mir die Anschaffung hierzu voraus auch aus dem Kopf geschlagen. Ich warte seit Monaten auf einen GreatStar ADK, der noch in der Fertigstellung ist. Das ist zwar auch keine automatische Lösung, aber endlich mal eine Alternative zum überteuerten Gutekunst ADC.
 
Einen GreatStar ADK wollte ich mir auch kaufen. Die neue Generation ist jetzt auch für Planetenfotografie interessant. Betrachtet man aber die Wellenlänge, scheint der Pierro ADC immer noch weiter links weit unterhalb von 300nm zu liegen, was für Venus interessant ist. Das schafft, soweit ich weiß, auch der Greatstar nicht. Der fängt bei 340nm an. Das war eines der Gründe diesen noch nicht zu kaufen. Na ja, ok, der U Venus Filter öffnet bei 350. :)

Übrigens bei Gutekunst finde ich, wenn man das Teil so teuer verkauft, sollte man direkt auch den Wellenlängenbereich der Optik sehen. Diese Informationen kann man auf die schnell überhaupt nicht finden. was bringt es, wenn das Teil erst bei 380nm oder mehr öffnet.

Dafür ist dieser dann einfacher zu bedienen. Aber rund 1650 EUR sind natürlich viel Geld.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was die Transmission angeht, habe ich das auch mal mit einem halben Auge mitbekommen. Mir fehlt hierzu aber die Erfahrung, wie viel z.B die 40nm in der Praxis an Unterschied machen. Ich habe da eigentlich nach Beispielen gesucht.
 
Also eigentlich reicht eine Transmission ab 340nm, da z.B. der U.Venus Filter bei 350nm arbeitet bzw. 80%. Aber auch bei 330 nm hat man immer noch rund 40-45%. Daher fiel meine Wahl auf den Pierro ADC, dessen Transmission weiter unten beginnt, natürlich nicht bei 100% :D

Viele Grüße,
Raul
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben