Erfahrungen mit NexStar GT

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

MichaelMeier

Aktives Mitglied
Hallo Sternfreunde,

ich recherchiere etwas über die Nexstar GT Reihe von Celestron. z.B. GT 130 ( Newton )oder GT102/500. Wer hat Erfahrungen mit diesen GoTo-Teleskopen sammeln können und wie sehen diese aus ? Zufrieden oder unzufrieden ? Mich würden möglichst unvoreingenommene Stellungnahmen interessieren.

CS Michi
 
Ich habe eine NexStar-GT-Montierung und mit der Baader-Klemme einen 102/500 Refraktor montiert und bin von dieser Kombination begeistert. Bei der Montierung muss man nur höllisch aufpassen, daß man die Stomversorgung nicht verpolt (+ und - verwechselt)!! Dadurch zerstört man sofort!! die komplette Elektonik, sowohl die Motorplatine, als auch das Handsteuerstück! Das einzige was mich an der Montierung störte, war das Stativ, dessen Beine ich durch einen Selbstbau aus Buchenholz ersetzte.
 
Hallo Michi,

ich habe das Nexstar 4 (nicht GT), also nur '80% Trefferquote' <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Link zur Grafik: http://www.celestron-nexstar.de/images%20neu/nexstar_4.jpg

Die Montierung ist für Goto erstaunlich schnell mit 4°/sec und doch recht genau beim Reproduzieren eines angefahrenen Punktes. Persönlich stört mich der hohe Stromverbrauch (Ein Satz Batterien war nach 1-2 Beobachtungsabenden leer) worauf hin ich dann auf Akkubetrieb an Strombuchse umgestiegen bin. Das Problem hierbei: Das Kabel kann sich schnell mal vernudeln, da es am beweglichen Teil der Basis angebracht wird (so ein Blödsinn, aber so spart man sich bei Celestron eine teuere und womöglich gegen Feuchtigkeit anfällige drehende Stromverbindung mit Schleifern). Weiterer Minuspunkt ist die etwas unsinnige Ausrichteprozedur im parallaktischen Betrieb, also Nexstar auf Polhöhenwiege, bei der das Scope im Alignmentschritt 'Set Tube north & horizont' 90° zur Gabel, also schräg nach unten auf den Boden zeigen muss, da man dem Gerät nicht wie bei Meade schon im Alignment klar machen kann, wie es aufgestellt ist und es in dem Schritt von azimutaler Aufstellung ausgeht. Da hilft nur eine in etwa stimmende Ausrichtung mittels Markierungen auf der Gabel und ein regelmäßiges Re-Alignment während des Beobachtungsabends.

Ansonsten, gut, ein 4" Maksutov als eigentlich Planetengerät braucht kein Goto, so viele helle Planeten für einen F13 bei 4" Öffnung hats ja nicht am Himmel.

Die Optik selbst ist aber tadellos und zeigt an Jupiter, Saturn, Venus und Mond knackige Bilder wie man es von den heute marktüblichen Geräten unter den 4"Maks erwarten kann.
Modifiziert habe ich bei meinem Gerät das Blendrohr, das die im Originalzustand üblichen Reflexe in Form von Lichtkreisen eingestreut hatte. Hier half eine Hülse aus der bekannten schwarzen Veloursfolie weiter, seither ist Ruhe mit Reflexen.

Die Okularaufnahme wurde wohl aus Kostengründen aus Kunststoff gefertigt und so ist es nicht weiter verwunderlich, wenn im Laufe der Zeit die Rändelschraube zum Fixieren des Okulars ins leere greift, sprich das in den Kunststoff geschnittene Gewinde relativ schnell abgenutzt ist. Ich habe deswegen eine M3-Mutter heiss gemacht und im Kunststoff der Okularaufnahme versenkt.

Als Aufsuchhilfe wird das N4 mit dem Starpointer geliefert, der, einmal richtig justiert auch beste Dienste leistet. Als Erstokular wird ein 25mm SMA geliefert, sicher kein herausragendes Okular aber doch einige Zeit brauchbar. Für meinen Geschmack hätte man ein 2. Okular, näher an der Vergrößerungsgrenze beilegen können um dem Gerät mehr zu seinem Aufgabengebiet, dem Vergrößern, zu verhelfen. Auch hätte dem Angebot ein Mondfilter sicher nicht geschadet. Vieleicht ist aber der Mond im Amiland, wo das Gerät ursprünglich herstammt nicht so attraktiv, man war ja schon mal da...

 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben