Erfahrungen TS CF-Apos ? Doch lieber Askar ?

Lagrange

Aktives Mitglied
Guten Abend zusammen,

es wird mal wieder Zeit für ein neues Instrument. Mir schwebt dabei ein hochwertiger APO mit 800-1000 mm Brennweite vor.

Diesen möchte ich auf der AM5 mit der ZWO ASI 2600 MC Kamera als (gerade noch) mobiles Setup verwenden. Die Frage mit dem Drehmoment hatten wir ja in einem anderen Thread geklärt, somit sollte mit GGW ein APO mit 10-11 kg noch machbar sein.

Mich interessiert besonders die CF-Serie von TS. Dort wirbt TS mit einer Verbesserung der Farb- und Abbildungsqualität im Vergleich zu anderen Triplets, z.B. der Photoline-Serie.

Hat jemand von euch Erfahrungen mit besagter CF-Serie gemacht?

Als Alternative habe ich noch den Askar 140 mm APO im Kopf. Dort bekomme ich 10 mm mehr Öffnung bei gleichem Budget und Gewicht, aber mMn nur ein ED-Element.

Oder eine Carbon-Variante von Explore Scientific (ED Apo 127 mm f/7,5 FCD-100) mit nur 7 kg.

Vielleicht hat ja jemand eines der besagten Teleskope oder generell eine Meinung zu meinen Plänen. Vielleicht habe ich noch etwas vergessen.

Viele Grüße und CS

Alexander
 
Askar APO 140 kann ich uneingeschränkt empfehlen!

Aber!

Das Teleskop ist schon ein Brecher und mit Zubehör nicht zu unterschätzen. Ich hatte einen kleinen Astro-PC mit auf die Rohrschellen montiert, Mono-Cam mit Filterrad usw.

Def 140er hat ein Auszugsrohr, welches man relativ weit herausfahren muss, um in den Fokus zu kommen. Möchte man das nicht verändern, also bei jedem Einsatz wieder herausfahren, neu den Fokus finden usw. und praktisch den gesamten Kamerastrang so belassen, wie er beim letzten Einsatz war, passt das Gerät NICHT auf die Rückbank eines PKW.

Mein Gewicht lag bei guten 13-14 kg mit dem Zubehör, nichts, was man nicht noch hochwuchten kann, aber es ist KEIN Vergleich zu einem schlanken 4" APO mit Ausrüstungs-Krempel dran.

Einen 4" APO mit Kamera usw. dran, trage ich locker an einem Arm und setze ihn problemlos auf eine Montierung. Den 140er aufgrund der Länge nicht so richtig :-)

Meine Empfehlung wäre, wenn es mobil sein soll, den Askar 120, weil er mit den angebotenen Reducern ein gutes Gesamtpaket bietet, welches völlig problemlos im Einsatz ist (Arbeitsabstand immer 55mm usw).

Die CFs sind gut. Ich habe bislang in den US-Foren nichts negatives gelesen. Angeblich soll die Mechanik/Auszug Probleme machen, was ich aber so nirgendwo bestätigt bekomme habe. Wie gesagt, für mich war/ist das Paket Askar interessanter, weil ich mich nie um die Reducer/Flattner kümmern muss. Kamera anschrauben, scharfstellen und los gehts.
 
Ist zwar klar nach einem Refraktor gefragt worden, aber die Öffnung ist begrenzt und bei der Brennweite werden sie recht langsam. Mit einem 8" Newton kann man um etwa eine Blende schneller werden, die Reflexionsverluste bereits eingerechnet. Ich denke da z.B. an einen ONTC 8" F4.5 900mm oder wie üblich mit 800mm oder 1000mm Brennweite.
 
Hat jemand von euch Erfahrungen mit besagter CF-Serie gemacht?
Servus,

Ja, ich. Nicht in der Größe, die Du anstrebst, aber ich hab nen CF-70 und nen CF-90. Der CF-90 ist mein absolutes Lieblingsscope.

Ich wollte sogar noch ein zweites anschaffen. Für ein Dual Rig. Das packt aber meine Montierung nicht, weswegen ich jetzt den 70er und den 90er zusammengeschnitten hab.

Die Mechanik und die Verarbeitung sind über jeden Zweifel erhaben, die Optik sowieso.

Ich nutze meistens den 0.8 Reducer/Flattener.

Grüße
Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
In dem von Dane verlinkten Thread wird das Thema von den bei Kälte verspannten Objektiven zum Teil behandelt. Ich habe nicht die größte Erfahrung mit verschiedenen Optiken und war sehr überrascht, wie viele APOs davon betroffen sind. Wäre mal interessant, welche Marken dovon grundsätzlich nicht betroffen sind bzw. es gut im Griff haben.
 
Hallo zusammen,

vielen Dank für eure Antworten!

Ich habe noch eine Weile über die Geschichte nachgedacht und mich nun für die CF-Apo-Reihe entschieden.

Hintergrund ist der: ich habe beim entsprechenden Händler einfach mal nach den Rückläuferzahlen gefragt, Details möchte ich lieber auf Grund einer gewissen Fußnote zur Vertraulichkeit der E-Mail nicht nennen.

Und vielen Dank für die Verlinkung zum anderen Thread, da gab es ja wirklich nichts aufregend negatives. Von Kältespannungen habe ich noch nichts gehört. Ich bemerke bei meinen Teleskopen nur, dass eine Abkühlung eine Fokusverschiebung zur Folge hat. Vermutlich ändert sich einfach der Brechungsindex des Glases mit der Temperatur.

@MK2007: ein Newton hatte ich viele Jahre lang, mir gefällt jedoch die Form der Sterne einfach nicht. Da ist mir der Apo willkommen. Auch mit den Koma-Korrektoren hatte ich nicht die Korrektur erreicht, die ich haben wollte.

Ich denke, ich nehme gleich ein Set aus dem CF-130 und dem CF-90.

Dann kann ich den CF-130 für Objekte in der Größenordnung von M33, M45 und das Visuelle verwenden.

Den CF-90 verwende ich dann für größere Objekte wie z.B. den Herznebel.

Der CF-80 ist mir schon etwas schwach von der Lichtstärke her... für die ganz großen Objekte könnte man irgendwann noch über eine richtige "Lichtmaschine" mit f/4 und f = 300 mm nachdenken. Da fehlt mir aber noch die Erfahrung. Zudem muss ich mir noch Gedanken machen, ob die Kamera das überhaupt her gibt (Stichwort Undersampling).

Ich werde berichten, wie die ersten Eindrücke sind, und ob der CF-130 sauber auf der AM5 läuft.

Viele Grüße und CS

Alexander
 
Das verstehe ich nicht. Der 80er hat dasselbe f-Ratio wie der 90er und der 70er.
Entschuldige, ich meinte Auflösung. Für die H-Alpha-Linie (worst-case) liegt die Größe des Beugungsscheibchens bei 80 mm bei 4", bei 90 mm bei 3,6". Es ist zwar richtig, dass auf Grund des gleichen f-Ratios deren Größe auf dem Chip gleich ist. Im Verhältnis zum Seeing sollte man jedoch mit zunehmender Öffnung immer mehr seeing-limitiert sein. Mir ist klar, dass man auch mit kleinen Öffnungen gute Aufnahmen machen kann. Die Auflösung wird jedoch schlechter.
 
Hallo,
ich kann generell nix negatives über die TS CF APOs was sagen. Ich hab das 80mm Teleskop. Ich finde auch damit kriegt man eine gute Auflösung hin.

NGC6888
M51 trotz Schleierwolken

Wo man drauf achten muss ich sicherlich die leichte Verspannung der Linsen im Bezug auf die Sternabbildung. Sommer ist bei mir etwas besser als Winter. Verkippung/Auszug ist bei einigen auch ein Thema. Das sind Dinge die man aber beheben kann bzw. bei der Auslieferungen vom Anbieter berücksichtigt werden kann.
Ich bin aktuell am prüfen ob ich die Schrauben auch selber etwas minimal lösen kann.

Alles in allem finde ich die Abbildung bei mir hervorragend und ich bin sehr zufrieden mit dem Teleskop. Auch die Mechanik ist absolut in Ordnung.

Auf jeden Fall ist es für mich Preis / leistungsmässig ein Kracher.

CS Dominik
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Dominik,

das sieht wirklich sehr eindrucksvoll aus! Die Sterne sind nicht einmal blockförmig trotz des großen Abbildungsmaßstabes.

Ich habe nun den 90er genommen, da ich bei diesem noch den gleichen Korrektor wie für den 130er verwenden kann. Das geht beim 80er nicht mehr, da der Korrektor ab 500 mm Brennweite funktionieren soll. Ich hätte also für die Kombi Korrektor + 80er genau so viel gezahlt wie für den 90er, also ist er es geworden.

Aber es stimmt, die Teleskope sind generell preislich wirklich attraktiv, da kann selbst ein ZWO-Direktimport trotz 20%-Aktion nicht mithalten.

Ich bin gespannt, was am Ende dabei herauskommt.

CS Alexander
 
Hi,

ich denke in Bezug auf Preis / Leistung kann man mit diesen APOs erstmal nix falsch machen sofern man vor Auslieferung auf gewisse Dinge (s. Oben) beachtet. Auszug kann man ggf. auch nachrüsten um die Abbildungsqualität nochmals zu steigern. Wenn man mehr will dann bliebe Takahashi oder APM.

Wo man ggf. aufpassen muss ist der Abstand vom Red/Korrektor zur Kamera und eventuell Verkippung. Nach meiner Meinung ist wohl Mono ggf. gutmütiger bei der Verarbeitung der Sternfarben als OSC.

Das sind zumindest meine Eindrücke.

CS
Dominik
 
Hi,
für ein paar Dollar mehr (10%) im Vergleich zum Askar bekommst du den APM Doublet FPL53 SD Apo 140 mm f/7.
Den habe ich hier recht günstig bekommen. Ich konnte mit der Bathinovmaske keinen Unterschied im Fokus zwischen Ha und O3 erkennen...
CS
Wolfgang
 
Hintergrund ist der: ich habe beim entsprechenden Händler einfach mal nach den Rückläuferzahlen gefragt, Details möchte ich lieber auf Grund einer gewissen Fußnote zur Vertraulichkeit der E-Mail nicht nennen.

Ich hab einen der ersten CF80 und dieser sollte mit dem zugehörigen 0.8x Reducer verwendet werden. Ich hatte hier im Forum keinen extra Thread eröffnet, aber an passenden Stellen (wie auch hier) meine schlechte Erfahrung geteilt.

Der Reducer hat, egal bei welchem auch noch so absurden Abständen, keine brauchbare Abbildung geliefert. Ein Ersatz war auf Ewigkeiten nicht lieferbar.
Die Sternabbildung wurde beim Händler nachträglich auf der Bank verbessert (Verspannte Linsen).
Aktuell nutze ich den APO bei f6 mit dem einstellbaren Universalflattener. Gelandet bin ich nicht bei empfohlenen 81,2mm Abstand sondern bei ca. 75mm (entspricht 100/f7). Da scheint doch irgendwas an diesem VollAPO mit Zertifikat nach Gurke zu riechen...

Es ist nicht das was mir verkauft wurde, nicht das was ich haben wollte und dennoch bildet er jetzt vernünftig ab; f6 APS-C.
Rückläufercounter ist auch nicht gestiegen, da er ja noch bei mir ist. _jungeschlagen:

Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass die Qualität der Ware und die Ansprüche der Händler gestiegen ist, denn die mechanische Verarbeitung ist wirklich gut. Ein Farbfehler ist fotografisch nicht erkennbar und mein eigener subjektiver Vergleich mit einem eingestellten ESPRIT120 ergab auch keine großen Unterschiede (Sterne sind ein Hauch feiner beim Esprit).

In dem von Dane verlinkten Thread wird das Thema von den bei Kälte verspannten Objektiven zum Teil behandelt. Ich habe nicht die größte Erfahrung mit verschiedenen Optiken und war sehr überrascht, wie viele APOs davon betroffen sind. Wäre mal interessant, welche Marken dovon grundsätzlich nicht betroffen sind bzw. es gut im Griff haben.

Mein erster 72/432 hatte das Problem, wobei es mein erster APO war und ich das Problem garnicht wirklich verarbeiten konnte.
Der hier beschriebene CF80. ESPRITs haben gerne das Problem, wobei der Optimierungsservice, z.B. Teleskop-Austria, nicht nur deswegen angebracht ist.
Jüngst gab es noch einen anderen ESPRIT120 Nutzer hier im Forum mit diesem Problem. Da musste das Rohr zurück zu Tommy auf die Bank.
Von der Lanthan Serie sind mir auch einige Exemplare mit Linsenverspannung bekannt.

Mein CF80 hatte dieses Problem allerdings nur bei Temperaturen um 0°C. Bei den Lanthans war es auch schon bei Zimmertemperatur erkennbar.
 
Zuletzt bearbeitet:
Askar APO 140 kann ich uneingeschränkt empfehlen!

Aber!

Das Teleskop ist schon ein Brecher und mit Zubehör nicht zu unterschätzen. Ich hatte einen kleinen Astro-PC mit auf die Rohrschellen montiert, Mono-Cam mit Filterrad usw.

Def 140er hat ein Auszugsrohr, welches man relativ weit herausfahren muss, um in den Fokus zu kommen. Möchte man das nicht verändern, also bei jedem Einsatz wieder herausfahren, neu den Fokus finden usw. und praktisch den gesamten Kamerastrang so belassen, wie er beim letzten Einsatz war, passt das Gerät NICHT auf die Rückbank eines PKW.

Mein Gewicht lag bei guten 13-14 kg mit dem Zubehör, nichts, was man nicht noch hochwuchten kann, aber es ist KEIN Vergleich zu einem schlanken 4" APO mit Ausrüstungs-Krempel dran.

Einen 4" APO mit Kamera usw. dran, trage ich locker an einem Arm und setze ihn problemlos auf eine Montierung. Den 140er aufgrund der Länge nicht so richtig :)

Meine Empfehlung wäre, wenn es mobil sein soll, den Askar 120, weil er mit den angebotenen Reducern ein gutes Gesamtpaket bietet, welches völlig problemlos im Einsatz ist (Arbeitsabstand immer 55mm usw).

Die CFs sind gut. Ich habe bislang in den US-Foren nichts negatives gelesen. Angeblich soll die Mechanik/Auszug Probleme machen, was ich aber so nirgendwo bestätigt bekomme habe. Wie gesagt, für mich war/ist das Paket Askar interessanter, weil ich mich nie um die Reducer/Flattner kümmern muss. Kamera anschrauben, scharfstellen und los gehts.
Ich kann nur bestätigen was hier geschrieben wurde....der Unterschied zwischen einem 4" Apo und einem 5" Apo ist in Sachen Gewicht und Längen, damit verbunden an die Anforderungen für eine Montierung, riesig. Ich habe zwar keine AM5, aber ich würde diese mit dem kleinen CarbonStativ und der Stativverlängerung garantiert nicht verwenden. Die AM5 mit einem anderen Stativ ist sicherlich möglich...
Ich selbst habe u.a. einen TS-CF 130/910mm Apo und bin vollumfänglich zufrieden...ein tolles Teil mit guten Auszug und vielen Möglichkeiten. Den 5" Apo nutze ich nur fotografisch und fotografisch ist er farbrein und liefert gestochen scharfe Fotos. Ich nutze den dafür gemachten Reducer und auch Flattener von TS. Es gibt auch keinerlei Probleme bei Kälte oder irgendetwas anderem....
Ich hatte zwar mal von einem angelichen Problem der TS-CF Reihe bzgl. Halos um die helleren Sterne gehört, kann dies aber bei meinem Apo nicht bestätigen und auch die Astrokollegen/innen, die ich kenne, sind mit ihren TS-CF Apos alle zufrieden.
Der 5" Apo von TS wiegt ca. 11 kg und mit allem drumherum komme ich auf ca. 13 kg und auf eine Gesamtlänge inkl. Kamera von knapp 110cm....je nach dem welches Equipment/ Zubehör ich nutze. Der Hebel in Kombination mit dem Gewicht und gleichzeitig nicht an den Füßen der Montierung anzustoßen, ist die Herausforderung an die Montierung.

Wenn alles zusammen passt, dann wirst Du damit viel Spaß haben und ist auch noch mobil nutzbar

CS
Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Zusammen, ich schließe mich hier mal der "ich plane ein ts cf apo" zu kaufen Fraktion an. Bei mir soll es der 102er werden, der in einem doppelsetup mit einer osc imx571 cam für den rgb Anteil im Bild zuständig sein soll. Eigentlich sollte das doppelsetup aus zwei Askar PHQ 107 bestehen, aber nachdem ich jetzt mit dem Askar drei Aufnahmen gemacht habe muss ich leider sagen, dass ich von der Abbildung der Sterne zum Rand eines apsc Sensors ein bisschen enttäuscht bin. Das Bild ist schön flach, keine Frage, aber es zeigt sich ein so deutlicher Farbquerfehler, dass die Sterne zweigeteilt sind. Ich hoffe, dass das bei cf 102 dann deutlich besser ist.
Viele Grüße Ben
 
Guten Morgen zusammen,

entschuldigt die späte Rückmeldung - ich war selbstverständlich die ganze Woche mit Tests der beiden APOs beschäftigt! Es sind der CF-90 und der CF-130 mit den jeweiligen Reducern 0.8x von TS und einem gemeinsamen Flattener 1.0x (TSFlat25Del) geworden.

Ich kann nur bestätigen was hier geschrieben wurde....der Unterschied zwischen einem 4" Apo und einem 5" Apo ist in Sachen Gewicht und Längen, damit verbunden an die Anforderungen für eine Montierung, riesig. Ich habe zwar keine AM5, aber ich würde diese mit dem kleinen CarbonStativ und der Stativverlängerung garantiert nicht verwenden. Die AM5 mit einem anderen Stativ ist sicherlich möglich...
Ich selbst habe u.a. einen TS-CF 130/910mm Apo und bin vollumfänglich zufrieden...ein tolles Teil mit guten Auszug und vielen Möglichkeiten. Den 5" Apo nutze ich nur fotografisch und fotografisch ist er farbrein und liefert gestochen scharfe Fotos. Ich nutze den dafür gemachten Reducer und auch Flattener von TS. Es gibt auch keinerlei Probleme bei Kälte oder irgendetwas anderem....
Ich hatte zwar mal von einem angelichen Problem der TS-CF Reihe bzgl. Halos um die helleren Sterne gehört, kann dies aber bei meinem Apo nicht bestätigen und auch die Astrokollegen/innen, die ich kenne, sind mit ihren TS-CF Apos alle zufrieden.
Der 5" Apo von TS wiegt ca. 11 kg und mit allem drumherum komme ich auf ca. 13 kg und auf eine Gesamtlänge inkl. Kamera von knapp 110cm....je nach dem welches Equipment/ Zubehör ich nutze. Der Hebel in Kombination mit dem Gewicht und gleichzeitig nicht an den Füßen der Montierung anzustoßen, ist die Herausforderung an die Montierung.

Wenn alles zusammen passt, dann wirst Du damit viel Spaß haben und ist auch noch mobil nutzbar

CS
Christian

Lieben Dank Christian! Die ersten Tests zeigen, dass das Gewicht auf der AM5 mit einem Berlebach-Stativ überhaupt kein Problem ist. Gegengewicht dran und die Maschine guided mit 0.3-0.4" rms. Ich habe sogar den Eindruck, dass die stärkere, asymmetrische Belastung das Guiding sogar im Vergleich zum Vorgängerteleskop verbessert hat. Sonst lag ich immer bei 0.5-0.6" (gleiches Leitrohr).

Ich freue mich, dass Du mit dem APO zufrieden bist. Visuell und fotografisch war ich auf den ersten Eindruck ebenso zufrieden.

Hi,

ich denke in Bezug auf Preis / Leistung kann man mit diesen APOs erstmal nix falsch machen sofern man vor Auslieferung auf gewisse Dinge (s. Oben) beachtet. Auszug kann man ggf. auch nachrüsten um die Abbildungsqualität nochmals zu steigern. Wenn man mehr will dann bliebe Takahashi oder APM.

Wo man ggf. aufpassen muss ist der Abstand vom Red/Korrektor zur Kamera und eventuell Verkippung. Nach meiner Meinung ist wohl Mono ggf. gutmütiger bei der Verarbeitung der Sternfarben als OSC.

Das sind zumindest meine Eindrücke.

CS
Dominik

Und genau da liegt gerade meine Verzweiflung. Ich habe jetzt drei (leider im Norden sehr sehr kurze) Nächte herumprobiert. Eine Abbildung ohne Verkippung bzw. ausbleibendem Bildfehler bekomme ich nicht hin. In meinem nächsten Post beschreibe ich an Hand von ein paar Bildern, was ich damit meine. Das bereitet mir ein wenig Sorge...

Ich hab einen der ersten CF80 und dieser sollte mit dem zugehörigen 0.8x Reducer verwendet werden. Ich hatte hier im Forum keinen extra Thread eröffnet, aber an passenden Stellen (wie auch hier) meine schlechte Erfahrung geteilt.

Der Reducer hat, egal bei welchem auch noch so absurden Abständen, keine brauchbare Abbildung geliefert. Ein Ersatz war auf Ewigkeiten nicht lieferbar.
Die Sternabbildung wurde beim Händler nachträglich auf der Bank verbessert (Verspannte Linsen).
Aktuell nutze ich den APO bei f6 mit dem einstellbaren Universalflattener. Gelandet bin ich nicht bei empfohlenen 81,2mm Abstand sondern bei ca. 75mm (entspricht 100/f7). Da scheint doch irgendwas an diesem VollAPO mit Zertifikat nach Gurke zu riechen...

Es ist nicht das was mir verkauft wurde, nicht das was ich haben wollte und dennoch bildet er jetzt vernünftig ab; f6 APS-C.
Rückläufercounter ist auch nicht gestiegen, da er ja noch bei mir ist. _jungeschlagen:

Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass die Qualität der Ware und die Ansprüche der Händler gestiegen ist, denn die mechanische Verarbeitung ist wirklich gut. Ein Farbfehler ist fotografisch nicht erkennbar und mein eigener subjektiver Vergleich mit einem eingestellten ESPRIT120 ergab auch keine großen Unterschiede (Sterne sind ein Hauch feiner beim Esprit).

Das ist interessant. Ich kann derzeit den Abstand vom Reducer zur Kamera leider nicht verstellen, da ich auf das genau 55 mm messende ZWO-Set an Adapterringen angewiesen bin, sehe mich aber schon bei einem ähnlichen Problem, da der Bildfehler nicht symmetrisch ist.

CS Alexander
 
CF 90

Den CF 90 habe ich zunächst mit dem zugehörigen Reducer 0.8x getestet. Der Arbeitsabstand beträgt 55 mm.

Die folgenden Bilder sind alles Rohaufnahmen. Da ist nichts bearbeitet oder gestackt. Ich habe immer einen hellen Stern in die Bildmitte gesetzt und mit der Bahtinov-Maske den Fokus sehr exakt auf diesen eingestellt.

Albireo_CF90_600s_Reducer08x_verkleinert.jpg


Sieht auf den ersten Blick nicht verkehrt aus. Zufrieden bin ich dennoch nicht. Man erkennt folgendes im Aberration-Inspektor:

Abbildungsfehler_Reducer_2.jpg


Der Bildfehler ist nicht symmetrisch! Die Ecke oben rechts ist wesentlich besser als unten links. Es muss also einerseits der Arbeitsabstand angepasst und andererseits nach einer Verkippung gesucht werden.

Wenn man den gesamten Okularauszug um 180° dreht, so dreht sich das Fehlerbild um. Dann ist die besser Ecke unten links.

Nach meinem Verständnis sollte dies doch eine Verkippung des Kamera-Sensors ausschließen. Wenn die linke Seite des Sensors etwas nach hinten gekippt ist, so sollte im Bild die Unschärfe doch immer links liegen, wenn ich mich nicht irre ?


Dasselbe nun mit dem Flattener 1.0x durchgeführt.

Abbildungsfehler_Flattener.jpg


Hier ist wieder eine Ecke (oben links) nicht optimal. Die Ecken sind natürlich willkürlich verdreht und nicht mit dem obigen Bild vergleichbar, da nach der Schrauberei die Kamera in einer anderen Drehposition sitzt.
 
CF 130

Das Spielchen habe ich mit dem CF 130 wiederholt:

CF130_Flattener_Test_verkleinert.jpg


Hier treten folgende Fehlermuster auf:

CF130_Korrektor_Pos1.jpg


bzw. mit dem Reducer 0.8x

CF130_Reducer_Pos2.jpg


Ich finde es bemerkenswert, dass in allen vier Konstellationen immer eine Verkippung mit am Werk ist! Mit einem Präzisionsabstandsring denke ich, die Ergebnisse wesentlich zu verbessern, aber das Tilting ist schon mysteriös, zumal die Drehung gegen die Kamera als Ursache spricht. Aber was kann das bloß sein!?

Viele Grüße und CS

Alexander
 
Hallo Alexander,

bei den Bildern des CF-130/910mm sind die Sterne nicht ganz rund, das kann diverse Gründe haben, u.a. auch die Nachfüheung...die aber ja gut gewesen sein soll, wie Du schon geschrieben hast. Bei CF-90 ist der Effekt kleiner. Ich bin zwar kein Techniker, aber wenn ich den Rotator/ OAZ vom Teleskop bewege, geht die Kamera mit und dann müsste bei einem Titl die entsprechende Problem Ecke sich auch mitverändern. Vielleicht habe ich auber auch nicht verstanden was Du meinst.
Um einen Tilt zu erkennen/ zu messen hat mir das Program ASTAP sehr geholfen, das würde ich an Deiner Stelle mal probieren. Hilfreich wäre auch eine andere Kamera, falls vorhanden, dranzuhängen um zu erkennen, ob das wirklich ein Kamera Tilt ist.
Die Arbeitsabstände bei Verwendung des eigens konstruierten TS-CF-Flatteners/ Reducers für das jeweilige TS-CF Teleskop sind auf 55mm Abstand ausgerichtet und eigentlich hervorragend. Da kann auch nichts verkippen. Ich habe bei meinem TS-CF-130/910mm einen Zwischenring im OAZ eingebaut, damit ich den OAZ nicht soweit herausfahren muss. Ansonsten ist der OAZ soweit heraus, das dies bei einer sehr schweren Kamera und Zubehör womöglich zu Nebeneffekten führen kann.

CS
Christian
 
CF 90

Den CF 90 habe ich zunächst mit dem zugehörigen Reducer 0.8x getestet. Der Arbeitsabstand beträgt 55 mm.

Die folgenden Bilder sind alles Rohaufnahmen. Da ist nichts bearbeitet oder gestackt. Ich habe immer einen hellen Stern in die Bildmitte gesetzt und mit der Bahtinov-Maske den Fokus sehr exakt auf diesen eingestellt.

Den Anhang 416664 betrachten

Sieht auf den ersten Blick nicht verkehrt aus. Zufrieden bin ich dennoch nicht. Man erkennt folgendes im Aberration-Inspektor:

Den Anhang 416665 betrachten

Der Bildfehler ist nicht symmetrisch! Die Ecke oben rechts ist wesentlich besser als unten links. Es muss also einerseits der Arbeitsabstand angepasst und andererseits nach einer Verkippung gesucht werden.

Wenn man den gesamten Okularauszug um 180° dreht, so dreht sich das Fehlerbild um. Dann ist die besser Ecke unten links.

Nach meinem Verständnis sollte dies doch eine Verkippung des Kamera-Sensors ausschließen. Wenn die linke Seite des Sensors etwas nach hinten gekippt ist, so sollte im Bild die Unschärfe doch immer links liegen, wenn ich mich nicht irre ?


Dasselbe nun mit dem Flattener 1.0x durchgeführt.

Den Anhang 416668 betrachten

Hier ist wieder eine Ecke (oben links) nicht optimal. Die Ecken sind natürlich willkürlich verdreht und nicht mit dem obigen Bild vergleichbar, da nach der Schrauberei die Kamera in einer anderen Drehposition sitzt.
Hallo Alexander,
Da liegt ein Denkfehler vor. Wenn du den gesamten OAZ drehst dann bleiben die Objekte (Sterne) natürlich auf der selben Position. Die Photonen landen jedoch auf einer anderen Position auf dem Chip. Du drehst damit den Fehler mit.
Daher sieht es für mich schon stark nach einem Tilt der Kamera bzw. des Chips aus.
Du hattest ja vermutlich bei allen obigen Aufnahmen immer die selbe Kamera verwendet.

CS
Franz
 
Hallo Christian, hallo Franz,

ich danke euch für die Hinweise! Jetzt muss ich aber noch einmal nachhaken. Nehmen wir an, wir markieren auf der Kamera mit einem Edding eine Ecke. Diese Ecke ist nun schwarz auf dem Bild und steht für die Ecke, die nach vorn oder hinten weggekippt ist. Dann sollte doch, egal wie die Kamera gedreht ist, dieser Fleck immer in der gleichen Ecke bleiben. Wenn ich den OAZ drehe, so drehe ich aus Sicht der Kamera den Sternenhimmel. Die Verkippung bezieht sich aber doch auf das Koordinatensystem der Kamera, dieses stimmt mit dem Bildschirm-Koordinatensystem überein und sollte gleich bleiben.

Oder reden wir aneinander vorbei?

Ich habe zudem den ASTAP-Tilt-Rechner verwendet. Dort bekomme ich doch recht variable Ergebnisse heraus, wenn ich den OAZ drehe.

Viele Grüße und CS

Alexander
 
Hallo Alexander,
wenn Du theroretisch, praktisch macht man das natürlich auf keinen Fall, einen Punkt auf dem Kamerasensor machen würdest, dann bleibt der Punkt auf dem Kamerasensor natürlich immer auf derselben Stelle....aber, wenn Du den OAZ um z.B. 90 Grad drehst, dann wird die Fehlerecke natürlich auch um 90 Grad gedreht, wenn man auf das Bild schaut.
Ich würde an Deiner Stelle im ersten Schritt überhaupt nicht am OAZ herumdrehen, sondern ersteinmal schauen wo die Ungenauigkeit herkommt, womöglich ein Sensortilt der Kamera...deshalb macht ein Test mit einer anderen Kamera Sinn. Erst wenn das alles passt, würde ich am OAZ herumdrehen....und das sollte dann eigentlich keine Probleme geben.
Bei dem TS-CF-130mm/910mm hast Du am OAZ zwei Schrauben um den OAZ zu drehen. Du sollest aber nur die Schraube, die näher zum Teleskop ist verwenden und nicht die Andere, die näher zu Kamera steht. Bei Verwendugn der letzteren kann es tatsächlich Tilt Probleme geben.

CS
Christian
 
Hallo Christian,

ok, gut zu wissen, dann verwende ich nur die Schraube näher am Teleskop.

Ich habe nun außerdem einen 15-18 mm variablen Abstandsring bestellt. Dann kann ich den Backfocus von 54-57 mm variabel einstellen. Wenn ich Filter benutze, vielleicht keine schlechte Idee.

Als zweite Kamera habe ich nur eine Planetenkamera. Die fängt leider keine Randstrahlen ein. Die Nikon hatte ich damals abgegeben... seit dem iPhone 15 und der Astrokamera sah ich einfach keinen Verwendungszweck mehr... Aber eine justierte Kamera zum Vergleich wäre super. Vielleicht findet sich jemand in der Umgebung. Dummerweise bin ich nun zwei Wochen nicht vor Ort und die Widerrufsfrist läuft ab... deshalb schwitze ich hier extra :D

Bzgl. der Bildrotation: ich drehe das Bild ja hinterher nicht "richtig". Ich habe kein Motiv aufgenommen, das auf dem Bildschirm immer gleich aussieht, sondern ein willkürliches Sternfeld. Dann sollten, egal wo ich hinschaue, die Sterne auf einer Seite immer etwas unschärfer als auf der anderen Seite sein. Die linke Seite vom Chip wird ja immer auf dem Foto links liegen.

Vielleicht sollten wir das aufzeichnen :D

CS
Alexander
 
Hallo Christian, hallo Franz,

ich danke euch für die Hinweise! Jetzt muss ich aber noch einmal nachhaken. Nehmen wir an, wir markieren auf der Kamera mit einem Edding eine Ecke. Diese Ecke ist nun schwarz auf dem Bild und steht für die Ecke, die nach vorn oder hinten weggekippt ist. Dann sollte doch, egal wie die Kamera gedreht ist, dieser Fleck immer in der gleichen Ecke bleiben. Wenn ich den OAZ drehe, so drehe ich aus Sicht der Kamera den Sternenhimmel. Die Verkippung bezieht sich aber doch auf das Koordinatensystem der Kamera, dieses stimmt mit dem Bildschirm-Koordinatensystem überein und sollte gleich bleiben.

Oder reden wir aneinander vorbei?

Ich habe zudem den ASTAP-Tilt-Rechner verwendet. Dort bekomme ich doch recht variable Ergebnisse heraus, wenn ich den OAZ drehe.

Viele Grüße und CS

Alexander
Hallo Alexander,

du hast gar nicht geschrieben was alles zw. Reducer und Kamera hängt und welche Kamera du nutzt.

Bezüglich Arbeitsabstand hat mir N.I.N.A (Hocus Focus Aberration Inspector) am besten geholfen auch was den TILT betraf obwohl der bei mir immer noch ein wenig drin ist. ASTAP war immer sehr variabel was die Ergebnisse angeht. Das beste war das mit N.I.N.A hier am Livebild direkt getestet werden kann. Wobei das Auge, wenn man sich die Bilder betrachtet, wohl immer der beste Ratgeber ist. Bei mir ist das Problem mit den leicht elongierten Sternen oben rechts vorhanden wobei ich da mittlerweile wg. BlurX Terminator mir keine großen Gedanken mehr mach. Der Arbeitsabstand liegt bei mir je nach Filter zw. 55.5 - 55.7mm bei dem 0.8 Red.

Ich finde wenn man solchen Problemen aus dem Weg gehen will dann geht dies nur über absolute Premiumgeräte im High End Segment und selbst dort gibt es Kleinigkeiten (s. nicht richtigsitzende Taukappen). Solche APOs sind halt ein preis/leistungstechnisch ein Kompromiss.

CF90: Was auffällt bei 1.0x scheint generell das Problem weniger aufzutreten. Es scheint das der Arbeitsabstand nicht ganz stimmig ist. Gravierender wird es in Richtung 0.8x Red. Ich denke die Wahl eines variablen Abstandshalter ist gar nicht mal so schlecht. Ich hatte auch mit dem Gedanken gespielt. Zuerst würde ich die Problematik mit dem Abstand korrigieren. Das Verhalten scheint zw. 1.0x und 0.8x unterschiedlich zu sein.

CF130: Eigentlich das gleiche Spiel Arbeitsabstand und leichter TILT. Wobei 1.0x immer besser auszusehen scheint als der 0.8 Red. Wie ich ja schon geschrieben hab scheint wie bei mir der 0.8 Red. etwas zickig zu sein.

Kurze Frage. Dreht sich der Fehler beim drehen der Kamera mit?

Tilt kann vielfältig sein: (wobei man zuerst mal einen Sensor Tilt ausschließen sollte)

- Sensor
- OAZ
- Verschraubung
- Verkippung des Flattner/Red. selbst / ggf. Linsen verschoben

CS
Dominik
 
Hallo Alexander,

hier zwei konkrete Maßnahmen, die an meinem CF90 geholfen haben:
  • Installation einer CTU.
  • Festziehen der im Bild gezeigten Messingschraube am OAZ (diese hat sich im Laufe des Zeit etwas gelöst und zu einer leichten Verkippung des OAZ geführt).
CS- Oliver

IMG_3710.jpeg
 
Man sollte aber bei Verwendung der CTU bedenken, das hier einiges an BF-Spielraum verloren geht. Wenn man ein Setup wie abgebildet und einer Kamera mit 17,5mm Sensorabstand verwendet ist der BF von 55mm komplett aufgebraucht. Meist kommen dann noch Adapterverschraubungen dazu.
Ein OAG fällt in diesem Fall auf jeden Fall schon mal aus.

CS,
Franz
 
Hallo Alexander,

du hast gar nicht geschrieben was alles zw. Reducer und Kamera hängt und welche Kamera du nutzt.

Hallo Dominik,

erst einmal vielen Dank für Deine Antwort. Ich verwende eine ASI 2600 MC. Sonst ist dazwischen nur die ZWO Filterschublade. Da ich dummerweise die falsche (M54) gekauft habe und das erst etliche Wochen später, als der Himmel mal wieder klar war, gemerkt habe, musste ich noch diverse Adapter (M48-M54, M54-M42) kaufen, damit alles passt. Das sind dann 20 mm + 17.5 mm + Adapter = 55.5 mm.
Bezüglich Arbeitsabstand hat mir N.I.N.A (Hocus Focus Aberration Inspector) am besten geholfen auch was den TILT betraf obwohl der bei mir immer noch ein wenig drin ist. ASTAP war immer sehr variabel was die Ergebnisse angeht. Das beste war das mit N.I.N.A hier am Livebild direkt getestet werden kann. Wobei das Auge, wenn man sich die Bilder betrachtet, wohl immer der beste Ratgeber ist. Bei mir ist das Problem mit den leicht elongierten Sternen oben rechts vorhanden wobei ich da mittlerweile wg. BlurX Terminator mir keine großen Gedanken mehr mach. Der Arbeitsabstand liegt bei mir je nach Filter zw. 55.5 - 55.7mm bei dem 0.8 Red.

Ich finde wenn man solchen Problemen aus dem Weg gehen will dann geht dies nur über absolute Premiumgeräte im High End Segment und selbst dort gibt es Kleinigkeiten (s. nicht richtigsitzende Taukappen). Solche APOs sind halt ein preis/leistungstechnisch ein Kompromiss.

ASTAP nutze ich auch, um die Bilder zu analysieren. Mein Kriterium ist aber immer das Auge - und wenn ich schon 15-20 T€ für das ganze Astroequipment ausgegeben habe, möchte ich es nun optisch so perfekt wie möglich versuchen. Ich mag die Verwendung von Software wie BlurX Terminator oder StarNet etc. nicht.. aber das muss ja jeder selbst wissen :)

Ich denke auch, dass es besser wird, wenn der Arbeitsabstand erst einmal exakt stimmt. Deshalb soll bald eine variable Verlängerung her, die die Adapter ersetzt. Da habe ich auch schon etwas passendes von Artesky gefunden, was zu meiner M54 Filterschublade passt.


Kurze Frage. Dreht sich der Fehler beim drehen der Kamera mit?

Also wenn ich den gesamten OAZ drehe - eine Drehung der Kamera kann ich nicht durchführen, ohne den Abstand zu verändern - landet die unscharfe Ecke auf dem Bild hinterher woanders. Das war der Punkt, wo ich mit Christian schon etwas diskutiert hatte...


Hallo Alexander,

hier zwei konkrete Maßnahmen, die an meinem CF90 geholfen haben:
  • Installation einer CTU.
  • Festziehen der im Bild gezeigten Messingschraube am OAZ (diese hat sich im Laufe des Zeit etwas gelöst und zu einer leichten Verkippung des OAZ geführt).
CS- Oliver

Hallo Oliver,

das wäre meine nächste Maßnahme. Ich wollte jedoch zuerst an der natürlichen Tilt-Platte der Kamera herumschrauben. Dann habe ich nämlich nicht das Backfocus-Problem, das @franz erwähnte (vielen Dank!).

Die Messingschrauben waren bei mir auch lose. Das habe ich schon probiert. Das stört mich indes generell am CF90 - selbst mit angezogenen Messingschrauben dreht sich der Auszug auf Grund des Hebels, den das Leitrohr verursacht. Das sitzt nämlich nicht auf dem Teleskop, sondern hinter der Klemmung. Da muss ich mal schauen, wie viel mehr "fest" noch geht, bevor "ab" kommt.

Viele Grüße und CS

Alexander
 
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