Erfahrungen von Eltern vom ersten Teleskop

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RicoT

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Hallo...
Ich suche nach Eltern die mir die Erfahrungen ihres Kindes mit dem ersten Teleskop erzählen. Besonders interessiert mich dabei:

- Wie alt war euer Kind als ihr ihm/ihr das erste Teleskop gekauft habt?

- Hat euer Kind schon vorher Erfahrungen in der Astronomie sammeln können?

- Wollte euer Kind ein Teleskop oder habt ihr es auf gut Glück gekauft?

- Welches Teleskop (Refraktor, Reflektor, Dobson, usw.) habt ihr eurem Kind gekauft und warum habt ihr euch dafür entschieden?

- Was hat das Teleskop gekostet, habt ihr es neu oder gebraucht gekauft und auf welches Zubehör im Lieferumfang (Stativ, Okulare etc.) habt ihr geachtet?

- War euer Kind zufrieden damit oder habt ihr schon bald nach dem ersten Teleskop ein anderes gekauft bzw. hat euer Kind das Interesse an der Astronomie verloren?

- Wenn ihr schon bald ein neues gekauft habt, was war das für ein Teleskop?


Währe schön, wenn mir jemand seine Erfahrungen schildern könnte da ich als Vater gerade selbst vor der Entscheidung "welches Teleskop soll es sein?" stehe.

Und eine Bitte: Es geht hier wirklich nur um Erfahrungen. Bitte keine Empfehlungen!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo RicoT,

mangels Kinder kann ich dir keine Empfehlung in dieser Hinsicht geben, aber vielleicht interessiert dich das Thema ja auch aus der Sicht eines (ehemaligen) Kindes.

Wie alt war euer Kind als ihr ihm/ihr das erste Teleskop gekauft habt?

Ich weiß es nicht mehr ganz genau, 14, maximal 15

Wollte euer Kind ein Teleskop oder habt ihr es auf gut Glück gekauft?

Ich wollte es definitiv haben.

Welches Teleskop (Refraktor, Reflektor, Dobson, usw.) habt ihr eurem Kind gekauft und warum habt ihr euch dafür entschieden?

Ein Newton 114/1000, dieser erschien uns allen als bester Kompromiss.

Was hat das Teleskop gekostet, habt ihr es neu oder gebraucht gekauft und auf welches Zubehör im Lieferumfang (Stativ, Okulare etc.) habt ihr geachtet?

Wenn ich mich recht entsinne hat das Teleskop etwa 350,- DM gekostet, neu, aus dem Versandkatalog. Extra Zubehör habe ich nicht bekommen, nur das Teleskop inklusive EQ-1-Montierung und Standardokularen.

War euer Kind zufrieden damit oder habt ihr schon bald nach dem ersten Teleskop ein anderes gekauft bzw. hat euer Kind das Interesse an der Astronomie verloren?

Ein jähes Ende fand die praktische Astronomie zunächst durch einen Umzug zu einem ungünstigen Standort, jedoch nicht durch das Teleskop. Allerdings muss ich fairerweise erwähnen, dass ich mit diesem Teleskop nie über die Beobachtung von Planeten und Doppelsternen hinausgegangen bin.

Ich hoffe, das war hilfreich. MfG Gim
 
Selbstverständlich sind solche Erfahrungen auch gewünscht. Schließlich ware wir alle mal Kinder. Danke dir dafür.

Wer sich also noch an seine Kindheit mit dem ersten Teleskop erinnern kann, immer her damit.
 
Hallo Rico,

Ich war ca. 14 Jahre alt und hatte mir ein Teleskop zu Weihnachten gewünscht. Dieses war ein 114/900mm Newton. Aber schlechter als die heutigen Einsteigergeräte. Noch mit kleineren Okularen. Hatte mir dann einige Jahre später einen besseren Tubus auch in 114/900mm gebraucht gekauft und auf das alte Stativ gesetzt. Dazu dann noch günstige Okulare, die bei den heutigen Einsteigerangeboten meist schon dabei sind. Das war dann schon ein enormer Leistungsgewinn.

Inzwischen habe ich einen 8'' F6 Dobson angeschafft. Der hat sich sehr gelohnt, aber als kleines Kind wäre der mir schon zu wuchtig. Wie alt ist denn Dein Sprössling ?

Mein Interesse wurde durch einen Besuch bei der Sternwarte erst richtig geweckt. Dort solltest Du vielleicht erst einmal mit deinem Kind hingehen. Oder falls Du jemanden mit einem Teleskop kennst, dort mal anfragen.

Mich haben damals und auch heute noch mehr die Planeten und der Mond interessiert. Da war mit dem 114mm Newton schon eine Menge zu sehen, aber man muss da wirklich schon großes Interesse haben, sonst ist die Enttäuschung groß.

Daher nochmal mein Rat: Vorher durch ein Teleskop schauen und dann wirst Du merken ob Dein Kind begeistert ist und sich ein Teleskop wünscht.

Gruß,
Holger

 
Dir kann geholfen werden - das erste Teleskop vergißt man vermutlich nie.

Nachdem ich mit gut 17 Jahren von der Theorie zur Praxis kam, war erst ein Fernglas dran. Das 8x30 ist gut und wird weiterhin benutzt. Im August gibt es ja auch viel zu sehen, Milchstraße sei dank. Schnell war klar, daß ein Teleskop her mußte, also habe ich mir eines zu Weihnachten gewünscht. Ist in Südwestfalen nicht leicht, es gab in den Geschäften nur kleine Fernröhrchen für Erdbeobachtungen. Ich war aber auf Deep-Sky fixiert und stand auf Reflektoren.

In Hessen war bei einem Optiker ein 76-mm-Katadiopter entsprechend dem Venus 30 zu sehen. 500 DM sollte das Teil mit seiner azimutalen Einarmgabel kosten. War zu klein, ein größeres in dem Geschäft zu teuer. Verwandte konnten dann woanders den 114/1000er Katadiopter (auf einer Art EQ-2) finden; meine Eltern haben ihn gekauft, mir aber wegen Weihnachten nichts gesagt. Dementsprechend groß war die Überraschung!

Aufbauen, nach draußen schleppen, Jupiter beobachten.

Da mein Interesse eher Richtung Deep-Sky ging, wurde ein 40-mm-Okular zugekauft, aber nicht das 6-mm-Huygens durch ein gutes Ortho ersetzt. Vermutlich ein Fehler, denn der Anblick von Jupiter im 20-mm-Huygens kommt mir im Nachhinein so vor, als wenn mehr drin gewesen wäre. Aber M 41 und Orionnebel kamen gut. M 13 war in Ordnung. Etwas M 31 und h+chi Persei ging ebenfalls.

Aus finanziellen Gründen wurde das Teleskop dreieinhalb Jahre später verkauft. Wenige Monate später bekam ich Zugang zu einem 300-mm-Newton-Cassegrain ...

Grüße

fquadrat
 
Hallo Rico,

mein Neffe war 10 Jahre alt als er sich zu interessieren begann, da Onkel *entfernt* ja ab und zu mit Teleskop in seinem Garten stand.
Interessanter Weise kam das Kerlchen sogar mit meinem 8" f/6 Dobs klar und konnte den Mond im Okular halten, nachführen.
Klar durfte er auch mit Onkel *entfernt* im nächsten Sommer aufs Teleskoptreffen, bzw wurde für zwei Tage von den Eltern dort hin gebracht. Camping und noch jede Menge Teleskope, das fand er die nächsten drei Jahre lang cool.
Als eigenes Teleskop für zu Hause habe ich ihm einen vorhandenen 70/350er Weitfeldrefraktor auf AZ 1 Monti mit ein paar Okularen hingestellt und dazu bekam er noch ein 8x40 Fernglas von seinen Eltern geschenkt.
Teleskop und Fernglas hat er für astronomische Beobachtungen auch alleine genutzt, mit 15/16 Jahren ließ das aber stark nach, die Interessenlage verschob sich zunehmend in Richtung Kumpels (abhängen), Musik(machen) und Mädels (anmachen).
Sein Teleskop gibt er trotzdem nicht her und ein 8x40 Fernglas im Haushalt schadet auch nicht.
Er sagt, irgendwann kriegt er eventuell ja wieder mal Lust. Allerdings hätte er dann doch gerne ein etwas größeres Teleskop. Er kannt ja nun mal auch den Durchblick mit 8 bis mehr als 20" Öffnung und hat schon auf Leitern an großen Dobsons gestanden.
Ich schätze mal, der gut gemeinte 70/350er war ihm schon mit 13/14 etwas knapp, es hätten eventuell 100 - 150 mm Öffnung sein dürfen. Trotzdem wäre die Entwicklung kaum anders gelaufen, aber die Interessenlage kann sich ja auch wieder neu verschieben.

Nicht zu klein und zu billig, aber keinesfalls zu groß und zu teuer. Da muss man nach Alter und Möglichkeiten abwägen.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Rico und ihr anderen,

dann will ich euch ein Mal von mir berichten. Sterne schaue ich mit System seit 1962 (damals war ich 8 Jahre alt). Meine Eltern, immer voll Verständnis für meine seltsamen Interessen und das Lesen von zu schwierigen Büchern, ermöglichten mir den Weg in die Uarania Wiesbaden.

So kannte ich zuerst den Anblick von Mond; Planeten und etwas Deep Sky (nannte man damals noch nicht so)im 12 Zoll Maksutov der Sternwarte und 8x40 Fernglas meiner Eltern bevor mir ein etwas älterer Vereinskollege 2-3 Jahre später ein 10-30 X 30 von Quelle für 10,- DM anbot. Ich schlug zu, erwarb mir noch ein höheres Fotostativ in der "Foto Fundgrube" und holte mit dem kleinen Ding zuerst alle Entdeckungen von Galilei nach. Danach arbeitete ich mich durch das Vorkriegsbüchlein "was der Kosmos Linsensatz am Himmel zeigt" und konnte das meiste auch in MEINEM Fernrohr sehen.

Selbst als ich mit 14 Jahren ein gebrauchtes 60/900 erworben hatte verlor ich das kleine Zoom Rohr nicht aus dem Blick. Immer wenn ich auf Reisen war (Jugendaustausch in England und Frankreich) musste es mich begleiten, damit ich etwas zum Gucken dabei hatte. Natürlich besitze ich es noch heute und würde es nicht her geben. Für das Erlernen der Beobachtung erscheint es mir noch heute als das Beste was mir damals begegnen konnte. Wenn mir vergleichbares günstig auf dem Flohmarkt begegnet schlage ich zu um es an interessierte Kinder weiter zu geben. So konnte ich schon einige Interessenten für die Sterguckerei gewinnen.

Noch heute schnellspechtle ich oft mit kleinem Gerät statt mit dem Hauptinstrument meiner Sternwarte - warum wohl?

CS Gerhard (Sterngucker Frankenberg)
 
Ich habe als Kind mal einen Refaktor von Tchibo geschwenkt bekommen.
Die optische Leistung war OK (60/900 Achromat), aber die Montierung war wirklich ein Witz! Alles außer Mond konnt man damit vergessen, der Rest an Planeten war wegen der Wackeligkeit und unbrauchbaren Sucherfernrohr kaum auffindbar. Und Deep Sky etc. klappt mit 6cm Öffnung natürlich garnicht. Ich hatte damals deswegen auch sehr schnell das Interesse verloren.

Das Interesse kam erst später über das Interesse zur Fotografie wieder.

Hier mal Empfehlungen von mir in drei Preisklassen.

Ich würde einen 140/1000 Newton oder ähnlich mit EQ3 etc. oder sowas in der Richtung empfehlen. Allerdings muss man dafür mindestens 2-3 Hunderter hinpacken und es gibt (gerade bei kürzeren Brennweiten als 100) die Gefahr, dass die Dinger optisch nichts taugen. Hier sollte man sich vorher erkundigen.

Wenn's erstmal nur Mond und Planeten sein sollen, empfiehlt sich auch ein sogenanntes Lidl-Scope (Googlet danach!) oder ein 114/1000 mit EQ3 o.ä., das macht aufgrund einer angemessenen Montierung auch schon richtig Spaß und die Preis-Leistung ist klasse. Da sowas (gerade der Refraktor) sehr robust ist, würde ich sowas auch gebraucht kaufen, bzw. man kann es bei Nichtgefallen auch gut wieder loswerden.

Wenn man sich unsicher ist, ob das Kind überhaupt Interesse daran hat, würde ich so einen 50€ Mini-Dobson (300/5.6 von Celestron o.ä.) kaufen. Die machen sehr viel mehr Spaß als die Billig-Tchibos, sie sind klein, leicht und stehen wenigsten nicht im weg rum.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo RicoT,

Ich habe zwar keine Kinder aber ich berichte mal von meinen eigenen Erfahrungen. Ich hatte schon früh Interesse für Astronomie, so mit 8-9 Jahren vielleicht auch schon etwas früher und so kam es, dass ich eines Tages in einem Versandkatalog ein Teleskop entdeckte und es haben wollte. Das Teleskop gabs dann zu Weihnachten 1987, also schon eine ganze Weile her. Es war ein 60/700mm Bresser Refraktor
und kostete ca. 300DM (150€).

Es stellte sich dann ziemlich schnell heraus, daß damit kaum mehr als Sonne/Mond/Planeten und Doppelsternbeobachtung möglich war, zudem ließ die Stabilität sehr zu wünschen übrig und die azimutale Montierung machte es praktisch unmöglich Objekte aufzuspüren, die nicht gerade neben hellen Sternen platziert sind.

Es kam dann schnell der Wunsch nach einem besseren Gerät auf und als das Interesse für die Astronomie auch einige Jahre später noch immer ungebrochen war, bekam ich 1991 ein "C8", welches ich heute noch besitze. Da lagen natürlich Welten zwischen dem Katalogfernrohr und dem C8.

Im Laufe der Jahre ging das Interesse an der Astronomie aus diversen Gründen zurück und war auch mal längere Zeit gar kein Thema mehr. Kommt jetzt aber wieder vermehrt sofern es die Zeit zulässt.

Gruß,
Andreas
 
Hi Rico,
ich habe zwar 2 Kinder, welche sich aber leider nicht für die Astronomie interessieren, deshalb erzähle ich dir kurz meine Geschichte.
Für die griechische Mythologie, sprich Götter, Sternenhimmmel etc. interessierte ich mich schon als ganz kleiner Kerl. Mein erstes Teleskop bekam ich dann als ca.11 Jähriger. Wie bei so vielen war es ein Quelle 114/900 Newton incl. Okularsonnenfilter welcher bei mir irgendwann gerissen war :confused: ich aber trotzdem weiterbeobachtete :mauer: Der erste Saturn war ein unvergessenes und umwerfendes Erlebnis! Meine Eltern unterstützten mich dabei und fuhren mit mir sogar in den Odenwald zu einem Bekannten welcher, für meinen damaligen Begriff, riesigen Refraktor stationär im Garten aufgebaut hatte. Dieser schenkte mir dann sogar diverse Literatur. Ich versuchte dann nach Koordinaten Objekte einzustellen, was nat. nicht funktionierte. Irgendwann war der Newton dann so dejustiert dass ich nix gscheites mehr gesehen habe. Ich habe es einfach nicht mehr hinbekommen und verlor dann das Interesse für die Astronomie. Da war ich ca. 15 Jahre alt. Heute schaut man ins Internet und bekommt dutzende von Justageanleitungen. 10 Jahre später stieg ich mit einem 10 Zoll Meade SC wieder ein.

Mein Rat an Eltern welche ihren Kindern ein Teleskop schenken, kuckt denen auf die Finger was sie damit am Tage machen. Bei mir hat keiner geschaut und ich kann nur sagen, ich hatte unverschämtes Glück.

Gruß
Ralf


















 
Hi Rico,


ein paar mehr Infos wären schon gut. Wie alt ist dein Kind, soll es das Teleskop selber tragen können, selber Objekte suchen, wird vom Balkon oder Garten gespechtelt? Erst dann kann man entscheiden, wie gross es sein soll, Dobson oder EQ, ob es z.B. ein Amici Prisma haben soll etc.

Meine Tochter (4 Jahre) hat zwar kein eigenes Teleskop, aber sie hat schon durch meins den Mond gesehen. Sie davor schon den Fehler gemacht, sich für Mond, Sterne und Raketen zu interssieren und will jetzt immer den Mond sehen.

Sie "weiß", dass sie auf der Erde wohnt und diese eine Kugel ist. Mond und Sonne sind auch Kugeln. Ist natürlich fraglich, in wie weit sie das wirklich verstanden hat. Allerding ist sie schon oft geflogen und weiß, wie es von oben aus sieht.

Problematisch ist der Einblick. Sie hat es leider noch nicht geschafft den Jupiter zu sehen. Beim Mond kann ich helfen, ich sehe ja wo der Strahl am Auge auftrifft. Sonne geht auch.

Grüße

Wolfgang

 
Hallo Rico,

mein Jüngster (11 Jahre) kam kürzlich von einem Spielzeugflohmarkt mit einem Teleskop zurück. Für 10 Euro hat er einen azimutal montierten 60mm Achromat mitgebracht. Das Teil ist aufgrund der kleinen Okulare und der wackligen Montierung zwar nahezu unbrauchbar aber mit viel Trickserei und aufgelegtem Tubus konnte er den Mond in Augenschein nehmen und war begeistert. Inzwischen ist er heiß darauf den Orion Nebel und Ison zu sehen.

Um das beobachten zu können muss das Röhrchen allerdings stabil montiert werden. Da ich da ein wenig zur Überdimensionierung neige, habe ich für knapp 100 Euro eine Vixen NP gekauft. Mittelfristig wird das Teleskop dann durch einen gebrauchten 80er Refraktor oder einen 114/900 Newton ersetzt. Ich rechne damit, dass ich mit Okularen, dafür nochmal 100 Euro investieren muss.

Für die parallaktische Montierung habe ich mich entschieden weil es mir einfacher erscheint wenn ich zu Beginn das Objekt einstelle und er nur an einem Knopf drehen muss, dass das Objekt im Gesichtsfeld bleibt. Alleine die Vorstellung, dass man im Okular die Erddrehung "sieht" hat ihn schon fasziniert.

Ich denke damit kann er gut ein paar Jahre spechteln. Durch den Gebrauchtkauf und das notwendige Basteln an der Ausrüstung bekommt er gleich mit, dass die "perfekte" Ausrüstung nicht von der Stange zu kaufen ist (es sei dann man hat sehr viel Geld). Falls die Astronomie kein langwährendes Hobby wird, kann die Ausrüstung ohne großen Wertverlust wieder verkauft werden.

LG Aebby
 
Hallo RicoT,

als Vater von sechs Kindern kann ich hierzu einige Erfahrungen beisteuern.

Die "Kinder" sind nun zwischen 14 und 28 Jahre alt. Nur der Vater ist seit Dekaden vom Astrovirus befallen. Die Kinder haben bei der einen oder anderen Beobachtung manchmal vor Ort teilgenommen. Auch haben wir bei Kindergeburtstagen oder anderen Ereignissen ein Fernrohr aufgebaut und uns den Mond, Jupiter, Saturn oder die Sonne angeschaut. Es gab auch durchaus Wünsche, einmal extra für Kinder so eine frühe Spechtelaktion durchzuführen. Bei Astroveranstaltungen haben die Kinder auch diese Luft geschnuppert. Jedoch ist keines unserer Kinder ernsthaft in dieses Hobby eingestiegen - jedoch haben die Kinder die Grunderlebnisse des astronomischen Beobachtung miterlebt und begegnen diesem Hobby mit Respekt. Das größte Ereignis war die Sonnenfinsternis. Die Kinder waren mindestens mit einer Sofibrille ausgestattet. Auch Schweissschutzschilde waren im Einsatz, sofern das Kind zu klein für eine Brille war. Die Kinder durften auch in das bereitgestellte Fernglas auf dem Stativ und den kleinen nachgeführten Maksutov schauen.

Nun zu meiner Empfehlung. Ich würde ein Spektiv mit 45 Grad Prisma und einem Vergrößerungsbereich von 8-fach bis max. 40- fach als erste Anschaffung empfehlen, natürlich mit Stativ. Damit ist der Einsatzbereich nicht nur auf die Astronomie beschränkt, sondern auch Tagesobjekte in der Natur können erschlossen werden. So ein Gerät ist leicht transportierbar, hat normalerweise eine gute Armierung, ist nicht justageanfällig und die Staubschutzkappen sollten unverlierbar angebracht sein.
Eine Vergrößerung über 40fach ist bei Kindern zu viel des Guten.
Ich würde auch auf Zubehörteile und Elektronik verzichten. Solch ein Gerät ist auch geeignet bei der nächsten Wanderung mitgenommen zu werden. Vögel, Hasen oder Rehe sind beliebte Hingucker bei Kindern. Das Spektiv im Einsatzbereich des Baumhauses war der größte Hingucker für meine Kinder....

CS Paul
 
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