Hallo zusammen,
bei dem Rotator handelt es sich um den ATOLL von Silence Corner ->
ATOLL Series
Ja richtig, der Rotator erhöht die Konstruktion um ca. 10mm. Ich habe mich diesbezüglich auch bemüht, einen Low Profile Kugelkopf anzuschaffen, welche minimal kürzer als die üblichen Kugelköpfe ist. Und die Stabilität leidet hier auch leicht darunter, besonders mit meinen Schweren kloppern. Dennoch möchte ich aber aus meiner persönlichen Erfahrung nicht mehr ohne arbeiten. Denn wenn ich die Kamera an den Kugelkopf befestige, ergibt das mit meinen hier gezeigten Objektiven einen ordentlichen Hebel. Durch den Rotationsadapter ist es zwar weit nicht perfekt balanciert, aber etwas besser positioniert. Der Adapter müsste bei meinen gezeigten Kombinationen im optimalen Fall eher noch etwas weiter vorne beim Objektiv sein.
Hinzu kommt für mich ein weiterer entscheidender Vorteil, und zwar kann ich die Kamera rotieren, ohne dass sich die gesamte Konstruktion verlagert.
Hier ist das eigentlich schon gut in Balance wie man sieht, die Konstruktion steht gerade auf dem Tisch, ohne zu kippen. Bei der Variante mit dem Sigma 14-24 welches noch einen Adapter benötigt, ist es etwas zu lang, und kippt nach vorne. Aber immer noch besser als wen die Konstruktion an der Kamera gegriffen wird.
Dadurch kann ich im Hochformat aufnehmen, während die Kamera beim Tracker noch obendrauf ist, und somit keinen seitlichen Hebel erzeugt. Das ist für den Tracker natürlich ein Stück angenehmer bezüglich Belastung.
Nebenbei habe ich diese Art der Rotation auch bei einem Redcat 51 oder einem Canon EF 400 L sehr zu schätzen gewusst, welche ich damals auch schon auf dem SA betrieben habe.
Auf den Photorobot bin ich bei meiner Recherche auch gestoßen, er ist aber recht schnell aus meinem Sichtfeld verschwunden. Grund waren folgende Punkte:
- Der ST ist inkl. integrierten Akku noch mal 200gr. leichter. Der Photorobot wird mit 900gr. Angegeben, und ich bin mir da nicht einmal sicher, ob Handbox, Batteriehalter und Batterien hier auch schon dazu gerechnet wurden. Ich vermute alles zusammen wird dann noch mal ein gutes Stück schwerer.
- Hier kommen wir zum nächsten Punkt, beim ST gibt es nicht viel drumherum, während der Photorobot einen Handcontroller mit Kabelgewirr (halte ich bei einem Tracker eher für unnötig), und wohl auch noch einen zusätzlichen einen Batteriehalter/externe Stromversorgung hat. Auch der ausladende Motor macht für mich subjektiv keinen handlichen und kleinen Eindruck. Ich muss hier aber auch sagen, dass mein Schwerpunkt auch ein möglichst kleiner und leichter Tracker war.
- Die Einnordnung. Der ST hat einen richtigen Polsucher, wie man ihn von den Montierungen, aber auch von einem SA kennt. Beim Photorobot finde ich hauptsächlich immer nur Bilder mit dem billigen Plastik Leuchtpunktsucher, welchen ich damals selbst schon mehrfach hatte. Das macht für mich keinen wertigen Eindruck, zudem ich die Einnordnung lieber per Polsucher mache. Aber das ist natürlich eine rein subjektive Meinung.
Ohne den Photorobot mal selbst in den Händen gehabt zu haben, bin ich sicher, dass er robuster als der ST aufgebaut ist. So deute ich das aus den Fotos. Aber wie erwähnt, mir ging es um eine möglichst kleine und leichte Nachführung für den Weitwinkel, und nicht für längere Brennweiten.
Das Foto von der Milchstrasse ist in den USA, im Dead Horse Point State Park entstanden. 24mm bei f/2.8 mit 8 Sekunden bei ISO 12800. Ja ich war selbst beeindruckt, was in so einer kurzen Zeit eingefangen werden kann.
