Erfahrungsbericht Docter 8x42 B/CF

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HansR

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Hallo Sternenfreunde!

Vorweg einmal - ich habe keinen Bezug zu einem Händler, noch zum Hersteller von Ferngläsern, gleichzeitig möchte ich einleitend bemerken, daß ich ein besonderes Faible für die ehemaligen CZJ-Produkte besitze, und das als Österreicher!
Zu meinen Sammelstücken zählen von diesem Hersteller nun bereits die Porro-Klassiker 8x30 und 10x50, ersteres noch als CZJ, letzteres als 10x50 Docter Classic mit Seriennummer > 9 Mio.
Das Classic ist offengestanden ohnehin mein Lieblingsglas.
Von den Dachkantprismatikern dieser Firma besitze ich das 8x22 welches meiner Tochter vornehmlich als Opernglas und Naturbeobachtungsglas dient, und nun neuerdings das 8x42, welches ich auf eBay um 400 Euro ergattern konnte - im makellosen Zustand.
Nun - kurz charakterisiert - das 8x30 leidet sehr unter Streulichtempfindlichkeit und in meiner Ausführung ist es etwas veraltet - schlechte Transmission, leichter Gelb/Grünstich, schönes Sehfeld, handlich, mechanisch sehr gut, saubere Verarbeitung, das 10x50 ist zwar ebenso dieselbe Technologie, aber aufgrund des neueren Technologiestandes bei der Vergütungstechnik wesentlich besser was Streulicht und Transmission betrifft. Bei den Dachkantprismenferngläsern ist die Sache so, daß das 8x22 enorm schlechter ist, was Streulicht betrifft, als die Porro´s, warum, weiß ich nicht - offenbar spiegeln die Fernglastuben so stark. In bestimmten Situationen hat man am Tage wirklich Probleme.
Nun aber endlich zum 8x42.

Technische Daten:

Vergrößerung 8x
Durchmesser Eintrittspupille 42 mm
objektives Sehfeld auf 1000m 131 m
Nahdistanz 3 m
Durchmesser Austrittspupille 5,3 mm
Austrittpupillen-Längsabstand > 16 mm
Dioptrieausgleich +/-3 dpt
Min/Max Pupillendistanz 56/72 mm
Wasserdichtheit 3 m
Dämmerungszahl 18,3
Lichtstärke 27,6
Masse 860 g

Anmutung:
Das Fernglas hinterlässt einen gediegenen, wertigen Eindruck. Es ist kompakt, die Gummierung weich und griffig, scheint auch beständig zu sein - fühlt sich an wie die des 8x22, welches nun seit mehreren Jahren brav seine Dienste tut, ohne irgendwelche Auffälligkeiten oder Verschleißerscheinungen aufzuweisen. Insgesamt kann es im Aussehen und Gesamteindruck mit teuren Vertretern (Leica, Zeiss, Swarovski) durchaus mithalten.

Mechanik:
Großes Lob verdient das Fokusierrad, eigentlich eine Fokussierwalze, welche neben der guten Platzierung griffig und groß genug ausgefallen ist. Spielfrei und leichtgängig, hervorragend. Etwas gewöhnungsbedürftig ist der Dioptrienausgleich, eine nette Idee mit dem rastenden Drehrad, welches vor der Fokussierwalze angebracht ist, hat gleichzeitig eine Noppe, damit man es leichter einstellen kann, allerdings ist die Rastung nicht gerade mein Fall. Ich hätte mir da lieber eine normale Dioptereinstellung ohne rastende Einstellung gewünscht, mir ist dieser stufig rastende Diopterausgleich auch das einzige Problem bei diesem Fernglas, ich habe damit immer das Gefühl, nie die exakte Schärfe auf beiden Augen eingestellt zu haben.
Die Brillenträgerokulare (16mm) sind mit meiner Meinung gut gestalteten, ausdrehbaren Gummiaugenmuscheln ausgestattet, allerdings sind sie für meinen Geschmack zu leichtgängig und - hier wären stufig einrastende Okularmuscheln ideal.
Insgesamt ist die gesamte Mechanik sehr gut, die Innenfokussierung läuft glatt und sauber.
Ich gehe auch davon aus, daß sie aufgrund der Erfahrung der Docter - Konstrukteure langebig und hochwertig ist. Habe gelesen, daß es bei den früheren Noctarem´s da Probleme gegeben haben soll, die aber bei den späteren Modellen behoben wurden.
Ansonsten - der Tragegurt ist hervorragend, paßt sich sauber an, hat eine Verbreiterung und Verstärkung im Genickbereich letztere ist auf der Innenseite gummiert. Die Farbgestaltung des Neoprentragriemens ist sehr hübsch - edel.
Insgesamt ist es ein sehr gutes Fernglas für die Verwendung im Felde, kompakt, leicht, ich kann mir gut vorstellen, daß es in kalten Winternächten mit Handschuhen sehr gut zu bedienen ist. Und - stickstoffgefüllt und wasserdicht bis 3m ist es auch. Bei einem Listenpreis von ca. 690 Euro darf man das auch erwarten, ist aber nicht immer eine Selbstverständlichkeit.

Optik:
Das Wesentliche eines Fernglases; schließlich dienen sie ja zum Durchsehen, nicht nur zum Ansehen.
Gleich vorweg - es ist nicht mein Lieblings-Astroglas, das ist der 10x50 wegen seiner 72° scheinbaren Gesichtsfeldes und die 10-fache Vergrößerung ist zwar besser aufgestützt oder am Stativ für längerdauernde Beobachtungen zu empfehlen. Dennoch benutze ich das 8x42 ebenfalls gerne in der Astronomie, vor allem weil die Freihandbeobachtung bei 8x doch einiges einfacher ist. Beeindruckend auch die akzeptable Gesamtschärfe, ich würde sie bis ca. 65% von der optischen Achse als sehr gut, ab dann aber nicht mehr bemerkenswert und die letzten 10% als schlecht bezeichnen. Allerdings muss man der Wahrheit die Ehre geben, das Sehfeld ist im Vergleich zu einigen Japanern und Chinesen doch wesentlich größer ausgefallen, 131m auf 1000m entsprechen ca. 60°, da spielen soweit ich gesehen habe nur Ferngläser der deutschen Top-Klasse von Zeiss, Swarovski und Leica mit. Optolyth hat gar kein Fernglas mehr in dieser Klasse (das ViaNova ist ein 56er), das Zeiss Conquest - ebenfalls als Mittelklasseglas vergleichbar liefert 55° so wie das Nikon, aber deutlich teurer; Pentax, Minox liegen da bei ca. 110m resp. 50°.
Was dann die Sache von wegen Randschärfe m.E. wieder relativiert - ich lege eher Wert auf ein schönes, großes Sehfeld. Damit findet man Objekte viel leichter, bzw. kann Vögel im Flug bzw. fliehende Tiere schneller "einfangen" - und findet sich am Sternenhimmel viel leichter zurecht.

Eine andere Schwäche des Fernglases ist der doch vorhandene Farbfehler, der sich abseits der scharfen Zone bemerkbar macht. Wobei - Frank Schäfer hat in einer Mail mir gegenüber bemerkt, daß dieser bei teureren Markenprodukten wesentlich stärker sei. Frank ist Experte und somit glaube ich, daß das Fernglas in dieser Angelegenheit sicher sehr gut ist. Nur - meine Sache sind halt rötlich schimmernde Bäume am Horizont beim Sehfeldrand nicht. Der 10x50 ist da um Klassen besser, ebenso mein 7x50 Pentax - Porro. Frank erwähnte auch, daß die Transmission nicht so gut wäre, wie bei anderen Ferngläsern dieser Bauart und der höheren Qualitätsklasse, ich kann bestätigen, daß der 10x50 zwar in der Dämmerung besser auflöst, das mag sicher an den geometrischen Daten liegen (Dämmerungszahl, Lichtstärke), aber ich bin mit dem 8x42 jetzt einige Male abends in der Natur unterwegs gewesen und muss gestehen, es ist dennoch sehr gut brauchbar. Heute abends konnte ich einen Turmfalken bei der Jagd seines letzten Happens vor dem Schlafengehen in der Dämmerung zu beobachten. Detailtreue und Bildhelligkeit waren eine Freude, und die Sonne bereits knapp vor dem Untergehen. Was mir an dem Glas optisch noch sehr gefällt ist die sehr gute, neutrale Farbwidergabe. Offenbar ist die Vergütung und Konstruktion aller optischer Elemente sehr gut ausgefallen.
Ein Schwächepunkt sei noch erwähnt - der Kontrast ist sehr gut, allerdings - und hier vermute ich als Ursache eher die eigenartige Dioptereinstellung - helle, weiße Vögel - z.B. Silberreiher gegen dunklen Hintergrund sind nicht einfach scharf zu kriegen. Da ist der 10x50 Classic resp. Dekarem trotz seines Gelb/Grünstiches einfach ein Hammer dagegen.
Dafür revanchiert sich der 8x42 dann mit einer wesentlich besseren Streulicht-, Gegenlichtunempfindlichkeit - was gerade bei der Naturbeobachtung eine feine Sache ist.

Resumeé:
Ich hatte schon teurere, sicher um den Tick bessere und ihrem Preis entsprechend hochwertigere Ferngläser in den Händen (Leica, Swarovski, Nikon HG).
Aber - für den Preis - da ist der Docter m.E. der wie sagen die Amerikaner so gerne - "Best Buy".
Ich bin mit dem Fernglas zufrieden, besonders dadurch, daß ich rund 400 Euro dafür bezahlt habe. Sollte ich gefragt werden, ob ich es empfehlen kann, dann ein eindeutiges "JA" bei einem Preis bis zu 600 Euro.

CS
Hans
 
Hallo Hans,

vielen Dank für den interessanten und aufschlussreichen Bericht! Ich kenne das 8x42 von Docter noch nicht, sondern nur das alte 8x32 Dachkantglas (verstehe nicht, warum Docter das nicht mehr herstellt. Der Trend geht doch in Richtung leichtere Gläser). Mit etwas Glück ändert sich das demnächst und Dein Bericht macht mich noch da noch gespannter. Steht übrigens "Made in Germany" auf dem Glas?

Gruß

Steve
 
Hallo Hans,

vielen Dank für Deinen Bericht! Was die Bewertung der optischen Leistung und der mechanischen Qualitäten für den nicht zu hohen Preis betrifft, da sind wir uns wahrscheinlich einig -> super! Probleme mit der Rastung der Dioptrienkorrektur hatte ich keine. Eigentlich sollte man den Betrag zwischen zwei Stufen der Rastung durch das Akkommodationsvermögen der eigenen Augen ausgleichen können (zumindest bei Tag, wenn die Schärfentiefe bei kleiner Augenpupille noch recht groß ist). Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass das umso schwerer wird, je älter man ist. Warum Docter diese Lösung gewählt hat, weiß ich nicht. Eine nicht zu leichtgängige, stufenlose Einstellung würde ein versehentliches Verstellen ebenfalls erschweren, man könnte die Korrektur aber genauer einstellen.


Beeindruckend auch die akzeptable Gesamtschärfe, ich würde sie bis ca. 65% von der optischen Achse als sehr gut, ab dann aber nicht mehr bemerkenswert und die letzten 10% als schlecht bezeichnen. Allerdings muss man der Wahrheit die Ehre geben, das Sehfeld ist im Vergleich zu einigen Japanern und Chinesen doch wesentlich größer ausgefallen, 131m auf 1000m ...

Die Beurteilung der Randschärfe/-unschärfe fällt individuell natürlich unterschiedlich aus. Mich stört die Unschärfe im Randbereich beim Docter Glas eigentlich nicht. Du hast es ja auf den Punkt gebracht: man muß erstmal in dem Preissegment ein Fernglas mit 130m/1000m und mehr Sehfeld finden, was in der optischen Leistung (Mittenschärfe, Kontrast) mit dem Docter mithalten kann und bei dem die Randunschärfe auf ein akzeptables Maß beschränkt bleibt, so dass man das Fernglas auch mit Freude nutzt und nicht gleich wieder verkauft. Ich kenne diesbezüglich für Preise bis 700 Euro keine Alternative zum Docter 8x42 B/CF.


Eine andere Schwäche des Fernglases ist der doch vorhandene Farbfehler, der sich abseits der scharfen Zone bemerkbar macht. Wobei - Frank Schäfer hat in einer Mail mir gegenüber bemerkt, daß dieser bei teureren Markenprodukten wesentlich stärker sei. ...

Immer diese Verallgemeinerungen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />. Ich hatte Dir zum Thema Farbsäume abseits der Bildmitte geschrieben:

"Das Problem haben viele (auch teure) Ferngläser und Du müsstetst mal mein Victory sehen. Das zeigt auf halbem Weg zum Sehfeldrand deutlich ausgeprägtere Farbsäume als das Docter."

Nicht dass man Dein Zitat aus meiner E-Mail falsch interpretiert und mir irgendwann untergeschoben wird, ich würde auffälligere Farbsäume bei Leica oder Swarovski Ferngläsern unterstellen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />. Der Vergleich des Docter 8x42 B/CF mit meinem alten Victory ist fürs Victory in diesem Punkt ernüchternd. Du weißt gar nicht, was Du an dem Docter Fernglas hast. Dafür hat das Victory ein paar andere Qualitäten, z.B. die hohe Transmission und ein deutlich größeres scheinbares Sehfeld mit einem beeindruckenden "Weitwinkel-Feeling", obwohl der Unterschied zwischen 131 und 135m/1000m beim realen Sehfeld das in dem Maß nicht vermuten läßt. Schau Dir mal mit dem Docter den Vollmond am Sehfeldrand an, dann findest Du vielleicht die Erklärung ...

Ach ja, noch was: woher hast Du das recht hohe Gewicht?



Ich habe das Docter mal auf eine Waage gelegt und die zeigte 802g (ohne Okulardeckel).

Viele Grüße, Frank.
 
Hallo Frank!
...ja ich weiß, wir Ösi´s sind halt g´schlamperte Hund´, da
kann es schon mal vorkommen, daß ich ein Textzitat hab´, das manchmal nicht ganz so exakt wiedergegeben ist, wie´s der Frank gemeint hat - verzeih´ bitte ;-) .
Das Gewicht habe ich übrigens aus dem Docter-Prospekt, kann sein, daß die den Tragriemen mitgewogen haben.
Auf alle Fälle haben Deine Zeilen wieder einmal meine Freude an dem Fernglas wesentlich erhöht, und dafür danke ich Dir.

Hast Du nicht vor, darüber wiedereinmal einen fundierten Testbericht, wie zum Thema Myiauchi, CZJ etc. zu erstellen?
Ich wäre gespannt wie ein "Pfitschibogen", das ist österreichisch und heisst auf Deutsch - wie ein Indianerbogen.....
Liebe Grüße aus Ö und CS
Hans
 
Hallo Steve!

Danke für Deine aufmunternden Worte, beinahe wäre ich zu so einem 8x32 gekommen, das ist doch das mit dem etwas ungewöhnlichen Design der Augenmuscheln, mir gefällt´s oder?

Auf eBay hat´s einer mal angeboten, aber dann hat es einer in astronomische Höhen vom Preis her hochgesteigert, bei fast 300 Euro bin ich dann ausgestiegen und hab´ später das 8x42 gewonnen.
Ist das Deine nicht der Nachfolger der legendären Notarems?

CS
Hans
 
Hallo Hans,

leider kenne ich jene Notarems nicht und kann deshalb dazu nichts sagen. Es war jedenfalls das Glas mit grauer recht weicher, griffiger Armierung, feiner Längsriffelung und den eigenartigen, nahtlos aus der Armierung gewissermaßen herausgewachsen Augenmuscheln. Die Augenmuscheln waren bei Benutzung ohne Brille eigentlich nicht schlecht, da sie aufgrund ihrer Form einen guten Schutz vor Seitenlicht boten. Das sicher schon ältere Glas stand jahrelang bei einem Jagdausstatter. Ich konnte es direkt mit einem alten Swarovski 7x42 SLC vergleichen (noch mit - leider extrem schwergängigen - Schiebe- statt Drehaugenmuscheln wie heute und natürlich ohne Swarobright Vergütung). Das Docter hatte noch den bekannten Gelbstich, konnte sich aber ansonsten recht gut behaupten. Übrigens: auch Swarovski hat einen Dioptrieausgleich mit Raststufen (EL und SLC Serie), was in verschiedenen Testberichten aus den gleichen Gründen kritisiert wurde, die Du nanntest. Vielleicht haben sie es aber jetzt mit den ganz neuen Modellen geändert.

Die "Pre-FL" Victory Serie von Zeiss litt (und leidet) doch recht deutlich unter Farbsäumen. Ursprünglich war die ganze Reihe ja auch primär für den Jagdsektor entwickelt worden und in der Dämmerung spielt dieses Thema nur eine untergeordnete Rolle. Um mit den Mitbewerbern in anderen Marktsegmenten mithalten zu können, die zwischenzeitlich global erheblich an Bedeutung gewonnen hatten, musste sich Zeiss dieses Abbildungsfehlers annehmen. Das Ergebnis sind eben jene Victory FLs.

Zum Schluss noch einmal die Frage: Steht da "Made in Germany" drauf?

Gruß

Steve
 
Hallo Steve!
Genau das wollte ich einmal ersteigern, mir gefallen die vom Aussehen ganz gut. Dieselbe graue, griffige Armierung hat mein 8x22, welches sehr unter Streulicht leidet, ansonsten aber ein nettes Kompaktglas ist, mit ebenfalls schönem, etwas weiterem Sehfeld. Das Neue nun, mein 8x42 hat eine ident anmutende Armierung, nur daß sie eben schwarz ist. Eine Erfahrung habe ich übrigens gewonnen, wenn man den Augenabstand exakt einstellt, sodaß beide Objektivachsen genau in Pupillenmitte liegen, dann ist der Effekt mit dem Farbfehler, zumindest in der Zone der besten Schärfe, also bei ca. 65% ziemlich verschwunden. Am Sehfeldrand nimmt er aber dann doch (wenn auch nicht störend) zu. Womit für mich die Welt wieder in Ordnung ist. Ich werde das auch in meinem Bericht noch kommentieren.
Und - auf der Packung steht eindeutig "Made in Germany" drauf!

Ich vermute, der Gelbstich im 8x32 ist durchaus gewollt, bzw. vielleicht auch auf die Vergütung zurückzuführen, die bei älteren Ferngläsern noch nicht so gut (Transmission) war wie bei den Neuen, mein 10x50, das 8x30 und das 8x22 aus demselben Hause "leiden" auch etwas drunter, aber nicht sehr auffällig. Ein Jammer und echte Katastrophe in derselben causa sind die alten Asahi Pentax, an sich recht scharfzeichnende Porro´s, aber die haben einen richtigen Blaustich. Und ein altes Swarovski Dachkantfernglas (ich glaube es war ein 8x56), durch das ich im Vergleich zu meinem 10x50 Docter Classic Porro einmal geblicht habe war in der Geschichte echt eine Enttäuschung, das hatte einen satten Gelb/Grünstich, ich denke aber, das ist eher für das Dämmerungssehen so gewollt, Jäger lieben halt ihr Grün ***ggg***, so wie ich bei meine TeleVue - Teleskopen.
CS
Hans
 
Nachtrag zu Erfahrungsbericht Docter 8x42 B/CF

Hi All!


Eine Erfahrung habe ich zum Farbfehler mittlerweile dazugewonnen:
Wenn man den Augenabstand exakt einstellt, sodaß beide optische Achsen genau in Pupillenmitte liegen, dann ist der Effekt mit dem Farbfehler, zumindest in der Zone der besten Schärfe, also bei ca. 65% ziemlich verschwunden. Am Sehfeldrand nimmt er aber dann doch (wenn auch nicht mehr ganz so störend) zu.

Ansonsten ist es nun ein Spitzenfernglas für den Preis, ich möchte es an dieser Stelle uneingeschränkt empfehlen. Kostet es doch nur die Hälfte von anderen Ferngläsern dieser Bauart und Verarbeitungsgüte.
Noch dazu Made in Germany (ich hoffe, ich verliere jetzt nicht meine geliebte österreichische Staatsbürgerschaft <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/blush.gif" alt="" />
Noch dazu wo ich Mitglied bei der Swarovski Birding Association bin, aber - nachdem die nun unseren Finanzminister heiratet bin sozusagen ja jetzt auch Familienmitglied auf Umwegen, weil ich zahle brav meine Steuern <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />).
CS
Hans
 
Re: Nachtrag zu Erfahrungsbericht Docter 8x42 B/CF

nachdem die nun unseren Finanzminister heiratet bin sozusagen ja jetzt auch Familienmitglied auf Umwegen

Ist aber wirklich eine gute Partie, die 500 Mio. Euro Dame. Vielleicht kannst Du auf diesem Wege günstig an Testgläser kommen, dann partizipieren wir alle daran <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/knuddel.gif" alt="" />

Andreas
 
Re: Nachtrag zu Erfahrungsbericht Docter 8x42 B/CF

Hallo Andreas!

...werd´mal bei ihr vorbeischauen und fragen "Hi Tantchen, hättest´vielleicht ein paar SLC´s übrig, meine Kumpels von der a.de brauchen sie zum Testen" - wetten, die weiß nichtmal, was damit gemeint ist und fragt "Alu oder Stahlfelgen?" - wenn Sie wenigstens gefragt hätte - "in Silbermetallic oder Schwarz", das wär der Sache schon näher gekommen ***ggg***
CS
Hans
 
Hallo Hans,

Bei den Dachkantprismenferngläsern ist die Sache so, daß das 8x22 enorm schlechter ist, was Streulicht betrifft, als die Porro´s, warum, weiß ich nicht - offenbar spiegeln die Fernglastuben so stark. In bestimmten Situationen hat man am Tage wirklich Probleme.

Bitte um welches Docter 8x22 handelt es sich hier:
- das einfache 8x22 CSP
- das asphärische 8x22 BSP

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" />
 
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