Erfahrungsberichte zu Orion Intelliscope gesucht

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IAAZ_Christian

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Hallo zusammen,

ich berate gerade einen Studienkollegen von mir beim Kauf seines ersten Teleskops. Er hat mich dabei auf dieses mir bis dato unbekannte Gerät aufmerksam gemacht:

http://www.astroshop.de/orion-dobson-teleskop-n-203-1200-skyquest-xt8-intelliscope-dob/p,33297#tab_bar_0_select

Das ganze sieht als Gerät für einen Einsteiger bzw Teilzeitbeobachter durchaus interessant aus.

Hat jemand unter Euch Erfahrungen mit dem Gerät? Funktioniert der Orion Object Locator brauchbar?

Ich hoffe es findet sich jemand mit konkreter Erfahrung :)

CS,
Christian
 
Hallo,

ich suche auch Infos aus Praxiserfahrung zu diesen Teleskopen mit Navigator.
Bisher konnte ich zwei Foren-Mitglieder, welche so ein Gerät haben/hatten dazu befragen. Einer hat mir seine Kaufempfehlung dazu ausgesprochen. Optik und Navigator waren überzeugend, so auch einige Berichte aus England und USA.
Für mich steht nun noch die Frage an, ob 12 Zoll für Deep Sky im Stadtbereich sinnvoller sind als 10 Zoll. Einen 8 Zöller Dobson habe ich bereits.

Grüße

Martin
 
Hallo Martin,
auch wenn es nicht das ist, was Du ev. hören möchtest: für DeepSky im Stadtgebiet gibt es nix sinnvolles (außer vielleicht die Schmalbandfotografie).
Ein möglichst sinnvolles Teleskop für den Stadtbewohner sollte in meinen Augen also vor allem gut transportabel sein, um damit unter dunklen Himmel zu gelangen.

Du must dann für Dich entscheiden, was Du schleppen/verladen möchtest.
Wenn der Himmel passt, zeigt ein 12er schon einiges mehr und höher aufgelöst als ein 10er - gleiches Qualitätsniveau vorausgesetzt.

Aber: ich wage mal zu behaupten, dass Dir Dein 8er unter dunklem Himmel mehr zeigt, als ein 12er in der Stadt.

Zum Thema: Dieser kleine Computer tut was er soll, er führt den Beobachter zum Objekt, wenn der in der Lage ist, dem Computer zu sagen wo er hin will. Zuvor ist das Teleskop auszurichten (Alignment).
Mich würde das helle grüne Display stören. Wenn das noch so ist, wie ich es kenne, schaltet sich der Computer nach ca. 15min. automatisch ab und muss dann wieder neu "aligned" werden. Bei Kälte wird das Display sehr träge.
Speziell beim 10er und 12er fand ich die Rockerboxen sehr wackelig.
 
Hi Ralf,

die Frage ist, lohnt sich ein 12 Zöller (gegenüber dem 8 Zoll Dobson) unter Berücksichtigung der örtlichen Beobachtungsverhältnisse (auf dem Balkon/Dachterasse) in Bezug auf Deep Sky-Beobachtung grundsätzlich. Dass hier ein dunkler Landhimmel für alles besser ist, ist klar. Ich wollte versuchen, aus den Gegebenheiten das Beste herauszuholen und auch Deep Sky-Beobachtung machen, da im Schnitt mehr brauchbare Nächte dafür, als für Planetenbeobachtung gegeben sind. Ich habe eine Dachgeschoss-Maisonett-Wohnung mit 7qm Dachterasse in kompletter Südausrichtung, freiem Feld davor und 180 Grad freie Sicht. Wenn gute Bedingungen herrschen, sind oft doch noch viele Sterne sichtbar, einzig eine Strassenlaterne steht unten vor dem Haus.
Nun möchte ich auch kein Geld zum Fenster rauswerfen und Ausfahrten mache ich in der Regel nie (viel Aufwand und begernzte Zeiten).
Als Problem sehe ich , dass sich das Navi selbst nach 15 Minuten ausschalten soll, das geht mal gar nicht. Bei Teleskop-Spezialisten sein davon nichts bekannt, heißt es!

Grüße

Martin
 
Moin Martin!

> die Frage ist, lohnt sich ein 12 Zöller (gegenüber dem 8 Zoll Dobson)

Ja, tut es. Der Sprung von 8" auf 12" ist auch der Sinnvolle. Ich hab's seinerzeit auch gemacht, und der Gewinn ist deutlich. Natürlich ist so ein 12"-Dob ein ganz anderes Kaliber. Am besten, man schaut sich das Wunschteleskop in natura an, bevor man Überraschungen erlebt, was die Größe des Instruments angeht.

Zum Orion selbst kann ich nix sagen, ich hatte damals einen 12"-Lightbridge ohne Positionierungshilfe.
 
Hi Micha,

dass es der sinvolle Sprung ist, ist klar. Auch ich hatte mal einen guten 12er Galaxy, der zeigte erheblich mehr (als der 8 Zoll Dob) an Mond und Planeten, auch Orion-Nebel und Plejarden waren intensiver. Leider habe ich den verkauft. Nun suche ich einen 12er mit Navi, denn ich kenn mich nur sehr begrenzt am Himmel aus bzw. möchte möglichst viel in der verbleibenden Beobachtungszeit an Objekten beobachten und kennenlernen. Ein Navi ist daher für mich ein "Muss". Der 12er war schwer und platzraubend, aber letztlich die gangbarste und bezahlbarste Lösung zum Fortschritt in der Beobachtung.

Grüße

Martin
 
> Der 12er war schwer und platzraubend

Das war - neben anderem - auch für mich der Grund, mich von meiner LB wieder zu trennen. Ich bin jetzt beim 10"-Orion-Dob gelandet. Der ist deutlich rückenschondender beim Tragen, wenn auch nicht gerade platzsparender (1600 mm Brennweite und Volltubus).

Ich hatte zum Sprung von 8" auf 12" geraten, weil man das üblicherweise so macht - von 8" auf 10" muß nicht unbedingt sein. (Oben schriebst du was davon.)

Luft rauslassen kann man beim 12" leider nicht - die Dinger sind nunmal groß. Kompakter gehts vohl nur mit SCT auf Gabel und eben GOTO (wer's braucht). Die Preise klettern dahin natürlich extrem.
 
Hallo Martin,
na das klingt doch von den Bedingungen her gar nicht so übel im Vergleich zu "Stadtbeobachtung".
Unter diesen Umständen: ran mit dem 12er. Du musst ja offensichtlich auch nicht weit tragen.

Wenn Du ein Push-TO System haben möchtest, was ich gut verstehen kann, dann schau Dir mal den BDSC an von Astroleuchten - damit bist Du nicht auf einen Teleksophersteller festgelegt, sondern kannst Dir selber gute Komponenten zusammenstellen.

http://www.hilmar-heininger.de/bdsc/
 
Hi Ralf,

ja, schlechter gehts immer. Was mich nur am Intelli XT irretiert, ist das von Dir (und anderen) besagte selbständige Ausschalten des Navigators. Ist das Standart oder ein Eingabe-bzw. Elektronikfehler? Wenn das Navi normal laufen würde, also ohe Sparmodus nach jeweils 15 Minuten, wäre der 12 er Dob die Maßnahme für mich. Andere System-Dobs kosten das Doppelte mit Argo Navis etc.
So ein BDSC ist anscheinend PC abhängig, das möchte ich vermeiden. Es sollte ein geschlossenes einfaches System sein.

Also siehst du es auch so, dass in meinem Fall der 12er für deep Sky sinn machen würde oder ist es gänzlich falsch anzunehmen, dass ich damit sinnvolle Beobachtung von Galaxien, Nebel u Sternhaufen etc. bei mir durchführen könnte?

Grüße

Martin
 
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Hallo Ralf.

Zitat von wurzelwaerk:
auch wenn es nicht das ist, was Du ev. hören möchtest: für DeepSky im Stadtgebiet gibt es nix sinnvolles (außer vielleicht die Schmalbandfotografie).
Das halte ich für falsch. Ohne Filter gehen Galaxien nicht allzu geringer Flächenhelligkeit, hellere Emissionsnebel, mit Filter auch schwächere Emissionsnebel, planetarische Nebel, offene und Kugelsternhaufen sowie Doppelsterne (sind auch DS) - und zwar am Nordrand einer Stadt mit 100000 Einwohnern und ordentlich Schwerindustrie. Photographisch ist weitaus mehr drin, besonders bei den Galaxien.

Natürlich hilft ein dunkler Landhimmel sehr, daß es aber keine Objekte für sinnvolle DS-Beobachtungen in Städten gibt, stimmt einfach nicht.

Grüße

fquadrat

 
Hallo fquadrat,

recht so! Von der Astroleague gibts eine Zusammenstellung von DS-Objekten, die aus der Stast heraus gehen. Da geht sicher noch mehr, ist ja nur eine Liste der Astroleague.

Urban Program - Astroleague

Da kann man sich als geplagter Stadtbeobachter ja mal dran machen. Muss ja nicht gleich die Herschel 400 Liste sein. ;)

Viele Grüße

Matthias (aus einer Stadt mit 300000 Einwohnern)

 
Hallo Matthias,

danke für den Link - da muß ich mir doch noch einige Objekte auswählen.

Daß der Omeganebel als Cluster gelistet wird, ist meiner Meinung nach ungünstig, denn man kann in der Stadt auch den Nebel sehen, besser jedenfalls als den Lagunennebel.

Die Liste gilt übrigens für Beobachter ohne Nebelfilter. Mit UHC gehen einige Objekte mehr, mit [O III] noch weitere. Die harte Spielart des letzteren machte den Cirrusnebel in der Großstadt möglich, ein UHC ließ Pacman- und Sichelnebel in einer kleinen Mittelstadt sichtbar werden.

Grüße

fquadrat
 
Hallo zusammen,
ja, Ihr habt natürlich Recht - das war sicher etwas extrem dargestellt von mir.
Selbstverständlich kann man auch eine ganze Zahl von DS-Objekten aus Stadtgebieten beobachten - mach ich ja selber.

Ich wollte nur die Illusion etwas dämpfen, man könne mit 12" plötzlich Wunder erwarten am Stadthimmel, die man mit 8" nicht sieht.
 
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