blue_scape
Aktives Mitglied
Hallo,
letzte Nacht war ich nach zwei Versuchen mit meiner Kometenjagd endlich erfolgreich.
Ein Zischen am Himmel
Die letzte Woche war nicht unbedingt Verlass auf die Wolkenanimation der Tagesschau, aber nach zwei Tagen Einheitsgrau kündigte sich für die Nacht auf Freitag tatsächlich ein wolkenloser Abschnitt an. Ab 5 vor Mitternacht war ich für etwa eine halbe Stunde mit meinem 10x50 draußen. Nur 3 Minuten später zuckte ich regelrecht zusammen, als durch's Gesichtsfeld ein kosmischer Krümel eine helle Leuchtspur in den Himmel schnitt, begleitet von einem deutlich hörbaren Zischen. Zu sehen war eine genau senkrecht fallende Schnuppe, die die Gerade zwischen epsilon und iota in der Nördlichen Krone schnitt. Ich fuhr mit dem ganzen Oberkörper, samt Fernglas natürlich, zusammen. Mein erster Meteor mit Zisch.
Der Himmel ansich ließ wieder 5,5mag zu. Nach einigen Minuten konnte ich omikron Coronae Borealis ohne Schwierigkeiten halten, mit Vorscheischielen war sogar ypsilon CrB mit 5,8mag erahnbar. Im Fernglas war stellenweise der 9,0mag helle HD 147250 sichtbar.
Ach da
Das war genau die Region, in der sich das C-Bruchstück von Schwassmann-Wachmann 3 befinden sollte, aber so leicht machte ich es mir mit dem Auffinden auch wieder nicht. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> Irgendwie fand ich mich mit Burkhards Aufsuchkarte und dem Sternenfeld vor Augen nicht zurecht. Wie ich im Nachhinein sah, stocherte ich aus unerfindlichen Gründen noch etwas orientierungslos nordöstlich von iota Coronae Borealis herum.
Ein kleiner Schlenker nach unten und schon war der Komet fixiert. Es muss so 0:07 MESZ gewesen sein. Jetzt wo er mit dem 10x50 nicht mehr zu übersehen war, war meine Suche endlich erfolgreich. Dann erkannte ich auch die für's Starhopping geeigneten Sternenanordnungen und zudem befand er sich auch noch da, wo er laut Aufsuchkarte zu finden sein sollte.
Es hat geklappt
Länglich als erste Beschreibung kam mir nicht in den Sinn. Hm, wie soll ich es beschreiben? Im ersten Moment erinnerte mich das Aussehen eher an einen Pupille. Ich meine jetzt aber nicht so lang und schmal, wie bei Katzen etwa. Naja, bin kein Fachmann, aber immerhin konnte ich etwas Flächiges von mehr als 18 Bogenminuten Länge beobachten, wie ich anhand eines Sternenpaares ermittelte. Zudem lag 73P-C fast waagerecht im Gesichtsfeld.
Nebenbei ging mir durch den Kopf, wie man wohl die Helligkeit von diesem Objekt bestimmt. Apropos: Wo liegen eigentlich die aktuellen Zahlenwerte für die scheinbare Helligkeit von der C-Komponente?
Ziemlich im rechten Winkel zu ypsilon und xi Coronae Borealis schwebte also das hellste Fragment des Kometen, der Stück für Stück auseinanderbröselt. Soweit meine kleine Stippvisite.
CS
Gruß - Nico
letzte Nacht war ich nach zwei Versuchen mit meiner Kometenjagd endlich erfolgreich.
Ein Zischen am Himmel
Die letzte Woche war nicht unbedingt Verlass auf die Wolkenanimation der Tagesschau, aber nach zwei Tagen Einheitsgrau kündigte sich für die Nacht auf Freitag tatsächlich ein wolkenloser Abschnitt an. Ab 5 vor Mitternacht war ich für etwa eine halbe Stunde mit meinem 10x50 draußen. Nur 3 Minuten später zuckte ich regelrecht zusammen, als durch's Gesichtsfeld ein kosmischer Krümel eine helle Leuchtspur in den Himmel schnitt, begleitet von einem deutlich hörbaren Zischen. Zu sehen war eine genau senkrecht fallende Schnuppe, die die Gerade zwischen epsilon und iota in der Nördlichen Krone schnitt. Ich fuhr mit dem ganzen Oberkörper, samt Fernglas natürlich, zusammen. Mein erster Meteor mit Zisch.
Der Himmel ansich ließ wieder 5,5mag zu. Nach einigen Minuten konnte ich omikron Coronae Borealis ohne Schwierigkeiten halten, mit Vorscheischielen war sogar ypsilon CrB mit 5,8mag erahnbar. Im Fernglas war stellenweise der 9,0mag helle HD 147250 sichtbar.
Ach da
Das war genau die Region, in der sich das C-Bruchstück von Schwassmann-Wachmann 3 befinden sollte, aber so leicht machte ich es mir mit dem Auffinden auch wieder nicht. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> Irgendwie fand ich mich mit Burkhards Aufsuchkarte und dem Sternenfeld vor Augen nicht zurecht. Wie ich im Nachhinein sah, stocherte ich aus unerfindlichen Gründen noch etwas orientierungslos nordöstlich von iota Coronae Borealis herum.
Ein kleiner Schlenker nach unten und schon war der Komet fixiert. Es muss so 0:07 MESZ gewesen sein. Jetzt wo er mit dem 10x50 nicht mehr zu übersehen war, war meine Suche endlich erfolgreich. Dann erkannte ich auch die für's Starhopping geeigneten Sternenanordnungen und zudem befand er sich auch noch da, wo er laut Aufsuchkarte zu finden sein sollte.
Es hat geklappt
Länglich als erste Beschreibung kam mir nicht in den Sinn. Hm, wie soll ich es beschreiben? Im ersten Moment erinnerte mich das Aussehen eher an einen Pupille. Ich meine jetzt aber nicht so lang und schmal, wie bei Katzen etwa. Naja, bin kein Fachmann, aber immerhin konnte ich etwas Flächiges von mehr als 18 Bogenminuten Länge beobachten, wie ich anhand eines Sternenpaares ermittelte. Zudem lag 73P-C fast waagerecht im Gesichtsfeld.
Nebenbei ging mir durch den Kopf, wie man wohl die Helligkeit von diesem Objekt bestimmt. Apropos: Wo liegen eigentlich die aktuellen Zahlenwerte für die scheinbare Helligkeit von der C-Komponente?
Ziemlich im rechten Winkel zu ypsilon und xi Coronae Borealis schwebte also das hellste Fragment des Kometen, der Stück für Stück auseinanderbröselt. Soweit meine kleine Stippvisite.
CS
Gruß - Nico