Erhöht Hauptspiegelblende die Bildfeldausleuchtung ?

komposer

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Hallo,

meine erste Recherche sagt nein, meine Logik aber ja und das wäre für mein geplantes Projekt wichtig.

Geplant ist ungefähr Folgendes:
Abstand FS zum Fokus 120mm

HS 114/455 also ca. F4, den ich mit einer 90mm HS Blende auf F5 ablenden möchte.
Wie berechnet sich jetzt der Strahlenkegel am Fangspiegel ?

Trotz Abblenden a) 120/4 = 30mm oder b) 120/5 = 24mm ?
Geplant ist ein 31mm FS mit Asi462mm, Sensorgröße: 1/2,8" bzw. 5,6 x 3,2mm

Bei a) 1mm voll ausgeleuchtetes Bildfeld bei b) 7mm, was bei 5,6mm Sensorbreite ja gut passen würde.

Der FS ist mit 31mm klein bemessen aber nur die Größe kann ich günstig mit dem HS zusammen bestellen.
Wenn das Abblenden keinen Einfluss auf die Bildfeldausleuchtung hat, kann ich das mit dem 31mm FS vergessen.

Gruß,
Holger
 
Hallo Holger

Ja natürlich ist die Ausleuchtung mit F/5 am selbem FS besser wie mit F/4.
Aber du verlierst eine Menge Licht, mach lieber Flatkorrektur.
Bei so kleinem Röhrchen hakt es aber woanders, FS is Fokus 120mm... so lang ist je schon der Komakorrektor, da kommen nur noch die kurzen Bauformen in Frage die eher nicht gut an F/4 arbeiten🥺

Gruß Frank
 
Hallo Frank,

danke für deine schnelle Antwort.
Das wird, wenn überhaupt, ein ganz simpler Selbstbau und nur für den kleinen Sensor.
Ich möchte auch ohne Komakorrektor auskommen und allein deswegen schon lieber auf F5 gehen, dann müsste es eigentlich ohne mit Asi462mm funktionieren.
Außerdem passt ja dann bei F5 zusätzlich auch der 31mm Fangspiegel besser.

Gruß,
Holger
 
Hallo Holger,

Ja, das könnte tatsächlich funktionieren. Du musst zwar 60% länger belichten, kannst dafür aber näher an den fangspiegel und hast eine homogenere Ausleuchtung. Im Feld hast du vermutlich eine ganz gute Korrektur, aber evtl sieht man das trotzdem in den Ecken. Vielleicht nicht Koma aber bildfeldwölbung. Die hängt nur von der Brennweite ab. Deshalb funktionieren komakorrektoren auch nicht für größere Sensoren bei so kleinen Spiegeln. Das ist zumindest meine Erfahrung mit so kleinen Spiegeln. Aps-c kriegt man damit praktisch nicht korrigiert.

Ich vermute mal das ist der gleiche 4,5“ f/4 den ich auch in meinem Mini astrographen verbaut habe? Der aus dem skywatcher Heritage? Ich kenne nämlich nur den ein Fall wo da ein Parabolspiegel drin steckt.

Grüße
Joachim
 
Geplant ist ungefähr Folgendes:
Abstand FS zum Fokus 120mm

HS 114/455 also ca. F4, den ich mit einer 90mm HS Blende auf F5 ablenden möchte.
Wie berechnet sich jetzt der Strahlenkegel am Fangspiegel ?

Ich frage mich da eher wie du auf 120mm kommen willst.
Ein 114mm HS sollte in einem Tubus mit vielleicht 130 – 140mm Durchmesser also 65 bis 70mm Radius stecken, dann der OAZ mit mindestens 50mm realistischer sind eher 60 bis 65mm minimaler Bauhöhe macht schon mehr wie 120mm.
Es braucht noch einen kleinen intrafokalen Weg und platz für die Adaption der CAM die ASI462MM hat 12,5mm von T2 bis zum Sensor.
Ein eventueller Komakorrektor braucht auch noch Platzt aber selbst ohne haut das mit den 120mm hinten und vorne nicht hin.
70mm bis Tubus +60mm minimale Bauhöhe OAZ +10mm intrafokaler Weg OAZ + 12,5mm CAM macht 152,5mm.

Der große Nachteil des Abblendens ist eben das der Tubus deswegen ja nicht kleiner wird und du die gleiche Fokuslage wie bei voller Öffnung benötigst.

Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Im Feld hast du vermutlich eine ganz gute Korrektur, aber evtl sieht man das trotzdem in den Ecken. Vielleicht nicht Koma aber bildfeldwölbung. Die hängt nur von der Brennweite ab. Deshalb funktionieren komakorrektoren auch nicht für größere Sensoren bei so kleinen Spiegeln.

Die Korrektur der Bildfeldwölbung kann man über den Arbeitsabstand aber gut an die jeweilige Brennweite des Teleskops anpassen.
Der Arbeitsabstand hat so gut wie keinen Einfluss auf die Komakorrektor sondern beeinflusst die Bildfeldwölbung und Asti.

Grüße Gerd
 
Hallo Gerd,

als KG Rohr kommt sogar eigentlich nut DN160 in Frage, da die nächst kleiner DN125 mir zu eng ist.
dann der OAZ mit mindestens 50mm realistischer sind eher 60 bis 65mm minimaler Bauhöhe
Richtig, ein vernünftiger OAZ ist unrealistisch. Wenn, dann wird es bei mir wieder ganz simpel und wenig konfortabel: HT DN40 Rohr und HT-U Überschiebmuffe.
Die Kamera soll dann mit der Steckhülse schon in den Tubus eintauchen, natürlich nicht bis zum HS.
40mm für Steckhülse mit 1,25" Filter
12,5 mm Auflagemaß , vielleicht auch ein wenig mehr.
10-15mm für die Muffe und dünne Auflageplatte

Von den 40mm der Steckhülse können ja über 20mm im Tubus liegen ohne im Weg des HS zu sein.

Bei den 120mm vom FS zum Brennpunkt sind halt 40mm über dem Tubus eingeplant.
Platte + Stück der Muffe 10-15mm, dann mind. 12,5m Auflagemaß.
Also sollte ich da mit max. 30mm hinkommen und es bleiben noch 10mm übrig.

Gruß,
Holger
 
Nachtrag:
Ich weiß, das ist alles schon sehr primitiv und wenig professionell.
Und dann soll das noch auf meine alte EQ2 mit Selbstbauantrieb.
Ja, vielleicht doch zu lächerlich, ich bin da selbst hin- und hergerissen.
Allerdings wären die Kosten bei einem Misserfolg ja noch sehr überschaubar.

Gruß,
Holger
 
Der Arbeitsabstand hat so gut wie keinen Einfluss auf die Komakorrektor sondern beeinflusst die Bildfeldwölbung und Asti.
Mit dem Post könntest du mein Projekt gerettet haben :)

Muss ich mit dem Arbeitsabstand weiter raus oder rein? Und kannst du abschätzen wie viel das bei dem Spiegel wäre bei einem GPU Nexus oder MPCC? Und beeinflusst das nicht die allgemeine Abbildungsqualtität wenn ich zu weit vom idealen arbeitsabstand abweichen muss?
 
Nein, ich habe den hier im Internet gefunden aber noch nicht bestellt: GSO Parabolic Primary Mirror 4.5" / 114 mm f/4
Das ist ja cool. Der ist für den Preis praktisch geschenkt. Da habe ich mir gleich einen bestellt. Meiner ist nämlich eher mau.

Vielleicht kriege ich damit meinen astrograph doch noch auch ohne bxt auf ein respektables Niveau.

Wenn dir ein normaler OAZ zu teuer ist, kannst du es auch mit einem kleinen nicht drehenden helikalauszug probieren. Z.B. der von zwo trägt deine kleinen Kameras stabil. Und der trägt auch nicht auf. Der Fokusweg ist damit halt sehr klein. Da musst du genau genug bauen.

Ich kenne aber das Problem. Wenn das ganze Projekt keine 150€ kostet, erscheint einem alleine 250€ für den Auszug widersinnig. In meinem Fall blieb mir wegen meinen schweren Kameras aber nichts anderes übrig.
 
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