Achim
Aktives Mitglied
Diesmal soll es ENDLICH wieder etwas mit dem Spechteln werden. Mein letzter Blick in die Sterne durch ein Teleskop ist nun schon 6 Wochen her. Dazwischen war hier in Emskirchen vom Wetter her nichts drin, mit Ausnahme vom 10. bis 12. Oktober - in der Zeit war ich auf Dienstreise in Wien <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />
Diesen Donnerstag konnte man zwar auch Sterne sehen, doch bei einer Grenzhelligkeit von ca. Mag 4 und hellem Mond wollte ich auf die nächste Nacht warten, da der Arbeitgeber auch am Freitag Leistung erwartet. Und tatsächlich - Freitags sieht es gut aus. Noch vor der Dämmerung wird das Teleskop rausgestellt, damit es gut durchkühlt; "kühlt" ist relativ, ca. 14 Grad um 18.00h ist für die Jahreszeit recht viel.
Bei Nachbars legen wir einen Spieleabend bis um 23.40h ein. Noch steht der Mond hoch und gleisst, trotzem eine Fülle von Sternen; sieht sehr vielversprechend aus.
Da ich von der Arbeitswoche recht müde bin beschließe ich vorzuschlafen und 02.40h aufzustehen, erstmals das ich die so praktiziere. Gesagt, getan. Mit verschlafenen Augen wird als erstes der Himmel kontrolliert - wow! richtig gut. Orion dominiert das Firmanent - wunderbar hell, das Schwertgehänge auch aus der Siedlung sofort erkennbar. Das Auto ist bereits gepackt, nur noch die Spiegelzelle und den Hut hinein, dann geht es los. Ich hatte mir einen neuen Spechtelplatz ausgesucht, der wird probiert. Am Rand des Aurachtals auf ca. 400m, damit etwa 70m über dem Talgrund eine weite Wiese, die durch einen teilweise geteerter Feldweg durchschnitten wird. Nach SO und S ein 0-Grad Horizont, sonst etwa 5Grad.
Erst ein kurzer Blick zum Himmel - der Winter ist eingekehrt. Nicht von der Temperatur - es hatte erstaunliche 10 Grad um 03.00h - jedoch von den Sternbildern. Ich muß mich erst orientieren. Deutlich das Milchstraßenband, rundum klar, nur gen Nürnberg - von hier sind es etwa gut 40km Luftlinie - eine Aufhellung. Ursus, der 20" ist in gut 5min aufgestellt, dann geht es ans justieren. Kurz mit dem niegelnagelneuen Oku - einem 26er Nagler - auf Polaris gepeilt - (deutlich dejustiert, komisch), dann mit dem Justierlaser den FS ausgerichtet; die Einstellung passt recht gut, muß also an der HS-Justierung liegen. Oku rein, und am Stern justieren. Es kommt etwas Wind auf. Ich stelle mich ungeschickt an, bin doch nicht richtig wach. Nach 5min wird Polaris flau. Was? - ich fasse es nicht! Der Norden ist bis auf 60Grad zugezogen, in wenigen Minuten! NEIN! Extra aufgestanden, die einzige Möglichkeit für weitere Wochen, und dann das! Hektisch peile ich auf M42, um zumindest etwas gesehen zu haben, fast blended hell, aber mit der Dejustage macht das keinen spaß. Selbst im 26er bekomme ich die Sterne im Fokus nicht ohne Schweife. Hektisch versuche ich schnell an Rigel zu justieren, dafür ist der Stern etwas hell. Statt zu verbessern verschlechtere ich die Einstellung, nach knapp 10min ist der Spuk vorbei, komplett dicht!! So schnell habe ich den Himmel noch nie zuziehen sehen. Der Wind ist plötzlich völlig eingeschlafen. Der einzige, welcher nicht einschlafen kann bin ich noch 90min später - von der Nacht hatte ich mir andere Eindrücke erhofft.
Es ist ja nichts schlimmes passiert, trotzdem steigt ein Gefühl der Trauer hoch - um eine Fast-Beobachtungsnacht.
Viele Grüße
Achim
Diesen Donnerstag konnte man zwar auch Sterne sehen, doch bei einer Grenzhelligkeit von ca. Mag 4 und hellem Mond wollte ich auf die nächste Nacht warten, da der Arbeitgeber auch am Freitag Leistung erwartet. Und tatsächlich - Freitags sieht es gut aus. Noch vor der Dämmerung wird das Teleskop rausgestellt, damit es gut durchkühlt; "kühlt" ist relativ, ca. 14 Grad um 18.00h ist für die Jahreszeit recht viel.
Bei Nachbars legen wir einen Spieleabend bis um 23.40h ein. Noch steht der Mond hoch und gleisst, trotzem eine Fülle von Sternen; sieht sehr vielversprechend aus.
Da ich von der Arbeitswoche recht müde bin beschließe ich vorzuschlafen und 02.40h aufzustehen, erstmals das ich die so praktiziere. Gesagt, getan. Mit verschlafenen Augen wird als erstes der Himmel kontrolliert - wow! richtig gut. Orion dominiert das Firmanent - wunderbar hell, das Schwertgehänge auch aus der Siedlung sofort erkennbar. Das Auto ist bereits gepackt, nur noch die Spiegelzelle und den Hut hinein, dann geht es los. Ich hatte mir einen neuen Spechtelplatz ausgesucht, der wird probiert. Am Rand des Aurachtals auf ca. 400m, damit etwa 70m über dem Talgrund eine weite Wiese, die durch einen teilweise geteerter Feldweg durchschnitten wird. Nach SO und S ein 0-Grad Horizont, sonst etwa 5Grad.
Erst ein kurzer Blick zum Himmel - der Winter ist eingekehrt. Nicht von der Temperatur - es hatte erstaunliche 10 Grad um 03.00h - jedoch von den Sternbildern. Ich muß mich erst orientieren. Deutlich das Milchstraßenband, rundum klar, nur gen Nürnberg - von hier sind es etwa gut 40km Luftlinie - eine Aufhellung. Ursus, der 20" ist in gut 5min aufgestellt, dann geht es ans justieren. Kurz mit dem niegelnagelneuen Oku - einem 26er Nagler - auf Polaris gepeilt - (deutlich dejustiert, komisch), dann mit dem Justierlaser den FS ausgerichtet; die Einstellung passt recht gut, muß also an der HS-Justierung liegen. Oku rein, und am Stern justieren. Es kommt etwas Wind auf. Ich stelle mich ungeschickt an, bin doch nicht richtig wach. Nach 5min wird Polaris flau. Was? - ich fasse es nicht! Der Norden ist bis auf 60Grad zugezogen, in wenigen Minuten! NEIN! Extra aufgestanden, die einzige Möglichkeit für weitere Wochen, und dann das! Hektisch peile ich auf M42, um zumindest etwas gesehen zu haben, fast blended hell, aber mit der Dejustage macht das keinen spaß. Selbst im 26er bekomme ich die Sterne im Fokus nicht ohne Schweife. Hektisch versuche ich schnell an Rigel zu justieren, dafür ist der Stern etwas hell. Statt zu verbessern verschlechtere ich die Einstellung, nach knapp 10min ist der Spuk vorbei, komplett dicht!! So schnell habe ich den Himmel noch nie zuziehen sehen. Der Wind ist plötzlich völlig eingeschlafen. Der einzige, welcher nicht einschlafen kann bin ich noch 90min später - von der Nacht hatte ich mir andere Eindrücke erhofft.
Es ist ja nichts schlimmes passiert, trotzdem steigt ein Gefühl der Trauer hoch - um eine Fast-Beobachtungsnacht.
Viele Grüße
Achim