Erste Aufnahmen Einsteigerfragen - Streifen im Bild

Dormel

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Hallo Leute,
mein erster Beitrag und gleich ein paar Fragen an die Experten :)
Ich habe mir jetzt einen kleinen Standardnewton gekauft, 150/750 und erstes Equipment für die Fotografie, was da wäre eine Atik Horizon 2 monochromatische Kamera und einen passenden Filtersatz OIII, Ha und so.

Abgesehen von ein paar Testaufnahmen, hauptsächlich Andromeda, wollte ich jetzt langsam mal richtig loslegen und was wäre da besser als die kurzen lauen Sommernächte :P. Mein Standort ist jetzt nicht der allerbeste, so im Einflussgebiet von Frankfurt, aber was will man machen.

Also denke ich, schnappe ich mir doch mal den Schleiernebel Westteil aka Hexenbesen. Klappt von der Technik her bis jetzt eigentlich ganz gut, aber die Bildqualität...
Ich habe auch nach Abzug von Darks so großflächige Streifen im Bild, vermutlich noch Reste vom Sensorglühen, was bei dem Sensor bei mir wirklich stark ist...Auch relativ egal ob mit low gain oder high gain aufgenommen, bei letzterem natürlich noch stärker. Vielleicht könnt ihr euch ja mal ein Bild, Studie in OIII, anschauen und wisst vielleicht was zu tun ist.. Die Aufnahmen habe ich jetzt relativ willkürlich mit 200s Einzelbelichtungszeit aufgenommen und high gain... Vielleicht muss ich auch kürzer oder länger aufnehmen oder sonst noch was ändern? Gesamtbelichtungszeit jetzt nicht wirklich lang, Nächte sind halt wirklich kurz. Bildverkippung und so vielleicht erstmal ignorieren^^. Diese Streifen habe ich praktisch auf jedem Bild...
 

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Hallo Dormel,

ich selbst habe so einen Fehler bisher noch nicht gesehen und kann dir vermutlich nicht wirklich behilflich sein. Wäre ich betroffen, würde ich bei dem Fehler aber vermutlich folgendes prüfen:

Einzelnes Roh-Light stark stretchen
Prüfen, ob die horizontalen Streifen bereits in der unkalibrierten Einzelaufnahme sichtbar sind. Dann könnte man am ehesten ausschliessen, dass das Problem nicht durch die Kalibrierframes verursacht wird.

Einzelnes Dark stark stretchen
Das Dark muss exakt zur Aufnahme passen: gleiche Temperatur, gleiche Belichtungszeit, gleicher Gain, gleicher Offset.

Master-Kalibrierframes einzeln stretchen
Auch mal MasterDark, MasterFlat MasterFlatDark stark stretchen. Vielleicht kommt hier bei auch raus, dass ein Problem bei den Flats besteht. Wobei ich solche Überkorrekturen eher nur in ründlicher/ovaler Form gesehen habe. Vielleicht können zu kurze Belichtungen bei den Flats so etwas hervorrufen?

Vielleicht geht das hier in eine ähnliche Richtung: https://stargazerslounge.com/topic/260450-horizontal-lines-in-flats/

Ich hoffe aber, das jemand hier vielleicht etwas konkreteres hervorbringen kann.
 
Danke für die erste Antwort. Anbei habe ich mal gestretchte Einzelbilder angehängt. Ich glaube Flats kann ich ausschließen, komplett ohne Flats gibt es das gleiche Bild. Wobei die Belichtungszeit schon etwas kurz ist, glaube ich, so ca. 0.5 Sek.
Ich habe hier auch nur wenige Darks verwendet (5), aber bei einer anderen Aufnahme mit mehr hat das auch keine Verbesserung gebracht... Achja, der Sensor war gekühlt auf -15°.
Ich benutze zum Entwickeln Siril und habe mich im Rahmen meines Verständnisses an die Anleitung gehalten, die Aufnahmen mache ich mit APT. Und ich denke, dass ich da gar keine Vorgaben zu Gain und Offset mache, sondern das über den Kameratreiber geregelt ist, wo ich einfach high gain eingestellt habe.
 

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Wie hast Du die Darks gemacht?

Sieht für mich nach ordentlichem Licht-Leck aus.

CS
 
Ich schau mir Deine Darks an ... Die Lichthöfe sind in den Darks und in den Lights ...

Vielleicht ein Licht-Leck am Okularauszug?
 
Ich habe mal Aufnahmen gemacht, wo ich die Kamera abgedunkelt habe, in eine Tasche gepackt und Klamotten drüber: Aufnahme mit 20sek... das sieht doch genauso aus? Ich hatte diese hellen Ränder als Sensorglühen interpretiert...
 

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Dann sollten diese aber die Lightframes korrigieren. Voraussetzung natürlich, dass Lights und Darks unter gleichen Bedingungen (Belichtungszeit, Gain, Offset, Temperatur) gemacht wurden.
Flats verbessern das Bild zusätzlich. Diese sind deutlich kürzer belichtet und benötigen ihre eigenen Darkframes.
 
So sieht ein einzelnes mit dem master-dark kalibriertes light vor dem stacken aus...
 

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Wenn es Amp-Glow wäre, dann korrigiert das Darkframe das Lightframe nicht korrekt. Das passiert, wenn die o.g. Bedingungen nicht 100% zusammen passen. Zeit passt nicht, Kühlung schafft die Zieltemperatur nicht, Offset oder Gain oder Binning geändert etc.
 
Nein, das sollte so nicht sein.
 
Auch eine Aufnahme mit 200s mit der abgedunkelten Kamera führt zum selben Muster...
Eine Fehlbedienung von Siril kann man ausschließen? Wenn ich das Monoskript ausführe, kommt in etwas das gleiche raus
 

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Lad mal die Rohbilder hoch, vielleicht finde ich was
 
Hallo

Die Flsts helfen erst mal nicht ,
Aber die Darks sehen Eigentlich passend aus?
Dieses Hell mund dunkel ist schwanken vom Ausleseverstärker, der guckt erst mal wie er sich einlegen muss.
Gibt es einen langsameren Auslesemodus, eigentlich sollte das einregeln in noch verdeckten Zeilen stattfinden.
Veränderte Temperatur oder Verstärkung zwischen Lights würde auch Probleme machen.

Die Auslesestörungen gehen aber bei längeren Belichtunggszeiten unter?

Gruß Frank
 
Für ein ungestretchtes Lightframe ist das mal übel hell/ausgebrannt
1783711835527.png


Die Reflexe/Streifen am Rand sind auch merkwürdig und kein Amp-Glow

PS: Ich hoffe es ist okay, dass ich zu Diagnosezwecken und zur Hilfe von Dritten die Files poste. Wenn nicht kurz Bescheid geben und die gehen direkt wieder runter.

Interessanterweise zeigen die Flats diese Streifen nicht:
1783712054669.png


In den Darks sind die Streifen auch, sodass die Darks & Lights eigentlich zusammen passen müssten. Stacking läuft gerade, schauen wir mal ...
 
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Na ja ist aber au h das Erstlingswerk von Atik was Cmos betrifft.
Früher hat man für besseres SNR einfach längere Ei zelbelicvtu gen gemacht.
Es gibt dann aber in der Bearbeitung auch noch Einiges das wegzuhübschen.

Gruß Frank
 
Lt. Header sind die Belichtung, Gain, Offset, Temperatur gleich ... nicht wirklich besser.
1783713093397.png
Damit ist aber Dein Prozess erstmal okay.

Ich kenne die Charakteristik der Kamera nicht, aber das kann man doch so nicht stehen lassen.
Es sind sehr wenige Darkframes, ggf. mal die Kennwerte der Bilder einstellen und 50 Darks machen und nochmal durch den Stacker laufen lassen.

Wirbt ATIK nicht explizit für diese Kamera, dass sie kein Verstärkerglühen hätte?
 
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Ich glaube sie meinen eher irgendwelche usb-Probleme^^. Jo, ich mache mal ein paar mehr Darks...
Frank, du meinst längere Einzelbelichtungszeiten würden helfen? Ich hätte gedacht, dann hätte man noch mehr Glühen drin... wieviel mehr würdest du vorschlagen? Und vielleicht muss ich mal den ominösen powersave-Mode ausprobieren? Tja, alles nicht so einfach :) Anbei noch eine Vorgängerstudie vom selben Objekt, der allererste Versuch... da noch mit low gain... und mit noch anderen Schwierigkeiten^^
 

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Also die Werbung sagt ja in etwas mit usb 2 wirds nicht schlimmer als mit usb 3^^. Kann man eigentlich ein Lichtleck jetzt ausschließen? Dann dürfte das Ergebnis doch wahrscheinlich nicht so symmetrisch aussehen oder?
Vielleicht nochmal ein Vergleich mit Einzebelichtungszeiten von so ca. 13sek L, bzw. so 40sek in den Farbfiltern... entstanden letztes Jahr als die Kamera ganz neu war, aber noch leicht anderes setup.. auch hier habe ich eine gewisse Streifenbildung...
Nachbearbeitungsskills habe ich leider noch nicht so aufgebaut
m31lrgbstrfszs.png
 
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Verstärkerglühen ist es auch nicht, eher das einpegeln des Verstärkers der die Zeilen liest? Sollte nicht heller werden wenn mN länger belichtet.
Gruß Frank
 
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