Erste Deep Sky Objekte beobachtet

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gamander

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Hallo,

ich, Thomas, habe mir ein Dobson Skywatcher 150-200 Teleskop zugelegt mit der zugehörigen Ausstattung. Ich war gestern abend an einer hügligen Stelle mit dem Deep Sky Reiseatlas und habe erste Versuche gemacht.
Die Planeten konnte ich gut erkennen, dann habe ich nach Andromedanebel gesucht und auch gefunden, es war einfach toll.
Dann habe ich M 82 gesucht, es hat ziemlich lange gedauert, bis ich ein dünnes schmales diffuses Band gefunden habe. Der Reiseatlas hat mir sehr geholfen. Mit dem 25 Okular konnte ich ich was erkennen, mit dem 10 Okular fast nichts.
Vielleicht kann mir jemand sagen, welche Okulare sinnvoll wären um das ganze schärfer zu sehen.
Kann man Fotos machen mit einer einfachen Nikon Coolpix l 810? Zu dem Teleskop war noch ein Adapter auf 2"", sind 2"" Okulare besser?
Gibt es einen Adapter für Kameras.
Würde mich über Meinungen sehr freuen
 
Hallo gamander,

Ich gehe jetzt mal davon aus, dass Du den SW 150/1200 Dobson hast. Somit ergibt ein 25 mm Plössl 48fache Vergrößerung bei ca. 1° Gesichtsfeld. Die Austrittspupille ist dann 3,1 mm. M82 hat eine recht hohe Flächenhelligkeit von 12,7 m. Bei passablen Bedingungen (kein Mond, NELM 6,3) sollte M82 leicht sichtbar sein. Das 10 mm - Okular sorgt für 120fache Vergrößerung und eine Austrittspupille von 1,25 mm. Auch hier sollte M82 unter o.g. Bedingungen noch leicht sichtbar sein. Es sollte dann kein Problem sein, in Deinem Gerät die auffälligen zentralen Staubstrukturen dieser Paradegalaxie zu erkennen. Insofern ist die Okularwahl richtig.

Beträgt die NELM (Grenzgröße mit bloßem Auge sichtbarer Sterne) hingegen nur 5, liegt man mit 120x bei Deinem Instrument im Grenzbereich der Sichtbarkeit. Auch bei nur 48x wäre M82 nur schwierig zu sehen.

Meine Vermutung ist also, dass der Himmelshintergrund bei Deiner Beobachtung zu hell war. Von wo hast Du beobachtet? Wie hell war es da?

Gruß
SteVe
 
Hallo,

für M82 würde ich auf den Frühling warten. Ein helleres Bild erreichst du mit großen Okularbrennweiten. Für dein Gerät wäre ein 42mm Gso Superview eine relativ günstige Möglichkeit. Damit vergrößerst du dann 28,5x und erreichst ein Gesichtsfeld von mehr als 2 Grad. M31 passt da zwar nicht rein aber immerhin sind das 4 Vollmonde. Dass das Bild mit zunehmender Vergrößerung immer dunkler wird ist leider nicht zu vermeiden außer mit mehr Öffnung. Durch besseren Himmel hat man höheren Kontrast, das Objekt hebt sich besser vom Hintergrund ab.

VG Klaus
 
Hi!
Zitat von gamander:
Mit dem 25 Okular konnte ich ich was erkennen, mit dem 10 Okular fast nichts.
Vielleicht kann mir jemand sagen, welche Okulare sinnvoll wären um das ganze schärfer zu sehen.
Das "Super 10" ist nicht sonderlich gut, das wird von einem Plössl geschlagen. An meinem 150/1200 kommen Plössl- und zum Teil Ortho-Okulare mit 40, 25, 17 (selten), 12,5, 9, 6,5, 5 und (sehr selten) 4 mm Brennweite zum Einsatz, und die waren nicht wirklich teuer.

Bei einigen Arten von Deep-Sky-Objekten gibt es eine Art optimale Austrittspupille, die liegt im Falle von Galaxien oft bei 3 mm. Bei Deinem Teleskop wäre das ein 25-mm-Okular.

Aber das ist nur eine Faustregel, manche Objekte halten kleinere Austrittspupillen aus, andere benötigen größere.

Zu dem Teleskop war noch ein Adapter auf 2"", sind 2"" Okulare besser?
Besser nicht unbedingt, aber man kann bei 2" mitunter noch Gesichtsfelder erreichen, die bei 1,25" nicht mehr gehen. 40 mm Brennweite ist bei 1,25" mit Tunnelblick verbunden, bei 2" kann man sowas als Superweitwinkel kaufen.

Einen Vorteil hat 2" speziell bei Skywatcher: Okulare, die oberhalb der Steckhülse ziemlich breit sind, setzen bei 1,25" gerne auf den Rändelschrauben des Auszugs auf, daß passiert bei 2"-Okularen nicht.

Grüße

fquadrat
 
Hallo gamander,

mit dem SW 150/1200 Dobson hast Du ein Teleskop erworben, das eher für Mond und Planeten geeignet ist. Mit 1200:150=f8 ist es nicht sonderlich lichtstark. Braucht es für Mond und Planeten auch nicht. Wenn Du dann ein 10mm-Okular einsetzt, wird es dunkel. Dann brauchst Du definitiv einen sehr dunklen Himmelshintergrund.

An Mond und Planeten wirst Du mit dem Teil aber Deine Freude haben, dafür ist es vorrangig gebaut, den die Auflösung ist nicht schlecht und mit der geringen Obstruktion wird auch die Kontrastleistung gut sein.
Also, ran an den Mars, solange er noch nah ist.

Fotos wirst Du machen können, aber nur unter 1s Belichtungszeit. DeepSky wird fotografisch mit Deinem Dobson nichts.

CS
 
Hallo Andreas,

die Lichtstärke ist visuell ziemlich egal, sofern man (für flächige Objekte) mit üblichen Okularen noch eine ordentlich hohe Austrittspupille (AP) von ca 5-7mm realisiert bekommt.

Wer mit 150mm Öffnung 30fach vergrößert wird an f/5 und f/8 dieselbe Helligkeit haben, entsprechend der Austrittspupille von 5mm. Das kürzere Gerät böte dabei nur die Möglichkeit größerer Felder, sofern daran auch ein 2 Zoll Anschluss vorhanden ist.

Ein heißer Tipp wäre übrigens noch ein schmalbandiger UHC oder Oiii Filter für viele Gasnebel. Der Cirrusnebel zB ist dann schon mit 80mm Öffnung und 5mm AP bei mittelgutem Landhimmel gut zu sehen, mit dem 150er mit vielen Details.

VG
Klaus
 
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