Erste Eindrücke mit dem TMB 115

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Hi Bino,

>das war ein AP, wenn ich mich noch recht erinnere, aber
ein starfire glaube ich war es nicht, eher ein früheres
modell.
>

Dann muß man fairerweise sagen, dass die AP's von damals lange nicht an die Quali von heute herankommen, sowohl was sphärische als auch chromatische Korrektur angeht. Ich denke, dass es heute durchaus so ausgehen kann, wie von piepsli beschrieben, ohne dass an einem der Geräte was faul sein muß.

 
Hallo Leute,

Glückwunsch zu dem neuen Reizthema APO - ist alles nicht neu, und dennoch schlagen die Wogen wieder hoch.
Habe zwar keinen TMB, aber einen wunderfeinen kleinen Taka 60mm APO, der mir sehr viel Freude bereitet und der auch bei 100fach noch prima Bilder liefert - und leicht transportabel ist er auch noch. Das aber nur nebenbei.

Meine letzte Erfahrung in dieser Frage ist Folgende: Seit einigen Wochen besitze ich ein gut kollimiertes BT 125 von Vixen, dessen Optik bei weitem nicht farbfrei ist. Am Mond und Jupiter zum Beispiel sind die Farbsäume das wahre Grauen. Aber was soll ich sagen - der Gesamteindruck bei 40facher Vergrößerung ist am Mond und bei Jupiter besser
als in meinem vorherigen Miyauchi-100mm APO, das auch gut kollimiert war. Für mich liegt's an der höheren Resolution, die ja bekanntermaßen proportional zur Lichtstärke ist.
APO hin oder her, nichts kann eben den Durchmesser ersetzen für's Erkennen feinster Details auf den Planeten. Ich rede hier noch gar nicht von der Beobachtung lichtschwacher Objekte, wo das optisch einfache BT 125 die feine Miyauchi-APO-Optik geradewegs "absägt" - so jedenfalls schreibt's der Christian Losch auf seiner home page. Ich kann das aus eigener Erfahrung nur bestätigen.
Deshalb mein gutgemeinter Rat an alle APO-Fans: Niemand möchte Euch den Spaß an einer guten Linsenoptik nehmen, aber lasst bitte die Kirche im Dorf: Soll mir doch keiner erzählen, er habe Saturn schon mit einem 100er APO bei 500fach genossen - wo habt Ihr denn bloß das nötige Licht dafür hergeholt?
Und wie sieht's denn aus beim Betrachten von M 13 - außer einem schönen Wattebällchen geht doch in kleinen Optiken nichts - interessant wird's eben erst ab 200mm. Übrigens hat der Birkmaier in seiner Verkaufsbroschüre dieses Thema sehr gut angesprochen.

Gruß Rolf

 
Hallo!


Aber was soll ich sagen - der Gesamteindruck bei 40facher Vergrößerung ist am Mond und bei Jupiter besser
als in meinem vorherigen Miyauchi-100mm APO, das auch gut kollimiert war.
Du ziehst das Pferd jetzt von der anderen Seite her auf.

Meiner Meinung nach sind 500x bei 100mm auch totaler Quatsch.
Dass Du aber bei nur 40x einen Vorteil von 125mm gegenüber 100mm siehst, halte ich aber auch für, äh, ungewöhnlich. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Ich vermute eher, dass Du entweder ein sehr helles Bild aus einfach schöner findest oder mit dem 100mm Gerät irgendwas nicht in Ordnung war. Denn eigentlich sollte ein gutes 100mm Gerät locker in der Lage sein, maximale Details in perfektem Kontrast zu zeigen.


Gruß Harald
 
Ich mische mich da mal ein. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Hier im Thread hat sowas keiner gesagt. Anderswo liest man aber immer wieder von ähnlich gigantischen Vergrößerungen.


So schreibt Binoviewer in seinem Test zum Synta ED 80mm:
" Ich staunte nicht schlecht, als das Bild selbst bei 300facher Vergrößerung immer noch kantenscharf und wunderbar kontrastreich war. "

Wenn man die 300x auf eine Öffnung von 100mm umrechnet, dann kommt man immerhin auf 375x , bei 115mm Öffnung auf 431x .

Wohlgemerkt hat Binoviewer seine Angabe auf einen China-ED und nicht auf einen Fluorit-Triplett von TMB bezogen. Ich möchte nicht wissen, welche Vergrößerungen er bei einem TMB noch als "kantenscharf und wunderbar kontrastreich" bezeichnet hätte. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

@Binoviewer: Vielleicht hast Du ja mit Deinen Beobachtungen recht. Mein Tip an Piepsli in diesem Falle: Gib den TMB zurück und hol Dir den Synta-ED. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />


Gruß Harald
 
Hallo Leute,

Das Myauchi war tadellos. Aber das Nicht-APO von Vixen hält gut mit, auch wenn der Farbfehler stärker ist - das war die Botschaft und auch der größere Durchmesser, der mehr Licht bringt. Die Informationen kommen halt übers Licht - je mehr da kommt, desto mehr seh' ich ...
Und wenn ein 115er-TMB eine 200mm-Optik hinter sich lässt, dann stimmt an der 200er Optik etwas nicht.
Das mit dem 500fach für einen 100er APO entstammt nicht aus diesem thread, sondern von Werbebroschüren von Astrophysics, in denen schon mal steht, das sogar der sechsfache Linsendurchmesser an Vergrößerung möglich sei.

Gruß Rolf
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Werbebroschüren von Astrophysics, in denen schon mal steht, das sogar der sechsfache Linsendurchmesser an Vergrößerung möglich sei.
Dann waren die 500x ja eine drastische Untertreibung. Wenn andere Apo-Hersteller davon Wind bekommen, dann kontern die bestimmt mit dem 7- oder 8-fachen Linsendurchmesser. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />


Gruß Harald
 
Hi Rolf,
mit einem 130er Objektiv ist 500 fach beim Saturn möglich.
Nicht das Licht , sondern die Qualität von Optik und Seeing
müssen dazu passen.
100fach pro Zoll Öffnung ist kein Märchen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" /> .
Beim ITT 1999 gab es mit 500 facher Vergrösserung
immer noch knackscharfe Saturnbilder am AS 130/1950,
ebenso am APQ 130 eines Freundes.

Mit freundlichem Gruß,
Gerd
www.bksterngucker.de
"der mit dem gelben Refraktor tanzt"




 
ja, diese hohen vergrößerungen sind bei sauber gefertigten linsenteleskopen
kein unfug, sondern sind, je nach art des objektes, sehr oft
sinnvoll und bringen einen echten gewinn an detailerkennung.

daß ein 130er APQ saturn bei 500fach kantenscharf zeigt glaube ich
dem gerd sofort. dazu braucht es keinen APO, das können auch gute
besonders farbreine fraunhofer wie zb. 60/910 oder 80/1200.
öffnung x 3 ist bei solchen geräten die übliche maximalvergrößerung,
jeder besitzer solcher linsenteleskope weiß das.

aber: ein VMC200 mit dem alles ok ist zeigt dennoch mehr als der
beste 115er TMB, dabei bleibe ich.

tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
die einen erfreuen sich am himmel, die anderen an ihren teleskopen - wieder andere (ich, z.B.) ärgern sich über ihre Teleskope... ;-)

-------------

Hallo Philipp,

Du hast noch zwei Gattungen von Hobby-Astronomen ausgelassen. Die, die sich über den Himmel ärgern (weil immer, wenn sie Zeit zum Gucken haben, es bewölkt ist), und die, die sich über ihr Auto ärgern (weil das Auto dann irgendwann, wenn sie Zeit haben und es nicht bewölkt ist, nicht anspringt und sie in der Innenstadt von München wohnen).

Gruß aus München

Stefano
 
Vielleicht interessiert es den einen oder anderen woher das kommt mit den hohen Vergrößerungen.
Das ist eine Frage der Erkennbarkeit. Das Auge kann ohne Hilfsmittel so Größenordnungen von 2-3 Bogenminuten auflösen. Dabei sind die Sterne aber noch punktförmig. Hat die Optik ein Auflösungsvermögen von 1", muß man etwa 200fach vergrößern um den gleichen Eindruck haben, wie mit bloßem Auge. Will man jedoch das Optimum erkennen, muß man eben darüber hinaus gehen. Das ist sozusagen das 'Nyquist-Kriterium für das visuelle Beobachten' - erst wenn die Vergrößerung darüber liegt, kann man das, was die Optik zeigt, auch erkennen.
Wenn ich total daneben liege, möge man mich korrigieren.

Gruß

ullrich
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
genauso sehe ich es auch und habe es hier auch schon des öfteren
dargestellt. lapidar gesagt: um ein detail erkennen zu können, muß
es auf der netzhaut auch groß genug abgebildet werden.

das maximale auflösungsvermögen eines teleskopes ist bei V=1.5xD
erreicht. wenn bei dieser vergrößerung aber ein objekt noch schlicht
zu klein ist, erkenne ich es nicht. gehe ich dann auf V=2.5xD so kommen
zwar keine neuen details hinzu, jene die aber vorher zu klein waren
sind dann größer und, bei einer sauberen kontraststarken optik, auch
noch deutlich genug um erkannt werden zu können.

funktionieren tut das nur bei wirklich guten systemen. ein gerät, daß
bei V=2xD weniger details zeigt als bei V=1.5xD ist entweder nicht auf
visuelle beobachtung optimiert, oder hat einen mangel im system.

tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Hallo Binoviewer

Du sagst:
ein VMC200 mit dem alles ok ist zeigt dennoch mehr als der
beste 115er TMB, dabei bleibe ich.

- An welchen Objekten? Etwa an allen?
- Hast Du selbst schon verglichen?

Grüsse vom
Manfred
 
Hi binoviewer,

also ich muss jetzt auch mal Piepsli zur Seite stehen. Mein Astrokumpel Wolfgang hat auch einen 115mmf/7 TMB Apo und ich konnte auch schon des öfteren da durch gucken.

1. Wolfgang hatte vorher einen guten bis sehr guten 100mmf/8 TMB Apo, aber der 115mmf/7 spielt in einer anderen Liga. Das Gerät ist ein ideales Widefield Gerät (GF über 3°!) und mit einer guten Barlow oder einem kurzbrennweitigem Oku ein sehr gutes Planetenrohr. Wir hatten damit super Bilder vom Mars im Juli/August letzten Jahres.

2. Billig 8" Dobson wie Skywatcher, etc. sehen gegen dem Apo wirklich alt aus. Die Spiralenarme von M51 z.B. sind in diesem Apo eindeutig leichter und schärfer zu sehen als in einem 8" Dobson!

3. Ein guter 10" Dobson dürfte jedoch durch die Lichtsammlung dem 115mm Apo überlegen sein. Insbesondere bei lichtschwächeen GX.

4. Gegen ein VMC200 habe ich es aber noch nicht testen können.

Gruß

Lots
 
2. Billig 8" Dobson wie Skywatcher, etc. sehen gegen dem Apo wirklich alt aus. Die Spiralenarme von M51 z.B. sind in diesem Apo eindeutig leichter und schärfer zu sehen als in einem 8" Dobson!

Ich habe solch einen "Billig-Dobson" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" /> . Wenn dem wirklich so ist, dann kann Ich also mein Gerät verkaufen und hätte mit dem TMB ein Gerät, daß an Planeten und Deepsky mit 115mm besser ist als ein Newton mit 200MM und außerdem handlicher ? Kann Ich mir nicht ganz vorstellen, sorry.

CS Anke
 
hallo manfred,

ja, ich meine das VMC200 müßte an allen objekten mehr zeigen als
der 115er TMB. warum auch nicht? mehr licht und deutlich mehr auflösungsvermögen.

vergleiche von refraktoren in dieser größe mit 8" reflektoren aller
kategorien hatte ich im laufe der letzten 20 jahre immer wieder.
dabei habe auch ich immer wieder das bild im kleinen refraktor
als ästhetischer und sauberer empfunden, der größere reflektor
zeigte aber immer mehr details, auch am planeten.

8" Meade und 8" Celestrons kenne ich etliche, auch in vielen
verschiedenen qualitätstufen. da ich von etlichen berichten über
das VMC davon ausgehe, daß dessen optik der eines guten C8 auf
jeden fall ebenbürtig ist, sollte es genauso wie diese SC's
einen 115er APO ohne probleme abhängen können.

ich kann mir daher nach wie vor nur vorstellen, daß dein VMC
einen fehler hat. und ich bin dabei ja auch nicht der einzige,
der diese vermutung hat.

tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Hallo Anke,

Das alles wird sogar noch unhandlicher, wenn Du das gleiche Geld für die Billig-Dobsons anlegen willst, denn dann musst Du mindestens 10 stück auf Deine Montierung packen.
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
Gruß

Stefano
 
Hallo Tom,

das kann sicher sein, dass ein 8" Skywatcher Dobson theoretisch besser sein muss als ein 115mm TMB Apo. Aber wie so oft, kann das in der Praxis anders aussehen. Der 8" Dobson hat nicht so ein Blendensystem wie ein TMB, er hat Obstruktion (na gut, er hat nicht gerade viel...), und ich behaupte jetzt einfach mal, dass er keinen so guten Spiegel hat wie ein TMB Apo. Das alles kann dazu führen, dass man mehr sieht mit dem TMB obwohl er in der Theorie viel schlechter sein müsste als der Skywatcher. Und das ist jetzt nur die Optik, von der Mechanik ist das natürlich eine ganz andere Welt. Mittlerweile hab ich festgestellt, dass es nicht nur die Optik ist, die ein Teleskop gut macht.

Auch wenn der Skywatcher mehr zeigt z.b. an Jupiter, dann gefällt mir das Bild in einem Apo trotzdem besser, obwohl weniger Details zu sehen sind... so verschieden sind halt die Anforderungen des Beobachters <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />.
Genau das habe ich auf dem letzten ITV festgestellt, als ein 15" Dobson mit sehr hoher Vergrößerung und nebendran ein 4" Apo den Jupiter zeigten. Ich muss wirklich zugeben, dass ich öfter am Apo saß <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Viele Grüsse

Daniel
 
Hallo!
Ich beobachte mit beidem (105mm f/6 Apo und Chinaeimer 200 f/5) und kann bestätigen, daß manche Deepsky-Objekte im Refraktor leichter zu beobachten sind.
warum das so ist, weiß ich nicht -aber sisso-
Klaus
 
TMB 115mm vs 8" Billigdobson

Hallo Anke,

Ich habe solch einen "Billig-Dobson" . Wenn dem wirklich so ist, dann kann Ich also mein Gerät verkaufen und hätte mit dem TMB ein Gerät, daß an Planeten und Deepsky mit 115mm besser ist als ein Newton mit 200MM und außerdem handlicher ?

keine Panik <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />

In dem pauschalen Vergleich sind etliche Unbekannte.
Nehmen wir einmal an,dein Dobson habe ein gute Optik,
besser als "beugungsbegrenzt",mit 0,85er Strehl.

Dann bringt er die theoretische Auflösung,
sofern du ihn optimal kollimiert hast.
Das bedeutet,daß er eine höhere Auflösung als der perfekteste 115mm APO hat.
Bei Objekten mit sehr hohen Kontrasten wie dem Mond
kann er das höhere Auflösungsvermögen voll ausspielen,
der Apo hat Null Chance,kleinste Kräterchen oder feine Rillen,
die der 200mm Newton zeigt bleiben im APO unsichtbar.
Objekte mit mittlerer Ortsfrequenz erfahren durch die Obstruktion
des Newton eine Kontrastminderung gegenüber einem unobstruierten Teleskop
gleicher Öffnung,aber gegeneinem perfekten Teleskop mit 115mm Öffnung
liegt er immer noch vorne.
Dann gibt es Objekte mit geringem Kontrastumfang aber mittlerer Ortsfrequenz
wie die Details in den Jupiterbändern.
Hier kann der perfekte 115mm möglicherweise punkten,
wenn der Newton eine hell Spiegelnde Innen-"Schwärzung" hat.
Kleidest du den Tubus und den OAZ mit mattschwarzem Velours aus
ist das Problem gelöst und dein 200mm Dobson zeigt hier deutlich vebesserten Kontrast.

Er bringt auch sehr viel mehr Licht,was ihn bei Deep Sky unter gutem Himmel
erheblich mehr als den 115er APO zeigen läßt.So zeigt mein 200/1200er
unter gutem Himmel bei M51 sehr schön die Spiralarme und die Materiebrücke.

MfG,Karsten
 
Re: TMB 115mm vs 8" Billigdobson

Ich hatte mal einen 8"F/6 Portaball mit Zambuto Spiegel , 17% Abschattung und dieser Spiegel wear wirklich perfekt. In besten Nächten, die es leider nur 1 Hand voll pro Jahr gibt, war der Zambuto besser als ein seitliches 6" APQ, in vielen Nächten zeigten jedoch kleine Apos einfach deutlich mehr Details an Planeten.
Ich habe bis heute, nach 15 Jahren jedoch noch nie ein Teleskop mit 40% Abschattung, standart guter Qualität , offener Tubus und dicken Fangstreben gesehen, die an Planeten auch nur den hauch einer Chance gegen eine echten guten 4" Apo hatten. das gleiche gilt für Auflösung an Kugelsternhaufen.

Wieso immer lasst das nächste ITV und ITT kommen, gesellt euch zusammen und wir schaun mal, okay ? Danach können wir weiter Diskutieren.
 
Hallo Leute,

möchte noch mal kurz was anmerken.
Das hier vorgebrachte Argument, der TMB kann bei hoher Vergrößerung im Vergleich zum 8“ VMC nicht mehr genug Licht rüberbringen kann ich nicht ganz nachvollziehen.
Lichtverlust im TMB ca. 5%
Lichtverlust im VMC ca. 40%
Ergibt ein Verhältnis von TMB zu VMC von ca. 110mm zu 120mm Nettoöffnung.
Das immer noch fehlende Licht im Vergleich zum VMC gleicht der TMB durch bessere Kontrastwiedergabe beim Planeten, aber auch bei vielen Deep Sky Objekten, wieder aus.
Der Kontrastverlust beim TMB durch leere Vergrößerung bei 3 – 4x D wird durch den Kontrastverlust des VMC durch 39% Obstruktion auch fast kompensiert. Was ich nicht nachvollziehen kann ist die durch Manfred geschilderte Tatsache, das im VMC nicht annähernd die Details zu erkennen waren wie im TMB (Mond).
Damit hätte das VMC (Optik ist sehr gut, sagt er), nicht annähernd das Auflösungsvermögen des TMB, kann ich mir nicht erklären. Nettoauflösungsvermögen TMB zu VMC ca. 110mm zu 120mm, das ist großzügig zu Ungunsten des VMC geschätzt (Öffnung – Sekundärspiegeldurchmesser). Deswegen zweifle ich Manfreds Beobachtungen nicht an, ich versuche nur etwas dazuzulernen. Für mich wäre es nachvollziehbar, wenn man sagen würde, beide Geräte sind in ihrer Leistungsfähigkeit eng beieinander.

Gruß Leo
 
Re: TMB 115mm vs 8" Billigdobson

Hallo Markus,

Ich hatte mal einen 8"F/6 Portaball mit Zambuto Spiegel , 17% Abschattung und dieser Spiegel wear wirklich perfekt. In besten Nächten, die es leider nur 1 Hand voll pro Jahr gibt, war der Zambuto besser als ein seitliches 6" APQ, in vielen Nächten zeigten jedoch kleine Apos einfach deutlich mehr Details an Planeten.
selbstverständlich muß das Seeing so gut sein,daß es den 8" nicht limitiert.

Ich habe einen 8" Taiwanspiegel mit perfekter Parabel,ohne Randfehler
und einer kleinen flachen Zone etwa bei 70% der bei einem Optikprüfer
interferometrisch mit 0.98er Strehl vermessen wurde.
Ich würde dem Spiegel echte 0.94 zutrauen.

Der ruht nun in einem verloursausgekleideten und belüfteten Selbstbautubus
mit zusätzlicher Taukappe,der Fangspiegel ist 39mm groß.

In dieser Umgebung kann der Spiegel wesentlich häufiger als im
serienmäßigen Tubus seine volle Leistung am Planeten bringen,
weil Tubusseeing nun kaum noch eine Rolle spielt und zusätzlich das
Streulicht bei aufgehellter Umgebung durch die Veloursauskleidung
wirkungsvoll unterdrückt wird,was geringe Kontrastunterschiede
bei der Jupiterbeobachtung nun auch an ungünstigeren Standorten
deutlicher herauskommen läßt.

So,Ende der langen Vorrede.
Dieser getunte 200/1200er hat einen 6" ED an allen Objekten
erkennbar distanziert,zum Schrecken des ED-Besitzers.
Vorteil ED:
Keine Spikes um helle Sterne,bessere Abbildung am Rand des Gesichtsfeldes.

Abgeblendet auf 6" (eine kleinere Blende hatte ich nicht zur Hand)
konnte dieser Dobson gegenüber einem 4" APO
auch an allen Objekten mehr zeigen.

Ich habe bis heute, nach 15 Jahren jedoch noch nie ein Teleskop mit 40% Abschattung, standart guter Qualität , offener Tubus und dicken Fangstreben gesehen, die an Planeten auch nur den hauch einer Chance gegen eine echten guten 4" Apo hatten. das gleiche gilt für Auflösung an Kugelsternhaufen.
Das mit dem Kugelsternhaufen meinst du aber nicht ernst,oder?
Wenn das zu 38% obstruierte VMC gegenüber einem 4" APO nicht mehr
am Planeten zeigt ist es dejustiert oder kaputt und sollte im letzteren Falle
umgetauscht werden.

MfG,Karsten
 
Re: TMB 115mm vs 8" Billigdobson

Karsten

wenn du mir ein einziges VMC zeigst , welchen einen gegen einen TMB 115 den Hauch einer Chance an Planeten hat, schenke ich dir einen TMB 115. Du bist jederzeit willkommen mir diesen Vorzuführen. Das Angebot gilt unbeschränkt. Bedingung: Nicht du und nicht entscheiden, sondern ein paar Unabhängige beobachter, okay ?

Nimmst du an ?
 
TMB 115 vs VMC an Hochkontrastobjekten

Hallo Leo,

vielen Dank für deinen Beitrag.
Auch ich habe ja schon angemerkt,daß gerade am Mond mit seinen extrem hohen Kontrasten
der Vorteil des größeren Auflösungsvermögens des VMC voll durchschlagen sollte.

Die hohe Obstruktion führt am Mond zu einer "weicheren" Darstellung,
aber die Auflösung ist und bleibt die eines 8" Teleskopes.

Wenn also die von Manfred geschilderten Umstände
(gutes Seeing,VMC kollimiert,VMC temperiert)
zutreffen stimmt etwas mit dem VMC nicht.

MfG,Karsten
 
Re: TMB 115mm vs 8" Billigdobson

Hallo Markus,

wenn du mir ein einziges VMC zeigst , welchen einen gegen einen TMB 115 den Hauch einer Chance an Planeten hat, schenke ich dir einen TMB 115. Du bist jederzeit willkommen mir diesen Vorzuführen. Das Angebot gilt unbeschränkt. Bedingung: Nicht du und nicht entscheiden, sondern ein paar Unabhängige beobachter, okay ?

Nimmst du an ?

na,welche Frage,da du keinen Einsatz von mir forderst nehme ich gerne an.
Da es einige Kilometer bis zu dir sind,ich momentan zeitlich eingespannt bin
und das Wetter zur Zeitt auch schlecht ist denke ich sollten wir das zu Beginn
des Frühlings versuchen durchzuziehen.Ich würde das VMC von Gerrit (Osho) vorschlagen,
über das hier im Forum auch schon viel geschrieben wurde.
Ich schätze doch,daß Gerrit auch großes Interesse am Vergleich hätte.

Bis dann,

Karsten
 
Re: TMB 115mm vs 8" Billigdobson

Hallo Karsten,

Bei Objekten mit sehr hohen Kontrasten wie dem Mond
kann er das höhere Auflösungsvermögen voll ausspielen,
der Apo hat Null Chance,kleinste Kräterchen oder feine Rillen,
die der 200mm Newton zeigt bleiben im APO unsichtbar.

Aber bei den feinen Rillen und kleinen Krater kommt es auch auf den Kontrast an, und der ist ja wohl in einem APO eheblich besser als in einem VMC mit Riesenobstruktion oder ?

Das gleiche gilt bei den Planeten. Aber wie ich schon in meinem letzten Beitrag schrieb, mag das jeder anders.

Viele Grüsse

Daniel
 
Re: TMB 115mm vs 8" Billigdobson

Hallo Daniel,

Aber bei den feinen Rillen und kleinen Krater kommt es auch auf den Kontrast an, und der ist ja wohl in einem APO eheblich besser als in einem VMC mit Riesenobstruktion oder ?
wenn das Kraterchen aber so klein ist,daß es unterhalb des Auflösungsvermögens
des 115mm APOs liegt dann kann der APO das auch nicht zeigen(!)
Dann siehst du da nichts,nothing,rien,niente,null,...

Aber im 8" wo das Kraterchen oberhalb des Auflösungsvermögens liegt
siehst du ein schwaches Kraterchen,klein,mit schwachem Kontrast,
aber du siehst es(!)Auf dem Mond gibt es bei seitlichem Lichteinfall
sehr helle neben sehr dunklen Details.Das sind sehr,sehr hohe Kontraste.
Bei einem Objektinherenten Kontrast von 80% kannst du 50% Kontrast
einbüßen und siehst das immer noch gut.
Wenn du bei einem 53% Kontrast aber 50% einbüßt kannst du es vergessen.

Das gleiche gilt bei den Planeten. Aber wie ich schon in meinem letzten Beitrag schrieb, mag das jeder anders.

Kommt darauf an,welcher Planet und welches Detail.

Überall wo der Kontrast des Objektes hoch ist,so wie beim Beispiel Mond,
schlägt das höhere Auflösungsvermögen des Obstruierten 8" voll durch.
Bei subtilen feinen Kontrastunterschieden zwischen mittelhellbeige und bräunlich
abgetöntem hellbeige in den Jupiterbändern ist ein Teleskop gefragt,
welches diese feinen Unterschiede noch darstellen kann.
Dort könnte es durchaus sein,daß ein perfekter 115mm APO
gegenüber einem hochobstruierten beugungsbegrenzten 200mm Teleskop
leichte Vorteile verbuchen kann.

Da lohnt es sich einmal genauer die MTF anzusehen.

MfG,Karsten
 
Zuletzt bearbeitet:
Re: TMB 115mm vs 8" Billigdobson

Wie wärs denn wenn ihr parallel mit beiden Geräten ein paar kurz belichtete Fotos (Digi- oder Web-Cam) macht, dann haben wir alle was von dem Vergleich?
 
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