Erste Eindrücke mit Meopta 12x60

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GerdHuissel

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Hallo Freunde der Binokularen Beobachtung,

nach wochenlangem schlechtem Wetter habe ich endlich das Meopta 12 x60 am Himmel ausprobieren können.

Äusserliche Eindrücke:
Gut verarbeitetes für die Grösse sehr leichtes Glas (1300g Gewicht)
Alle Fugen sind gegen Beschlagen mit Wachs abgedichtet.
Entsprechend des Baujahrs -1963- ist die Vergütung bläulich- T-Belag.
Austrittspupillen sind kreisrund , die Prismengrösse ist ausreichend dimensioniert.
Die Objektive, und Okulare sind unverkratzt und klar,
auf einem Prisma sind leichte Schlieren erkennbar.
Der Erhaltungszustand von Fernglas und Köcher ist fast neuwertig.
Das Gesichtsfeld beträgt laut Prospekt 5,5°.

An die Einzelfokussierung der Okulare muss ich mich noch gewöhnen.

Ein Vergleich mit meinem Zeiss Jena Jenoptem 10x50 multicoated:

Sternabbildungen in Gesichtsfeldmitte sind im Zeiss Jena kleiner, dies ist einfach unerreicht.
Randschärfe :
Beim Zeiss Jena ca. 60% des Gesichtsfeld-Durchmessers scharf , ausserhalb deutliche Randunschärfe.
Das Meopta bildet ca. 80% des Gesichtsfeld-Durchmessers scharf ab.
Freihand-Tauglichkeit:
Beide Gläser sind für meine Verhältnisse Grenzfälle für den Freihandgebrauch,
wobei das Meopta überraschenderweise genauso gut/oder schlecht zu halten ist.
Reichweite Deep Sky:
Hier ist beim Meopta trotz einfacherer Vergütung deutlich mehr zusehen.

Verglichen habe ich bei den Plejaden, M31, M33,M42 und am Kometen Machholz.
Fazit:
Falls ein guterhaltenes Meopta mal wieder angeboten wird-
ist dies durchaus zu empfehlen.
Ferngläser 12x60 werden sehr selten angeboten.
Meines wird auf keinen Fall als Kaufangebot zu finden sein!

Mit freundlichem Gruß, Gerd
www.bksterngucker.de
 
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