Erste Versuche an der Sonne - Anfängerfragen

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Attalar

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Ich habe einige Fragen an die Sonnenexperten.

Am Samstag habe ich mit meinem ETX-90 + Orion Sonnenfilter zum ersten Mal auf die Sonne gehalten ... und war ein wenig enttäuscht. Es waren keine Flecken, Fackeln oder Granulation zu sehen. Brauche ich einen zusätzlichen Filter (z.B. BaaderSolar Continuum) oder muss ich bei einem Gerät wie dem ETX-90 mit der ABbildungsleistung leben.

Dazu habe ich einige Aufnahmen mit meiner DSLR gemacht, die ich hier gerne einmal zeigen würde, mit der Bitte um Hinweise, wie ich mehr Details aus den Aufnahmen holen kann. Alle Bilder wurden mit der Canon EOS 450D (unmodifiziert) durch ein 9mm Okular gemacht. Bei der letzten Aufnahme habe ich zusätzlich einen Seben-CLR-Filter vor das Okular gesetzt. Ich scheine den Fokus nicht genau getroffen zu haben. Vielleicht gibt es hier noch weitere Ratschläge?

Da ich es irgendwie nicht schaffe, die Bilder hier einzubinden, pack ich die ins Bilderforum.

Vielleicht kann man mir auch 'mal erklären, wie man Bilder in einen Beitrag packt.

Danke.

 
Hallo,

Schaut man sich die aktuelle Sonne vorher einmal an so zeigt sich, dass es zur Zeit keine Flecken auf der sichtbaren Seite gibt, also soweit alles ok. Um Granulation abbilden zu koennen, muss das Seeing schon mitspielen, was beim aktuellen Sonnenstand eher seltener der Fall ist. Dazu wird die Sonne von Neulingen gerne zu reichlich belichtet, sodass Photosphaerendetails in einem einzigen Licht ausbluten...
Fuer den Anfang reicht eigentlich der Filter vor dem Teleskop. Den Orion kenne ich persoenlich nicht, ich gehe mal von einem Glasfilter vor dem Teleskop aus? Das 90mm ETX reicht korrekt justiert auf jeden Fall fuer Flecken und Fackeln. Granulation geht mit Einschraenkung auch, aber dafuer muessen die Bedingungen schon passen, der Fokus stimmen, etc.

HTH & viele Gruesse,
Oliver

 
Danke.

Das mit den Flecken hatte ich gehofft. Bezüglich Fokus habe ich dringenden Übungsbedarf. Ich muss gestehen, dass ich mir die Sonnenbeobachtung einfacher vorgestellt hatte.

Das mit dem Seeing, ist so ein Thema. Ich habe extra gegen 12.00 mit der Beobachtung begonnen, aber es hatte die nacht vorher geschneit (unglaublich hier in unseren norddeutschen Breiten), so dass wahrscheinlich viel Luftbewegungen vorhanden waren.
 
Hallo "Attalar"(?),

noch ein Sonnenfotograf - schön! Und das sieht doch schon gar nicht schlecht aus. Wie Oliver schon schrieb, Dein ETX90 reicht schon für eine Menge Details, so welche da sind.

Deine Galeriebilder kannst Du hier einfach als Bilder mit dem dortigen Pfad/Adresse (Rechtsklick/Eigenschaften) einbinden.

Zunächst mal: Der Umweg über Okularprojektion ist hier nicht nötig, fotografiere doch mal mit den f=1250mm im Primärfokus, oder höchstens mit einem kleinen Telekonverter.
Ein Grün- oder Gelb/Orangefilter vor der Öffnung (gibt's günstig von der "Russentonne") hilft beim Kontrast.

400-1600ISO sind wegen des/der Verstärkungsrauschens/-artefakte ebenso wie reichliche Belichtung bildschädlich, die geringste Empfindlichkeit ist gerade gut genug für Sonnendetails, und sehr knappe Belichtung ebenfalls. Möglichst kurze Belichtungszeiten sind Pflicht, ggf. brauchst Du dafür die "Fotofolie" statt der visuellen.

Fokussieren am Sonnenrand ist genau der richtige Einstiegsweg, das erste Bild ist ja schon ganz ordentlich fokussiert, wie der seeingbewegte Sonnenrand zeigt, genaues Fokussieren erreichst Du ggf. mit Lifeview und "Lupe" in Sonnenmitte bei knapper(!) Belichtung, wo uns die Sonnenkugel die Granulation am besten "entgegenstreckt", oder natürlich an Sonnenflecken.
Die winterlich tiefstehende Sonne ist allerdings besonders "seeinggeschüttelt", im Frühling wird's wieder besser, und mit den Sonnenaktivitäten scheint's ja auch wieder aufwärts zu gehen.

Mit einer längeren Aufnahmeserie kannst Du auf 1-2 schärfste Seeingmomente hoffen, und/oder viele Aufnahmen machen und die besten davon stacken und behutsam(!) weiterbearbeiten (Abweichungsaussortierung, und leichte Absenkung der Gammakurve, in Registax ist sehr nützlich).

Noch was: Für's Präsentieren keine jpg-Kompression wesentlich unter 90% "Qualität" nehmen, die Kompressionsartefakte setzen eventuellen Details sehr zu.

Viel Erfolg, Gruß+cs,
Dietmar
 
Hallo Michael,

über die (nicht sichtbaren) Strukturen hast Du ja schon eine Antwort erhalten. Was mir zuerst auffällt, sind die - viel zu - langen Belichtungszeiten bei gleichzeitig hohen ISO-Werten. Und hältst Du die Kamera freihändig hinters Okular (das wäre ein Grund für die Unschärfe) oder benutzt Du einen Projektionsadapter? In jedem Fall müßtest Du zuerst die Unschärfe beseitigen; dann kommen auch Strukturen. Weiter: Nimmst Du die Bilder im RAW-Modus auf? Wenn nicht, versuchs doch mal. Du kannst dadurch nachträglich umfangreiche Korrekturen am Bild vornehmen.
Ach ja; Du hast ja eine Webcam; hast Du Dich damit schon mal an der Sonne. versucht?

Grüße Klaus
 
Hallo Klaus,

ich habe einen Projektionsadapter (mit dem 9mm drin) eingesetzt. Die Bilder wurden im RAW-Format aufgenommen, aber für das Posten hier habe ich sie verkleinert und in jpg (unkomprimiert) gespeichert.

Als wichtigen Tip nehme ich mit: ISO und Belichtung kleiner halten und FOKUS FOKUS FOKUS.

Danke für die guten Ratschläge.

 
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