Erste Versuche mit 10" ACF

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Spacecadet

Aktives Mitglied
Hallo,

ich bin gerade dabei, mich mit meinem neuen Gerät an Jupiter und Mond "einzufuchsen". Nach 10 Wochen hatten wir endlich einmal brauchbares Seeing und ich habe heute Morgen um 1.30 MEZ auf Jupiter mit der ToUcam gehalten (2000 Frames, 400 mit Registax gestackt und geschärft, mit GIMP "verschönert").

Vorerst bin ich ganz zufrieden, allerdings sind die Bilder, die ich mit der Tal-2x-Barlow gemacht habe, gar nichts geworden. Die muss ich so stark schärfen, dass ich nur noch Zwiebelringe sehe, wenn ich Strukturen sichtbar machen will (1/33sek Belichtungszeit). Scheinbar war das Seeing doch nicht so gut, sonst kann ich mir den Flop mit der großen Brennweite kaum erklären. Defokussierung oder Taubefall scheiden jedenfalls aus.

Ist es euch auch schon so ergangen, dass mit kleinen Brennweiten alles einigermaßen klappte, aber bei F20 nichts ging?

So begnüge ich mich mit schlappen 2540mm Brennweite und stelle das Resultat herein (auf 125% vergrößert).

Viele Grüße und CS

Martin
 

Anhänge

  • 1.11.1.30.jpg
    1.11.1.30.jpg
    16 KB · Aufrufe: 570
Hallo Martin,
das kenne ich. Ich denke, die besseren Blder bei kurzer Brennweite kommen durch den Kontrast. Es ist aber der Wunsch, endlich mehr Details zu sehen eine Ursache. Denn wenn man die schlechten großen Bilder halbiert, sehen sie auch wieder kontrastreicher aus.
Es ist eine Kette von Faktoren, wobei kein Glied davon "schlecht sein " darf.

 
Zitat von Spacecadet:
Hallo Martin,

wie lange hat das denn gedauert? Jupiter rotiert ziemlich schnell, da sollte man möglichst nicht länger als eine Minute belichten, bei hoher Detailauflösung mit 10" eher noch kürzer, um Bewegungsunschärfen zu vermeiden.

Zitat von Spacecadet:
So begnüge ich mich mit schlappen 2540mm Brennweite und stelle das Resultat herein (auf 125% vergrößert).
Ich arbeite routinemäßig mit 2,8 m Brennweite an der Auflösungsgrenze meines 10" Spiegels, allerdings auch mit einer etwas höher auflösenden Kamera (3,75 µm Pixelraster). Die ToU hat wohl ein 5,6 µm Raster und eine Farbmaske, aber eine weniger gute Ausleseelektronik, so dass sich längere Brennweiten möglicherweise gar nicht lohnen. Bei guten Sichtbedingungen und kurzen Belichtungszeiten kannst Du vermutlich noch stärker nachvergrößern.

Gruß, Jan
 
Hallo Jan,

danke für deine freundliche Rückmeldung. Vorab, deine Ausführungen zur Brennweite als Plädoyer für ein moderates Öffnungsverhältnis habe ich mitverfolgt, ohne alles en Detail verstanden zu haben.

Meine bisherigen Erfahrungen beschränken sich auf eher dilettantische Versuche, zeigen aber auch, dass bei norddeutschen Bedingungen meistens F16 besser bei der Webcamfotografie als F24 funktioniert (an einem 6" Achro).

Den Jupiter habe ich bei 10fps aufgenommen, sodass ich bei mehr als 3 Minuten Aufnahmezeit war. Das ist sicher nicht das Optimum, sondern nur ein Kompromiss. Allerdings sehe ich auf dem Bild andere Schwächen, als Verzerrungen durch die Rotation.
Ich werde auf alle Fälle weiter probieren, ich habe mir eine verkürzte Barlow bestellt, dann hätte ich ca. F17,5, was mir ganz günstig erscheint.

Inzwischen habe ich die Filme bei Registax6 auch gedrizzelt, da muss man aber brutal an den Schärfereglern drehen, bis die Details kommen! Eine signifikante Verbesserung zu dem hier geposteten Bild konnte ich aber nicht erzielen.

Viele Grüße und CS

Martin
 
Hallo Planetenfreunde,
ich melde mich nochmal, nachdem ich meine Ergebnisse von heute Morgen zwischen 3.30 und 4.00 Uhr schon in die Galerie gestellt hatte, und zwar mit einer Neubearbeitung mit Fitswork.
Ich kann jedenfalls feststellen, dass es seeingbedingt war, dass ich das Bild oben von der letzten Sitzung so quälen musste, bis die Details kamen und die 5m-Bilder gar nicht klappten.
Bei diesem Bild habe ich meine neue 2" Barlow mit dem Faktor 1,75x verwendet, so dass die Brennweite bei F 17,5 lag.
Heute waren die Bedingungen besser, wenn auch Zirren und Tau das Filmen erschwerten. Ich habe für die Aufnahmen mehr als 3 Minuten gebraucht, deswegen ist die Rotationsunschärfe besonders bei Io zusehen. 400 Frames mit Registax gestackt und geschärft, in Fitswork in R, G, und B getrennt und einzeln geglättet und geschärft, Histogramme angepasst und es sieht etwas "roter" als in der Galerie aus.
Bisher mein bester Jupiter.
Viele Grüße und CS
Martin
 

Anhänge

  • T.jpg
    T.jpg
    9,7 KB · Aufrufe: 278
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben