Erster Eindruck: TS 20x80 Triplet

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okaluza

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Hallo zusammen,

nach reiflicher Überlegung habe ich mich entschlossen mir zu Weihnachten ein TS 20x80 Triplet Fernglas mit einem Triton-Stativ und Neigekopf schenken zu lassen. Leider war das Fernglas nicht lieferbar, so dass unter dem Weihnachtsbaum nur das Stativ lag. Da das Wetter auch nicht mitspielte, war dies nicht so schlimm.
Um so größer war meine Freude, als ich gestern Abend nach Hause kam ein Paket mit dem Fernglas vorzufinden. Nur war das Wetter leider immer noch hundsmiserabel - es regnete und stürmte.
Also flugs alles ausgepackt und begutachtet. Das Fernglas und das Stativ machen beide einen sehr robusten Eindruck. Die Qualität würde ich als gut aber ein wenig "grob" bezeichen - China halt. Aber alles wirkt stabil und funktioniert einwandfrei. Mit dem Neigekopf bin ich sehr zufrieden. Wenn man die Klemmungem leicht anzieht, kann man noch leicht schwenken und das Glas bleibt dann in der Position stehen, ohne die Klemmungen dann ganz anziehen zu müssen. Negative Dinge zum Stativ fallen mir eigentlich nur zwei Dinge ein:
1. Die mitgelieferte Stativtasche ist zwar schon größer als das Stativ selber, aber mit Neigekopf passt es nicht ganz in die Tasche.
2. Das Stativ hat nicht die auf der Webseite angegebene Höhe von 1,82 m(ohne Kopf), sondern wenn man die Beine bis zur ersten Rasterung spreizt (siehe Bild im Anhang), dann komme ich höchstens auf ca. 1,70. Macht aber eigentlich nichts, denn mit Neigekopf ist das Stativ für mich wirklich groß genug.

Das Fernglas hat einen sehr guten Einblick für mich (bin aber kein Brillenträger) und ein ertser Blick durch das Glas machte einen wirklich guten Eindruck. Ich würde es nicht als randscharf bezeichnen, aber wann sieht man schon auf den Rand? da es immer noch regnete, musste ich als Testobjekte die nahe Strasse mit Laternen und Autos nehmen. An der Laterne und den Autoscheinwerfern gab es einen leichten blauen Farbsaum, aber das sind ja auch nicht meine primären Beobachtungsziele. warten wir ab, wie es sich am Mond verhält. Aus der hand konnte ich dieses 2,5 KG Glas übrigens höchstens 1 Minute halten, dann fing das große Zittern an. Aber dafür gibt es ja das Stativ.
Das wäre es eigentlich von diesem Abend gewesen, ja wenn nicht...

...so gegen 1 Uhr beim Blick aus dem Fenster mir Sterne entgegen funkelten. (Die ersten seit 3 Wochen). Also schnell alles auf dem Balkon gestellt und einen ersten Blick auf die Sterne geworfen. Ich muss euch sagen, ich bin begeistert. das war mein erster Blick durch so ein großes Glas und ich war dann doch positiv überrascht. Mein erster Blick ging zu M45 (Plejaden) - immer wieder schön und erst recht durch dieses Fernglas. Dann ging es über M35 im Sternblid Zwillinge zum Orion. Der Orionnebel war ein Gedicht - ich hatte nicht erwartet alles so deutlich zu sehen. OK, in meinem Fernrohr sieht er noch viel eundrucksvoller aus, aber ihn mit beiden Augen zu sehen ist schon klasse. Danach habe ich den Saturn aufgesucht. Ich muss sagen - klein aber fein. Der Ring war sehr deutlich zu sehen und ich bild mir sogar ein, das ich zwischen Ring und Planet eine Lücke gesehen habe. Aber ich glaube, da war eher der Wunsch vater des Gedanken. Leider es dann nach eine halbe Stunde wieder zu und ich war noch einen letzten Blick auf Chi/h Persei (ist schon fast ein Ritual, die beiden kommen immer zum Schluss dran - haben mich noch nie enttäuscht).
Das Aufsuchen der Sterne hat mir zuerst etwas Schwierigkeiten bereitet, bis ich bemerkt habe, dass ich alles immer zu tief gesucht habe. Ab dann habe ich alles ziemlich schnell gefunden. Eine nackenstarre habe ich auch nicht bekommen, da zu dieser Urzeit meine anvisierten Ziele alle schon recht tief lagen und so der Anblick ganz angenehm war.

Ich kann nach diesem ersten Eindruck die Kombination aus Glas und Stativ jedenfalls weiterempfehlen, aber um genaueres zu sagen muss ich noch ein wenig beobachten.
Ich hoffe ihr konntet mit meinem Beitrag ein wneig anfangen.

Gruss Oliver
 
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Hallo,

kleine Berichtigung zu meinem Beitrag: Gestern habe ich wohl beim Aufstellen des Stativs etwas falsch gemacht. Das Stativ ist ohne Kopf doch 1,80 m groß. Mit Kopf kommt es auf etwa 1,95 m Höhe...sorry

Gruss Oliver
 
Hallo Oliver,

Danke für Deinen Bericht - und es ist schön, wenn sich jemand über neues Equipment freuen kann.

Ich trage mich zwar nicht mit dem Gedanken einer baldigen Anschaffung eines ähnlichen FS, aber mal eine Frage zur Handhabung: Wie hoch kannst Du mit dem Glas auf Deinem Stativ plus Neigekopf an den Himmel schauen? Wird es bei hochstehenden Objekten nicht irgendwann zu eng, weil der Einblick dann nahe am Stativ ist? Wäre genug Platz, um sich mit einem Hocker oder Stuhl drunter zu setzen? Ich habe bei Teleskopbeobachtungen festgestellt, dass man im Sitzen mehr erkennt und sehe keinen plausiblen Grund, warum das nicht auch mit FS so sein sollte.

Clear skies und viele Grüße,
Tom
 
Hallo,

ich habe das Fernglas noch einmal draussen gestestet, was gar nicht so einfach ist, da das Wetter mal wieder nicht so richtig mitspielt. Bis etwa 45 Grad kann ich sehr bequem beobachten. Bis etwa 60 Grad ist es noch ok, aber ab dann wird es sehr unbequem.

Gruss Oliver
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Oliver,

ich habe Deinen Erfahrungsbericht mit großem Interesse verfolgt. Danke dafür!

Vor kurzem habe ich mir dasselbe Fernglas zugelegt und kann es für astronomische Beobachtungen nicht optimal einsetzen da ich noch kein passendes Stativ habe . Gute Stative sind doch recht teuer , und bei preiswerteren muß man Abstriche bei der Stabilität in Kauf nehmen, bin halt immer noch auf der Suche nach dem richtigen Preis - Leistungsverhältnis.
Deswegen interessiere ich mich auch sehr für Deine Erfahrung mit dem Triton Stativ, und hätte da ein paar Fragen .

1. Bist Du mit der Stabilität des Tritons zufrieden?

2. Wird besagtes Stativ mit dem Neigekopf angeboten, oder
muß dieser separat erworben werden?

3. Braucht man einen speziellen Adapter zwischen Neigekopf
und Fernglas?

4. Eignet sich das Stativ auch für großgewachsene Menschen
( 190 cm )

5. Was kosten Stativ und Neigekopf und kann man diese
ebenfalls bei TS erwerben?

Über Nachricht würde ich mich sehr freuen!

Gruß
Gerd <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />
 
Hallo Gerd,

ich habe mein TS 20x90 das deutlich schwerer ist und an dem ich übrigens auch viel Freude habe auf einem TS VT Fotostativ. Das ist durchaus machbar und auch von der Höhe her sehr angenehm auch wenn ich nicht 1,90 cm bin. Vielleicht ist es ja eine Option...

Gruß
Matthias
 
Hallo Gerd,

sorry für die späte Antwort:

1. Bist Du mit der Stabilität des Tritons zufrieden?
Ich bin mit der Stbilität zufrieden, wobei ich glaube, das 20x80 ist die Grenze. Bei 20x90 oder 25x100 dürfte es vielleicht eng werden, denn die sind viel schwerer. Aber es gibt ja noch eine stabilere Version, aber die kostet 70 Euro mehr und ist schwerer.

2. Wird besagtes Stativ mit dem Neigekopf angeboten, oder
muß dieser separat erworben werden?
Kopf ist separat, gibts aber genug Auswahl bei TS.

3. Braucht man einen speziellen Adapter zwischen Neigekopf
und Fernglas?
nein

4. Eignet sich das Stativ auch für großgewachsene Menschen
( 190 cm )
Ich bin 181 cm und das Stativ hat noch etwas Luft nach oben. Es läßt sich mit Stativkopf auf über 190 ausfahren. (ohne Kopf ca. 180 cm)

5. Was kosten Stativ und Neigekopf und kann man diese
ebenfalls bei TS erwerben?

Du findest alles hier


Das Stativ hat sicher nicht die Qualität von Manfrotto, Gitzo, Berlebach etc. aber es ist stabil und funktioniert sehr gut und das für einen bezahlbaren Preis.

Gruss Oliver
 
Hallo ,

vielen Dank für die hilfreichen Antworten. Ich denke mal, das ich dem Kauf eines Statives schon viel näher gekommen bin!!

Bis dann
Gruß Gerd <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
 
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