Erstes Teleskop (1000€) samt Zubehör Kaufberatung

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Ehemaliges Mitglied 79231
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Ehemaliges Mitglied 79231

Hallo liebes Forum,

ich habe mich hier angemeldet da ich zusammen mit meinem Vater unser Sonnensystem, Satelliten, Sterne, Galaxien und alles was unter Deep Sky fällt mit einem Teleskop beobachten möchte und darüber lernen möchte.

Nun ist es so, dass für uns beide Teleskope absolutes Neuland sind. Wir kennen uns weder aus was aktuell gut ist noch woran man erkennt oder woher man weiß, welche Teleskope etwas taugen.

Wie oben schon gesagt möchten wir die Möglichkeit haben, Deep Sky Beobachtungen zu machen. Natürlich möchten wir auch den Mond und andere Planeten beobachten, man sollte ja sowieso erstmal klein anfangen. Ein Auto steht zur Verfügung, somit wäre schon mal der Transport kein Problem. Wir würden z.B. in den Bayerischen Wald fahren um dort zu beobachten, da sollte es ja relativ wenig Lichtverschmutzung geben ;)

Das Thema Fotografieren hört sich interessant an, wieviel zahlt man da oben drauf? Ist die Kamera im Teleskop eingebaut?

Maximal sollten es 1000 Euro für das Teleskop werden. Wieviel wird das Basic Zubehör kosten? 200 Euro oben drauf? Allerdings kommt es dann auch nicht wirklich drauf an wieviel das Zubehör kostet. Wir möchten ja zufrieden sein mit dem was wir letztendlich in den Händen halten und nutzen.
Darum haben wir den Preis für ein Teleskop bei 1000 Euro angesetzt, da wir denken somit eine (sehr) solide Basis zu haben, die für einige (oder vielleicht sogar viele) Jahre ausreicht.

Hierbei haben wir uns noch gefragt, ob es ein Neu oder Gebraucht Kauf werden soll. Lohnt sich bei Teleskopen der Gebrauchtkauf?

Unser letzter Gedanke war noch, dass wir Bedenken haben, aus welchem Grunde auch immer, relativ schnell die Begeisterung zu verlieren. Darum der Gedanke mit dem Gebrauchtkauf.

Allerdings denke ich mir, das Universum ist riesig, da kann einem doch gar nicht langweilig werden. Und selbst wenn man alles Wichtige und Interessante erforscht, sich darüber informiert hat etc., sind ja sicherlich schon mal einige Jahre vergangen. Das ganze Wissen, das bereit steht, ist extrem viel, da sollte einem kaum die Lust vergehen. Das Universum fasziniert mich schon seit meiner Kindheit, zB dank Büchern wie Der geheime Schlüssel zum Universum und Die unglaubliche Reise ins Universum.

Zuletzt habe ich noch ein wenig gelesen hier im Forum und folgenden Satz entdeckt, vom User mbba18:
"Wie gesagt, Teleskop anschaffen und alles so schön sehen wie man es von tollen Bildern her kennt, so einfach ist es nicht.
Etwas Grundwissen sollte vorhanden sein, wie, was, warum funktioniert. Nicht en Detail. Man braucht kein Optik-Studium und auch keine höhere Mathematik."
Das möchte ich mir natürlich zu Herzen nehmen. Das Teleskop wird vor dem ersten "echten" Einsatz natürlich erstmal ausführlich studiert, sowie ein Grundwissen angeschafft.


Nun gut, das waren erstmal die Infos meinerseits, ich hoffe die sind einigermaßen hilfreich.

Ich würde mich sehr über eure Beratung freuen!

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Nils,
Willkommen im Forum.
Wichtig
Du sollst nicht das Teleskop studieren, sondern erstmal die Grundlagen und Basics der Astronomie kennen lernen. Wie funktioniert ein Refraktor oder Reflektor, was ist ein Newton, Okulare, Brennweiten, Öffnung und und und.
Es hilft sehr, wenn man sich in Bücher, Foren, Internet einliest.
Zu empfehlen wäre zB die Seite www.astronomie.de
Da kannste lesen, was wie funktioniert, was man braucht und was es so kostet.
Die Eierlegende Wollmilchsau gibts nicht. Das heisst, man sollte sich im Vorraus im klaren sein, was man beobachten will.

Astrofotografie ist ein ziemlich grasser Unterschied zur visuellen Beobachtung mittels Teleskop und bedarf auch einer anderen/zusäzllichen Ausrüstung/Technik.
Kaufen und gleich benutzen iss nicht.
Gruß Klaus
 
Hallo und willkommen Nils,

da habt ihr euch ja schon ganz gute Gedanken gemacht. Gerade ein Gebrauchtkauf wäre eine gute Option, dazu sollte man sich aber doch schon etwas mit der Technik auskennen, um nicht auf eine "Gurke" hereinzufallen.
Fotografie ist hohe Schule und technisch recht aufwändig, wenn etwas sehenswertes dabei herauskommen soll.

Mein Vorschlag: ein kompakter ED-Refraktor auf einer passenden Montierung. Damit hat man erst einmal wenig Mühe, keine Justierarbeit und falls das Hobby lange anhält immer noch ein Zweitteleskop, wenn es später mal eine größere Nummer werden soll.
 
Hallo Nils,

mein Rat:

1. erst einmal nur visuell einsteigen

2. Zeichnungen, visuelle Beobachtungsberichte und Livevideos im Internet ansehen. Bearbeitete Fotos sehen toll aus aber geben nicht den visuellen Eindruck wieder und könnten zu zuhohen Erwartungen führen.

3. Lagerung des Teleskops einplanen. Je einfacher und schneller der Aufbau umso häufiger wird beobachtet.

4. Dobson als günstiger Allrounder. Fast das gesamte Budget steckt in der Optik. So ist eine recht große Öffnung und damit mehr Auflösungsvermögen möglich.
So kann man wirklich viele Bereiche, ob Planeten oder Deepsky, erkunden und wichtige Erfahrungen sammeln. Die große Öffnung bietet da genügend Möglichkeiten muss aber ohne großen Aufwand benutzt werden können, siehe z.B. Punkt 3.

Wie sind denn die Gegebenheiten vor Ort ?

Gruß,
Holger
 
Hallo Nils,

wenn man ganz fundiert einsteigen will, kauft man sich ein Fernglas und lernt erstmal den Himmel kennen. Ansonsten ist ein Dobson (Newton mit Rockerbox) ein günstiger Einstieg für Deep-Sky, weil man für wenig Geld viel Öffnung bekommt und die Rockerbox eine einfache, aber solide Montierung ist. Am einfachsten zu bedienen ist ein Refraktor auf einer azimutalen Montierung.

Es gibt inzwischen vollautomatische Teleskope mit eingebauter Kamera, aber die sind sehr viel teurer als Dein Budget (eVscope oder Stellina). Normale Teleskope haben keine Kamera, man kann sie aber mit einer Kamera ausstatten. Das ist aber auch alles recht teuer und aufwändig.

Als erstes würde ich nach einem Buch für Einsteiger in der Astronomie schauen und versuchen, jemanden zu finden, wo man mal mitbeobachten kann. Man bekommt nur aus der praktischen Erfahrung einen wirklichen Eindruck über das was man im Teleskop sieht und wie der Umgang mit dem Teleskop funktioniert.

Viel Spaß mit dem neuen Hobby

CS.Oli
 
Hallo Nils,

Gebrauchtkauf macht in Eurem Fall nur Sinn, wenn begleitet durch erfahrenen Amateurastronom (analog z.B. PS-Profis bei Gebrauchtwagen).

Öffnung ist nicht alles. Und Astrofotografie ist hohe Kunst und teuer - elektronisch unterstütztes Sehen (Stichwort EAA) ist inzwischen erschwinglich und ersetzt immer häufiger (bezogen auf die Ergebnisorientierung) weite Fahrten mit großem Equipment auf der Suche nach noch nicht lichtverschmutzten Regionen.

Gruß,
Peter
 
Du sollst nicht das Teleskop studieren, sondern erstmal die Grundlagen und Basics der Astronomie kennen lernen. Wie funktioniert ein Refraktor oder Reflektor, was ist ein Newton, Okulare, Brennweiten, Öffnung und und und.
Es hilft sehr, wenn man sich in Bücher, Foren, Internet einliest.

Okay, ich dachte nur es wäre hilfreich etwas vor sich zu haben anstatt nur theoretisch kennen zu lernen. Newton kenne ich als Einheit und Kraft in der Physik, aktuell dürfen wir Lagerkräfte berechnen :cool:
Ich denke, ich und mein Vater werden uns erstmal belesen. Gibt es ein gutes Anfänger Buch, das alles abdeckt was für den Einstieg. Wäre das hier was? Kosmos Verlag Buch Astronomie für Einsteiger
1. erst einmal nur visuell einsteigen

2. Zeichnungen, visuelle Beobachtungsberichte und Livevideos im Internet ansehen. Bearbeitete Fotos sehen toll aus aber geben nicht den visuellen Eindruck wieder und könnten zu zuhohen Erwartungen führen.

3. Lagerung des Teleskops einplanen. Je einfacher und schneller der Aufbau umso häufiger wird beobachtet.

4. Dobson als günstiger Allrounder.

Wie sind denn die Gegebenheiten vor Ort ?
1. visuell bedeutet also Bücher und Videos? Auf youtube gibts es bestimmt einiges an anschaulichen Material, da werde ich mir was ansehen
2. Ja, das die typischen Fotos von zB Nebeln bearbeitet sind und man das so niemals über ein Teleskop sehen würde weiß ich schon. Die Nasa bearbeitet ihre Hubble Bilder ja auch bevor sie die auf Instagram posten :)
3. Wird gemacht
4. Dobson ist ein Typ oder? Ich habe da mehrere Hersteller gefunden, die ein Dobson Teleskop verkaufen, zudem zu vielen unterschiedlichen Preisen. Ist die Seite astroshop zu empfehlen?

Vor Ort haben wir einen Wald und viele Felder. Die Stadt hat 10000 Einwohner, zudem ist eine Raffinerie nebenan. Ich denke in dem etwas entfernten Wald findet man sicherlich lichtarme Plätze.



Ok also Fotografie würde ich erstmal lassen, ich denke das verkompliziert uns den Einstieg. Wir wollen ja erstmal beobachten.

Einen Gebrauchtkauf würden wir dann auch unterlassen, da wir niemanden kennen der Teleskop Profi ist.

Vielen Dank erstmal für eure Antworten, ich freue mich natürlich über weitere :)

Edit: Es wurde jetzt ein Dobson und ein kompakter ED-Refraktor. Dazu muss ich mich erstmal informieren, aber scheinbar wird grundsätzlich zum Einstieg meist ein Dobson empfohlen wie ich lesen konnte
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
- "Visuell" bedeutet, beobachten mithilfe eines Okulars, also nicht über eine Kamera
- Nebel und Galaxien seht ihr durch ein Okular niemals farbig, wenn ihr sie überhaupt seht, in der Regel sind das allenfalls zartgraue Flecke, wenn ihr sie denn überhaupt findet
- schaut euch mal dieses Tool an: astronomy.tools
Dort tragt ihr dann mal die Brennweite des Teleskops und Okluars ein sowie die Öffnung und wählt ein Objekt, z.B. einen Planeten oder den Mond; dann auf Add to view klicken, da bekommt ihr gleich einen Eindruck, was ihr überhaupt in welcher Größe seht; solltet ihr mal einen Nebel oder eine Galaxie dort eintragen, neee, so schön wie da werdet ihr sie in unseren Breitengraden wohl nie sehen...

- wenn ihr 1000,- als solide Basis seht, na ja, das Angebot in dem Bereich ist riesig, aber so 2000-3000€ solltet ihr euch für das nächste Teleskop + Montierung + Okulare + sonstiges Zubehör einplanen, sobald ihr in der Praxis erkannt habt wo die Mängel einer 1000,-€ Basis liegen; das Teleskop kann man eventuell behalten, aber eine GoTo-Montierung, und das wird sicherlich der nächste Schritt sein, kostet nun mal. Steigt man da wieder zu preiswert und klein ein, kommt der nächste Kauf ganz bestimmt; meines Erachtens nach lassen sich manuelle Montierungen bei weitem nicht so gut verkaufen, wie GoTo. Diese sind einfach State-of the-Art geworden, manuell ist nicht mehr so gefragt; auch wenn hier viele alte Hasen so angefangen haben. Auch ich hab so angefangen, mit einer halb elektronischen, d.h. eine APP auf einem Tablett sagt mir, wohin ich das Teleskop bewegen muß, um das Objekt zu finden. Mit meinen 2 GoTo Montierungen, die nun zusätzlich habe, weiß ich gar nicht, ob die manuelle noch jemals zum Einsatz kommen wird.

Klingt jetzt alles ein bisschen negativ, aber besser mit geringeren Erwartungen die Sache beginnen, als schnell total enttäuscht zu sein.
Überlegt euch die 1000,-€ Sache noch mal. Wenn da der Deckel drauf ist, ohoh.... "Basic-Zubehör", was versteht ihr darunter? Hoffentlich nicht Okulare, die sind kein Basic-Zubehör, sondern genauso wichtig wie das Teleskop und die Montierung. Da schaut ihr schliesslich durch und das soll doch sicher nicht der Flaschenhals sein, der die ganze Kette limitiert...

Grüße
Hartmut
 
Hallo Nils,
ich sehe schon, dir fehlt es an Grundlagen. Iss aber nicht schlimm. Jeder hat mal angefangen und man kann sich alles aneignen. Hier biste an der richtigen Stelle. :y:
Newton = Spiegelteleskop
Refraktor = Linsenteleskop
Reflektor = Spiegelteleskop
usw
wie geschrieben, lese mal auch in www.astroshop.de, da sind auch sehr viele hilfreiche Themen aufgeführt und wie was funktioniert. Sehr gut für Anfänger.
"visuell" heißt, mit den Augen durch ein Okular im Teleskop zu schauen. Das ist die klassische Methode. Später kann man es mit Technik/Elektronik steigern. Mit den Augen lernt man am besten mal den Sternhimmel, die Sternbilder usw, um sich "visuell" da oben zu orientieren. Es ist gut zu wissen, was wo da oben ist. Mit der Zeit schaust du nach oben und kannst sofort einzelne Sternbilder (gibt in der Astronomie 88 Sternbilder) erkennen, weisst dann, wo eine Galaxy, oder ein Nebel zu finden sind.
Theorie ist gerade in der Astronomie sehr wichtig. Gibt nix schlimmeres, als wenn man zB Okulare kauft, die viel Geld kosten können, um dann festzustellen, das es die falschen sind.
Dein oben genanntes Buch für Einsteiger ist gut und zu empfehlen.
 
Achso, astroshop.de meinst du. Oben steht astronomie.de.
Genau also beim astroshop hätte ich wahrscheinlich auch ein Teleskop bestellt irgendwann, der hat ja eine große Auswahl
 
Hi,

also wenn visuelles, also mit dem eigenen Auge am Okular, Beobachten erstmal im Vordergrund steht, ist mM und das haben hier ja auch schon andere gesagt, das Dobson Teleskop eine gute Wahl.

Ich scheue mich nicht konkrete Beispiel zu nennen ;) :
Hat schön grosse Sichelräder und damit ist die Höhenbewegung besser.

Das ist ein leichter Gitterrohr Dobson. Das wird spätesten ab 12 Zoll wichtig wegen Transport und Gewicht.

Das ist auch ein schön leichter Dobson.

Das ist mal ein Dobson mit GoTo. Wird gleich teurer und hat dadurch auch nicht so viel Öffnung.

Bei der beobachtenden Astronomie ist die wichtigste Eigenschaft des Teleskops das Lichtsammelvermögen, da die Objekte sehr lichtschwach sind.
Die Brennweite, die oft von den Herstellern in den Vordergrund gestellt wird, ist relativ unwichtig und sollte eher kurz sein, damit das Öffnungsverhältnis kleiner und damit die Lichtstärke grösser ist.

Das Lichtsammelvermögen wird vom Durchmesser/Grösse der Primär-Optik bestimmt. Bei einem Spiegel-Teleskop, im Standard Fall ein Newton-Teleskop ist das der grosse Hauptspiegel. Ab einem Durchmesser von 150, besser 200mm (entspricht 6 und 8 Zoll) kann man helle Deep Sky Objekte (Sternhaufen, Galaxien, Nebel) gut beobachten.
Mit einem Teleskop das gut für DeepSky Objekte ist, kann man immer eigentlich auch die Planeten gut beobachten.

Ob man eine Montierung mit GoTo oder nicht auswählt ist ein "ewiger" Streitpunkt. ;)
Ohne GoTo bedeutet, dass mehr Geld in die Optik fließen kann und man die Objekte manuell per Peilsucher oder Telrad und Sternenkarten-App anfahren muss. Das Ganze muss man erstmal lernen und üben. Netter Nebeneffekt: Man lernt den echten Sternenhimmel kennen.

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hoi Nils

Als Neueinsteiger und Anfänger in der beobachtenden Astronomie (seit Juli diesen Jahres) kann ich Dir aus meiner Erfahrung sagen, dass Dein angesetzter Einstiegspreis sehr knapp bemessen ist.
Warum?
Ich betreibe mit meiner Freundin die rein visuelle Astronomie. Dafür haben wir uns im Vorfeld ca. 4 Monate mit den Grundlagen der Technik und der Astronomie intensiv auseinandergesetzt. Wir waren zweimal mit einem erfahrenen Astronomen auf nächtlicher Beobachtung und konnten so einen Einblick in die Praxis gewinnen, der für unsere Entscheidung zu diesem Hobby enorm wichtig war. Damit wussten wir, was uns an realistischen Bildern beim rein visuellen Beobachten erwartet.
Um wirklich langfristig Freude und Spass an diesem sehr spannenden Hobby zu haben, war uns bewusst geworden, dass die Ausrüstung, und da meine ich nicht nur das Teleskop, die Basis für eine zukunftsbasierende Investition in ein so schönes Hobby ist.
Nur allein die Okulare in der für uns so gewollten Staffelung liegen bei über 1'700 Sfr. ohne zwei weitere 'nice to have' Ergänzungen.
Die Investitionen haben sich bisher absolut ausgezahlt und unser Interesse sogar noch gesteigert.
Ebenso mach das Zeichnen der beobachtenden Objekte viel Spass und fördert gleichzeitig das Interesse an den einzelnen Objekten und man lernt dazu.
Und noch etwas sehr wichtiges: Man muss sich bereits vorher im Klaren sein, was dieses Hobby bedeutet. Wenn man eher ein bequemer Mensch ist, dann wird es eher schwierig, jedes mal sich in der Nacht und dazu im Winter bei kalten Temperaturen ins Freie zu begeben und mehrere Stunden seines Schlafes zu opfern.
Ich kenne zwei Personen, die enthusiastisch an dieses Hobby herangingen und nach knapp einem halben Jahr für sich gemerkt haben, dass das zu stressig ist und ihnen zu viel Zeit in Anspruch nimmt. Das soll nur ein Hinweis sein, dass man eben auch diesen Punkt mit einbezieht.
Natürlich wünsche ich Dir, dass das Feuer der Begeisterung für lange Zeit anhält.
Ansonsten können die erfahrenen Astronomen hier im Forum Dir wesentlich mehr Tipps und Infos geben.
 
Hi Nils,
viele Gedanken und eine Motivation aus der heraus viele hier angefangen haben. Sehr schön.
Aber bereit etwas zu kaufen, auf Basis einer eigenen fundierten Meinung seit Ihr noch nicht.
Macht Euch mit den Grundlagen vertraut, lernt den Himmel ein wenig kennen und versucht Erfahrungen z. B bei anderen Astros zu sammeln.
Sternwarten, Vereine und auch Leute hier bieten Mitbeobachten an. Webseiten wie meine oder die von Sven Wienstein z.B. decken die Grundlagen an Theorie locker ab. Mehr Studium brauchts i.d.R. nicht.
Diese Dinge in Kombination werden schnell dazu führen, dass das Teleskop der Wahl quasi automatisch vom Euch kommt.
Zubehör - ein Wort, das gerne mißverstanden wird und m.E. in der Astronomie besonderer Erläuterung bedarf.
Okulare und/oder Filter sind im klassischen Sinn kein Zubehör.
Das sind Dinge die man braucht und die maßgeblich über Sehen oder Nichtsehen entscheiden!
Hier wird gerade der Einsteiger feststellen, dass die oft in Paketen beiliegenden Okulare etc. das Teleskop nutzbar machen, aber von Qualität weit entfernt sind. Schon ein mittelmäßiger Satz Okulare und Filter wird in der Summe die 1000 EUR sprengen, ein Koffer mit Top"Zubehör" kostet schnell 5000. Hier sollte man ruhig großzügig Mehrausgaben im Hinterkopf haben.
CS
 
Hallo Nils,

von mir auch ein Willkommen im Forum.

Wenn ich schon so freundlich zitiert werde (danke :)) muss ich mich natürlich auch melden, wenn auch spät ;).

Es ist schon einiges sachkundiges geschrieben worden.

Was ich aber noch gerne ;) schreibe, ist, dass man grundsätzlich mit jedem Teleskop durch starten kann, solange das System in sich stimmig ist.
Also z.B. kein 120/1200 Refraktor FH (nach FraunHofer) auf einer EQ3-2 Montierung, ist eine parallaktischen Montierung.
Beides für sich einzeln genommen gute Instrumente, aber in Kombination nicht das Gelbe vom Ei.
Warum?
Ein Refraktor in der Größenordnung wiegt schon mehr als die Montierung tragen sollte. Dazu kommt, bedingt durch die Baulänge = ~Brennweite, das ein ordentlicher Hebel zustande kommt.
Auch ist so ein FH auch schon ein bischen "Spezialist" für Weitfeldbeobachtung und weniger gut geeignet für die Planetenbeobachtung, bedingt durch den Farbfehler. Hätte jetzt aber so nicht direkt was mit der beispielhaften Kombination zu tun.

Die EQ3-2 ist eine feine, kleine, leichte Montierung, die ich auch selbst besitze.
Allein von der angegebenen Tragkraft packt die Montierung den angesprochenen beispielhaften FH nicht. Sie wird nicht zusammen klappen, aber auf Dauer unter der Belastung leiden.
Mit z.B. einem 120/600 FH wäre das für mich eine gelungene Kombination. Selbst ausprobiert.

"Jedes Teleskop", hier jetzt das in sich stimmige System in seiner Gesamtheit gemeint, hat, dem schönen und richtigen Spruch folgend, "seinen Himmel". Oder auch, der Himmel liefert mehr als genug Objekte für ein dafür geeignetes Teleskop.

Ihr seit am Anfang und das Ganze wird sich, wenn Ihr dran bleibt, entwickeln.
Erfahrung kommt hinzu, Wissen kommt hinzu... ... ... und Fragen werden sich auf türmen, die Lernkurve wird mal flach, mal steil sein.
Es wird sich lohnen.
Ihr werdet immer häufiger zum Fenster raus schauen und das Wetter beobachten. Wirds was heut Abend/Nacht, wirds nichts?

Also, wie schon von Dir für Dich vorgenommen, lesen, lesen und nochmals lesen ;).
Grundlagen Wissen anschaffen. Dafür ist wirklich kein Studium notwendig.

Was das Lesen angeht, ich kopiere hier einfach mal eine Liste aus einem anderen Thread rein:

- Kauf-Ratgeber Teleskope in 4 Schritten, Oculum-Verlag, Ronald Stoyan, Bernd Gährken
- Fernrohr Führerschein in 4 Schritten, Oculum-Verlag, Ronald Stoyan
das sind etwas preiswertere Bücher

Weiteres und ausführlicheres und leider auch teurer wäre
- Handbuch Astronomie, Oculum-Verlag
- Astronomie in Theorie und Praxis, Erik Wischnewski. Mittlerweile drei Bände in der 9-ten :unsure: Auflage (heb die achte)
- Kompendium der Astronomie


Atlanten/Karten da wäre
- der allseits beliebte und gute Atlas für Himmelsbeobachter von Erich Karkoschka, kurz Der Karkoschka
- weiter sehr beliebt und gut, Deep Sky Reiseatlas und Deep Sky Reisführer, sich ergänzende Bücher mit Karten etc. usw.


Was älteres
- Handbuch für Sternenfreunde Band 1 und 2. Da habe ich was gesucht bis ich das gefunden hatte.

Nun ja es gibt noch reichlich mehr Literatur
Einiges sind "einfach" Nachschlagewerke, andere Lernwerke/Wissen/Grundlagen

Was vielleicht noch empfehlenswert wäre
- Fachwörterbuch für Astronomie und Astrophysik, Erik Wischnewski
- Wörterbuch der Astronomie, KOSMOS-Verlag, Hans-Ulrich Keller

Interessant und auch empfehlenswert KOSMOS Himmelsjahr, Aktuell dann für 2022
Es gibt noch eine preiswertere Variante, als den KOSMOS, die habe ich jetzt aber nicht parat.

Auch die Zeitschrift "astronomie - DAS MAGAZIN" ist empfehlenswert, da es sich am Hobby-Astronomen orientiert.
 
Hallo Nils,

lass Dich nicht gleich am Anfang in Richtung einer teuren Ausrüstung treiben. Man kann mit einer sehr einfachen Ausrüstung anfangen und damit sehr schöne Erlebnisse haben. siehe hierzu die Beiträge von @Himmelsguckerin.

Andere kaufen sich gleich das 'Non-Plus-Ultra' und geben nach kurzer Zeit frustriert wieder auf, weil Grundlagen fehlen und die Erwartungen zu hoch sind.

Man kann für die Astronomie fast beliebig viel Geld ausgeben und es gibt immer noch ein besseres Teleskop was man gerne hätte. Am besten fängt man meiner Meinung nach eher klein an und baut die Ausrüstung sich mit der Erfahrung aus.

So vielfältig die Tipps hier sind, so unterschiedlich sind die Ansätze und Interessen der verschiedenen Hobbyastronomen. Ich selbst habe ich recht kurzer Zeit die verschiedensten Teleskope ausprobiert, bis ich herausgefunden habe was für mich passt.

Besser und billiger ist, sich Zeit zu nehmen. Die Astronomie ist sowieso ein Hobby was man langfristig anlegen sollte. In den drei Jahren habe ich noch nicht einmal geschafft, alle wichtigen Himmelsobjekte zu beobachten. Je nach Jahreszeit sind ja immer nur bestimmte Objekte sichtbar und Zeit und Wetter spielen nicht immer mit. Hast Du ein Objekt verpasst, heißt es ein Jahr warten. Manche Ereugnisse finden nur alle paar Jahre oder sogar Jahrzehnte statt.

Was die Shops angeht, ist der Astroshop nur einer. Es gibt den Teleskop-Express, die Teleskop-Spezialisten, um nur zwei weitere zu nennen. In Süddeutschland ist die Shopdichte besonders groß. Wenn ein Shop in der Nähe ist, lohnt ein Besuch. In jedem Fall sollte man das Equipment im Fachhandel kaufen, da nur hier eine qualifizierte Beratung und Hilfe bei Problemen gewährleistet ist.

Das Buch, was Du ausgewählt hast, gibt meiner Meinung nach einen guten Einblick in Astronomie und Ausrüstung.

CS.Oli
 
Hallo Nils,

dankenswerterweise hat Oli sich getraut, dich zu etwas bezahlbarem zu ermutigen. Heute muss es für manche Sternfreunde immer das neueste, teuerste und natürlich mit Elektronik vollgestopft sein. So kann man anfangen, muss man aber nicht.

Als ich vor 60 Jahren mit dem Sterne gucken anfing, waren größere Fernrohre für den Normalverdiener unerschwinglich. Mein 15 cm Newton von Heidenhain hatte damals den Preis eines Mittelklassewagens! Also borgte ich mir das Fernglas meiner Eltern (Apollo Optik 8x40) und fing damit an. Natürlich hatte ich schon alles erreichbare aus der Wiesbadener Stadtbibliothek gelesen und wurde Mitglied im Verein "Urania Wiesbaden". So bekam ich jede Menge Ratschläge und Unterstützung und ich konnte bei den Beobachtungsabenden durch das Rohr der Volkssternwarte sehen. Daneben folgten in den nächsten Jahren der Gebrauchtkauf meines ersten Fernrohres (DM 10,-) und eines dafür und für das Fernglas hinreichend stabilen Fotostativs. So konnte ich schon mal mit eigenem Gerät Sonne (in Projektion), Mond, Jupitermonde, Saturnring (dass er da war), Venus als Sichel, offene Sternhaufen, Orionnebel, Andromedanebel und und und sehen.
Als Gymnasiast leistete ich mir einen gebrauchten 60/900 Refraktor auf parallaktischer Montierung und das blieb viele Jahre mein größtes eigenes Fernrohr.

Auch heute noch, trotz eigener Sternwarte, beobachte ich oft mit kleinen und alten Geräten (siehe Klassik Forum). Am häufigsten verwende ich das 70/1000 Linsenfernrohr von Lichtenknecker und ein 20x50 Fernglas mit Winkeleinblick. Die stehen nämlich immer griffbereit und sind sofort einsetzbar. Für große Felder gibt es einen 100/500 Achromaten auf einer AZ3 Montierung. Auch das kann man sofort schnappen und loslegen. So etwas bekommt man heute neu zusammen für rund 300 Euronen. Selbst wenn es einem irgendwann nicht mehr als einziges Gerät genügt, wird es als Zweitgerät seine Stärken (großes Feld und leicht transportierbar) imer wieder mal ausspielen.

Das beste Fernrohr ist das, das man am häufigsten benutzt! Da sind oft einfache Dinge (mit solidem Unterbau) ohne Strippen, Batterie und W Lan klar im Vorteil.

CS Gerhard
 
Hallo,

1000 Euro sollen für den Einstieg nicht reichen ??? Also da reibe ich mir ehrlich gesagt verwundert die Augen.

Das ist für mich völlig ausreichend samt gut ausgewähltem Preis-Leistungs-Zubehör.

Hier z.B. mal ganz konkret:
8" F6 Dobson z.B. GSO / Skywatcher Volltubus: ca. 500 Euro ( :cry: die Preise sind in der letzten Zeit aber ganz schön gestiegen)
Den Tubus kann man noch locker unter den Arm klemmen, für mich noch sehr transportabel, besonders mit dem Auto:
Rockerbox in den Kofferraum, Tubus auf den Rücksitz.

Beilagenokulare erst einmal verwenden / ausprobieren, so schlecht sind diese Super 15 & 25 gar nicht.
Eventuell noch ein bis zwei Okulare mit anderen Brennweiten dazu:
z.B. 6mm Goldkante oder Planetary unter 70 Euro.

Das reicht doch schon aus um den Himmel zu erkunden und wenn das Thema weiter interessant bleibt kann man mit den gesammelten Erfahrungen auch viel gezielter nachlegen.

Zum Auffinden und Planen verwende ich die Freeware Stellarium.

1. visuell bedeutet also Bücher und Videos? Auf youtube gibts es bestimmt einiges an anschaulichen Material, da werde ich mir was ansehen
Im Internet z.B. auch hier im Forum nach visuellen Berichten suchen oder anstatt Fotos eher Zeichnungen im Internet ansehen.
Die spiegeln den tatsächlichen Anblick im Okular besser wieder.
Youtube bietet da bestimmt auch Livevideos, Suchbegriff z.B. Liveview Deepsky oder Liveview Planets.
So sieht man besser, was einem am Okular in Wirklichkeit erwartet.

Auch einen Dobson kannst Du da bestimmt im Einsatz sehen.
Klar, selbst vor Ort die Sachen ansehen, z.B. in einer Sternwarte wäre noch besser aber ja nicht immer so einfach möglich oder nicht gewollt.

Vor Ort haben wir einen Wald und viele Felder. Die Stadt hat 10000 Einwohner, zudem ist eine Raffinerie nebenan. Ich denke in dem etwas entfernten Wald findet man sicherlich lichtarme Plätze.
Klingt doch recht gut, ich beobachte nur im Garten, der Dobson lagert schön kühl in der Garage und ist sofort startklar.

Besteht denn auch die Möglichkeit direkt bei dir zu beobachten ? Garten / Terasse oder großer Balkon vorhanden ?
Wie sind eigentlich die Vorerfahrungen ?
Schon einmal durch ein Teleskop geblickt ?

Gruß,
Holger
 
Hallo Nils,

willkommen hier im Forum auch von mir!
Da Oli mich als Positivbeispiel genannt hat in Sachen große Freude haben mit kleiner Ausrüstung, melde ich mich nun auch zu Wort. ;)

Bei mir ist es auch noch nicht allzu lange her (gute 2 Jahre), da ging es mir ähnlich wie Dir. Der Nachthimmel faszinierte mich schon eine ganze Weile, und auf einmal war der Zeitpunkt da, an dem ich "mehr" davon sehen wollte. Und in meinem damaligen Verständnis der Dinge hieß das: ok, du brauchst ein Teleskop. Tja, und dann wurde es schwierig. Nach einiger Zeit des Einlesens in das Thema (es wurden hier schon viele gute Bücher und Webseiten diesbezüglich genannt), kaufte ich mir einen kleinen und günstigen 60 mm Refraktor. Denn so, wie Du das von Dir beschrieben hast, war auch ich mir nicht sicher, wie lange dieser Enthusiasmus in Sachen Astronomie anhalten würde. Da wollte ich nicht gleich ein Vermögen ausgeben und stattdessen klein anfangen um zu sehen, ob das überhaupt etwas für mich ist. Aufrüsten geht immer. Trotzdem möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass einem ein qualitativ schlechtes Teleskop auch von Anfang an die Freude an der Sternbeobachtung vermiesen kann. Da hatte ich mit meiner Auswahl Glück - soweit ich das bis jetzt beurteilen kann.

Eine Sache wurde mir allerdings erst klar, nachdem ich schon eine Weile mit meinem Teleskop herumprobiert (und so meine Schwierigkeiten) hatte: mein 10 x 50 Fernglas liebte ich für die Astronomie eigentlich fast mehr, als mein Teleskop. Es ist wirklich erstaunlich, was man allein mit einem solchen Fernglas schon am Nachthimmel entdecken kann. Und durch das große Gesichtsfeld im Fernglas fällt - zumindest mir - die Orientierung am Himmel leichter als beim Teleskop. Auch schon beim Fernglas ist es verwirrend genug, wenn ein Himmelsabschnitt plötzlich ganz anders aussieht als mit bloßem Auge, weil der Maßstab ein anderer ist und Sterne auftauchen, die ohne das Glas gar nicht sichtbar sind. Beim Teleskop wird das noch einmal schwieriger. Lange Rede, kurzer Sinn: Vielleicht besitzt Du ja ein Fernglas. Dann fang doch damit an. Ein Stativ wäre gut (benutze ich selbst allerdings ehrlich gesagt auch meistens nicht), weil das Bild dann nicht so verwackelt wird und man mehr erkennen kann. So könntest Du langsam in die Materie einsteigen und ausprobieren, ob Dich das alles so sehr packt, dass Du längerfristig dranbleiben (und mehr in dieses Hobby investieren) möchtest. Mit ein wenig Erfahrung wird es Dir dann auch leichter fallen zu beurteilen, wo Du beobachtungsmäßig gern hin möchtest und welche Anforderungen Du an Dein Teleskop hast.

Mit meinem kleinen Refraktor-Teleskop hab ich im Moment einen (in meinen Augen) "Allrounder", mit dem ich schon einiges am Nachthimmel entdecken konnte. Vielleicht mal zur Orientierung für Dich, was damit möglich ist und was nicht (sowas wäre mir damals eine Hilfe gewesen):
  • ich kann die Streifen in Jupiters Atmosphäre sehen (ohne Details, und den großen roten Fleck nur nach einiger Mühe und nicht spontan)
  • die 4 größten (Galileischen) Jupitermonde sind kein Problem
  • das Ringsystem um Saturn sehe ich als helle Scheibe, die Cassini-Teilung oder Details in der Planeten-Atmosphäre sind mir verborgen
  • die beiden größten Saturn-Monde sind erkennbar
  • die Phasen der Venus (ja, es gibt ähnlich wie beim Mond auch eine "Halb-Venus"!) kann man sehen
  • Uranus und Neptun sehen aus wie Sterne und sind unspektakulär, Merkur hab ich wegen seiner Nähe zur Sonne noch nicht versucht
  • die Mond-Oberfläche zeigt viele auch kleinere Krater und Erhebungen und ist auf jeden Fall sehr sehenswert!
  • Doppelsterne mit größerem Abstand und Helligkeitsunterschied lassen sich trennen (und davon gibt es eine Menge)
  • lichtstarke Sternhaufen und Sternmuster sind beobachtbar (davon gibt es auch eine Menge)
  • hellere Kleinplaneten und Kometen sind sichtbar
  • Galaxien und stellare Nebel: da kommt mein Teleskop aufgrund seiner geringen Öffnung schnell an seine Grenzen; mehr als ein helles Fleckchen ist da nicht drin - aber man kann sich auch darüber freuen, wenn man es gefunden hat!
Also: man kann auch mit einem kleinen und günstigen Teleskop zum Einstieg viel Freude haben, den Nachthimmel kennenlernen und herausfinden, wie weit der eigene Enthusiasmus in Sachen Hobby-Astronomie geht. Trotzdem ist mein Weg nicht für jeden zwingend der richtige. Andere fuchsen sich gern in technische Dinge ein. Es gibt viele mögliche Herangehensweisen und jeder muss für sich herausfinden, was einem letztendlich liegt.

Auf jeden Fall wünsche ich Dir viel Spaß und bezaubernde Momente bei Deinem eigenen Weg in dieses wunderschöne Hobby!

Herzliche Grüße
Sabine
 
Hab ja meine Mühen mit diesen Threads, die verkürzt und überspitzt formuliert sagen: "Will Astronomie, kein Plan, bitte helfen".
Die gibt es hier im Forum im Dutzendpack, und stets wird insgesamt das immer Gleiche wiederholt an Ratschlägen usw.. Wenn man 3 davon gelesen hat, hat man sie alle gelesen.

Aber gut, was mir zu kurz kommt: Der Gebrauchtmarkt in Kleinanzeigen usw. ist nach meiner Beobachtung geradezu übersät mit "billigen Einsteiger" Teleskop-Leichen, die irgendwo Staub ansetzen.

Wieso nicht ein 50er ausgeben auf Verdacht hin und so eines kaufen. WEIL, auch so ein Gerät wird einem ALLES zeigen, was "in etwa drinliegt". Wohl mit Farbfehler, mit Bildverzug am Rande usw. usf., aber das Grundsätzliche ist zu sehen, was man auch danach mit besseren Geräten sehen wird. Es verschafft einem "billig" einen Grundeindruck, was zu erwarten ist. Und vermittelt auch ein Eindruck, welchen eigenen "Aufwand" abseits des Finanziellen erforderlich ist. Ich persönlich hab mit einem Japan Fernrohr von 1960 begonnen, schon damit war klar, wohin die Reise geht. Sogar Aldi-Spektive gibts ab 50 Euro, auch damit kann man ein Gesamteindruck gewinnen.

500 oder gar 1000 Euro Investition halte ich eher für herausgeschmissenes Geld. Stativ, Montierung, Teleskop, Okulare, nötiger Kleinkram. Ist m.E. darin unmöglich unterzubringen, jedenfalls wohl kaum was "dauerhaftes". Und wie oben auch betont erst recht, wenns noch ein "GoTo" oder ähnlich System sein soll, dieses alleine verschlingt ein guter Teil des Budgets, so dass man dann erst recht nur noch "billigst"-Beigemüse dazu bekommt.

Gruss
 
also für 50 Eur irgendein Klapperteil zu kaufen halte ich für keine gute Idee. Wie Sabine schon schrieb, kann man sich das Hobby mit einer schlechten Optik oder einer Wackelmontierung auch gleich vermiesen. Meine Erfahrung ist auch, dass man sich am Nachthimmel mit etwas mehr Öffnung leichter tut.

Das hängt aber auch davon ab, wieviel Zeit und Geduld man dafür aufbringt. Man muss das Beobachten am Nachthimmel ja üben und erkennt mit der Zeit immer mehr.

CS.Oli
 
also für 50 Eur irgendein Klapperteil zu kaufen halte ich für keine gute Idee.
da weiß ich auch nicht ob das so der Bringer ist.
Ja, in der ersten Euphorie fällt einem das gewackle nicht auf. So erging es mir zumindest, obwohl sich meine manuelle EQ3-2 mit dem 150/750 Newton recht wacker schlug. Aber mit der Zeit fängt es an zu nerven.

Kann ich (mal wieder ;)) nur auf mein Mantra verweisen:
es ist wurscht mit welchem System man anfängt, solange es in sich stimmig ist. Ob es nun groß oder klein ist, mit oder GoTo... ... ...

Sabine hat doch gut beschrieben wie, was, warum geht.
Wenn es einen dann packt, wie auch erwähnt, und der Geldbeutel es hergibt, sind doch alle Wege zu weiteren Beobachtungen offen.

Vielleicht hat man ja auch das Glück was stimmiges, gebrauchtes für 50,-€ zu ergattern. Ich glaube aber, das ist eher die seltene Ausnahme.
 
nun ja, kommt immer drauf an wie Der- oder Diejenige auftritt.
Wenn es beim überspitzten Einzeiler, den ich auch schon gesehen habe :unsure:, bleibt, fehlt mir meist auch die Intention mich an die Tastatur zu setzen. Meist kommt dann auch nicht mehr viel nach.

Hier scheint aber mE. ein zumindest etwas gesteigertes Interesse vorzuliegen und da kann man schon mal die Tastatur bemühen, auch wenn es zum x-ten mal geschrieben wird.
Bitte jetzt nicht die Forumssuchfunktion ins Spiel bringen und ähnliche Dinge. Das führt nur zu einer, in meinen Augen, fruchtlosen Diskussion, die auch schon x-mal geführt wurde.

Kurzum, wenn ich für mich merke, da ist etwas Substanz dahinter, dann schreibe ich gern und versuche auch gern zu helfen. Breche mir da keinen Zacken aus der Krone :D (wo hab ich die eigentlich wieder hingelegt :unsure: ;)).
 
Nils Letzter Kommentar war ein meiner Meinung nach bereits eingeschüchtert klingender Zweizeiler, danach wurde er weiter mit ellenlangen Texten um sinnlose Materialschlachten bombardiert. Es ging nicht mehr darum, dass er und sein Vater 1000€ zur Verfügung haben, sondern auf einmal ging es darum, was die beiden gefälligst mit den 1000€ zu tun und zu lassen haben.
Kein guter Ansatz.

Meine ehrliche Meinung: den haben wir schön vergrault.
Weniger ist manchmal mehr... Lasst ihn doch erstmal ankommen.
 
500 oder gar 1000 Euro Investition halte ich eher für herausgeschmissenes Geld. Stativ, Montierung, Teleskop, Okulare, nötiger Kleinkram. Ist m.E. darin unmöglich unterzubringen, jedenfalls wohl kaum was "dauerhaftes". Und wie oben auch betont erst recht, wenns noch ein "GoTo" oder ähnlich System sein soll, dieses alleine verschlingt ein guter Teil des Budgets, so dass man dann erst recht nur noch "billigst"-Beigemüse dazu bekommt.
Also 1000 Euro waren für das Teleskop selbst angesetzt. Ob dann nochmal über 500 Euro dazu kommen für Okulare und Anderes ist dann auch egal. Ich verstehe nicht ganz warum es keinen Mittelweg gibt. Entweder 50 Euro Billig Teleskop das einem eventuell den Einstieg vermiest oder 2000-3000 Teleskop das ich für einen Einstieg schon viel finde.


Ps. habe noch nicht alles gelesen an neuen Antworten, werde ich demnächst machen und am WE mal selbst nach allem suchen was ich denke das man braucht und eine Liste zusammenstellen. Anschließend nochmal nachfragen ob die so passt ;)
 
Hallo Nils,

es gibt diesen Mittelweg tatsächlich. Der ist aber so individuell wie jeder Beobachter selbst. Deswegen kommt hier auch so extrem viel zusammen. Das erste Teleskop ist (meist) sowieso nicht 100% das, was man will - denn man weiß es ja noch gar nicht!
Du könntest jetzt noch ein Jahr lang weiter lesen lesen lesen wie es hier immer gesagt wird.

Mein Rat ist: ob eigenes Teleskop oder Sternwarte oder Astrokollegen, lies nicht zu viel und fang lieber an mit dem Durchgucken. Der berühmte 8“ Dobson, mittlerweile leider wie ich finde weit weg von günstig, oder ein kleiner stabil montierter Refraktor und los gehts.
 
Hallo Nils,

mit deiner rechtzeitigen Anfrage hier im Forum hast du auf jeden Fall viel richtig gemacht.

Ich selbst habe meine Anschaffungen immer wohl bedacht und das Preis-Leistungsverhältnis war mir sehr wichitg.
Man muss auch nicht gleich jegliches Zubehör anschaffen. Es muss für einen sinnvollen Einstieg ausreichen, der Rest folgt dann mit der gesammelten Erfahrung viel gezielter.

Die Preise sind leider wirklich in die Höhe geschnellt, selbst auf dem Gebrauchtmarkt.
Aber dein Budget reicht dennoch locker für einen guten Einstieg.

Es hängt aber auch viel von den persönlichen Vorlieben ab.

z.B.
Wie wichtig ist für dich technischer Schnick-Schnack ?

Für mich war das gar kein Thema, ich wollte mein Budget immer komplett in die Optik stecken. Also kein teures Goto usw...

Gruß,
Holger
 
Hallo Simon,

Du könntest jetzt noch ein Jahr lang weiter lesen lesen lesen wie es hier immer gesagt wird.
da meinte ich, geh mal davon aus das Du mich meinst ;), das man sich schon ein paar Grundlagen anlesen sollte.

Der berühmte 8“ Dobson, mittlerweile leider wie ich finde weit weg von günstig, oder ein kleiner stabil montierter Refraktor und los gehts.
und wenn ich da weiß was einen Dobson in den Grundzügen ausmacht und beim Refraktor mein Mantra ;) beachte (stimmig) ist da sicherlich nichts gegen Einzuwenden :y:.

Die sich auftürmenden Fragen, wie schon erwähnt, werden eh kommen :D.
 
da meinte ich, geh mal davon aus das Du mich meinst ;), das man sich schon ein paar Grundlagen anlesen sollte.
Das steht außer Frage und nein, ich meinte nicht dich, sondern ganz allgemein. Es war auch kein Vorwurf.

Es ist aber eben kein Gebiet in dem man sich alles und vollumfänglich „erlesen“ kann.

Edit:
Im Prinzip hat es @Antares bereits ganz gut gesagt. Ob’s jetzt seine Webseite oder die Grundlagen Seite hier oder…. Ist, die paar Grundlagen reichen dann aus zum Loslegen. Alles andere ergibt sich dann sowieso.
 
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