Erstes Teleskop, Hilfe?? ?

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Alina030

Neues Mitglied
Hallo Ihr Lieben,

Ich bin jetzt 20 Jahre jung und habe nach langem überlegen und wünschen mich dazu entscheiden mir ein Teleskop zu zulegen, nun weiß ich nicht ganz wo ich anfangen soll, meine Preisklasse beträgt so ca 300-350€ für den Anfang, ich möchte gerne Sterne, Planeten, Nebel etc. Sehen.

Hab mich etwas belesen und das Teleskop was mir am meisten gefällt trägt den Namen: Omegon AC90/1000 EQ-2 hat da jemand Erfahrung mit oder eventuell eine besser Empfehlung?

Danke für eure Hilfe und ein schönen Start in die Woche ✨
 
Hi,

das wichtigste bei einem Teleskop ist der Durchmesser der Optik (Haupt-Spiegel bei einem Spiegelteleskop (Reflektor) oder Frontlinse bei einem Linsenteleskop (Refraktor)) und daran anschließend das Verhältnis aus der Brennweite und dem Durchmesser, das sogenannte Öffnungsverhältnis.
Brennweite ist eher unwichtig, wird aber oft beworben und ist sowieso immer da und eher zu lang.
Das ganze kommt daher, weil astronomische Objekte (ausser Planeten) sehr lichtschwach sind und es wichtig ist viel Licht zu sammeln. Umso grösser die Öffnung/Durchmesser umso mehr Licht wird gesammelt.

Das von dir angegebene Teleskop hat eine kleinen Durchmesser/Öffnung und dann auch noch eine lange Brennweite, d.h. das Öffnunsverhältnis von f/11 ist sehr gross und damit schlecht.

Das zB hat einen viel grösseren Spiegel und nicht so lange Brennweite (neuwertig aber Deal):

Die Montierung dieses Teleskop ist sehr schwach aber gerade noch ok bei visuellen Beobachten.

Oder das hier (neu):

Hat keine komplizierte und sowieso zu schwache parallaktische Montierung wie das obige sondern die sehr einfach zu bedienende sogenannte Dobson Montierung oder allgemeiner eine Alt/Az Montierung .

Gruß
Peter
 
Hallo Alina,

Ich hatte genau dieses Modell und würde eher abraten. Dass es nicht so stabil ist hat mich nicht mal so sehr gestört, aber gerade bei Planeten kommt man damit nicht vernünftig in die interessanten Vergrößerungsbereiche, da fehlt es einfach an Öffnung. Am ehesten wäre in deinem Preisbereich ein gebrauchter 8 Zoll Dobson der gewünschte Allrounder.

VG Klaus
 
Hallo Peter,

Der erstgenannte 150/750 von Omegon hat einen Kugelspiegel, den würde ich nicht empfehlen. Der Skywatcher Heritage soll brauchbar sein.

VG Klaus
 
Hallo Alina030,


Das ist schwierig ohne mehr Infos.

z.B.
Vorerfahrungen (Schon einmal durch ein Teleskop gesehen ?)
Beobachtungsort ?
- Dorf / Stadt
- Garten Terrasse Balkon

Wie transportabel muss es sein ?

Gruß,
Holger
- gar keine vor Erfahrungen stütze mich da blind rein
-Stadt aber Randbezirk also nah an Brandenburg
-Terrasse

Das ist eigentlich egal wäre schön es mal mit zu schleppen ist aber keine Bedingung
 
Hallo Alina,

Ich hatte genau dieses Modell und würde eher abraten. Dass es nicht so stabil ist hat mich nicht mal so sehr gestört, aber gerade bei Planeten kommt man damit nicht vernünftig in die interessanten Vergrößerungsbereiche, da fehlt es einfach an Öffnung. Am ehesten wäre in deinem Preisbereich ein gebrauchter 8 Zoll Dobson der gewünschte Allrounder.

VG Klaus
Ach okay dann weiß ich Bescheid, vielen Dank!
Gebraucht finde ich dann auf eBay oder gibts da nochmal Seiten die empfohlen sind? :)
 
Hallo Freunde

Für einen Neuling würde ich keinen so schnellen F5-Newton empfehlen. Ein F8-Dobson bietet mit einem 2"-Okular immer noch ein mit 2,2° genügend großes Gesichtsfeld sowie bei der Planetenbeobachtung mehr Reserven. Die Verträglichkeit mit Okularen der unteren Preisklasse ist hier deutlich besser. Auch die Empfindlichkeit gegen eine leichte Dejustage ist wesentlich entspannter. Eine Anfälligkeit, gegenüber einer bei schnellen Opiken häufig auftretenden sphärischen Abberation ( abgesunkene Kannte oder gar ein Kugelspiegel ), ist bei F8 annähernd unbedeutend. Man kann diese F8-Optiken in der Regel bis in Hochvergrößerungsbereich sehr gut auskosten wo bisweilen viele F5-Optiken im Einsteigerbereich ihre Defizite haben.
Meine Empfehlung ist daher dieses F8-Dobson. Dazu noch ein 38-42mm Übersichtsokular so wie ein 5mm Okular zur Planetenbeobachtung und dann kann es los gehen. Das Teil zeigt deutlich mehr als so ein 90mm F11-Fraunhofer mit 1 1/4"-Auszug und steht gerade zu massiv und ruhig gegenüber einer parallaktischen "Wackedackelmontierung".
Das kostet wenige "Teuros" mehr, aber es lohnt sich.

Gruß Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

mit diesem von dir gezeigten Teleskop kann man sicher den Mond, einfache Nebel und Sternkonstellationen sehen. Planeten wird recht schwierig da die Qualität sicher sehr leidet bei höheren Vergrösserungen, dazu auch die Stabilität.

Mein erstes Teleskop war ein Omegon 130/920 EQ3. Ansich eine gute Einsteigeroptik aber die Montierung war sehr schlecht. Ich musste die Montierung tauschen da es nicht möglich war Zitterarm zu sehen.


Daher kann ich dir nur wirklich ein Dobson empfehlen wenn es ein Spiegelteleskop werde sollte, oder ein Linsenteleskop auf einer Azimutalmontierung.


CS Damir
 
Vielen l
Hallo Freunde

Für einen Neuling würde ich keinen so schnellen F5-Newton empfehlen. Ein F8-Dobson bietet mit einem 2"-Okular immer noch ein mit 2,2° genügend großes Gesichtsfeld sowie bei der Planetenbeobachtung mehr Reserven. Die Verträglichkeit mit Okularen der unteren Preisklasse ist hier deutlich besser. Auch die Empfindlichkeit gegen eine leichte Dejustage ist wesentlich entspannter. Eine Anfälligkeit, gegenüber einer bei schnellen Opiken häufig auftretenden sphärischen Abberation ( abgesunkene Kannte oder gar ein Kugelspiegel ), ist bei F8 annähernd unbedeutend. Man kann diese F8-Optiken in der Regel bis in Hochvergrößerungsbereich sehr gut auskosten wo bisweilen viele F5-Optiken im Einsteigerbereich ihre Defizite haben.
Meine Empfehlung ist daher dieses F8-Dobson. Dazu noch ein 38-42mm Übersichtsokular so wie ein 5mm Okular zur Planetenbeobachtung und dann kann es los gehen. Das Teil zeigt deutlich mehr als so ein 90mm F11-Fraunhofer mit 1 1/4"-Auszug und steht gerade zu massiv und ruhig gegenüber einer parallaktischen "Wackedackelmontierung".
Das kostet wenige "Teuros" mehr, aber es lohnt sich.

Gruß Peter

Vielen lieben Dank für die ausführliche Erklärung das hat mir wirklich sehr geholfen!
 
Vielen Dank dasoer
Hi,

mit diesem von dir gezeigten Teleskop kann man sicher den Mond, einfache Nebel und Sternkonstellationen sehen. Planeten wird recht schwierig da die Qualität sicher sehr leidet bei höheren Vergrösserungen, dazu auch die Stabilität.

Mein erstes Teleskop war ein Omegon 130/920 EQ3. Ansich eine gute Einsteigeroptik aber die Montierung war sehr schlecht. Ich musste die Montierung tauschen da es nicht möglich war Zitterarm zu sehen.


Daher kann ich dir nur wirklich ein Dobson empfehlen wenn es ein Spiegelteleskop werde sollte, oder ein Linsenteleskop auf einer Azimutalmontierung.


CS Damir
Vielen Dank Damir!
 
Hallo,

das ist ja ärgerlich, der Preis aus dem von Peter verlinkten Angebot ist über Nacht um 40 Euro gestiegen. Aber vielleicht kann man das noch am Telefon verhandeln.

Gebrauchtkauf wäre eine Option wenn man kein No Name Produkt nimmt. Bei Dobsons von z.B. Skywatcher, GSO ist die Gefahr eine Gurke zu erwischen recht gering.

Gruß,
Holger
 
Nachtrag:

Das geht gerade recht schnell in die Richtung 8" F6 Dobson und ich habe selbst den GSO 8" & F12 Dobson (sehr zufrieden).

Aber das muss auch zu den eigenen Anforderungen passen.

- Gewicht, Ausmaße und Lagerung bedenken
- Die eigenen Prioritäten
- Erwartungen
Nicht die tollen bunten Fotos als Maßstab nehmen, so sieht das visuell im Okular nicht aus.
Um da einen bessere Eindruck zu erhalten lieber im Internet nach Zeichnungen und Livevideos Ausschau halten oder, falls möglich, selbst durch ein Teleskop sehen (Sternwarte / Bekanntenkreis )

Brauche ich ein Stativ mit Montierung, eventuell GOTO? Ist einem mehr Konfort wichtiger als die Öffnung ?

Ich selbst wollte mein knappes Budget komplett in die Optik fließen lassen und da war für mich klar: Standard 8" F6 Dobson

Gruß,
Holger
 
Hallo zusammen

Ja, das ist so. So ein 8-Zoller kann mit rund 20Kg für zierliche Mädels auch schon mal zu schwer werden. Also auch auf die Gewichte achten! Der 8-Zoller wiegt z.B. schon rund 4-5 Kg mehr wie der 6-Zoller!

frohe Weihnachten
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

ich finde auch, dass der 8"/200mm f/6 Dobson ein gutes Einsteiger Gerät ist.
Aus meiner Erfahrung muss es visuell wegen den Okularen nicht gleich ein f/8 sein und f/8 ist halt gleich wieder schlechter bei Deep Sky und der Tubus ist gleich wieder länger, schwerer, unhandlicher. Also f/6 finde ich heutzutage schon ein gutes praktikables Öffnungsverhältnis.

Aber es muss auch nicht unbedingt der 8"/200mm sein. Aus eigener Erfahrung meiner Teleskop Sammlung, finde ich diese Standard 150mm f/6 Dobsons/Newtons auch eine gute Wahl. Man sieht doch einiges aus dem Deep Sky Bereich und Planeten natürlich sowieso.

Aber der 8"/200mm hat natürlich das grössere Lichtsammelvermögen. Also wenn der prinzipiell OK (Gewicht, Grösse) ist, dann den nehmen.

Gruß
Peter
 
Hi,

ich finde auch, dass der 8"/200mm f/6 Dobson ein gutes Einsteiger Gerät ist.
Aus meiner Erfahrung muss es visuell wegen den Okularen nicht gleich ein f/8 sein und f/8 ist halt gleich wieder schlechter bei Deep Sky und der Tubus ist gleich wieder länger, schwerer, unhandlicher. Also f/6 finde ich heutzutage schon ein gutes praktikables Öffnungsverhältnis.

Aber es muss auch nicht unbedingt der 8"/200mm sein. Aus eigener Erfahrung meiner Teleskop Sammlung, finde ich diese Standard 150mm f/6 Dobsons/Newtons auch eine gute Wahl. Man sieht doch einiges aus dem Deep Sky Bereich und Planeten natürlich sowieso.

Aber der 8"/200mm hat natürlich das grössere Lichtsammelvermögen. Also wenn der prinzipiell OK (Gewicht, Grösse) ist, dann den nehmen.

Gruß
Peter
Danke Peter, hättest du mir evtl ein link?
 
Danke Peter, hättest du mir evtl ein link?
OK, ein paar Beispiele, aufgeteilt zwischen den 2 grossen Astroshops (diesmal Neugeräte):

2" Okular Auszug:


Nur 1,25" Okular Auszug:

Wieder 2" Okular Auszug:



Hoffentlich diesmal alles parabolisch. ;)

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
f/6 ist auch meine Empfehlung. Die Kollimation ist nicht so anspruchsvoll, preiswerte Okulare funktionieren noch gut, die Baulänge ist handhabbar und das Gesichtsfeld angenehm. Wenn es so etwas wie einen Allrounder gibt, dann das.

Ob 6" oder 8" kann man an Gewicht und Geld festmachen. Natürlich zeigt 8" mehr, 10" übrigens noch mehr und 20" sowieso viel mehr... und ein Account einer Remotesternwarte noch viel, viel mehr. Das ist nicht der Punkt. Mit 6" kann man locker 2 Jahre vergnügt schauen, bis man die Grenzen erkennt. Ich würde allerdings darauf achten, einen 2" Okularauszug zu bekommen. Das kostet neu inzwischen nicht mehr, ist aber als Nachrüstung eine erhebliche Bastelarbeit.

Dazu die üblichen Verdächtigen: Deepsky Reiseatlas, ein Übersichtsokular und einen red dot finder statt einem optischen Sucher.

Michael
 
Hallo Alina,



zum Thema Geräte bist du ja schon in guten, beratenden Händen.
Etwas das mir vor dem Kauf meines ersten eigenen Teleskops extrem geholfen hat, war der Astroverein in meiner Nähe. Dort konnte ich mir nicht nur Rat holen, sondern sogar ein erstes Teleskop leihen und so ganz ohne große Investitionen meine ersten Erfahrungen machen.
Hat mir neben der typischen Anfängerlektüre (siehe unten) extrem geholfen und nach wenige Wochen wusste ich wesentlicher besser was ich will bzw. was mich an dem geliehen Gerät stört. Dadurch wurde zwar nicht jede aber doch einige Fehlinvestitionen vermieden ;).

Also schau dich mal um ob es bei dir in Brandenburg einen entsprechenden Verein gibt, alternativ gäbe es unseren Verein in Beelitz, allerdings ist das ja doch ein Stück weg. Ist in der Coronasituation sicher etwas kompliziert aber solltest du einmal praktische Hilfe benötigen, helfe ich gerne.

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Gruß
Andreas
 
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