erstes Teleskop - offene Fragen

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Bender25

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Hallo zusammen.

Ich beschäftige mich schon seit Jahren mit dem Thema Astronomie und beobachte auch gelegentlich mit einem 8x40 Feldstecher. Daher habe ich mich jetzt dazu entschlossen, mir mein erstes Teleskop zu kaufen. Ich habe mich schon durch Bücher und in verschiedenen Foren über sinnvolle Einsteigermodelle informiert, einige Fragen konnte ich mir dennoch nicht ausreichend beantworten. Ich hoffe, ihr könnt mir dabei helfen.

Ich habe mich für einen Dobson entschieden und auch schon eine engere Auswahl getroffen.
1. GSO 8 Zoll
2. GSO 10 Zoll
3. SkyWatcher 8 Zoll FlexTube
4. SkyWatcher 10 Zoll FlexTube

Meine erste Frage: GSO oder SkyWatcher?
Ich habe gelesen, dass die Optiken von GSO besser und auch die Okularklemmung stabiler sein soll. Allerdings habe ich mich ein bißchen in den FlexTube verguckt. Meine Hoffnung ist, dass es durch den nur halb geschlossenen Tubus zu weniger Verwirbelungen kommen wird und dieses Modell beim Transport einfacher zu handhaben ist.

Zweite Frage: 8 Zoll oder gleich 10 Zoll
Ich habe die Befürchtung, dass die Okulare für die 10 Zöller wegen des Öffnungsverhältnisses (beim Skywatcher immerhin f/4,7) zu teuer werden. Allerdings ist die Lichtsammelleistung zu den 8 Zöllern eine Klasse besser.

Dritte Frage: Was haltet ihr für den Einsteiger von fertigen Okular- und Filter-Sets wie hier von Celsetron oder hier von SkyWatcher? Worauf sollte man bei solchen Sets achten und was in etwa wäre sinnvoll?

Abschließend noch eine vierte Frage:
Ich wohne in Kaufungen (Vorort von Kassel). Gibt es hier im nordhessischen Raum einen Händler? Trotz angestrengter Recherche habe ich keinen finden können.

Vielen Dank schon im Voraus.
Gruß Patrick

 
Moin Patrick!

Willkommen im Forum! :super:

> GSO oder SkyWatcher?

Eine beliebte Anfängerfrage, um die es regelmäßig unter den jeweiligen Befürwortern der und der Marke Kloppereien gibt... ;) Ich meine, beide Marken tun sich nichts. Beide sind seit mehreren Jahren auf dem Markt und viele Kinderkrankheiten sind heute behoben. Unterschiede in der opt. Qualität gibt es nicht. (Ob es die jemals gab? Wahrscheinlich auch nur ein Mythos, der nicht totzukriegen ist...)

> habe ich mich ein bißchen in den FlexTube verguckt

Tja, denk aber dran, daß solche offenen Systeme anfällig für Streulicht sind. Wenn Du in der Stadt wohnst, ist ein Streulichtschutz im Prinzip Pflicht. Im Winter, wenn Du halb unter dem offenen Teil sitzt, wird dich die aufsteigende Warmluft mehr stören als beim geschlossenen Tubus. Wenn es keinen zwingenden Grund (bspw. Platzmangel) gibt, würde ich bei 8-10"-Newtons beim Volltubus bleiben.

> 8 Zoll oder gleich 10 Zoll

Bei f/5-Newtons wird IMO viel zu viel Panik verbreitet, was die Ausstattung mit Okularen angeht. Man bekommt bei so einem Gerät keinen Augenkrebs beim Durchgucken mit günstigen Okularen, auch wenn der Gesichtsfeldrand nun keine exakt punktförmigen Sterne zeigt. Man kann auch alles überdramatisieren - und das wird in einigen Forenbeiträgen leider zu oft gemacht.
Ein f/6-Dobson (hier: der 8") ist natürlich nicht so okularkritisch und justageanfällig, daher i.G. besser für Anfänger.
Ob nun 8" oder 10", hängt in erster Linie vom Budget ab. Es kommt ja noch einiges an Zubehör dazu, und das schlägt auch noch gehörig ein Loch in die Kasse... - Ich meine, kauf Dir das Größte, was Du mit Reserve noch gut bezahlen kannst!

> Was haltet ihr für den Einsteiger von fertigen Okular- und Filter-Sets

Gar nichts - z.T. liegen den Sets völlig überflüssige Sachen bei. Was man zu Anfang braucht, sind vor allem 3-4 Okulare, die was taugen und (für Dobsons nötig) ein großes Gesichtsfeld bieten. Dazu vielleicht noch einen Mond- und evtl. einen Nebelfilter (UHC reicht erstmal) und dann sollte es schon losgehen. Den Rest besorgt man sich in Ruhe nach und nach. (Tips im Okular-Board lesen!)

> Gibt es hier im nordhessischen Raum einen Händler?

Kann ich Dir nicht sagen. Schau mal in die Händler-Datenbank, die Du über die A.de-Portalseite erreichst! Evtl. kommt hier aber doch noch ein Hinweis von anderer Seite...
 
Hallo Patrick,

willkommen!

Deine Auswhal betrifft Volltuben und Gitterrohrtuben. Der Volltubus hat beim Streulicht und bei der Justierstabilität seine Vorteile. Dafür ist er schwer und unhandlich beim Transport. Solltest du alles in ein Auto packen wollen, dann solltest du gucken, inwieweit das passt. Auch der Haustransport, z.B. vom Dachgeschoss in den Garten über enge Treppen will vielleicht bewerkstelligt sein.

Im Gegensatz zu Micha bin ich bei der Randschärfe etwas empfindlich, aber das sind persönliche Einstellungen und da ist jeder anders aufgestellt. Zwischen perfekter Randschärfe und Augenkrebs gibt es nach meiner Ansicht einige Zwischenstufen.

Solltest du DeepSky beobachten wollen, dann ist Öffnung klasse, am Planeten komme ich mit Dobson nicht so klar. Da ist fpr mich eine motorische Nachführung klasse ...

Daran siehst du, dass hier vermutlich nur persönliche Einstellungen zu den Themen genannt werden können. Daraus resultiert ein: Ich empfehle .... lässt sich aber nicht so ohne weiteres auf einen anderen Hobbyastronomen übertragen. Suche dir die Argumente und projiziere diese auf deine Person.

Für einen Teeskopeinsteiger halte ich persönlich 8" f/6 für besser geeignet, aber wohin sich alles bei dir entwickelt, weiß ja keiner. Ist die Größe abschreckend und kämpft gegen den inneren 'Schweinhund' oder bricht bei dir das Öffnungsfieber aus?

Daher würde ich beim ersten Teleskop den 8" empfehlen und zwar als Volltubus. Lass' etwas Platz im Budget für das Zubehör.
Als f/6 ist der justagefreundlicher als f/4.7 und an den Okularen hinsichtlich der Randschärfe genügsamer.

Trotzdem gibt es nicht das aus dem Bauch heraus zu empfehlende Teleskop - frage 10 Hobyastronomen und du bekommst wenigstens 10 verschiedene Antworten.

CS,
Stefan

P.S.: Okulare lieber einzeln holen und dafür passend. Für den Mond einen guten Graufilter. Farbfilter kannst du dir sparen, suche lieber einen Nebelfilter, der bringt mehr.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Patrick,

bevor ich es vergesse:
Besuch doch ein Teleskoptreffen! Termine siehe dort:

http://www.teleskoptreffen.info/

Von Kassel aus ist es nicht weit zum ITV (das "Astro-Mallorca",
vor allem wegen der kravalligen Musikbeschallung so genannt :) ).
Dort würdet du sehr viele Möglichkeiten zu Vergleichen haben.

Zeitgleich, mit dunklerem Himmel und ebenfalls vielen Vergleichmöglichkeiten
findet das Sübbrandenburger Teleskoptreffen statt.

Zu deinen Fragen:
1) Ich glaube Aufgrund meiner persönlichen Vergleiche sowie
einiger Interferogramme daß die Hauptspiegel der GSO besser sind.
Aber ich kann das weder statistisch belegen, noch eine Aussage
für die Fangspiegel machen, die die Abbildungsqualität ja ebenfalls
stark beeinflußen. Deshalb:
Schau selbst durch, mach eigene Vergleiche!

2) 8" oder 10"
Du hast die Vorteile und Nachteile ja schon gut zusammengafaßt.
10" sammelt mehr Licht, hat ein höheres Auflösungsvermögen
(was aber bei unserem Seeing selten ausgenutzt werden kann),
ist dicker und schwerer, toleriert weniger Dejustage, stellt
höhere Anforderungen an die Okulare.
Ich habe mich seinerzeit für 8" entschieden und es nicht bereut.
Wenn du aber in richtung Deep Sky tendierst dann nimm besser 10".

3) Ich halte gar nichts von fertigen Sets. Man kauft viel was
man nicht gebrauchen kann und was man gebrauchen kann erfüllt
selten höhere Ansprüche.

4) Weis ich nicht. Aber dort gibt es andere Sternfreunde.
Vieleicht kann dich einer zum gemeinsamen beobachten mitnehmen,
so daß du praktische Erfahrung bekommst und evtl sogar die für
dich interessanten Teleskope live erlebst.

5) Ich halte nichts von den Dreistangengitterdobsons (Dejustage).
Wenn schon ein billiger Gitterdobs, dann besser einer mit
6 gekreutzten Stangen.
Bei 8"f/6 und 10"f/5 oder f/4,8 oder f/4,7 braucht man Gitter
nur in Ausnahmefällen (hyperwinziges Auto). Selbst in meinen
20 Jahre alten Italo-Rosthaufen würde ein 10" Volltubus hineinpassen.

MfG,Karsten
 
Hallo Patrick,

Zitat von Bender25:
Abschließend noch eine vierte Frage:
Ich wohne in Kaufungen (Vorort von Kassel). Gibt es hier im nordhessischen Raum einen Händler? Trotz angestrengter Recherche habe ich keinen finden können.

Kuck mal im Google nach Marburg, "Foto am Grün" bzw "Astro-Store".
Das ist nicht einfach nur eine Astrotheke beim Fotohändler, sondern schon ein Shop mit Ahnung. Ist auch, soweit ich weiß der 'Haus- und Hofhändler' der Astronomiegruppe Lahn Eder, die vllt besser bekannt sind mit ihrem jährliche Teleskoptreffen 'ATB'.
 
Hallo Micha,

Zitat von winnie:
... Bei f/5-Newtons wird IMO viel zu viel Panik verbreitet, was die Ausstattung mit Okularen angeht. Man bekommt bei so einem Gerät keinen Augenkrebs beim Durchgucken mit günstigen Okularen, auch wenn der Gesichtsfeldrand nun keine exakt punktförmigen Sterne zeigt. Man kann auch alles überdramatisieren - und das wird in einigen Forenbeiträgen leider zu oft gemacht ...

schön das das mal jemand so klar ausschreibt. Ich habe es inzwischen aufgegeben, gegen die Behauptung anzukämpfen: "Billigokulare funktionieren an f/5 nicht!". Das gleiche verhält sich mit den Mythos, dass ein f/5-Newton schwieriger zu justieren sei als ein f/6-Newton. Ich kann bei beiden Offnungsverhältnissen keinen Unterschied bei der Schwierigkeit der Justierung feststellen. Es wird halt zu viel "Fachwissen" in den Foren verbreitet.

Grüsse,
Matthias
 
Moin Matthias!

Naja, i.G. "funktionieren" schon alle Okus, auch wenn einige Bautypen, die für kleine ÖV gedacht sind ((r)Kellner/Super, Plössl), in einem f/5 natürlich ein grauseliges Bild außerhalb des Zentrums liefern. Ich habe seit über 6 Jahren mehrere f/5-Optiken und renn' deshalb nicht los, mir dicke Glasbausteine für x-hundert Euro anzuschaffen, nur damit ein dusseliger Stern ganz außen im GF gut aussieht. Irgendwo hört's auf... - Ich bin sowieso kein Freund des "Spacewalk"-Effekts und brauch die GF-Blende im Blick! :cool:

Wenn man das Prinzip einer Newton-Justage verstanden hat und sich an den Ablauf hält, dann ist nahezu jedes ÖV einzustellen. Ein Anfänger würde sich mit f/8 leichter tun, außerdem verzeiht so ein ÖV auch kleinere Dejustagen, die man bei f/4 - um das andere Extrem zu nennen - deutlich sehen würde.

Aber Du hast recht, ich sehe das auch so: Durch zu viel Schwarzmalerei werden Anfänger von f/5-Newtons eher abgeschreckt. Man kann immer wieder nur raten: Schau dir das selber an!
 
Zitat von KaStern:
5) Ich halte nichts von den Dreistangengitterdobsons (Dejustage).
Wenn schon ein billiger Gitterdobs, dann besser einer mit
6 gekreutzten Stangen.
Bei 8"f/6 und 10"f/5 oder f/4,8 oder f/4,7 braucht man Gitter
nur in Ausnahmefällen (hyperwinziges Auto). Selbst in meinen
20 Jahre alten Italo-Rosthaufen würde ein 10" Volltubus hineinpassen.

Wie kommst Du zu dieser Erkenntniss? Eigene Erfahrungen? Das kann ich mir kaum vorstellen... Ich hab solch ein Flextube und kann mit Sicherheit sagen das der "3 Stangentubus" stabil ist. Jeder Newton muss nach dem Transport überprüft und justiert werden. Bei meinem Gerät sind bisher nur sehr kleine Abweichungen nach dem Transport aufgetreten die auch andere Newton haben.

Gruß

Micha
 
Hallo Micha,

ich war von Anfang an Skeptisch was die Dreistangendobsons betrifft.
Nun gab es aber mehrere Berichte von Usern die davon sprachen
daß diese Dobsons ihre Kollimation perfekt halten.

Also habe ich mir das mal live ansehen wollen. Ein Sternfreund
aus einer Nachbarstadt hat sich einen 10" Flextube gekauft.
Während der letzten Schönwetterphase habe ich mit ihm zusammen
auf der grünen Wiese beobachtet.
Er hat das Teleskop aufgebaut und erst einmal Deep Sky bei eher
niedriger Vergrößerung beobachtet. Nachdem das Teleskop ausgekühlt war
wollten wir auch mal mit hoher VErgrößerung beobachten.
Dafür haben wir das Teleskop an einem zenitnah stehenden Stern
mit einem 5,2mm Pentax XL justiert, also 230x. Danach bildete
das Teleskop gut ab. Ich habe dann später auf einen horizontnahen
Stern geschwenkt und ihn mir bei 230x angesehen. Leider war
es so, daß der Beugungsring nur auf einer Seite geschlossen
und auf der anderen Seite offen war.
Nach zurückschwenken in den Zenit war der Ring geschlossen
und fast gleichmäßig ausgeleuchtet.

Die Justage war also lageabhängig, was ich der Dreistangenbauweise
anlaste. Mit schweren Okular, Sucher und Telrad zeiht da eben
zu viel Gewicht am Hut.

Ich ziehe zumindest noch bei 10" die Volltubusbauweise vor.
Deren bessere Streulichtunterdrückung kommt noch dazu.

Mein 8"f/6 zeigte die Galaxien des Virgohaufens ziemlich gleich gut
wie der 10" Dreistangendobs.

Edit:
Allerdings ist mein 8"f/6 Dobson nicht mehr Original.
Er hat einen neuen leichten veloursausgekleideten Volltubus
und eine austeckbare Taukappe. Das sollte ich der Fairnis haler
doch noch erwähnen weil es die Vergleichsbeobachtung beeinflußt.

MfG,Karsten
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Karsten,

danke für die schnelle Antwort.
Da ich den 12" in Verwendung habe und hier die gleichen Stangen wie beim 10" verbaut sind verstehe ich das ganze nicht. Mein "Hut" ist auch mit Telrad, org. Sucher und teilweise schwerem Zubehör beladen. Sicher sind das Deine Beobachtungen und Erfahrungen mit dieser Bauweise. Ich kann mir nur vorstellen das eine der Stangen in der Endlage nicht richtig fixiert war.
Ich habe den Test schon mehrfach mit meinem Flextube durchgeführt....also justieren und dann in alle erdenklichen Positionen schwenken...dabei hat sich der Laserpunkt nicht einen Millimeter bewegt egal mit welchem Zubehör. Auch nach einem kurzen TRansport per Hand bis in den Garten brachte da keine Änderung. Von der Seite her bin ich zufrieden. Ein Streulichtschutz ist bei dieser Bauweise natürlich Pflicht.

Dein Nachbar soll mal bitte den OAZ prüfen. Also ob der genau auf der optischen Achse läuft. Bei meinem war hier etwas Justierbedarf da von Endlage zu Endlage der Laserpunkt etwa 1mm auf der Spiegelmarkierung gewandert ist. Könnte das vielleicht der Grund für die UNterschiede sein?

Gruß

Micha
 
Hallo Micha,

ich ahbe die Kollimation ja nicht per Laser überprüft,
sondern anhand der Sternabbildung im Okular.
Deshalb glaube ich nicht daß der OAZ dafür verantwortlich ist.
Aber das sollten wir beim nächsten Mal überprüfen.
Ich kann auch nicht sagen wie groß im mm die Abweichung war.
Ich könnte das aber mit dem Programm Aberrator simulieren.
Es ist auch nicht auszuschließen, daß sich der Spiegel
in seiner Zelle bewegt hat. Es ist nicht mein Teleskop gewesen,
deshalb kann ich dazu leider auch nichts sagen. Das ist immer
ein Problem wenn man ein Teleskop nur am Beobachtungsabend sieht.

MfG,Karsten
 
Hallo Leute,

ist das Problem nicht eher so gelagert, dass Jeder seine Ansprüche und sein Niveau als Maß der Dinge hinstellt?
Das gilt m.E. für die F/5 - F/6 Debatte ebenso wie für die Debatten um die Justiefähigkeit und Stabilität.

Kaum jemad wird behaupten können, dass es mit einem Erfle keine Randunschärfen an F/5 zu sehen gäbe, es gibt sie schon an F/6. Zutreffend wäre die Behauptung, es stört mich oder (im anderen Fall) es stört mich nicht.
Der Hinweis auf den Umstand ist also berechtigt, der Versuch dem Einsteiger aufzudrücken wie er den Hinweis behandeln soll, äußerst fragwürdig.

Kaum ein Newton ist dauerhaft justierstabil und wieder sind die Ansprüche und die Fähigkeiten an und für die Justierung individuell verschieden. Wer auf Beugungsringe justiert und kontrolliert unterscheidet sich maßgeblich vom Justierer auf Laserpunkt. Jede Gitter- oder Stangentubusvariante ist hier empfindlicher als ein 5 mm starkes Alu- oder HP-Rohr, auch zu weiche und zu dünne Walzblechtuben biegen sich nicht nur über Schellen und zu kleine Ansatzpunkte für Höhenräder sondern schon am OAZ.
Wer will nun dem Perfektionisten seinen nicht geschlossenen Beugungsring widerlegen oder dem zufriedenen Nichtperfektionisten verbieten, zufrieden zu sein?
Wieder sind entsprechende Hinweise eigentlich für einen Interessenten unverzichtbar, ihre Interpretation befähigt ihn zu einer Entscheidung nach eigenen Prioritäten.

Dem Interesente der sich durch solches Für und Wider verwirrt fühlt kann doch nur empfohlen werden, die vielfältigen Möglichkeiten zu weiterer Information zu nutzen, wenn er eine sicherere eigene Entscheidung treffen will.
In diesem Sinne unterscheidet sich ein Forum von Hersteller- und Händlerwerbeseiten.

Patrick,
ich würde im Zweifel:
1. Auf jedenfall einen Volltubus bevorzugen, wenn nicht zwingend kleinere Transportmaße gefragt sind
2. den 8-Zöller mit F/6 vorziehen, denn der 10" Skywatcher hat F/4,7 (203/1200), nicht F/5
3. Versuchen, eine definitive Entscheidung durch Probegucken absichern, z.B. auf Teleskoptreffen oder durch Besuch bei aktiven Beobachtern. Meine kleine Beobachtergruppe ist z.B. auch nicht unzumutbar weit weg, wenn du es ernst meinst, aber da sollte es auch Leute dichter an Dir dran geben.

Gruß
*entfernt*

 
Zuletzt bearbeitet:
Vielen Dank für die zahlreichen Antworten.

Es wird dann wohl das 8 Zoll von GSO. Ausschlaggebend waren für mich die bessere Klemmung, der vermeintlich bessere Hauptspiegel (in jedem Mythos steckt ein bißchen Wahrheit :/) und nicht zuletzt der Preisunterschied. Da bleibt mir mehr Geld übrig um es in das Zubehör zu stecken.

Nebenbei: Kann mir jemand verraten wo hierbei der Unterschied ist (außer die Okulare und der Preis)?
GSD 200c vs. GSD 680

Ich hab hier mal ne Einkaufsliste zusammengestellt. Macht die Zusammenstellung Sinn und hab ich etwas wichtiges vergessen?

GSD 200c
TSWA32
TSSP15
TSSP9
TSO31
TSND06
Starpointer

Damit würde ich zusammen auf 525,90 € kommen (bei Teleskop-Express). Ein Preis mit dem ich absolut leben kann.

Gruß Patrick

PS. @Karsten
Danke für den Tipp mit dem ITV. Das werde ich mir wohl mal angucken. Ist ja nicht so weit weg von mir.


 
Hallo Patrik,

reigefallen, denn auch der GSO hat seine Macken, nicht nur unausrottbare Qualitätsmythen. ;)
Z.B. eine äußerst problematische Fangspiegelhalterung mit quetschender Fassung /FS-Asti) und die ist auch noch mittig, was das Einstellen von Offset problematisch macht.
Offset braucht kein Mensch, das denken schon wieder viele Leute, aber auch das ist....Ansichts- und Perfektionssache.

In dieser Teleskopklasse wirst Du immer einige Schwächen mitkaufen, sie entweder ignorieren oder beheben müssen.

Es ist mir völlig egal, was Du für eine Tubusfarbe kaufst, mir ist nur wichtig, dass Du informiert bist.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Patric,

nimm statt dem Leuchtpunktsucher den Telradsucher + Karte.
Auch das 9mm PL würde ich gegen dieses hier tauschen:

http://www.teleskop-express.de/shop...r---6mm-Brennweite---1-25----60--WW-Feld.html

der Graufilter ist für den MOnd sicher brauchbar aber auch hier würde ich gleich diesen hier nehmen:

http://www.teleskop-express.de/shop...Polarisationsfilter---1-25----1--bis-40-.html

Gruß

Micha

@Karsten
das du die Justage am Stern geprüft haste habe ich überlesen. Dann ist dieser Fehler natürlich ausgeschlossen.
 
Danke Günther. Auch für das Angebot einmal zu euch zu kommen.

Ich informiere mich schon länger über "mein erstes Teleskop" und mir war klar, dass ich in dieser Preisklasse keine Wunder erwarten darf. Ich bezweifel aber, dass mir als Einsteiger solche Fehler groß auffallen werden, zumal mir (jedenfalls im Moment) die Vergleichsmöglichkeiten fehlen.

Bei meiner Entscheidung für den GSO war eigentlich nur der Preis ausschlaggebend (aber vielleicht stimmt mich ja noch jemand um^^). Irgendwelche Macken muss ich in Kauf nehmen. Welche davon (für mich) tolerierbar sind ist meine eigentliche Frage. Mir fehlt leider noch die Praxis um abwägen zu können, ob ein quetschende Fassung das Seeing mehr beeinträchtigt als Verwirbelungen und Streulicht in einem halbgeschlossenen Tubus. Bei der Beantwortung dieser Fragen bin ich auf euch angewiesen.

Ich bin schon ne ganze Ecke schlauer als noch vor zwei Tagen und dafür allen hier sehr dankbar.

Gruß Patrick
 
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Moin Günther!

> denn der 10" Skywatcher hat F/4,7 (203/1200), nicht F/5

Zwischenfrage: Hat das jemals mal jemand tatsächlich nachgemessen, oder werden hier auch nur Herstellerangaben weiterkolportiert?

Gemeint ist: 254/1200 mm --> mit 7 cm (!) mehr Brennweite wär's schon ein f/5...! :o
 
Zitat von moschmann:
Hallo Patric,

nimm statt dem Leuchtpunktsucher den Telradsucher + Karte.

Da war ich mir nicht ganz sicher, ob Telrad oder Leuchtpunkt. Telrad würde das arbeiten mit meinem Karkoschka einfacher machen. War ne Preisentscheidung.

Zitat von moschmann:

Da hatte ich extra das 9 mm statt eines 6 mm genommen weil ich dachte, dass eine AP von 1 etwas niedrig ist.

Zitat von moschmann:
der Graufilter ist für den MOnd sicher brauchbar aber auch hier würde ich gleich diesen hier nehmen:

http://www.teleskop-express.de/shop...Polarisationsfilter---1-25----1--bis-40-.html

Jetzt verstehe ich das erst. Der Filter ist einstellbar um unterschiedlich viel Licht durchzulassen. Dann ist das natürlich die bessere Alternative.


Danke
Patrick
 
Hallo Patrick,

ich freue mich daß du ein Teleskoptreffen besuchen willst :super:
Die Erkenntnisse werden dich bestimt weiterbringen. In welche Richtung
weis man noch nicht, aber du wirst deine Kaufentscheidung dann auf
einer guten Grundlage treffen können.

Was diese Diskussion betrifft:
Du wirst gemerkt haben daß jeder Aufgrund seiner persönlichen Erfahrungen
(de nun mal unterschiedlich sein können) eine begründete Meinung kundtut.

Ouklare:
Sind eine sehr individuelle Sache! Auch hier würde ich dir raten
bis zum Teleskoptreffen zu warten und dort erst einmal verschiedene
Typen und Brennweiten auszuprobieren.

Bist du auf eine Brille angewiesen? Falls du nur fehlsichtig bist
kannst du die Brille bei der Beobachtung weglassen. Falls du
aber einen ausgeprägten Astigmatismus hast brauchst du die Brille.
Das hat dann wieder Auswirkungen auf die Okularwahl,
denn dann brauchst du einen entsprechend großen Augenabstand.
So zieht eins das andere nach sich...

Wenn du dich aber nicht zurückhalten kannst:
Ja, so kann man als Nichtbrillenträger durchaus gut anfangen.
Ich persönlich bevorzuge den Rigel Quickfinder am 8"f/6 Dobson.
Michael den Telrad Finder. Einen O-III kann man gut brauchen,
aber evtl ist ein UHC die bessere Wahl?! Universeller, aber
dafür weniger durchschlagend als der O-III.
Ein Filter für den Mond ist wichtig. Ich habe einen einstllbren
Polfilter, aber eine gut angepaßter Neutralfilter ist betimmt
nicht schlechter.
Okularbrennweiten:
Mit 32mm an f/6 kann man gut beginnen, damit kommst du auf eine
austrittspupille von 5,33mm was schon ziemlich gt ist,
sofern dein Himmel nicht zu aufgehellt ist. Ein sehr dunkler Hinmmel
verträgt eine noch größere AP, ein aufgehellter Himmel verlangt
eventuell eine kleinere AP von 4mm.

Dann kombinierst du mit einfachen 15mm und 9mm Plössl.
Das kann man machen und es ist auch nicht teuer.
Allerdings fehlen dir höhere Vergrößerungen und eventuell ist
dir das scheinbare Gesichtsfeld von 50° im Vergleich zu dem
32mm Erfle zu klein.
Plössl haben immer einen Augenabstand der etwa bei 2/3 der Brennweite liegt.
Beim 9mm Plössl wirst du also auf 6mm Augenabstand kommen,
den Hinweis daß die Augenmuschel auch gut für Brillenträger sei
kann man also getrost vergessen.
Eine Vergrößerung von 200x solltest du aber dabei haben (Mond,
Planeten). Statt eines 6mm Plössl würde ich aber eher
ein 12mm Plössl + ordentliche Barlow nehmen, oder ein separates
6mm oder gar 5mm Okular mit etwas größerem Eigengesichtsfeld
und größerem Augenabstand wählen.
Wenn du aber lieber ein kleines scheinbares Gesichtsfeld bei
sehr gutem Kontrast vorziehst, dann wäre eventuell ein hochwertiges
Ortho aus japanischer Produktion + Barlow die richtige Wahl.
Ob dir das dannbbei 200x oder noch mehr am Dobson Spaß macht
ist wieder eine andere Sache.
Denn dann must da ein Objekt flott nachführen, dein Dobson
darf dann dabei nicht ruckeln oder wackeln.

Du siehst, es gibt viele Wege nach Rom. Am besten schaust du
dir die Möglichkeiten in der Praxis an. Es dauert ja noch eine Woche
bis zum ITV, bis dahin könnte das Wetter sich ja noch bessern.

Gruß, Karsten
 
Hallo Patrick,

solltest du auf ein Teleskoptreffen gehen, dann frage nach den Okulare und sage am Besten warum. Ich habe erlebt, dass viele nur sagen 'es ist ein 12mm' und beim Nachfragen nach der Marke oder dem Okulartyp ein 'weiß nicht genau' herauskommt. Das glaube ich unter uns gesagt nicht so recht.

Also besser nachhaken, dass es dich wegen einer möglichen Anschaffung interessiert.

Persönlich habe ich noch ein 9,7mm Meade-Plössl, welches ich aber kaum benutze, da man sehr nahe ans Okular muss und ich das Gesichtsfeld zu klein und beengend finde. Es hat aber eine gute Transmission, wie ich am Trapez im Orionnebel festgestellt habe.

Der Punkt ist, dass das unkomfortable sofort auffällt und ein später angeschautes Weitwinkel mit mehr Augenabstand viel benutzerfreundlicher wirkt und durch das große Gesichtsfeld spontan ansprechender ist. Auch nach einem Teleskopwechsel und ein paar Minuten Zeitdifferenz wirst du diesen Eindruck klar nachvollziehen können. Optische Unterschiede, zumal an unterschiedlichen Teleskopen, können so nur ungenau erfolgen.

Aber ein Okular soll ja nicht nur optisch überzeugend sein, sondern auch in seiner Anwendung ansich dem Benutzer gefallen. Dazu muss der Preis im Einklang zu den Möglichkeiten/dem Investitionswillen stehen.

Aus meiner Sicht machen daher viele den Einstieg mit preiswerten (aber nicht billigen!) Okularen und orientieren sich dann nochmals nach einer Experimentierphase. Das halte ich für eine gesunde Vorgehensweise, auch wenn man dabei ein wenig Geld 'versenkt'. Wenn du irgendwo länger und öfters mitspechteln kannst, dann kannst du diese Phase ohne eigene finanzielle Aufwändungen durchmachen.

Viel Spaß beim Spechteln,
Stefan

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Micha,

es ist wohl schon so, dass die 10er von Skywatcher um F/4,7 rumdümpeln und auch seit vielen Jahren so angeboten werden.
Eventuell kommen die 8er und 10er ja auf ein und die selbe Maschiene (Vorsicht Mutmaßung!).

Wir mutmaßen ja auch, dass es immer kleine Abweichungen von der Nennbrennweite geben kann, wie sonst ließe sich erklären, dass man mit einem Gerät Typ X und Okular Typ Z durchgängig in den Fokus kommt, wenn auch nicht immer bei gleicher OAZ-Stellung und ab und zu passt es aber doch überhaupt nicht?
Mutmaßen wir also weiter, man kann beim 10er was zwischen F/4,6 und F/4,8 erwischen und beim 8er F/5,9 oder F/6,1.
Wir wussten Mal, das gelieferte 8" F/6 GSO gar keine 8-Zöller waren, denn sie hatten nur 198-200 mm Durchmesser, wenn ich mich noch recht entsinne. Ich mutmaße, dass das eventuell immer noch so ist, weiß es aber nicht und nehme sie als 8-Zöller hin. Gehen wir von 203/1200 aus, haben wir die Punktlandung bei F/5,91 und nicht bei F/6.

Gehen wir von 250/1200 im Mittel aus, dann reden wir eben von F 4,72 und müssen damit rechnen, dass das für die Okulare ein bedeutender Unterschied zu F/5 ist. Der Sprung von F/5 zu
F/4,5 ist jedenfalls genau so groß wie von F/6 zu F/5, wenn es definitv um die resultierenden Anforderungen an Okulare geht. DAS ist es, was ich schon getestet und für mich so erkannt habe. Ich habe auch getestet, dass ein gut justierter, mit F/4,7 ausgewiesener Spiegel durchaus einen gleich großen Spiegel mit F/6 schlagen kann (trotz Obstruktionsunterschied!), der in der Justierung etwas daneben liegt und/oder mit eingequetschtem FS daher kommt. Justiert man den F/6er dann ordentlich und schließt andere Fehler/Unterschiede aus, wandelt sich das Bild sofort und immer noch kommt es auf sehr viele andere Parameter an, zu deren Ermittlung man Zeit, Lust, Möglichkeit hat oder eben auch nicht. Für mich wohlgemerkt, man mache sich gerne sein eigenes Bild.

Wir können uns auch von all dem ganz abwenden und alles, was ein Hersteller/Händler so dranschreibt grundsätzlich in Frage stellen, damit auch gleich unsere, auf persönlichen Erfahrungen mit Einzelgeräten beruhenden, Beurteilungen und Einschätzungen völlig entwerten.
Noch gehe ich aber zu meinen und zugunsten der Händler/Hersteller davon aus, dass zumindest die absoluten Eckkenndaten eines Teleskops im Mittel auf Rundungswerte stimmen. Was ich bisher gesehen habe, passt zumindest näherungsweise in dieses Bild.

Gruß
*entfernt*
 
Moin Günther!

Viel geschrieben, aber irgendwie nichts bei rumgekommen... ;)
Ich bin nicht der Meinung, daß 7 cm Brennweitenunterschied so dermaßen den Kohl fett machen. Ich kenne den Unterschied zwischen 8" f/5 und f/6 - da sind es immerhin 20 cm... Produktionsbedingte, minimale Brennweitenunterschiede meinte ich nicht.

Meine 12"-Lightbridge ist bspw. kein 300/1500 mm-Newton (f/5), auch kein 305/1500 (f/4,92), sondern lt. Aufkleber 305/1524 mm. Ob das alles stimmt, weiß ich auch nicht. ;)
 
Hallo Winnie,

nicht der Brennweitenunterschied macht den Unterschied für die Randabbildung der Okulare,
sondern der Winkel unter dem die Hauptstrahlen der Randstrahlenbündel ins Okular einfallen.

Und diese Winkel ändern sich eben bei 7cm Brennweitenunterschied bei 10" Öffnung und um 120cm Brennweite
stärker als es einige Okulare verkraften, der off-axis Asti den das Okular dann einbringt wird deutlich stärker.
Die off-axis Koma des Spiegels wächst unerfreulicherweise auch noch deutlich an.
Ich stimme Günther zu daß der Unterschied von f/5 zu f/4,5 (mindestens) so groß ist wiee der von f/6 zu f/5.

Gewisse kleinere Unterschiede zwischen den einzelnen Spiegeln
wird es wohl immer geben. Mein Spiegel ist ein 198/1204mm:

www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=93829&whichpage=1

Ebenso wie sein Zwilling. Mein alter Spiegel war ein 200/1198mm.
Ein Freund hatte einen 202/1210, ein Bekannter einen 203/1995mm.
Aber 7cm bei 1200mm Brennweite, das sind um 5,5% Brennweitenunterschied!

MfG,Karsten

 
Moin Karsten!

> der Unterschied von f/5 zu f/4,5

Wir reden hier von f/4,7 zu f/5,0...

Ich schreib's gerne nochmal: Ich kann's mir nicht vorstellen!
Wie auch bereits geschrieben: Bei der Randschärfe gibt es sehr starke individuelle Empfindlichkeiten. Da brauchen wir uns gar nicht auf eine Linie zu einigen - das wird sowieso nix...! ;)
 
Hallo Micha,

ganz kurz:
1200 mm Brennweite und 1250 mm Brennweite machen bei 200 mm Spiegeldurchmesser einen sichtbaren, gravierenden Unterschied.
F/4,7 zu F/5 ist für mich deutlich zu sehen, bei vielen Okularen.
In Frage kommt jedes Erfle, jedes Plössl, jedes RKE, jedes Ortho, 18/17er Speers, 14/13,4er Speers, William UWA 28 und 16, Widescan III 20 mm.

Gruß
*entfernt*

PS: Ich beziehe mich auf meine Augen. Bei Teleskopen und Okularen auf Nennbrennweiten, Händler-/Herstellerangaben, ohne Messung.
 
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