Anette_Aslan
Aktives Mitglied
Oh liebe Himmelsfreunde und Freundinnen!
Hat sie die mitteleuropäische Nation nicht in den Wahnsinn getrieben, diese zähe, konturlose, grau-in-graue, den gesamten Himmel wochenlang bedeckende Stratus-schicht, von der erstmals fremd Einreisende glauben, dass das der Himmel bei uns sei, so ohne Sonne, so das Abendland halt, das ewige?
Dieses diffuse Licht raubt manch einem jegliche Motivation und besser wäre da einfach nur noch Winterschlaf, bis das azurne Blau einem aus die Höhle lockt!
Ja, laut Meteorologen war es der trübste Winter seit Wetteraufzeichnungen....wir brauchen uns über nichts mehr wundern! Laut Klimabericht müssen wir in Zukunft mit Bewölkungszunahme rechnen...schon allein wegen des zunehmenden Luftverkehrs...wenn das der Grund war...?? Na, dann können wir uns keine "Gute" Nacht mehr wünschen.
Heute Morgen erschrak mich der Schatten der Bäume, den ich so nebenbei aus dem Küchenfenster wahr nahm! Ich traute meinen Augen kaum und lugte vorsichtig gen Südosten, ob da etwa...???...Die Sonne??????????? Schrei und Jubel....sie lugte durch diesen sich zusammenballenden Mist, der langsam sich im blauen Äther verflüchtigte und azurblau strahlte der Tag, die Kondens-streifen der Flugzeuge zogen keine Schleppen und lösten sich gleich wieder auf...was heißen will: trockene Luft in großen Höhen!!!! Was heißen will: heute muss ich mein gesamtes Equiptment Draußen aufbauen und mich mit Kaffee füllen, um vielleicht die einzig letzte Chance vor dem nächsten Stratus-Gau zu nutzen!!!
Ja, die ganze Nacht... bis zum Morgengrauen will ich unterm Sternengarten harren.... sonst werd ich das ein zweites Mal nicht überleben!!
Nun sitz ich aber hier nach 21h, wie ein begossener Pudel...denn der irre Taubeschlag scheuchte mich rein...liegts an der noch zu drei Vierteln vorhandenen Schneedecke? Der Himmel völlig wolkenfrei - doch der kleine Wagen gibt gerade mal seine 4 mag Sterne her! Das Seeing ist somit trotz lang ersehntem freien Himmel grottenschlecht. Ein Grad Celsius, bis zu 100% Luftfeuchte, kein Wunder! Die schönen Absinkprozesse dieses Himmelslochs im Hochdruckgebiet hatten doch zu viel Hoffnung bereitet.
Ich fuhr mit dem 6er FH mittels Goto sämtliche Open Clusters ab, die sich ja im 42ger Weitwinkel oder aber auch im 32iger sehr gut machen, egal, bei welchem Seeing finde ich, doch bei den Nebeln, bis auf M42 ging gar nichts!
Ein Trost war M42, den ich auch gleich noch im 16ner Dobson am 26iger Oku bestaunte, eine höhere Vergrößerung kam nicht mehr in Frage.
Jupiters Mondchen zeigen sich lustig wie Domino-Steine angelegt: zwei Pünktchen standen mittig quer zu zweien, die gerade unten davor lagen. Selten, mal alle Viere im Visier zu haben.
Der tundrische, mittlerweile zu Permafrost und somit steinhart durchfrorene Boden setzte mir von unten her zu und durchkühlte meine ansonsten dichten Wanderboots mit Eiseskälte....klatsch-nass legte sich der Tau rasch auf alle Gegenstände nieder, mein Beobachtungsbuch war durchtränkt, von meinen Teleskopen tropfte es fast schon herunter, die Okulare musste ich immer wieder freitupfen, den Telrad, den Rotpunktsucher...
Kann man so ein Pech haben nach all dem Jammer der letzten Wochen?
Das Beobachten über einer geschlossenen Schneedecke, ist das immer so? Wer hat Erfahrung? Ich muss gleich nochmal raus...entweder so oder gar nicht...wer weis? Die nächste Front rollt schon aus West heran!
Grüsse aus dem Unterwassermeer von Anette
Hat sie die mitteleuropäische Nation nicht in den Wahnsinn getrieben, diese zähe, konturlose, grau-in-graue, den gesamten Himmel wochenlang bedeckende Stratus-schicht, von der erstmals fremd Einreisende glauben, dass das der Himmel bei uns sei, so ohne Sonne, so das Abendland halt, das ewige?
Dieses diffuse Licht raubt manch einem jegliche Motivation und besser wäre da einfach nur noch Winterschlaf, bis das azurne Blau einem aus die Höhle lockt!
Ja, laut Meteorologen war es der trübste Winter seit Wetteraufzeichnungen....wir brauchen uns über nichts mehr wundern! Laut Klimabericht müssen wir in Zukunft mit Bewölkungszunahme rechnen...schon allein wegen des zunehmenden Luftverkehrs...wenn das der Grund war...?? Na, dann können wir uns keine "Gute" Nacht mehr wünschen.
Heute Morgen erschrak mich der Schatten der Bäume, den ich so nebenbei aus dem Küchenfenster wahr nahm! Ich traute meinen Augen kaum und lugte vorsichtig gen Südosten, ob da etwa...???...Die Sonne??????????? Schrei und Jubel....sie lugte durch diesen sich zusammenballenden Mist, der langsam sich im blauen Äther verflüchtigte und azurblau strahlte der Tag, die Kondens-streifen der Flugzeuge zogen keine Schleppen und lösten sich gleich wieder auf...was heißen will: trockene Luft in großen Höhen!!!! Was heißen will: heute muss ich mein gesamtes Equiptment Draußen aufbauen und mich mit Kaffee füllen, um vielleicht die einzig letzte Chance vor dem nächsten Stratus-Gau zu nutzen!!!
Ja, die ganze Nacht... bis zum Morgengrauen will ich unterm Sternengarten harren.... sonst werd ich das ein zweites Mal nicht überleben!!
Nun sitz ich aber hier nach 21h, wie ein begossener Pudel...denn der irre Taubeschlag scheuchte mich rein...liegts an der noch zu drei Vierteln vorhandenen Schneedecke? Der Himmel völlig wolkenfrei - doch der kleine Wagen gibt gerade mal seine 4 mag Sterne her! Das Seeing ist somit trotz lang ersehntem freien Himmel grottenschlecht. Ein Grad Celsius, bis zu 100% Luftfeuchte, kein Wunder! Die schönen Absinkprozesse dieses Himmelslochs im Hochdruckgebiet hatten doch zu viel Hoffnung bereitet.
Ich fuhr mit dem 6er FH mittels Goto sämtliche Open Clusters ab, die sich ja im 42ger Weitwinkel oder aber auch im 32iger sehr gut machen, egal, bei welchem Seeing finde ich, doch bei den Nebeln, bis auf M42 ging gar nichts!
Ein Trost war M42, den ich auch gleich noch im 16ner Dobson am 26iger Oku bestaunte, eine höhere Vergrößerung kam nicht mehr in Frage.
Jupiters Mondchen zeigen sich lustig wie Domino-Steine angelegt: zwei Pünktchen standen mittig quer zu zweien, die gerade unten davor lagen. Selten, mal alle Viere im Visier zu haben.
Der tundrische, mittlerweile zu Permafrost und somit steinhart durchfrorene Boden setzte mir von unten her zu und durchkühlte meine ansonsten dichten Wanderboots mit Eiseskälte....klatsch-nass legte sich der Tau rasch auf alle Gegenstände nieder, mein Beobachtungsbuch war durchtränkt, von meinen Teleskopen tropfte es fast schon herunter, die Okulare musste ich immer wieder freitupfen, den Telrad, den Rotpunktsucher...
Kann man so ein Pech haben nach all dem Jammer der letzten Wochen?
Das Beobachten über einer geschlossenen Schneedecke, ist das immer so? Wer hat Erfahrung? Ich muss gleich nochmal raus...entweder so oder gar nicht...wer weis? Die nächste Front rollt schon aus West heran!
Grüsse aus dem Unterwassermeer von Anette