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HerbertHeimel

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Hallo!
Vielleicht findet jemand Zeit, aus den 3 angehängten Summen-
bildern ein RGB zu machen. Ich brings nicht besser zusammen.
Für das Stacken und die Bearbeitung der Farbauszüge verwende
ich Giotto und für die Erzeugung des RGB Fitswork.
Grüße: Herbert
http://cid-5dc41d68d2f34559.skydrive.live.com/self.aspx/Öffentlich/satsumb.FIT
http://cid-5dc41d68d2f34559.skydrive.live.com/self.aspx/Öffentlich/satsumg.FIT
http://cid-5dc41d68d2f34559.skydrive.live.com/self.aspx/Öffentlich/satsumr.FIT
 

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    bsat0917q40.jpg
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Hallo Herbert,

das ist schon mal ganz offensichtlich ein sehr gelungener Saturn mit 8"! Trotzdem glaube ich, dass Du mit derselben Ausrüstung bei der nächsten vergleichbaren Gelegenheit noch mehr herausholen kannst.

Deine Farbauszüge habe ich zunächst einzeln in Registax V5 Beta behandelt. Nach einer oberen Tonwertbegrenzung (Histogramm) der recht dunkel erscheinenden Auszüge auf 100 (!) habe ich den Bildkontrast durch die Anwendung der Wavelet-Funktion angehoben mit den folgenden Reglerstellungen: 1-40, 2-20, 3-10.

Danach habe ich die Farbauszüge in Fitswork zu einem RGB zusammengesetzt und dieses dann mit einer Gradationseinstellung von 0,75 als BMP abgespeichert.

Schließlich habe ich in Picture Publisher - das hätte man wohl auch in Fitswork machen können - den Maßstab auf 80% verkleinert, um die Wirkung der abschließenden Schärfung (auf Stufe 10) zu verbessern. Die Schärfungsalgorithmen wirken nämlich nicht so gut bei allzu flachen Kontrasten.

Nach meiner Auffassung sollte der Abbildungsmaßstab generell einigermaßen an das Auflösungsvermögen der Optik angepasst sein, und bei 8" muss der Saturn m.E. nicht unbedingt größer abgebildet sein als in dem hier gezeigten - vorläufigen - Endergebnis:

Link zur Grafik: http://www.astro-vr.de/RGB_0-65Kg75_PPk080MS20M55L240s10A.jpg

Es wundert mich ein wenig, dass die Farben deutlich anders herauskommen als bei Dir, da ich hier überhaupt keine Korrektur vorgenommen habe.

Nach meiner Einschätzung könntest Du noch deutlich an Bildqualität hinzugewinnen, indem Du den Kamerachip besser ausgelichtest, so dass das Histogramm der Farbauszüge mindestens bis 200 reicht. Damit würde sich vermutlich auch der doch bereits erkennbare Rauschanteil noch weiter zurückdrängen lassen.

Könntest Du vielleicht zur besseren Beurteilung des Videomaterials noch einen kurzen Ausschnitt davon zeigen - wenn möglich in komprimierter Form, DivX oder MPEG4 - ?

Gruß, Jan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jan,

Zitat von Jan_Fremerey:
...
Deine Farbauszüge habe ich zunächst einzeln in Registax V5 Beta behandelt. Nach einer oberen Tonwertbegrenzung (Histogramm) der recht dunkel erscheinenden Auszüge auf 100 (!) ...
...
Das scheint aber eine Eigenart von registax zu sein. Wenn Du z.B. das R-Bild in fitswork öffnest, erscheint ein "normal" gesättigtes Hiostogramm ...


Grüße
Torsten
 
Hallo Torsten,

da hast Du schon Recht. Allerdings nimmt ja Fitswork beim Öffnen eine oft völlig übertriebene automatische Spreizung vor, während ich den Eindruck habe, dass Registax den Grauwertumfang der Summenbilddarstellung zunächst weitgehend auf den Grauwertumfang des angebotenen 8-Bit Rohmaterials abstimmt. Jedenfalls war das so im Falle meiner neuesten Sturnstacks.

Auch aus diesem Grunde bin ich an einem Einblick in das Videomaterial von Herbert interessiert.

Dank und Gruß, Jan
 
Hallo Jan,

Zitat von Jan_Fremerey:
Hallo Torsten,

da hast Du schon Recht. Allerdings nimmt ja Fitswork beim Öffnen eine oft völlig übertriebene automatische Spreizung vor, während ich den Eindruck habe, dass Registax den Grauwertumfang der Summenbilddarstellung zunächst weitgehend auf den Grauwertumfang des angebotenen 8-Bit Rohmaterials abstimmt. Jedenfalls war das so im Falle meiner neuesten Sturnstacks.

Auch aus diesem Grunde bin ich an einem Einblick in das Videomaterial von Herbert interessiert.

Dank und Gruß, Jan
Das wird sicher interessant sein, mal wieder anderes Videomaterial zu sehen. :)

Ich habe in meiner Antwort im Prinzip nur aus meiner eigenen Erfahrung gesprochen. Wenn ich meine in giotto gestackten Bilder (aus Videos, die bei zu mind. 4/5 gesättigtem Histogramm aufgenommen wurden) mit registax öffne, muss ich auch immer erst die Tonwertbegrenzung auf etwa 100 - 120 einstellen, weil das Bild sonst zu dunkel da steht.


Grüße
Torsten
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Herbert,

ich habe mir ebenfalls erlaubt, Dein Bild mal zu bearbeiten, ein solcher Vergleich macht ja Spaß ;) Viel besser ist es ja auch nicht geworden aber es ist ja interessant, die unterschiedlichen Ergebnisse zu sehen.

Link zur Grafik: http://astromaciek.de/Astrobilder/Planeten/Saturn/saturnHerbert%20Heimel.jpg

Ich habe die Bilder zunächst mal ebenfalls in Registax geladen und mit den beiden ersten Waveletts mit den Werten 40 und 20 geschärft. Interessant, daß die Bilder zunächst mal kurz im Registax hell erschienen, um danach ganz dunkel zu werden. Ich sehe hier also Torstens Vermutung bestättigt, daß sie im Registax stark abgedunkelt werden. Warum das so ist, weiß ich allerdings nicht. Vielleicht kannst Du ja etwas dazu sagen, wie hell Du die AVI's wirklich aufgenommen hast...

Anschließend habe ich die Bilder im PS in mehreren Schritten mit Hilfe der Graduationskurven aufgehellt, mit zwei Messpunkten wird die Helligkeit der einzelnen Kanäle gemessen und angeglichen. Dann habe ich die Ebene kopiert und mit unscharfer Maske behandelt, auf Luminanz gestellt und ihre Deckkraft nach Augenmaß eingestellt. Als letztes wurde der Kontrast noch etwas angehoben.

In Deinem Bild habe ich noch zusätzlich den Überschwinger des blauen bzw. grünen Kanals mit dem Kopierstempel entfernt. Das Ganze hört sich vielleicht jetzt lange an, war aber in 10 Min. erledigt ;)

Viele Grüße & CS,

Maciek
 
Hallo!
Donnerwetter! Mit so vielen Beiträgen in vor allem so kurzer
Zeit habe ich nicht gerechnet. Vielen Dank für die Mühe.
Wie ich aus Euren Beiträgen entnehme, so ist meine Bild-
bearbeitung mit Ausnahme der Farbgebung ganz passabel.
Letztere scheint mir überhaupt ein Problem bzw eine
Geschmacksache zu sein. So habe ich bei meinem Bild das
Blau etwas reduziert und Jans Rat folgend, die Größe ver-
ringert. Bei der nächsten Aufnahme werde ich versuchen,den
Chip vor allem im Blauen besser auszuleuchten.
Demnächst versuche ich auch eine kurze Sequenz ins Forum
zu stellen, vorausgesetzt mein Filius hat Zeit, mir das
beizubringen.
Viele Grüße und nochmals Danke: Herbert
 

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    bsat0917x.JPG
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Hallo Herbert,

danke für die GIF-Serie. Da hatte Torsten wohl Recht, d.h., Deine Videos sind doch nicht so stark unterbelichtet, wie ich mir das vorgestellt hatte. Also habe ich mir – auch auf Empfehlung eines befreundeten, sehr erfahrenen Astrofotografen – nochmal etwas mehr Mühe gegeben mit folgenden zusätzlichen Maßnahmen:

Statt mit meinem abschließenden Fitsworkergebnis in BMP-Form nach Picture Publisher überzuwechseln, bin ich noch mit dem FIT-Format in Fitswork geblieben und habe die dortigen Wavelets bemüht mit folgenden Einstellungen: Glättungsregler 1 auf 0,1 sowie Verstärkungsregler 2 auf 2,44 und 3 auf 156, dann Gauß-Schärfen mit Radius 3,00 bei Stärke 19, schließlich Farbsättigung auf 70% zurückgenommen und Histogrammumfang auf 1K-65K begrenzt mit Gradationseinstellung bei 0,60.

In Verbindung mit meinen vorausgegangenen Angaben müsstest Du die komplette Bearbeitungsprozedur in Fitswork nachspielen können.

Am Ende ist bei mir dieses Ergebnis herausgekommen:

Link zur Grafik: http://www.astro-vr.de/HHeimel_RGB_0-65Kg75_w_G1010_V2244-3156_Gr300s19_fs070_1K-65Kg60.jpg

Dieses Saturnfoto zeigt mal wieder, welche Qualität ein gutes 8“ Teleskop zu liefern imstande ist. Ich bin sehr beeindruckt und bemühe mich deshalb z.Z. selbst, in diese Klasse aufsteigen ...

Gruß, Jan
 
Hallo Jan!
Vielen Dank für die Anleitung, die mir allerdings etwas zu
hoch ist. So habe ich es noch einmal mit meiner Standard-
prozedur probiert. Diesmal aber nicht mit 40%, sondern nur
mit 20% Verwendungsrate. Das Ergebnis ist, so glaube ich,
auch ganz passabel.
Viele Grüße: Herbert
 

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Hallo Herbert,

auch Dein vorausgegangenes Ergebnis fand ich schon besser als "ganz passabel".

Mag sein, dass Dir die von mir beschriebenen Werkzeuge aus Fitswork noch nicht so geläufig sind, dann erscheint die Prozedur vielleicht ein wenig unübersichtlich.

Was mich eigentlich wundert, ist, dass die Farben so unterschiedlich herauskommen. Alle Deine Ausarbeitungen sind leicht blaustichig, bis auf die letzte, die wirkt ehr etwas gelblich. Ich habe an der Farbabstimmung überhaupt nicht gedreht, nur habe ich die Farbsättigung leicht zurückgenommen, damit der Planet nicht allzu bunt aussieht. Am Ende kommen aber trotzdem zwei farblich recht unterschiedliche Ergebnisse heraus.

In diesem Zusammenhang würde mich interessieren, ob und ggf. was Du an der Farbe gedreht hast?

Wie auch immer - Deine Aufnahme erscheint mir für 8" sehr gut!

Gruß, Jan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jan!
Durch Eure Beiträge angeregt, beginne ich mich jetzt näher
mit der Farbgebung zu beschäftigen. Bis jetzt habe ich ja
nur versucht, ein ansprechendes Bild, mit einer leichten
Vorliebe für Blau, zu "malen". Dass eine echte Farbgebung
schwierig ist, zeigen nicht zuletzt, die hier vorliegenden Bilder. Außerdem scheint mir, dass man nach einer Kontrastverstärkung, sei es bei der Aufnahme oder nachher,
sowieso nicht mehr von echten Farben reden kann.
Trotzdem werde ich versuchen, eine Farbeichung meiner
Filter und der DMK zu machen. Vielleicht geht das über die
extrafokale Aufnahme eines weissen Sterns ( G2 ).
Wenn ich etwas Brauchbares habe, melde ich mich wieder.
Viele Grüße: Herbert
 
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