ES Komakorrektor Betatest

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Hallo Tassilo,

ich bin ob Deiner Formulierung gerade unsicher, aber meinen Bericht zu den Korrektoren kann er ja nicht kennen.

Es tat mir echt leid, das Ding wieder her zu geben. Aber ich glaube es geht hier in erster Linie gar nicht um den Komakorrektor. Ich bin jedenfalls bereit, auf eine ordentliche Umsetzung noch eine Weile zu warten. Das ist mir lieber, als Abstriche bei der Qualität zu machen.

Clear Skies
Sven
 
Einen schönen Guten Morgen!

Danke Tassilo!
Einfach ein geiles Chart :super:
Ich weiss jetzt auch wie man das lesen muss, und die für mich wichtige Information ist, dass die Korrektur auf der Achse, also das einzige was ein Newton von sich aus perfekt kann, nur sehr, sehr wenig in Mitleidenschaft gezogen wird.
(Das wäre sonst das visuelle K.O. Kriterium für jeden Coma-Korrektor)
Extreme zeigen das immer viel besser, und f/2.5 *ist* definitiv ein Extrem.
So wie es aussieht, wird man sich eher um die Hauptspiegelqualität einen Kopf machen müssen :schwitz:
(was nebenbei für jede Art von Zubehör-Diskussion ein wichtiger Punkt wäre, in Sachen "undokumentierte Hauptspiegel Features" sage ich jetzt mal nix konkretes, was nicht heisst, dass ich es nicht könnte :pfeif:)

Danke und Gruß
Kai
 
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Hi Sven, Hallo Tassilo

glauben ist nicht Wissen und es testen mittlerweile weit aus mehr Hersteller/Händler vor der Markteinführung (APM, TS, Lajos) und das bei weitaus geringeren Losgrößen.

Es geht darum:

* Den Paracorr kann man im fotographischen Anwendungsgebiet auch an größeren Chips einsetzen (Ab F/4 oder kleiner bzw langsamer).

* Die leichte Brennweitenverlängerung fällt praktisch nicht sehr stark ins Gewicht.

Für den rein visuellen Einsatzbereich: Da bin ich auf Deinen Bericht gespannt, Sven.

Die Charts deuten auch ein sehr gutes und vor allem interessantes Produkt hin. Wenn vorab Dinge getestet werden, dann kann das jeder von uns nur begrüßen.

Und da offensichtlich die Beta-Phase noch nicht abgeschlossen ist, kommen ja vielleicht noch ein paar quantitativ belastbare Benchmarks bezgl. der anderen Komakorrektoren zum Vorschein? Also, abwarten... bis das ein Testegebniss vorliegt.

Beste Grüße und CS,
Gerrit





 
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Hallo Gerrit,

weißt Du, mich stört daran nur eines: Televue bringt einen Paracorr II und erzählt den Leuten beinah, dass das Ding sogar mit negativen Öffnungsverhältnissen funktioniert - und der Markt schreit "Juhuu!". Genauso Einführung Delos, Einführung Ethos.

Ich finde eine kritische Haltung zu neuen Produkten gar nicht schlecht. Ich vermisse nur die Gleichbehandlung. Und Televue ruht sich bezüglich Haptik sehr auf den Lorbeeren aus.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

das ist nun mal historisch so gelaufen. Und Deine Feststellung teile ich. Und kurze Zeit später standen die ersten Ethos wieder im Gebrauchtmarkt....sind sie jetzt schlecht, waren sie zu teuer, hat man sich mehr erhofft?

Ich kann auch nur für dieses eine Produkt und diesen Anwendungsfall sprechen. Und deshalb das Ja-Aber. Aber es geht nicht um Televue insgesamt. Es muß zum Anwendungsfall passen, nicht weil es die Marke ist.

Beste Grüße,
Gerrit
 
Hallo Gerrit,

die Ethos sind schon ein guter Wurf. Das 13mm hatte ich hier genauso wie das 14mm ES 100°. Beide brauchen aber einen gut funktionierenden Komakorrektor, nicht einfach nur wegen Koma, sondern auch damit das Feld passend geebnet ist. Und genau da dürfte es bei den meisten schnellen Geräten "da draußen" hapern. In einen f/5 Dobson gestopft kommen da gegenüber dem Nagler nur mehr unscharfe Bereiche hinzu. Erst wenn ein guter Komakorrektor arbeitet, wird das richtig, richtig, richtig gut. In meinem Bericht zu den beiden Okularen stet's schon: Vergleicht man sie, vergleicht man auf einmal Komakorrektoren. Und selbst wenn Leute sich Nagler und Pano gönnen, findet man als Komakorrektor doch eher den MPCC als den Paracorr. Ich denke, dass ES hier durchaus das Potenzial hat, ein Produkt zu bringen welches mit neuen wie auch vorhandenen Okularen vormacht, wie gut so ein schneller Newton wirklich sein kann.

Clear Skies
Sven
 
Hi Sven,

danke für die Infos. Ich habe mir mittlerweile Deinen Testbericht zum Ethos und dem ES 100° nochmal angeschaut.

Wesentlich ist, daß Du ja mehr für die visuelle Anwendung sprichst und auch testest. Meine Anforderungen liegen mehr im fotographischen Bereich. Und da gabs mal den Univeral Paracorr und den auch in einer speziellen Variante für die STL11002.

Beide vertreibt Televue nicht mehr. Aber eben auf diese habe ich mich bezogen.

Mittlerweile ist es auch so, daß es ja nur noch den Paracorr 2 gibt. Die Frage ist nun, welchen hattest Du im Test? Das wäre mal interessant.
Und wenn man sich die Spec vom Paracorr 2 anschaut und dann die Charts von Tassilo daneben hällt, dann wird man wohl auch beim ES Komakorrektor kaum mit Vignettierungen im APS-C bereich rechnen müssen.

Nun möchte ich mal abwarten, was Dein Testbericht sagt und wann der ES Komakorrektor auf dem Markt ist. Und wünsche weiter gutes Gelingen bei der Umsetzung (das war oben durchaus ernst gemeint).

Beste Grüße,

Gerrit
 
Hallo zusammen,
nur kurz ein paar Worte zu offengelegten Spezifikationen:
Tassilo hat nicht nur die MTF's für 16" f/2.5 reingestellt, sondern mir angeboten, die konkreten Werte für Achse und Feld für einen 21" f/2.7 zu rechnen (effektiv 530/1430). Danke!
Genau so ein Rohling liegt bei mir herum, der fehlende Korrektor kann nun nicht mehr als Ausrede dienen :schwitz:

Ich werde keine Zahlen nennen und Tassilo wird sicherlich nicht für sämtliche Durchmesser und Öffnungsverhältnisse diesen Aufwand betreiben.
Trotzdem steht für mich als Spiegelschleifer fest:
Der Korrektor ist theoretisch so gut, dass man in jedem Fall und völlig ausschließlich nur die Spiegelfehler sieht!
Will heißen: Ohne kritische Spiegelmessung ist jede differenzierte Testaussage sinnlos.
Das bedeutet auch, dass man diesen Korrektor schwerlich angemessen am Himmel testen kann. Vielleicht kann man ein paar Aussagen für verschiedene Okularkombinationen treffen, wobei die Frage steht, wie gut die Okulare sind.
Man muss bedenken, dass f/2.7 um einen Faktor 3x bis 5x "bösartiger" zu Okularseitigem Equippment ist wie f/4 !

Der visuell wichtige Part, nämlich eine perfekte Achsabbildung mit sanften Übergang ins Feld ist voll erfüllt.
Und selbst 10mm von der Achse entfernt ist die Korrektur so extrem gut, dass es mir als Achsabbildung vollauf genügen würde.

Soviel zu den Fakten.

Wer will, kann versuchen von Televue (nix gegen Televue!) oder ASA entsprechende Daten zu bekommen.

Ich habe zB noch nicht ein einziges Testprotokoll von ASA zu den Korrektoren gesehen, obwohl solche Tests auf ASA Page beworben werden.

ps. Ich kenne Tassilo seit dem ITV 2011 persönlich, nur deshalb erlaube ich mir überhaupt die Daten zu dem neunen Korrektor zu interpretieren und zu kommentieren.
Nur so habe ich auch das nötige Vertrauen, dass in den OSLO Charts auch wirklich der Korrektor "eingebaut" war:erschreck:
Eine Frage des Vertrauens also. Und keine Frage der zusätzlichen Werbung, die das Serienprodukt nicht nötig hat, wenn die Fertigungstoleranzen auch nur einigermaßen eingehalten werden.

Zu diesem letzten Schritt wünsche ich Dir, Tassilo, viel Erfolg. Nicht ganz uneigennützig, den ich freue mich schon drauf :super:

Viele Grüße
Kai
 
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Hallo Gerrit,

hm, ich bin grad nicht sicher und zu faul nachzuschauen, ob ich auch in diesem Bericht "PCVC2000" eingetragen habe, was jenen Paracorr eindeutig (und als Paracorr ohne II) beschreibt.

Mit etwas Glück kann ich auch einen Paracorr II neben die "Beta-Version" halten, mal schauen, das hängt am Terminkalender eines anderen, den ich ohnehin schon für Vergleichs-Equipment strapaziert habe (Stichwort: "Und so sieht es von innen aus").

Clear Skies
Sven
 
Hallo Kai,

also von mir mal ein nicken und ein paar Worte dazu. Das schöne an der Sache ist einfach, einen Korrektor zu bekommen, der etwas weniger verlängert und einfach in der Wirkung erschlagend gut ist (visuell). Wenn ich hervorragende Okulare wie das 31mm Nagler, das 13mm Ethos und das 14mm ES 100° verwende und zum Paracorr PCVC2000 keinen Unterschied in der Randabbildung finde (dafür aber ein per durchlauf gemessenes, also objektiv größeres Feld), sehe ich da ein Leistungsplus. Ich weiß nicht, wie das andere Beobachter sehen, aber wenn ich einfach mal rechne 31mm/1,07 (wegen 7% Verlängerung) dann komme ich bei 29mm Brennweite und an f/4 also bei 7,25mm AP heraus. Da lässt sich dann ein 31mm Nagler von vielen Beobachter einsetzen, welches 42mm Feldblende einbringt. Diese 42mm Feldblende zurückgerechnet sind 42mm/1,07=39,25mm im Gegensatz zu 35mm Feldblende eines 26mm Nagler Typ 5. Dazu wird die Randabbildung nochmals besser als mit dem 26mm ohne Korrektor. Feine Sache. Bei 15% Verlängerung übrigens kommt man auf 42mm/1,15=36,5mm und dafür hätte ich Skrupel mein 26mm Nagler gegen ein 31er zu tauschen.

Was Fehler des Spiegels und der mechanischen Ausrichtung angeht: Die kann man weder dem einen noch dem anderen Korrektor anlasten, sondern da muss jeder selbst wissen, wo er dem Gesamtsystem Grenzen setzt.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Kai

Ich habe zB noch nicht ein einziges Testprotokoll von ASA zu den Korrektoren gesehen, obwohl solche Tests auf ASA Page beworben werden.

Ich glaube das wird Tassilo aber auch nicht liefern können?

Bisher haben wir ja nur die "theoretischen" Datenblätter von Tassilo zu seinem ES-Korrektor gesehen und die findet man auch bei TeleVue und ASA zu deren Korrektoren.

Was mich noch interessieren würde ist die mechanische Ausführung. Bekomme ich dann zu dem ES-Korrektor auch die passenden Adapter wie z.B. bei TeleVue?

Auch würde mich interessieren, ob der ES-Korrektor wirklich 100mm lang sein muss, bzw. sein wird?

Gruß Uwe
 
Hallo Sven,

mir ist der Verlängerungsfaktor relativ egal, bei f/3 gibt es da keine Probleme mit der Okularauswahl. Im Gegenteil, ich habe mich für das 17mm Ethos statt 21mm entschieden, weil ich nicht beide haben kann und knapp 5mm Pupille ausreichend groß sind.
Für f/4 sieht das entsprechend anders aus, klar.
Das 31'er Nagler ist wirklich in super Okular, ich verwende es zum Aufsuchen, alles andere sugeriert PN's und GX' am Rand ?)
Trotzdem, die Ethos sind eine Klasse besser!

Was Fehler des Spiegels und der mechanischen Ausrichtung angeht: Die kann man weder dem einen noch dem anderen Korrektor anlasten, sondern da muss jeder selbst wissen, wo er dem Gesamtsystem Grenzen setzt.
Ja, natürlich!
Aber: Während ein mangelhafter Spiegel ersteinmal "nur" auf der Achse sein wahres Gesicht zeigt (weil die Fehler im Feld mit Coma zugeschüttet sind) zeigt derselbe Spiegel mit Korrektor nun auch im Feld Fehler, die nicht sein müssten.
Man muss also beim Testen, neben einer perfekten Justage, zuerst die Achsabbildung genau studieren. Zunächst ohne Korrektor, denn besser kann er die Abbildung nicht machen.

Ideal zum Test wären kleine, schnelle Spiegel weil damit auch das Seeing nicht so druchschlägt. Anderseits ist die Bildfeldwölbung ein unschöner Effekt, der bei 2m Brennweite nicht mehr stört.

Viele Grüße
Kai




 
Hallo Uwe,
Ich glaube das wird Tassilo aber auch nicht liefern können?
Natürlich nicht! Es gibt ja noch kein Serienmodell. und er hat auch nicht damit geworben, ASA aber schon.
"Jeder Korrektor wird vor Auslieferung im System geprüft und vermessen"
Also "jeder" und auch noch "vermessen"... Beispiele bitte!
Bisher haben wir ja nur die "theoretischen" Datenblätter von Tassilo zu seinem ES-Korrektor gesehen und die findet man auch bei TeleVue und ASA zu deren Korrektoren.
Im Prinzip schon, bei Televue ist es eine Bleistiftzeichnung (nichts gegen Bleistift) aber ohne irgendwas konkretes. Dafür istder alte Paracorr genügend verbreitet, deshalb habe ich ihn seinerzeit kurz testen können und dann gekauft.

Bei ASA gibt es Spots, immerhin, ich finde nur reine Spots wenig aussagekräftig für mich als Visuellen.
Bekomme ich dann zu dem ES-Korrektor auch die passenden Adapter wie z.B. bei TeleVue?
Wenn Du den "Tunable Top" beim Paracorr meinst, das ist eine völlig unpraktikable Konstruktion, die jeder den ich kenne umgeht indem er die Okulare parfokal macht. Oder mit einer Stufe Differenz lebt.
Zum einmaligen Einstellen ist es aber ok.

Wie Tassilo das im Prototype gelöst hat weiss ich nicht, er hatte das zum ITV irgendwie passend für das Ethos eingestellt.

Auch würde mich interessieren, ob der ES-Korrektor wirklich 100mm lang sein muss, bzw. sein wird?
Ja, der Korrektor ist relativ lang gewesen. Aber das erinnert mich an Mozart, der gefragt wurde ob man ein paar Noten weglassen kann. Nein, es sind genau die richtigen Noten an der richtigen Stelle, auf keine einzige könne man verzichten :neinnein:

Viele Grüße
Kai

 
Hi Zusammen,

geht's um die Baulänge oder die Fokallage? Am Ende entscheidet die Gehäuseform und daher ist es auch müßig, über die Einstellung für einen zum Okular passenden Abstand zu diskutieren.
Soviel ist klar: Beim Prototypen hat das alles geklappt. Und was Komakorrektoren allgemein angeht, taugen solche Korrektoren nicht zum Helical Extremflachmann. Für jeden normalen Auszug, ob Zahntrieb oder Cr(a)yford, taugt's.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven und alle,

danke für die Posts. Als Info an den Rest: Optimaler Fokusabstand wird visuell und photographisch unterschiedlich erreicht. Je größer der Newton, desto größer wird der optimale Fokusabstand, bei einem 24" f/4 liegt er 2mm weiter außerhalb als bei einem 8" f/4. Da liegt dann eine Tabelle bei und 4 Stück Abstandsringe von je 0,5mm, die zwischen T2-Ring und Korrektor kommen. Damit stimmt das dann photografisch. Visuell ist eine Verstelleinheit für die Okulare dabei, weil wir eine Spreizung von über 30mm zwischen den Okularen ermöglichen - was auch nötig ist, wenn man sich mal ansieht, wie weit die Fokuspunkte z.B. der Ethos variieren.

Clear skies

Tassilo
 
Hallo alle,

habe bezüglich Komakorrektor eine Frage. Würde mir der Einsatz eines solchen die Auffindung schwacher Kometen erleichtern?
Ich verwende 26mm Nagler, 13mm und 7mm Ethos an 24" f/4.27.
Welcher Komakorrektor wäre für mich als rein visueller Beobachter der Geeignetste?
Wenn ich genau weiss, an welcher Stelle ein schwacher Komet sich befindet und ich ebendiese Stelle in die Mitte des Gesichtsfeldes bringe und nun versuche den Kometen wahrzunehmen, bringt mir dann ein Komakorrektor überhaupt einen Vorteil, oder ist es vielmehr so, dass ich in der Mitte eher schlechtere Abbildung habe als ohne Korrektor?

CS Mike
 
Hallo Mike,

also bei den Zweilinsern verschlechtert sich die Mitte, die müssen nach meinem Kenntnisstand (und ich habe das von Heinz Klee wie auch Harrie Rutten so gehört) eine sphärische Fehlkorrektur einführen (wie auch der Ross). Daher hat ja möglicherweise das R200SS eine "75% Parabolisierung" - wenn's denn stimmt. Bei den Korrektoren die sich rund um das Wort "Wynne" lässt sich das vermeiden. Passiert auch nicht, soweit ich sehe.

Auf der Achse bietet Dir der Korrektor aber keinen Vorteil. Er vergrößert aber bei speziell Deinem großen und schnellen Gerät ganz bedeutend das beugungsbegrenzte Feld (bei korrekter Justage und korrektem Sitz). Das ist bei Deinem Gerät ja unheimlich klein, bestimmt weniger als 0,5mm. Aber trotzdem ist das bei schwachen Kometen eher unerheblich. Sobald der Komet einen Halo zeigt, kommt es nicht mehr auf die Sternabbildung an. Oder spielst Du auf Kometen an, bei denen die Koma (des Kometen) noch stellar mit "leichter Trübung" sichtbar wird? Da würde es darauf ankommen, ob Du den Kometen gezielt in das winzige beugungsbegrenzte Feld bekommst. Wobei... das Feld was Du mit maximaler - sagen wir "Qualität" siehst, ist ja beim 26mm Nagler wieder deutlich größer, weil Du die Spots mit dem Auge eh nicht aufgelöst bekommst.

Ich glaube also dass der Nutzen für diese konkrete Anwendung daran hängt, wie genau Du die Kometen anfahren kannst. Kannst Du das gut, bringt der Korrektor eher nichts. Denke ich.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Mike,

ich denke ein guter Komakorrektor bringt Dir deutlich was, wegen der Kontrastverbesserung im Feld, siehe mein Post im Optik-Forum.

Clear skies

Tassilo
 
Hallo Tassilo,

bei einem diffusen Objekt würde ich eher sagen, dass eine Kontrastverbesserung nicht benötigt wird und eher die Linsenzahl für mehr Streulicht spricht - dreckig werden kann das Ding auch, mit der Zeit.
Die Kontrastverbesserung würde ich bei feinen Filamenten wie beim Zirrus anführen.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

die Linsenzahl ist bei den heutigen Vergütungen meines Erachtens kein Problem mehr, über das man nachdenken muß. Wir reden da ja inzwischen auch bei kompletten optischen Systemen wie einem Fernglas davon, daß mehr als 90% durchgehen, und das bei 8-9 Linsen plus Prismen (und das nicht nur bei irgendwelchen Edelfabrikaten). Wenn man diese paar % dann in Verhältnis setzt zu den Energieverlusten durch das Koma im Feld, dann denke ich daß der Korrektor erheblich mehr bringt als er stört.
Ich bin da aber immer für Praxisfeedback offen, das ist ja jetzt nur theoretisch abgeleitet.

Clear Skies

Tassilo
 
Hallo Tassilo,

ja :) nein... ich meinte nicht dass die Linsen schlecht sind. Ich meinte nur dass ich bei einem Kometen, einem kleinen, entfernten, eher einen diffusen Eindruck, also einen schwachen Gradienten habe. Da geht es um Flächenhelligkeit und um die niederfrequenten MTF Bereiche. Daran dreht der Komakorrektor praktisch nichts. Außer, wie beschrieben, wenn der Kometenkern fast stellar ist. Das ist dann wieder eine gute Wirkung eines Komakorrektors, dass der dafür sorgt, dass nicht alle Sterne kleine Kometenkeren (oder planetarische Nebel) zu sein scheinen.

Clear Skies
Sven
 
Hi Sven,

es geht mir ganz konkret um die Beobachtung schwacher Kometen mit langsamer Ortsveränderung:
Manchmal ist es so, dass ich sehr schwache Kometen zwar (wahrscheinlich) sehe aber nicht als solche von Sternen unterscheiden kann. Das sind Kometen mit 14-16mag, die bei den üblichen Bedingungen (ca. 5.2-5.5mag fst) nur mit 200x im 13mm Ethos zu sehen sind. Wenn diese dann einen hohen Kondensationsgrad haben und kaum Eigenbewegung wirds schwierig diese auch bei Verwendumg von Skymap am Laptop von anderen Sternen zu unterscheiden, da das Aussehen mehr oder weniger stellar ist. Da bringt dann wohl der Komakorrektor auch nichts mehr? Jedenfalls vermute ich dass, mal sonst hätte ich mir schon längst mal einen gekauft. Das der Korrektor für normale DeepSkybeobachtungen bei niedriger Vergrößerung ein Augenschmaus ist, davon gehe ich mal aus, aber es geht mir eben speziell um die schwachen Kometen.

CS Mike
 
Hallo Mike,

wenn sie Stellar sind bringt der Korrektor Dir doch etwas. Dadurch dass der Spot kleiner wird und das beugungsbegrenzte Feld größer, gewinnst Du an Grenzgröße. Das müsste dem zuträglich sein. Ich halte dabei aber die Justage für die größte Herausforderung. Wir hatten im Forum mal eine Formel für Newton f/zu und Öffnung, die dann das Feld in Millimetern ausspuckte. Das dürfte bei Deinen Eckdaten erschreckend sein... vielleicht rechnest Du's besser gar nicht erst aus...

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

Wir hatten im Forum mal eine Formel für Newton f/zu und Öffnung, die dann das Feld in Millimetern ausspuckte. Das dürfte bei Deinen Eckdaten erschreckend sein... vielleicht rechnest Du's besser gar nicht erst aus...

nun hatten wir doch erst im Zusammenhang mit der Funktion von Komakorrektoren an unterschiedlichen Öffnungen lang und breit diskutiert das die Koma für einen bestimmten Achsabstand nur vom Öffnungsverhältnis abhängig ist.
Nicht von der Öffnung!
Eine Formel die ein beugungsbegrenztes Feld in mm und die Öffnung von einander abhängig macht ist daher völliger Blödsinn.
Es ist wohl eher der Feldwinkel, dann wird ein Schuh draus.

Zum Achsabstand hatte ich ja nun wirklich einiges gebracht, hier und folgende.

http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/881830/Re_Komakorrektur#Post881830

Link zur Grafik: http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/ubb/download/Number/20311/filename/Koma_Vergleich.jpg

Der Achsabstand für beide Beispiele ist 21mm!

Aber wenn Du mir nicht glaubst vielleicht glaubst Du ja Herrn Klee.

http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/882862/1

Es ist z.B. eine Tatsache das die bei einem Parabolspiegel auftretende Zerstreuungsfigur der Koma, betreffs Aussehen und Ausdehnung, bei einem gegeben linearen Abstand von der optischen Achse nur von der f-Zahl abhängig ist, und nicht von der Brennweite.

Wobei Er sich hier mit "f-Zahl" leider nicht der korrekten Terminologie bedient die Er weiter oben einfordert.
Es könnte sogar zu Verwechslungen mit der Brennweite f kommen, aber das hier nicht die Brennweite gemeint ist erschließt sich ja aus dem letzten Teil des Satzes.
Wenn man schon beim Öffnungsverhältnis mit dem kleinen f arbeitet dann gehört der Bruchstrich unbedingt dazu.
Ansonsten ist hier das große F zu verwenden.
Wenn allgemein wie hier vom Öffnungsverhältnis die Rede ist wäre es passender auch gleich Öffnungsverhältnis zu schreiben oder das große N als korrektes Symbol dafür zu verwenden und nicht „f-Zahl“.
Nur mal so in Bezug auf die ganzen Belehrungen dieses Herrn die zuvor so gekommen sind.
Ich sag da nur wer im Glashaus sitz…….

Was das beugungsbegrenzte Feld in mm (Achsabstand) angeht hab ich das für f/5 hier schon beantwortet.

http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/886312/Re_Statement_von_Heinz_W_Klee_#Post886312

Kommen wir konkret zu Deiner Konfiguration.
Erreichbarer Feldwinkel 3mm Radius Chip mit Barlow Faktor 2,2 also noch 1,36mm bzw. 0,062°
Der Strehl beträgt hier 0,805 also zufällig die Beugungsgrenze.
(die 0,062° Feldwinkel-Radius ergeben sich nur bei 250mm Öffnung)

Es sind also für f/5 rund 1,36mm Achsabstand entsprechend 2,72mm Felddurchmesser, da bei den hier in Frage kommenden kleinen Feldwinkeln der Asti völlig bedeutungslos und damit zu vernachlässigen ist gilt das für so kleine Feldwinkel unabhängig von der Öffnung.

Grüße Gerd

 
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Hallo Gerd,

jetzt sei mal nicht so angefressen, aus Öffnungsverhältnis und Öffnung ergibt sich die Brennweite und die liefert über den Winkel...
Rechne doch grad mal mit Mikes Gerät, OK?

CS
Sven
 
Hallo Sven,

na ja es ist halt nur weil die Sache ja gerade ziemlich ausführlich diskutiert wurde.

Rechne doch grad mal mit Mikes Gerät, OK?
Was hat denn Mikes Optik für ein Öffnungsverhältnis?
Für f/4 wäre das beugungsbegrenzte Feld nach wellenoptischer Betrachtung also Strehl 0,8 als Grenzwert bei 0,7mm Achsabstand also 1,4mm Durchmesser.
Das gilt für 24“ genauso wie für 4“ nur die Feldwinkel unterscheiden sich natürlich drastisch.

Bei geometrischer Betrachtung also die Maximalaberration des geometrischen Spots wie man sie über die Seidel Gleichung erhält in Relation zum Beugungsscheibchen ergibt sich ein kleinerer Wert.
Der Unterschied liegt in der Strahlverteilung der Komafigur begründet.
Diese konzentrieren sich in Richtung „Kern“ der Komafigur, deshalb darf diese spürbar über das Beugungsscheibchen hinausreichen bevor der Strehl unter die 0,8 Marke fällt.
Eine Berechnung über die rein geometrische Seidel Gleichung taugt daher nur als Näherrung.

Grüße Gerd
 
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Hallo Gerd,

schon gut. 24" f/4.27 schreibt er. Beim 17er Ethos müsste der Gewinn an richtig scharfem Feld doch spürbar sein.

Clear Skies
Sven
 
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