es muss Verbesserung her

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MajKen

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Hallo zusammen!

Nach langen Jahren der Pause habe ich im vergangenen Herbst meinen alten Meade Explorer 4500 (114 / 910) wieder ausgegraben und bin anfänglich schon stark verwundert gewesen, wie schwach meine Canon EOS 400D bei den Aufnahmen schon war.

Meine 400D habe ich bisher nicht umbauen lassen und scheue die Investition, da ein Umbau teurer als der Restwert der Kamera ist.
Somit stehe ich an dem Punkt, dass ich aber meine Bilder auf Dauer besser haben möchte, als das was aus der 400D trotz Stacking herauszuholen ist.

Hier mal 3 Beispiele von meinen Aufnahmen (direkt am Teleskop sehe ich trotz Adapter keinen vernünftigen Fokus zu finden)
Aufgenommen mit ASA800/1600 bei f 5.6 und Brennweiten von 35 / 55mm.

Lade meine Dateien nachher noch entsprechend hoch und verlinke sie, damit ihr die Qualität noch besser beurteilen könnt.

Ich bin der Meinung, dass ich im Bereich der Kamera am Limit des Möglichen angekommen bin. Mir reicht das aber nicht.

Daher habe ich mich mal umgesehen und hier zB eine
touptek ep3cmos06300kpa-deepsky-color
gefunden.

Da ich nicht direkt in die Photographie mittels Mono-Technik einsteigen möchte, sondern eigentlich eher den direkteren Weg suche, bin ich über Anregungen und Vorschläge bzgl. Erfahrungswerten und Alternativen, auch in Bezug der von mir gefundenen Kamera oben, sehr offen.

Klar sind letztlich reine Mono-Kameras nach meinem Kenntnisstand leistungsfähiger, jedoch scheue ich derzeit noch die kommenden Investitionen für ein motorisches Filterrad nebst zugehörigen Filtern.


Dankeschön vorab schon mal für eure Anregungen und Ideen.
 
Hi,

Zitat von MajKen:
Nach langen Jahren der Pause habe ich im vergangenen Herbst meinen alten Meade Explorer 4500 (114 / 910) wieder ausgegraben und bin anfänglich schon stark verwundert gewesen, wie schwach meine Canon EOS 400D bei den Aufnahmen schon war.

Sitzt der Newton auf einer Parallaktischen Montierung mit el. Nachführung? Ohne el. Nachführung kannst nicht bei 900 mm Brennweite fotografieren. Egal, ob mit DSLR oder einer farbigen "Webcam". Da sind die Sterne nach 1 Sekunde bereits kleine Striche...

Meine 400D habe ich bisher nicht umbauen lassen und scheue die Investition, da ein Umbau teurer als der Restwert der Kamera ist.


so ne alte Kamera würde ich auch nicht mehr umbauen lassen. Ich hab selber ne 400D. Da die keinen Liveview hat, macht das nicht wirklich Sinn. Sie eignet sich aber recht gut für Strichspuraufnahmen oder Aufnahmen der Milchstraße mit hübschem Vordergrundmotiv (Baum, Ruine, Holzschober...) oder Timelapsaufnahmen auf einem festen Stativ mit nem Weitwinkelobjektiv. :)

Somit stehe ich an dem Punkt, dass ich aber meine Bilder auf Dauer besser haben möchte, als das was aus der 400D trotz Stacking herauszuholen ist.

dazu würde ich (egal welche) Kamera als erstes ne Montierung anschaffen. Entweder Polarie, Star Adventurer oder ähnliches, wenn Du nur mit Fotoobjektiven arbeiten möchtest, oder gleich eine "richtige" Montierung, die einen Polsucher hat und bei der beide Achsen angesteuert werden können und wo das Steuergerät einen Autoguideranschluß hat.

Hier mal 3 Beispiele von meinen Aufnahmen (direkt am Teleskop sehe ich trotz Adapter keinen vernünftigen Fokus zu finden)
Aufgenommen mit ASA800/1600 bei f 5.6 und Brennweiten von 35 / 55mm.

diese Bilder zeigen alle deutliche Striche statt Sternen. Also hast zu lange Belichtet. Unsere Erde dreht sich nunmal. Du brauchst also eine technische Lösung gegen die Drehung. -> Montierung.

Daß Du mit der Kamera am Teleskop keinen Fokus findest, dürfte am Kugelspiegel liegen. Der 114/900 ist keine Fotomaschine...

Ich bin der Meinung, dass ich im Bereich der Kamera am Limit des Möglichen angekommen bin. Mir reicht das aber nicht.

Daher habe ich mich mal umgesehen und hier zB eine
touptek ep3cmos06300kpa-deepsky-color
gefunden.

diese Kamera wird ohne vernünftige Montierung + einem brauchbaren Teleskop auch nix bringen. Aus Deinen hochgeladenen Bildern schließe ich, daß Du Deepsky-Fotografie betreiben möchtest. Also mußt zwingend mit einer Montierung gegen die Erdrotation arbeiten. Denn die Belichtungszeiten für Deepsky-Fotos liegen im Minutenbereich und nicht bei ner halben Sekunde. Diese Kamera braucht ein Teleskop - Fotoobjektive lassen sich vermutlich nicht gut oder garnicht adaptieren.

Zudem brauchst da auch noch einen Laptop + Stromversorgung dafür. Soweit ich weiß, läßt sich diese Kamera auch nicht mit Firecapture steuern, sondern nur mit der mitgelieferten Software. Dazu gibt es aber kaum Erfahrungsberichte. Für den Einstieg in die Deepsky-Fotografie würde ich eine Kamera nehmen, zu der viele Erfahrungsberichte zu finden sind. Nur dann gibt es Hilfe durch andere User, wenn es nicht klappt. Und am Anfang wirst Du viel Hilfe brauchen...

Ich würde mir als erstes eine Montierung wie die NEQ-3-2 oder eine EQ-5 zulegen, einen Polsucher für erfolgreiches Einnorden und elektrische Nachführung. Dazu noch eine Prismenschine, da drauf eine DSLR mit nem kleinen Teleobjektiv. 80 oder 135 mm Brennweite.

Schau mal hier

Das sind alles Aufnahmen mit nem 135 mm Teleobjektiv, die ich mit der EOS 450D(a) auf einer Prismenschine solo auf der Montierung gemacht hab.

Mit so ner Kombi kannst relativ günstig in die Deepsky-Fotografie einsteigen und auch die dazu notwendige Bildbearbeitung lernen.

Das teuerste bei der Deepsky-Fotografie ist üblicherweise die Montierung. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Mit der Montierung und der Nachführung steht oder fällt das ganze Projekt. Optiken kommen und gehen, die Montierung bleibt länger...

Wenn Du durch ein Teleskop fotografieren möchtest, kommt dann noch Autoguiding hinzu. Also eine 2. Kamera, die sich dauerhaft einen Leitstern anguckt und bei der kleinsten Abweichung von seiner Sollposition Korrekturimpulse an die Montierungssteuerung (den ST-4 Eingang) schickt. :smiley60:

Das kann dann so ne Kamera sein, wie Du ausgesucht hast zusammen mit einem Autoguidingproggy auf dem Laptop, oder ein "Standalone-Autoguider" wie der MGEN. Und so ein MGEN kostet schnell mal 500 Euro oder mehr. :(

Das notwendige Geraffel für Deepsky-Fotografie ist nicht billig. Wenn Du alles zusammen neu kaufen willst, mußt mit 2000 bis 3000 Euro rechnen. Gebraucht gibt es mit etwas Geduld das Geraffel für 2/3 vom Neupreis.
 
Hi zurück,

Dankeschön für Deine Anregungen :)

Zitat von Sternenfee123:
Hi,
Sitzt der Newton auf einer Parallaktischen Montierung mit el. Nachführung? Ohne el. Nachführung kannst nicht bei 900 mm Brennweite fotografieren. Egal, ob mit DSLR oder einer farbigen "Webcam". Da sind die Sterne nach 1 Sekunde bereits kleine Striche...
Jau tut er. Ist zwar eine einfache Form, aber ich habe ich Möglichkeit wenn auch einfachst nach vernünftiger Einnordung nachführen zu können, mittels eines kleinen Akkubetriebenen Motors.
http://www.astrotreff.de/upload/Demolition-Man/20041207/meade_explorer4500b.jpg

so ne alte Kamera würde ich auch nicht mehr umbauen lassen. Ich hab selber ne 400D. Da die keinen Liveview hat, macht das nicht wirklich Sinn. Sie eignet sich aber recht gut für Strichspuraufnahmen oder Aufnahmen der Milchstraße mit hübschem Vordergrundmotiv (Baum, Ruine, Holzschober...) oder Timelapsaufnahmen auf einem festen Stativ mit nem Weitwinkelobjektiv. :)
Danke. Das sehe ich ebenso. Es macht einfach keinen Sinn mehr, da der Restwert der Kamera einfach nicht den Nutzen abdeckt.

dazu würde ich (egal welche) Kamera als erstes ne Montierung anschaffen. Entweder Polarie, Star Adventurer oder ähnliches, wenn Du nur mit Fotoobjektiven arbeiten möchtest, oder gleich eine "richtige" Montierung, die einen Polsucher hat und bei der beide Achsen angesteuert werden können und wo das Steuergerät einen Autoguideranschluß hat.
Das geht natürlich tierisch ins Geld, aber klar sehe ich den Benefit, den eine ordentliche Montierung auf Dauer bietet. Ich kann mir leider derzeit aufgrund Familie nicht direkt eine vernünftige Montierung leisten, daher für mich zunächst der Weg über eine, so wie ich mir das dachte, einigermaßen vernünftige verbesserte Kameralösung.

diese Bilder zeigen alle deutliche Striche statt Sternen. Also hast zu lange Belichtet. Unsere Erde dreht sich nunmal. Du brauchst also eine technische Lösung gegen die Drehung. -> Montierung.

Daß Du mit der Kamera am Teleskop keinen Fokus findest, dürfte am Kugelspiegel liegen. Der 114/900 ist keine Fotomaschine...
Sehe ich ebenso. Belichte ich nicht so lange, sehe ich halt nix.
Aber warum ich keinen Fokus finde, und den nur bei Tageslicht, habe ich bis zum Lesen Deiner Antwort eher auf die Tatsache geschoben, dass einfach zu wenig Licht durch die Filterung durchkommt.
Was meinst Du genau damit, Stichwort Kugelspiegel? Klar ist es ohne LiveView, das sehe ich ein, mehr als mühsam den Fokus genau zu setzen.

diese Kamera wird ohne vernünftige Montierung + einem brauchbaren Teleskop auch nix bringen. Aus Deinen hochgeladenen Bildern schließe ich, daß Du Deepsky-Fotografie betreiben möchtest. Also mußt zwingend mit einer Montierung gegen die Erdrotation arbeiten. Denn die Belichtungszeiten für Deepsky-Fotos liegen im Minutenbereich und nicht bei ner halben Sekunde. Diese Kamera braucht ein Teleskop - Fotoobjektive lassen sich vermutlich nicht gut oder garnicht adaptieren.
Würde die Kamera also Deiner Einschätzung nach mich auch nicht zumindest schon mal ein Stück weit weiterbringen?

Zudem brauchst da auch noch einen Laptop + Stromversorgung dafür. Soweit ich weiß, läßt sich diese Kamera auch nicht mit Firecapture steuern, sondern nur mit der mitgelieferten Software. Dazu gibt es aber kaum Erfahrungsberichte. Für den Einstieg in die Deepsky-Fotografie würde ich eine Kamera nehmen, zu der viele Erfahrungsberichte zu finden sind. Nur dann gibt es Hilfe durch andere User, wenn es nicht klappt. Und am Anfang wirst Du viel Hilfe brauchen...
Das Argument kann ich absolut nachvollziehen, bin aber mit der Fülle an Kameras, die es derzeit für einen für mich erschwinglichen Preis gibt in der Auswahl doch ehrlich gesagt überfordert. Was mich an dieser Stelle doch auch gewundert hat ist, dass diese Kamera zwar umworben, aber es dennoch kaum Berichte gibt. Welche Kamera in einem Preissegment von bis zu 300 EUR nun für mich alternativ in Frage käme kann ich Stand jetzt nun wirklich nicht beurteilen.

Ich würde mir als erstes eine Montierung wie die NEQ-3-2 oder eine EQ-5 zulegen, einen Polsucher für erfolgreiches Einnorden und elektrische Nachführung. Dazu noch eine Prismenschine, da drauf eine DSLR mit nem kleinen Teleobjektiv. 80 oder 135 mm Brennweite.
Montierung, jau, da bin ich voll bei Dir!
Aber dazu bräuchte es weiter dann in meinem Fall eine umgebaute DSLR, deren Kosten ich momentan wirklich noch nicht mit meiner Regierung ;) kommuniziert bekomme.

Also Deine Fotos sehe ich mit Deinen dort abgebildeten Möglichkeiten schon wirklich als sehr gelungen an. Mehr als das.

Dass ein Einstieg oder Wiedereinstieg natürlich nicht billig oder günstig ist, ist mir vollkommen klar.
Dafür ist dieses Hobby wirklich zu speziell, wenn ich es mal so formulieren darf.

Trotzdem möchte ich mit kleinen Verbesserungen die Möglichkeit sehen, mich steigern zu können, ohne, wenn es denn überhaupt geht, direkt die großen Investitionen angehen zu müssen.

Ich sehe nach Deiner Antwort und Einschätzung, Danke nochmals dafür, dass es sicherlich weder praktisch noch finanziell einfach sein wird. Diese Erfahrung habe ich schon damals gemacht und bereue es Heute noch, meine damals relativ günstige LXD75-Montierung verkauft zu haben. Man mag über das Ding schimpfen, aber ich denke, damit wäre ich Heute schon um längen besser dran.

Also wirklich nun nur direkt eine Montierung oder doch vll ein kleiner Step mit welchen Hindernissen über eine Astrocam, wenngleich auch nicht die, die ich eingangs verlinkt habe sondern ein Vergleichsmodell!?

Dankeschön. :)
 
Hallo Holger,

Ist Deine 1000D umgebaut?

Deine Aufnahmen sind auf jeden Fall mit den einfachen Mitteln schon mal sehr gut wenn ich das so sagen darf.

Habe leider nur das Kit-Objektiv (18-55mm), aber vielleicht findet sich ja ein günstiges gebrauchtes stärkeres Objektiv. :)

Der Fokus ja, der ist nebst der Nachführung und dem schwachen Lichteinfall wohl mit das größte Problem.

...am Ende bin ich wohl doch noch nicht ganz angelangt ;)

vg,
toby
 
Hallo Toby,

nein die ist nicht umgebaut.

Ich würde das Objektiv zum Testen erst einmal verwenden und mich auf die motorisierte Nachführung konzentrieren.

Entweder die parallaktische Montierung mit Motor nachrüsten oder etwas selbst bauen. Suchbegriff: Barndoor Montierung.

Ich hatte den Solarbaukasten bei mir entdeckt und konnte die Geschwindigkeit des Motors so anpassen, dass es tatsächlich bis zu 30 Sek. korrekt nachführt und das bei 200mm Brennweite. Bei 55mm wäre dementsprechend noch mer möglich.
So hat mich das gar nichts gekostet und ich konnte mir den Kauf eines Nachführmotors sparen.

Mein Newton Teleskop wäre für die Monti / das Stativ viel zu wackelig gewesen aber die leichte Canon Kamera trägt es locker.
Daher solltest Du Dich bei geringem Budget erst einmal auf Aufnahmen mit Kamera und Objektiv konzentrieren. Da braucht es dann auch nicht eine so stabile teure Montierung.

Gruß,
Holger
 
Zitat von MajKen:
Hallo Holger,

Ist Deine 1000D umgebaut?

Deine Aufnahmen sind auf jeden Fall mit den einfachen Mitteln schon mal sehr gut wenn ich das so sagen darf.

Habe leider nur das Kit-Objektiv (18-55mm), aber vielleicht findet sich ja ein günstiges gebrauchtes stärkeres Objektiv. :)

Der Fokus ja, der ist nebst der Nachführung und dem schwachen Lichteinfall wohl mit das größte Problem.

...am Ende bin ich wohl doch noch nicht ganz angelangt ;)

vg,
toby

Habe gestern Abend noch was auf dem Dachboden wiedergefunden und werde es wohl auch wieder an mein Teleskop anschrauben.

http://www.astromart.com/classifieds/details.asp?classified_id=317346
 
Hallo Toby,

das ist doch einen Versuch wert. Vor allem wenn nicht mehr der Newton sondern nur die Kamera bewegt werden muss.

Bei 55mm Brennweite sollte da schon was gehen. Einfach die Belichtungszeit langsam erhöhen, die Geschwindigkeit des Motors anpassen und ausprobieren wie viel Belichtungszeit sinnvoll einsetzbar ist.

Und wenn Dir die Ergebisse zusagen aber die Brennweite zu niedrig ist, dann könnte ein anderes Objektiv weiter helfen.
Aber das würde ich erst in Betracht ziehen wenn die Testphase abgeschlossen ist und Du auf eine recht gute Belichtungszeit kommst, denn je größer die Brennweite um so genauer muss die Nachführung sein.

Gruß,
Holger
 
Seit Vorgestern bin ich frischer Besitzer einer Celestron Advanced GT Montierung. Gebraucht, aber schon um Längen besser als meine vorherige Montierung.
Damit sollte ich zumindest für die nächste längere Zeit erstmal gerüstet sein :)

 
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