Es soll ein Dobson werden........

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Hallo Stefan,

Start mit einem 8" F/6 Dobson ist eine feine Sache.
Ich habe mir meinen Skywatcher, (ob GSO, Skywatcher, ICS, Celestron ist wirklich egal), wichtiger ist wie du mit dem Händk er klarkommst und das geht nicht nur mit den Genannten) erst einige Jahre nach Erfahrungen mit 114er Newtons geholt und es war eine Offenbarung.

Meine Erstausstattung mit 32er Plössl,20er, 10er Kellner und als Highlight eine 6 mm Goldkante hat mir wirklich schöne Aus- und Einblicke ermöglicht, trotzdem kann man da heute zum gleichen Preis etwas anders einsteigen.
Zum Anfang wäre es wirklich super für Dich,
-den optischen Geradsichtsucher der meist mitgeliefert wird mit einem Leuchtpunktsucher (muss kein Telrad oder Riegl-Quickfinder sein) zu ergänzen,
-anstelle des 32er Plössl oder 25er und 10er/9er Okulars ein ca. 30-32 mm Weitwinkelokular in 2" Ausführung zu ordern
-zusätzlich noch mindestes ein 15mm und ein 6mm Weitwinkelokular in 1 1/4" zu ordern.

Welche Qualität Du bei den Okularen wählst, ist sicher eine Frage der finanziellen Möglichkeiten, daher beschränke ich mich Mal auf diese drei Brennweiten und sage, dass für den Anfang ein 2" Okular der UHU-Klasse (unter Hundert) durchaus reicht und auch die Goldkanten (siehe Svens Beitrag) durchaus ausreichen. Damit hast Du eine solide Grundausstattung und in jedem wichtigen Brennweitenbereich ein Okular am Start.
Mehr und Besser kauft man dann sinnvoller Weise nach ersten eigenen Erfahrungen und erkannten Bedürfnissen.

Ach ja, lass Dich nicht auf diese Händlerjubelei ein. Wenn jemand die "First Class" führt heißt das nicht, dass seine Fernost-Dobsons besser sind, weil sie Mal neben der Verpackung eines Zambuto-Spiegels stehen durften.
Die Jungs wollen alle Dein "Bestes" und das ist ihr gutes Recht, sie müssen davon leben. Dein gutes Recht ist es sie bei ihrer Berufsbezeichnung zu nehmen und zu handeln.
Suche ruhig den persönlichen Kontakt zu verschiedenen Händlern und beobachte den Gebrauchtmarkt, das kann sich wirklich lohnen.

CS
*entfernt*


 
nochmal Hallo, :)
wenn es ein Telrad oder ähnliches werden sollte,ist der Deep Sky Reiseatlas sehr zu Empfehlen.Oder ausdruckbare Ausuchkarten(die sollte man aber einlaminieren)Ich habe jetzt grade keinen Link parat,einfach mal nach Messierkarten Googeln.
Der Gebrauchtkauf wurde dir ja schon öfter Nahegelegt,ich habe meine Röhren auch gebraucht gekauft,da bleibt Geld für Okulare und Zubehör...
Grüße Rainer
 
Zitat von AstroRider:
Hallo Ralf,

dann schau doch mal bei ICS unter Infomaterial die Broschüre 'Galaxy Dobson Information.pdf' an.
Da stehen zumindest mal die 10 Jahre drin.

In wie weit das "Rechtsverwertbar" ist mag ich allerdings nicht zu beurteilen.

CS
Volker


Hi Volker,

diese "Textpassage" hatte ich schon gefunden ...

Zitat aus besagtem Infomaterial ".... Wir gewähren 14 Tage
Rückgaberecht bei Nichtgefallen und 10 Jahre Garantie." ENDE

Tja, aber auf was Garantie und welche genau?
Wenn es eine verlängerte übliche Verbrauchergarantie sein sollte, sollte das auch ausdrücklich erwähnt sein. Was ist denn, wenn nach 8 Jahren der Spiegel "beschlägt" oder ein Achslager der RB "eiert" bzw. ausgeleiert ist oder der "Holzwurm" gewütet hat :erschreck: etc. ???

Ich kann auch 10 Jahre Garantie geben - - - dass so ein Teil in dieser Zeit nicht zu Staub und Asche zerfällt, meinte ich natürlich :cool: ;)
 
Hallo Stefan,

keine schlechte Idee, finde ich, so eine Ausschreibung :biggrin:! Aber dann solltest Du schon ganz konkret nachfragen: Aus was für einem Material ist der Hauptspiegel, was für ein OAZ ist angebaut? Zwischen Justierokular und Justierlaser sind preislich große Unterschiede von Haus aus da, auch bei Justierlasern sind schon qualitativ und somit preislich große Unterschiede vorhanden. Was für Okulare sind dabei bzw. welche forderst Du konkret im Angebot (Goldkante ca. 30,-€; wesentlich besser die Blaukanten von wolfi für ca. 50,-€, da mit Vollvergütung und Kantenschwärzung). Also: Alles genauestens beschreiben lassen und eventuell beim Händler nachfragen, wenn Unklarheiten bestehen und vor einer Kaufentscheidung hier das ganze nochmal abklopfen lassen, von erfahrenen Leuten. Im anderem Forum sind in letzter Zeit Pakete, die ca.100 € "teurer" waren, als die besseren durchgegangen und inzwischen als zufriedenstellend beurteilt wurden (eines habe ich persönlich in Augenschein nehmen können und kann dies bestätigen). Und wenn alles nix hilft, dann ruf bei den Händlern an, verhandele nach, frage nach ob bei teilkäufen aus dem Paket der Preis auch gilt(wenn woanders Komponenten WESENTLICH billiger angeboten sind) usw., usw. Kannst auch per PN nachfragen! Und vielleicht bei "Suchen" posten, hat sicher mehr Erfolg als hier!
edit: Ja,ja, die liebe Rechtschreibung :D!

Gruß und hoffentlich bald CS!

Volker

vom
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi,

So habe noch ein paar Fragen bevor es jetzt "endlich" an den Kauf geht und zwar:

Was ist sinnvoller: Telrad, Sucher, Rigel oder Leuchtpunktsucher gerade hinsichtlich meiner schwachen kenntnisse über den Himmel (hab echt keine Koordination brauch sogar zum Bäcker mein Navi
 
Hi,

ach hab unabsichtlich abgeschickt obwohl ich noch gar nicht fertig war ...sorry... :)

Also zu den Okularen:

reicht ein 30mm 2" Weitwinkel als Übersichtsokular oder sind 32mm 2" besser. Und die 6mm und 15mm 1.25" Weitwinkel sind auch in Ordnung oder? Wie siehts eigentlich mit einem Zoomokular aus?

Wird der Teflonkit vormontiert oder mitgeschickt?

Mfg Stefan
 
Also meiner Meinung nach ist der Telrad-Sucher sehr gut. Ich bin ebenfalls noch Einsteiger und komme mit dem Telrad sehr gut zurecht.
Klar, ein bischen Himmelsnavigation muss man trotztdem lernen und zumindest die Sternbilder erkennen lernen, aber das muss man wohl mit jedem Sucher. Aber man findet Objekte wirklich sehr gut damit.
Am besten in Verbindung mit dem Deep Space Reiseatlas, da sind direkt in die Aufsuchkarten die Telrad-Kreise eingezeichnet, das ist sehr gut!

Und der Unterschied zwischen 30 und 32mm ist nicht wirklich groß, da würde ich eher gucken, was du bei dem Shop grade bekommst...

Grüße
 
Hi,

Telrad ist ganz gut. Kann man wirklich einfach und gut mit arbeiten. Der Sucher wird durch ein 2" Übersichtsokular fast überflüssig. Eine Taukappe (oder Heizung) für das Telrad ist sehr zu empfehlen - lässt sich aber auch leicht selbst machen (Einfach eine stabile Folie biegen und ankleben).

Welche Brennweite dein Übersichtsokular haben sollte hängt ein wenig von der Himmelsqualität ab. Faustregel: Austrittspupille (was das ist kannst Du z.B. aus astro-okulare.de nachlesen) sollte etwa identisch sein mit der visuellen Grenzgröße.

6 mm und 15 mm Weitwinkel sind schon ganz ok. Wobei du gerne schon etwas in die Zukunft planen kannst. Falls du z.B. das "berühmte" 8-5 mm Speers Waler Zoom ins Auge fasst, dann kannst Du zunächst auf die 6 mm verzichten.
Ansonsten gilt bei Zoom: Brauchbar sind eigentlich nur die teuren. Ich habe trotzdem ein billiges 8-24 mm Skywatcher - ist einfach bequem und war spottbillig... Dafür mit sehr eingeschränkter Qualität und recht engem Blickfeld.

Ciao, Udo
 
Hallo Stefan,

der Unterschied zwischen 30 und 32 mm ist vernachlässigbar. Haarspalterisch gesagt wären 30mm sogar besser, denn je höher (bis 40mm), desto besser muß Dein örtlicher Himmel sein.

Telrad, Leuchtpunktsucher etc., da streiten sich viele darüber. *entfernt* z.B. meint, der einfache (und billigere) Leuchtpunktsucher sei ausreichend.
Ich selbst verwende den Telrad in Verbindung mit dem Deep-Sky-Reiseatlas von Oculum Verlag (24,90.-) und komme hervorragend damit zurecht. Der Leuchtpunktsucher ist natürlich wesentlich kleiner und "trägt nicht so sehr auf". Aber das ist Ansichts- und Geschmachssache.

Zu den Okularen sollen andere etwas sagen, ich habe meine eigenen und kenne mich bei dem, was gerade gängig ist, nicht aus. Meine Devise war und ist: erst sparen und dann lieber eines kaufen, das Spitze ist als 3 mittelmäßige, die man nach ein paar Jahren wieder abgibt.

Alles muß zum Rohr passen, damit man das Potential des Geräts auch voll ausschöpfen kann.

CS
Winfried
 
Hi,

ich vertrete bei den Okularen eine andere Philosophie... Wenn man jahrelang sparen muss für die endgültigen Okulare, dann heißt das, dass man jahrelang nicht (oder nur eingeschränkt) beobachten kann. Ergo: Ruhig günstige Okulare kaufen und den Wertverlust in Kauf nehmen und als "Preis" für Beobachtungsspaß JETZT ansehen.
Wobei man den Wertverlust durch Gebrauchtkauf auch noch sehr gut begrenzen kann. Gerade die Okulare der "Einsteigerklasse" werden naturgemäß häufig gebraucht angeboten.

Ciao, Udo
 
Zitat von ubit:
Hi,

ich vertrete bei den Okularen eine andere Philosophie... Wenn man jahrelang sparen muss für die endgültigen Okulare, dann heißt das, dass man jahrelang nicht (oder nur eingeschränkt) beobachten kann. Ergo: Ruhig günstige Okulare kaufen und den Wertverlust in Kauf nehmen und als "Preis" für Beobachtungsspaß JETZT ansehen.
Wobei man den Wertverlust durch Gebrauchtkauf auch noch sehr gut begrenzen kann. Gerade die Okulare der "Einsteigerklasse" werden naturgemäß häufig gebraucht angeboten.

Ciao, Udo

Ich halte das ebenfalls so, wobei ich Einsteiger bin und noch nicht die Langzeiterfahrung damit habe... Ich hab mir allerdinfgs (zusätzlich zum 30mm 2" welches natürlich etwas teurer war) 3 "Goldkanten" in 6, 9 und 15mm geholt. Für die 3 zusammen habe ich ca. 95 Euro bezahlt, und schlecht sind sie ja nicht. Damit habe ich jetzt ne gute Abstufung, alles mit großem Sichtfeld (ist mir recht wichtig) und recht angenehmen Augenabstand. Und das Einstiegspaket ist damit recht bezahlbar geblieben.

Klar kann es sein, dass ich in ein paar Jahren andere haben will, aber bis dahin brauche ich noch einige Erfahrung, und falls es dann so kommt ist das bei 95 Euro nach ein paar Jahren denke ich vertretbar...

Aber klar, das kann natürlich jeder anders sehen, ist ne Einstellungsfrage :)


Grüße, Torben
 
Hallo Torben und Udo,

ich stimme Euch zu wenn's echt darum geht erst in mehreren Jahren ein 10mm Okular anzuschaffen. Wenn's nun aber ein sehr gutes Okular bis sagen wir mal beispielsweise 200€ geht und das wäre in 12 Wochen zu ersparen, dann kostet was billiges noch zusätzliche Wochen Wartezeit ;)

Aber mir gehts genauso, ich habe auch jede Menge günstige Okulare die die Zeit überbrücken müssen wobei ich aber auch sagen muss, dass meine 10mm SpeersWaler, das jetzt nicht sooo teuer war aber das hochwertigste, auch mein meistbenutztes ist, neben dem 30mm 2" Aufsuchokular.

CS Benny
 
Hi Leute,

Wirklich toll, mit welcher mühe, ruhe und gelassenheit hier die Einsteigerproblematiken gehandhabt werden "lob".
Ok das mit den Okularen ist klar aber ich hab ja schon durch die Umplanung vom absoluten Einstiegsteleskop zum Dobson mein Budget verdreifachen müssen und wusste auch nicht das der Dobson was okulare angeht so kritisch ist und man Weitwinkelokus braucht..etc...wobei sagen einige hier in den Foren das sie mit den Plössls gut zufrieden wären..mhh ok ist wohl ansichtssache. Denke auch das diese weitwinkelokus viel besser sind. Darum in diesem sinne... Okularaussgaben fürs erste geringer halten...sorry...So schön es auch wäre 200.- okus zu besitzen...es geht leider nicht.
 
Hallo Stefan,
das ist doch völlig OK! Wenn du mal ein Teleskoptreffen besuchst hast du jede Menge Gelegnheit die vielen Okulare selbst zu Vergleichen.Dann erst kannst du mit Gewissheit sagen was für DICH die richtigen Okulare sind.
Grüße Rainer
 
Zitat von Luc_Devreux:
Hi Leute,

Wirklich toll, mit welcher mühe, ruhe und gelassenheit hier die Einsteigerproblematiken gehandhabt werden "lob".
Ok das mit den Okularen ist klar aber ich hab ja schon durch die Umplanung vom absoluten Einstiegsteleskop zum Dobson mein Budget verdreifachen müssen und wusste auch nicht das der Dobson was okulare angeht so kritisch ist und man Weitwinkelokus braucht..etc...wobei sagen einige hier in den Foren das sie mit den Plössls gut zufrieden wären..mhh ok ist wohl ansichtssache. Denke auch das diese weitwinkelokus viel besser sind. Darum in diesem sinne... Okularaussgaben fürs erste geringer halten...sorry...So schön es auch wäre 200.- okus zu besitzen...es geht leider nicht.

Naja, ich würde nicht sagen, dass so ein Dobson wirklich kritisch ist was Okulare angeht..... Und Weitwinkel braucht man nicht unbedingt, es ist halt einfach angenehmer und schöner aus meiner Sicht... Aber selbst da muss man nicht arm werden, die besagten "Goldkanten" von Reese kosten grade mal ca. 30 Euro pro Stück, das ist auch nicht teurer als normale Plössl.

Grüße!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Jo - so ganz billig sind einige meiner Okulare ja auch nicht *g* Und Einsteiger bin ich auch noch. Meine derzeitige Palette:

* 32er und 9er Plössl (waren beim Dobson dabei, keine Wahlmöglichkeit wegen Gebrauchtkauf)
* Speers Waler 5-8 Zoom mit Zwischenhülsen (mein aktuelles Lieblingsokulare auf der Terrasse=Mond/Planeten) gebraucht für ca. 200,- €
* Ein TS-WA 38 mm - eigentlich zu lang für meinen f/5er. Aber gebraucht für 50,- € konnte ich nicht wiederstehen. Geht für mein Empfinden super - wenn es auch sichtbare Unschärfen am Rand hat. Das macht es durch das riesige Gesichtsfeld aber locker wieder weg. Macht einfach Spaß und hat einen sehr, sehr, sehr bequemen Einblick
* Ein 13 mm Hyperion (günstig auf der HATT geschossen). Auch nett, aber nicht sooo komfortabel vom Einblick her. Dafür mit sehr brauchbarer Abbildung
* Eine 20 mm Goldkante - auch auf der HATT gekauft. Gefällt mir auch gut und ist nicht selten im Einsatz
* Ein 8-24 mm Skywatcher Zoom - bequem, aber mit begrenzter optischer Qualität und erheblichem Tunnelblick - auch ein Spontankauf auf der HATT. Für den Preis völlig ok. Vermissen würde ich es nicht, wenn ich es nicht hätte. Da es da ist, nutze ich es auch gelegentlich.

Alles zusammen hat mich natürlich schon jetzt mehr gekostet als mein Dobson *g* Aber im Moment vermisse ich keine Brennweite. Nur UHC (OIII habe ich schon) und var. Polfilter fehlen noch (und ich muß endlich das Sonnenfilter basteln für das hier die Folie herumliegt) zur kompletten Ausstattung...

Da ich viel gebraucht bzw. günstig gekauft habe, habe ich keine Angst vor einem Wertverlust. Wobei 600,- € Okulare für mich eh nicht (sage ich jetzt mal einfach so...) in Frage kommen. Da ist der Unterschied (ja, ich habe schon mal durch ein Nagler geschaut) zur "Mittelklasse" einfach nicht groß genug um den Aufpreis in meinen Augen zu rechtfertigen. Zumal unter Ruhrgebiets-/Niederrheinhimmel...

Ciao, Udo
 
Hallo Stefan,

wenn du wirklich komfortabel "finden" willst, ist ein Telrad oder Riegl eine feine Sache, da inzwischen die Zielkreise in viellen Sternkarten, z.B. auch im DS-Reiseatlas oder im "Karkoschka" abgedruckt sind und man sie sich auch in computerverfügbaren Kartenprogrammen mit ausdrucken kann.
Der Riegl-Quickfinder ist wesentlich leichter, was wegen der öffnungsnahen Montage und der Kopflastigkeit vielder Dobsons mit schweren Okularen interessant werden kann. Beim Skywatcher mit der dosierbaren Klemmung ist das kein Thema.
Der winkelsucher ist vor allen Dingen am Anfang interessant, aber auch bei der Suche nach schwierigen Objekten, da die Geradsichtsucher bei längerem Einblick ihr genickbrecherisches Potenzial zeigen.
Das 2" Übersichtsokular sollte sich mit der gelieferten AP grob an der Himmelsqualität in Mag. am bevorzugten Beobachtungsplatz orientieren und möglichst weitwinklig sein. Das erleichtert gerade am Anfang die Aufsuche ungemein. Auch wenn es am Rand etwas unscharf wird, reicht das um das begehrte Objekt auftauchen zu sehen, während man es bei kleinem Feld halt gar nicht erst sieht und knapp vorbei ist auch daneben.
Ein 32er TSWA (m.E. das beste Okular der TSWA reihe, gemeinsam mit dem 38er) und das 30er BW/Moonfish/Reese-UWA zeigen z.B. in etwa das gleiche scharfe Feld, nur ist bei dem UWA im 80° der unscharfe Rand größer.
Wenn Du dann z.B. auf das 15er Okular wechselst hast Du Dein Objekt ja meist schon gefunden, großes Feld ist also nicht mehr ganz so wichtig. Also gehen da auch Plössls, die wenn sie gut sind, an F/6 durchaus scharf abbilden (auch über das Feld) und eine sehr gute Transmission haben. Trotzdem sehen manche DSO mit mehr Feld rundum einfach besser aus und sie lassen sich auch besser im Okular halten. Daher setzen viele Dobson-Nutzer auf größeres Feld.

Ich habe es schon Mal geschrieben, warten auf teure Okulare und nichts sehen ist schwer, ich konnte es auch nicht.
Ein ganzer Zoo billiger Okulare kostet aber auch Geld. Daher halte ich eine Beschränkung auf 30, 15, 9 oder 6 mm mit TSWA oder Reese UWA als 2" und drunter z.B. die Goldkanten (von Reese, da Diese ähnlich vergütet und geschwärzt sind wie die teureren TS-Blaukanten) für eine 3-Okular Minimalausstattung mit großem Spassfaktor ohne ständig etwas vermissen zu müssen.
Da kann plötzlich der erste 2" Nebelfilter wichtiger weren als noch ein Okular.
Egal wie, auf dieser Basis kann man dann mit Geduld und nach eigener Erfahrung aufbauen.

CS
*entfernt*
 
Hi,

yepp - relativ wenige Okulare in einer sinnvollen Abstufung machen für den Anfang sicherlich Sinn. Wie geschrieben: Ich habe nicht sooo viele Brennweiten. Effektiv nutze ich:

3,5-8 mm (SW Zoom mit Zwischenhülsen)
13 mm
20 mm
38 mm

Das SW Zoom ist natürlich schon eine "Perle" in der Sammlung und ersetzt einige Okulare - speziell im Bereich Planeten und planetarische Nebel. Und es ist Luxus, weil es halt ein Zoom ist und sich auf die aktuellen Seeingbedingungen einstellen läßt ohne das man dauern Okulare wechseln oder Barlows schrauben muss.

Wobei ich auch Weitwinkel generell als "Luxus" betrachte. Allerdings als sinnvollen Luxus - zumindest am Dobson. Und gerade für den Einsteiger. Insbesondere bei höheren Vergrößerungen hat man einfach mehr Zeit, wenn das Blickfeld größer ist. Und eine geringere Gefahr das Objekt aus dem Gesichtsfeld zu verlieren. Es läuft einfach alles entspannter. Insofern würde ich Plössls am Dobson eher nicht für den Einstieg empfehlen.

Ciao, Udo
 
Hallo,

in meinen Augen lauft das ganze ansich auf folgendes hinaus:

2" Übersichtsokular in 30-32mm
13mm und 8mm (6mm?)

...und dann warten und sich alles in Ruhe auf dem ITV oder einem anderen Treffen anschauen. Dann hat er mal einen Anfang und kann sich in Ruhe informieren oder mal das eine oder andere bei einem Kumpel ausleihen. Gleich am Anfang viel Geld versenken halte ich für nicht so gut, und am Anfang auf fast alles zu verzichten, da habe ich vorhin auch nichts gutes geschrieben, gebe ich zu.
Auf jeden Fall nichts überstürzen.

CS
Winfried
 
langfristig ist denke ich 9 und 6 oder 8 und 5 sinnvoll...

Das 8er bzw 9er ist dabei eher eine "durchschnittliche" Vergrößerung, die man für alles mögliche gut einsetzen kann, in dem Bereich sollte man auf jeden Fall etwas haben. Das 5er oder 6er ist dann halt für höhere Vergrößerungen z.b. für Planeten, langfristig würde ich mir in dem Bereich auf jeden Fall auch etwas besorgen.

Grüße!
 
Hi,
haltet ihr es für Sinnvoll am Anfang auf das 6mm zu Verzichten und erst mal das Nachführen des Dobsons zu Üben.
So wie ich das verstanden hab geht das bei höheren Vergrößerungen immer schwerer und wieso heißt das Eigentlich ``schubsen``? hat jemand von euch zufällig ein Link wie man z.B.: den Mond bei den verschiedenen VErgrößerungen sieht nur um mal ein bischen einen Anhaltspunkt zu haben.

Mfg Stefan
 
Hm also: Ich hab seit ein paar Wochen einen Dobson und habe das Nachführen direkt in der ersten Nacht nach ein paar Minuten gut hinbekommen... Ich finde das ist nicht so schwer und mit ein bischen Übung bekommt das sicher jeder hin.

Das wäre also für mich kein Grund auf eine Brennweite zu verzichten (zumindest 6mm sollte noch kein Problem werden, bei 3,5 oder so wirds vielleicht schon etwas hektischer).

Nur kann man halt höhere Vergrößerungen bei unruhiger Luft nicht so oft einsetzen wie kleinere, 9mm geht noch fast immer, 6mm nicht unbedingt, aber wohl auch noch recht oft.. Je nach Objekt kann halt das eine oder das andere besser sein...

Für den Mond z.b. benutze ich immer 15 oder 9mm, für den Mars oder Jupiter eigentlich nur 6mm...

Der Mond ist halt wirklich groß, der füllt bei 15mm bei mir schon fast das gesamte Sichtfeld aus... Der Mars hingegen ist auch bei 6mm noch klein...

Grüße!
 
Hi,

haltet ihr es für Sinnvoll am Anfang auf das 6mm zu Verzichten und erst mal das Nachführen des Dobsons zu Üben.

Eigentlich ist das nicht sinnvoll und auch nicht notwendig, 6mm sind gerade mal 200x, das geht an vielen Abenden und die Nachführung ist selbst mit unmodifizierter RB unproblematisch, 8mm sind mit 150x schon arg wenig wenn man mal etwas höher gehen will, ich liege da mit einem 10mm Speerswaler auch sehr nah. Mir wäre also weniger als 6mm als kurzbrennweitigstes Okular wirklich zu wenig, andererseits klafft da bei mir gerade eine Lücke, ich habe zwischen 5 und 10 derzeit nur ein 7,5mm Plössl, das geht vom Einblick nicht mehr sehr gut und 5mm sind halt an vielen Objekten und Abenden zu viel...

CS Benny
 
Hi,
Ich bekomme langsam einen roten Faden der sich durch das Chaos schlingelt.... :cool:
Bei mir (Raum Biberach) ist gerade absoluter Clear Sky oder wie man das nennt hab aber nur zwei Okulare am Start...meine Augen.... :biggrin: aber auch das ist schon ein Erlebniss und solangsam nehm ich euch das ab mit der Dunkeladaption ist echt der Hammer wenn man das mal genauer betrachtet.

Mfg Stefan
 
Hi Stefan

Suchen geht mit Peilern am einfachsten. Ob das der einfach Leuchtpunktsucher oder Telrad oder Rigel ist, ist egal.
Ich nehme den einfachen Peiler, der reicht.
HomePage - Praxis Peilsucher

Okulare, da habe ich 2 mal Okularwahlthemen auf der HP.
Zieh sie Dir doch mal rein, damit Du weißt wieso welche Okus im Raum stehen.
Ne 200Euro-Lösung für f/6 sähe bei mir so aus:
TSWA 32 (bitte nicht 30!! ) und die Goldkanten - auf jeden Fall auch die 6mm.

CS
 
Hallo Stefan,

die TSWA-Okularreihe ist keine Okularserie gleicher Bauart bei verschiedenen Brennweiten.
Das 32er und das 38er sind an F/6 wesentlich geeigneter als die anderen (auch finanziell günstigeren) 2" WA-Okulare von TS die eher so ab F/8 empfohlen werden können. Sie haben wohl einen anderen Aufbau.
Ich selbst sehe das 30er BW/ReeseUWA als ähnlich geeignet an wie das 32er TS, das 36er Meade QX bietet noch eine Alternative für größere AP (guten Himmel) zum 38er TSWA in dieser Preisklasse.
Es gibt auch noch eine Reihe neuerer WW-Okulare anderer Händler/Hersteller zu vergleichbaren Preisen. Sie dürften auch ähnliche Abbildungseigenschaften haben, es ist aber immer problematisch ohne eigene Erfahrungen Empfehlungen abzugeben.

CS
*entfernt*
 
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