Eure Empfehlung?!

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas LukasF
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LukasF

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Hallo liebes Forum.
Seit einigen Jahren werde ich berufsbedingt mit dem Thema Astronomie konfrontiert (Deutsche Handelsmarine) und habe mich immer mehr und mehr dafür interessiert und literarisch weitergebildet. Jetzt würde ich mir gerne ein Teleskop kaufen, weiß aber nicht genau wonach greifen... Die bekannten Produkte habe ich schon bei ebay gesehen und die Reaktionen im Forum auch nicht überlesen:-) Wichtig wäre mir, dass sich mit dem Gerät schöne Fotos machen lassen und das es nicht allzu kompliziert ist... Preislich dachte ich an 200/250€s mit Adapter für eine Kamera.
Wenn mir jemand einfach ganz sporalisch eine kleine Auswahl auflisten könnte, würde mir das schon weiter helfen und mich sehr freuen (ausgedehnte Empfehlungen sind natürlich auch willkommen:-))
Also schon mal vielen Dank an euch!
Bye: Lukas
 
Ja hallo Herr Wienstein,
okay bin halt ein Anfänger und hab keine Ahnung...! Ich habe mir beide Berichte mal durchgelesen und bin auch den Links gefolgt und bin im Artikel "Teleskope zum kleinen Preis" in der Kategorie bis 300€ auf den kompakten "Maksutov" gestoßen und hab auch mal bei ebay gegeuckt: Skywatcher Maksutov 90/1250 mm auf Montierung EQ-1...schon davon gehört? In Sachen Fotos würde es mir genügen unsere nächsten Planten zu erfassen und dann auch per "an die Linse halten":-)Kann ich zum Planeten finden meinen "´nautical almanac" benutzen oder nimmt man da üblicher weise einen starfinder?
Okay, nochmal danke für die links&so:
Gruß...
 
Hallo Lukas,

grundsätzlich ist der "kleine" Skywatcher Mak ja kein Unbekannter, der Armin hat einen und ist auch recht zufrieden (sh. www.deepsky-brothers.de unter Planetenzwerge).
Du solltest aber evtl. beachten, dass sich die Planeten in der nächsten Zeit nicht von ihrer besten Seite zeigen werden (der Saturn wird die Cassini-Teilung schamhaft verbergen, Mars verkrümelt sich auf den von der Erde entfernteren Teil seines Weges durch das Sonnensystem, Jupiter hat auch keinen Bock, nächtens den Himmel hoch zu klettern und drückt sich am Horizont herum, wo atmosphärische Einflüsse den Genuss des Anblickes nicht unerheblich beeinträchtigen.
Fazit:
Wenn ein Dauerhafter Moonwalk nicht zur Frustration führensoll, würde ich pers. momentan in Richtung Deepskytaugliches Beobachtungsgerät gehen, wozu der MAK aufgr. des Öffnungsverhältnisses f/13,88 nicht wirklich zählt. Der MTO 1000 (Russentonne) auf der Astro3, sofern der Spiegel entspannt ist, währe vom Öffnungsverhältnis (f/10) her schon universeller in Richtung Deepsky, ich glaube, zu dem Teil kann der Sven was sagen.

Evtl. käme ein Newton in Frage, wobei in dem Fall auch noch Chesire/Laser zur Justage eingeplant werden sollten.

Das nächste Thema:

Okulare, wenn es einen packt, werden die Okus aus dem Lieferumfang des Rohres auf mittlere Sicht nicht ausreichen, hier kommen (leider nicht unerhebliche) Folgekosten auf Dich zu.

Zum Thema Fotografie, meine ersten Planetenpics habe ich Freihand mit der Digiknipse geschossen, mittlerweile habe ich eine Digiklemme, die die Qualität (insbesondere bei Saturn/Jupiter imho erheblich verbessert), ich würde an Deiner Stelle mal mit dem Mond anfangen (was übrigens freihand auch mit einem Dobson funktioniert;-).

Ich denke mal, dass sich viele Astroneulinge eine parallaktische Monti zulegen (mit all ihren Nachteilen), ohne dann tatsächlich irgendwann einmal fotografie tatsächlich in dem Maße zu betreiben, dass eine solche Monti notwendig wäre.
Evtl. solltest Du zu Anfang dem Beobachtungsgenuss den Vortritt lassen, und mal durch einen Dobson schauen.

Zu diesem Zweck würde ich zur Kontaktaufnahme Sternfreunden in Deiner Nähe raten und einfach mal unverbindlich durch deren Geräte schauen (achtung: Öffnungsfieber kann aus eigener Erfahrung teuer werden und zu Beziehungsproblemen führen :-).

Gruesslies

und viel Spaß

Carsten
 
Also sie würden mir einen Dobson vorschlagen? Habe mich gerade mal umgeguckt, die sind eindutig nicht für 250€ (meine bislangige Schmerzgrenze) zu haben. Kann mir jemand was hierzu sagen?
http://cgi.ebay.de/Skywatcher-Maksutov-9...1QQcmdZViewItem
Wenn er (eventuell der 102/1300?!) nicht allzu viele Nachteile bringt fände ich etwas in dieser Richtung gut, weil ich es vorallem durch mein öfteres Vereisen einfacher mitnehmen könnte...
 
Hi

ich würde Dir vorschlagen: spar noch ein bisschen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" /> 250€ ist noch nicht wirklich viel, vor allem kostet ja das Zubehör auch etwas.
und nütze die Zeit in Deiner Umgebung Sternfreunde zu finden um gemeinsam mal auf den Acker zu gehen.

Dann kannst Du auch leichter beurteilen welches Teleskop das "Richtige" ist.

lg

Mathias
 
Hi,

das stimmt aber nicht! Ein 200/1200 Dobson ist unter 200 Euro gebraucht zu bekommen und ein 150/1200 Dobson müsste auch neu möglich sein (fragt sich nur, wo man den kriegt).
In einem Dobson sehe ich wesentlich mehr Potenzial. Wichtig ist beim Gebrauchtkauf aber, daß man Geld übrig behält, um wenigstens drei Okulare anschaffen zu können. Die braucht man, um das Gerät überhaupt richtig nutzen zu können.

Der Größenvorteil des kleinen Mak ist natürlich nicht zu übersehen, aber man darf nicht vergessen, daß man den auch nicht einfach in der Hand halten kann - der braucht eine Montierung. Nur wenn man auf Reisen ein stabiles Fotostativ mitnimmt, hat man die platzsparendste Variante. Mit einer ordentlichen Montierung zusammen ist der Größenunterschied zum 6" Dobson schon viel kleiner geworden.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Christian,

also die 200/1200 Dobsons liegen neu mit etwas Zubehör (im Paket) bei ziemlich genau 300 Euro. So wie die Geräte ohne Zubehör gebraucht verkauft werden, müsste ein Preis von 150 Euro drin sein. Mit Zubehör kann man ja von der Faustregel 60% des Neupreises ausgehen und käme bei 180,- raus. Da bleibt dann noch das nötige Budget, für zusätzliche Okulare.
Etwas Geduld kann es schon brauchen, bis man ein gebrauchtes Gerät bekommt, aber auch dafür gibt es das "Suche-Forum". Ansonsten ist am 13.Mai in Essen ATT, so ziemlich die größte Astro-Börse im deutschsprachigen Raum. Wenn es in Reichweite liegt, könnte es sein, daß Du mit einem Teleskop da rausgehst... (Natürlich solltest Du vorher in etwa wissen, was Du willst, denn sonst kaufst Du womöglich "das falsche" Teleskop.)

Clear Skies
Sven
 
Hallo Lukas,

wir sind hier eigentlich alle per Du :-).
Ich empfehle eigentlich nichts explizit, sondern versuche lediglich, Alternativen - insbesondere im Hinblick auf den Preis - aufzuzeigen, aber die Empfehlung, Kontakt zu Gleichgesinnten aufzunehmen, um mal einen Blick zu werfen, bevor mer evtl. 200,- Euronen "versenkt" möchte ich nochmal betonen.
Evtl. hat mer auch mehr davon, noch ein paar Tage länger zu sparen und dann in eine bessere Optik zu investieren.

Viele Gruesse und CS

Carsten
 
Also erstmal vielen Dank bis hier!!!!
Den 8'' Dobson hab ich mir mal angesehn und es scheint ein tolles Angebot zu sein, aber Fotos sollten schon machbar sein. Wie vielleicht schon gesagt will ich kein Profi werden sondern einfach nur "relativ" gute Aussicht haben und bisschen Bilder machen können. Desshalb sollte es Preislich im Rahmen bleiben. Ich denke ich tendiere Richtung Maksutov (inc. Montage+nötiges Zubehör für ca.240€ zu haben) weil es wie gesagt kompakt, auch unter professionelleren Beobachteren beliebt ist und kein Gelump zu seien scheint. Wie gesagt habe ich vor das wahrscheinlich weniger professionell zu machen als ihr jetzt vielleicht denkt, ich hätte halt gerne ein Gerät welches fototauglich ist(nahe Planeten und Mond) und einigermaßen Optionen für nicht "das Mindeste" bietet.
Ich glaube er bietet all das:
http://www.astroshop.de/shop/160/5021/
Was meint ihr? Habt ihr solch ein Gerät, kenn ihr jemanden in der Nähe von Karlsruhe (Plz.76297) der so einen hat???
Tipps und Erfahrungen sind willkommen:-)
Und nochmal vielen Dank für die bisherigen Tipps u. Meinungen....
G night:
Lukas
 
Hi Lukas,
200,- € Budget mit dem Anspruch fototauglich ist unrealistisch.
Selbst Webcamtauglich - für Planeten - ist kaum drin, muß Du ja ne komplette Erstausstattung anschaffen.
Beginn der praktischen Astronomie gleich mit Foto, endet nur in ganz ganz ganz wenigen Fällen mit Erfolg. meist auch nur dann, wenn man i.S. Foto etc schon sehr versiert und vorbereitet ist. Noch schwerer ist es das allein realisieren zu wollen.
Kleiner Mak oder Dob - das sind 2 grundverschiedene Röhren. Jeder hat Vor- aber auch Nachteile, je nach Blickwinkel resp. Anforderungen die man stellt.

Ich denke, Du solltest Foto für den Beginn ausklammern und vllt. zunächst Gelegenheiten suchen, um mal das Ganze live zu sehen. Das hilft Dir bei der Orientierung am Teleskopmarkt und ermöglicht es Deine Forderungen konkret und realistisch zu formulieren. Dann findet sich auch schnell das relativ am besten geeignete Gerät.
CS
 
Hallo Lukas,

Du kannst mir ruhig glauben, daß das mit Fotos nicht gehen wird.
Was Du aber mit dem Dobson kannst: Du kannst eine Digiknipse ans Okular halten und so Mond-Schnappschüsse machen. Mehr wird mit Deinem Budget kaum gehen, und Du musst auch bedenken, daß Du ja die Kamera gar nicht am Teleskop festmachen kannst, da musst Du egal ob für Webcam oder eine Digiknipse wieder um die 30 Euro Rechnen, um die Kamera anzuschließen. Es kann auch leicht mehr werden. Das ist dann Geld, welches Dir am Teleskop fehlt.
Es hakt also an allen Ecken und Enden mit Deiner Vorstellung. Der kleine Skywatcher bietet Dir tatsächlich die Möglichkeit, Planeten und Mond zu fotografieren, wobei Mondfotos viel schöner und einfacher sind, während die Möglichkeiten bei den Planeten bescheiden sind (egal ob der Mars - wenn er wieder nahe kommt - oder der ferne Saturn).
Warscheinlich würdest Du die Fotografiererei sehr bald sein lassen, und in dem Moment bereuen, nicht doch nach einem Dobson geschaut zu haben. Der Dobson bietet optisch wesentlich mehr Leistung, und zwar bei Mond, Planeten und Deepsky.

Außerdem platzt bei dem Gerät das Du vorstellst ohnehin Dein Budget:
- Du musst eine Montierung zukaufen (Minimum 70 Euro, aber besser 120,-)
- zwei Okulare sind etwas wenig, ein drittes wäre ganz gut.

Ich habe so ein wenig das Gefühl, daß Du "beratungsresistent" bist. Wenn Du unbedingt das 102mm Mak haben möchtest, dann frage lieber, was Du damit beobachten kannst und welches Zubehör Du brauchst.

Clear Skies
Sven
 
Also erstmal vielen Dank bis hier!!!!
Den 8'' Dobson hab ich mir mal angesehn und es scheint ein tolles Angebot zu sein, aber Fotos sollten schon machbar sein.
Lukas

Man kann auch mit einem Dob fotografieren, aber nur eingeschränkt. Wenn man eine Digitalknpse auf ein Stativ stellt und sozusagen an das Okular hält, dann sind (kurzbelichtete) Aufnahmen von Mond un Planeten möglich. Dies gibt ganz passable Ergebnisse. Wenn man allerdings Kometen oder Deep-Sky-Objekte fotografieren will, braucht man in der Regel eine Nachführung. Die spielt dann die große Rolle und nicht das Instrument, mit dem man einen Stern im Fadenkreuz hält. Das geht mit dem Dob nicht.

Die hohe Kunts ist dann, direkt durch das fernrohr langeblichtete Aufnahmen zu machen. Das wird dann schon eine richtige Materialschlacht.
 
Hallo Juergen,

naja der Sinn der Sache war ja schon, dass so eine Frage etwas umfangreicher gestellt würde, sonst hätte ich das ja selbst gleich beantworten können.
Na gut, schreibe ich halt etwas allgemeines blabla zum 102mm Mak.
Klein, kompakt und leicht. Kommt also mit einer kleinen Montierung aus, passt aber auch noch auf ein Fotostativ. Bei hoher Vergrößerung sind viele Fotostative wegen fehlender Feineinstellung sehr mühsam, daher ist eine parallaktische Montierung oft vorzuziehen, wenn man sich die typischen Beobachtungsziele anschaut.
Beobachtungsziele sind aufgrund der geringen Öffnung eher Mond und Planeten. Da es nur um die 5 "großen" geht, also Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn, ist übrigens eine Goto-Montierung unnötig, weil die Planeten zu ihrer Sichtbarkeitszeit die auffälligsten hellen Gestirne am Himmel sind. Da Planeten erst ab 100-facher Vergrößerung richtig interessant werden, ist ein Fotostativ statt einer ordentlichen Montierung nicht so gut, nur etwas für die Reise. Der Vergrößerungsbereich des Gerätes liegt so bis 150x und vielleicht mag man auch 180x mal einsetzen.
Deepsky-Objekte lassen sich schon auch beobachten, hier in erster Linie die offenen Sternhaufen aus der Messier-Liste. Andere Messier-Objekte sind ebenfalls zu beobachten, aber hier ist entscheidend, wie dunkel der Himmel ist. Die hellsten Messier-Objekte zeigen Details, viele bleiben aber nur kleine Nebelfleckchen und man muß sich damit begnügen zu erkennen, daß sie da sind.
Das kleine Öffnungsverhältnis (f/13 ist klein, f/4 wäre groß) macht besonders helle Bilder unmöglich, weil man mit den verwendbaren Okularbrennweiten auf 40mm beschränkt ist.
SO lässt sich nur eine AP von 3mm erzielen, während unser Auge eine AP von 7mm "verarbeiten" könnte. Die AP ist dabei das Maß für die Bildhelligkeit. ( http://www.svenwienstein.de/HTML/thema_ap.html )
Dadurch sind viele neblige Objekte schon recht hoch vergrößert (für dieses Teleskop) und dadurch auch schon recht dunkel. Der maximal sichtbare Himmelsausschnitt ist 1,2° groß, also etwas mehr als 2 Vollmonde nebeneinander. Damit kann man zufrieden sein.
Während man für Mondschnappschüsse eine Digiknipse ans Okular halten kann, ist ansonsten nur noch die Planetenfotografie mit einer Webcam eine sinnvolle Möglichkeit. Hierfür ist eine parallaktische Montierung zwingend und eine Motorisierung der Montierung sehr wünschenswert. Besonders schwierig ist es nämlich, den Planeten im recht winzigen Bildausschnitt der Kamera zu halten, oder ihn überhaupt erstmal hineinzubekommen.
Bei der visuellen Beobachtung ist es übrigens ein Vorteil, daß das Gerät mit praktisch jedem 1,25" Okular gut klar kommt. Das heisst das Plössl oder Ortho-Okulare an dem Gerät (f/13) gut funktionieren, so daß man mit gut verarbeiteten Exemplaren dieses Typs die Leistung des Teleskopes voll ausschöpfen kann. Die Okularpalette bleibt so relativ kostengünstig.

Clear Skies
Sven
 
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