exellent scharfes Dachkantglas.....?

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stefan_r

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Hallo!

Ich bin neu im Forum habe mich aber hier zuvor schon hin und wieder mal umgelesen. Um nun auch mal gezielt Themen ansprechen zu können meine Mitgliedschaft.

Kurz zu meiner Person:
ich bin Ingenieur für Geoinformation und Fernerkundungssysteme (Satellitenfernerkundung, Bildflug. etc.. ) und habe somit auf beruflicher wie auch auf privater Ebene mit Fernoptik zu tun.
Privat habe ich eine Schwäche für sehr gut funktioniernde Ferngläser. Also eher nicht der jenige der ein Glas aufgund einer seltenen Deckelprägung im Schrank hat sonder eher der jenige der ein Glas immer wieder gern zur Hand nimmt weil der Beobachtungseindruck beeindruckt.

Was mir dazu an Gläsern bislang zur Verfügung steht sieht wie folgt aus:

>3x CZJ Dekarem (1945 800g magnesium Gehäuse, 1960 DDR und eines mit der ersten MC Vergütung ca. 1979 alle drei mehr als exellent scharf)
> CZJ Nobilem 8x50 B Super
> CZJ Nobilem 12x50 B Spezial
> CZJ Telarem 18x50
> CZJ Deltrintem
> Nikon 8x35 E 8,3° (exellent scharf aber farbsaumlastig)
> Leitz Amplivid 6x24
> russisches 6x24 11°
> Zeiss 15x60 altes mit Belederung (wunderbar am Sternenhimmel)


Alles in allem sehr Porrolastig. Ich hatte unzählige mehr, doch diese sind in meinem Schrank geblieben und wurden nicht wieder verkauft, weil jedes von denen etwas beeindruckend echtes hat, sozusagen perfekt funktioniert und... vor allem sind sie alle exelent scharf, zumindest im Zentralen Blickfeld und eben dieser Punkt ist mir sehr wichtig.

Nur eben eine weitere Gemeinsamkeit ist ihnen eigen, ihre Unhandlichkeit auf Reisen und meine Angst eines davon könnte zu Schaden kommen. Manches davon ist nicht einfach zu ersetzen oder beinahe unersetzlich.

So mache ich mich nebenbei auch immer auf die Suche nach einem stabilen, handlichen, neueren Dachkantglas mit eben auch exellenter Abbildungsleistung und dem gewissen etwas und da siehts unscharf aus.
Ich testete verschiedenes was ich günstig gebraucht oder neu erstehen konnte.
Zwei Gläser von Minox, das Minox BD 8,5x42 BR und Minox 8x42 BV (die unterscheiden sich vor allem im Preis aber weniger in der Schärfe), ein Viktory mit dem großen Namen Zeiss - ein Modell aus den späten 90er Jahren würde ich sagen (dessen Name sollte jedoch treffender "Farbsaum" sein), ein Docter 10x42 (dessen Name sollte "der große Farbsaum" lauten), ein Vixen Foresta 6x32 (das ist mechanisch schlecht verarbeitet und optisch naja) und ein Meopta MeoPro 6,5x32 das war am Beeindruckensten von diesen allen und ich hätte es beinahe behalten da es wirklich gut ist und Spaß macht, nur eben... ein tick mehr Schärfe, um mit meinen Porros mitzuhalten brauche ich doch noch, ich würde ja sonst immer wieder zu den Porros greifen wenn ich es mal genauer wissen will.

Und so wende ich mich ans Forum um den einen oder anderen anzuregen mir einen guten Tipp für ein wirklich scharfes Dachkant Glas zu geben. Ich muss dazu sagen, dass ich keine 500-1000 euro augeben würde denn soviel ist mir einzig die Dachkantbauweise nicht wert.

Wer etwas zu den oben genannten Gläsern genauer hinterfragen möchte, feel free to ask!


Schonmal vielen Dank für einen interessanten Meinungsaustausch im Voraus!

Gruß,
Stefan



 
Hallo Stefan,

nach meiner Erfahrung wirst Du um den Kauf eines Dachkantglases mit Fluorit-Optik eines namhaften Herstellers nicht vorbei kommen, wenn das Glas Deinen Zeiss-Gläsern und Deinem Anspruch "exellent scharfes Dachkantglas" und "der große Farbsaum" nicht unterlegen sein soll.

Ich habe auch ein paar CZJ Porrogläser und ein CZJ Dachkantglas.
Nach etlichen Fehlversuchen habe ich mir ein Victory 10x42 Fl gekauft. Erst hier ist ein besseres Bild, als bei den älteren CZJ Gläsern zu verzeichnen. Insbesondere ist das ein farbneutraleres Bild.
Die CZJ-Gläser habe ich aber trotzdem behalten. Das 10x50 ist für die Astronomie nicht schlechter, als das Victory; das Notarem ist etwas kleiner - passt eher in die Jackentasche, als das Victory.

Gruß Hans-Jürgen
 
Hallo Stefan !

Ich benutze das Minox BV 8x42 seit einigen Monaten und bin recht angetan..
Vielleicht schilderst du mal "deine" Erfahrungen..
Unter 500 Euro wirds schwierig..Das Minox BL 8x44 waere eine Alternative..

Gruss

M.S
 
Hallo Hans-Jürgen!

Deine Antwort (danke dafür) ist einigermaßen ernüchternd. Unter diesen Umständen, eine Abbildungsschärfe vom Zeiss Porro erst weit jenseits der 1000 euro zu erreichen oder übertreffen zu können stellt ja eigentlich das gesamte Dachkantsystem einigermaßen in Frage.

Ich meine, das Dachkantsystem ansich verschafft einem Fernglas ohnehin keinen Vorteil. Es ist damit lediglich schlanker, subjektiv ästhetischer und ggf. praktischer zu verstauen. Nur um die letzt genannten Vorteile zu erreichen zahle ich dann das 10-fache und verzichte auf Plastizität in der Abbildung, zumindest terrestrisch die .

Macht es bald eher Sinn sich eine gute bequeme und stabile Transportmöglichkeit für ein gutes Porro zu überlegen...
 
Hallo Stefan,

das, was du suchst, ist z.B. die Victory-Serie von Zeiss. Aber die fängt (leider) erst bei weit über 1000,- € an. Sind aber exzellente Gläser. Ich hatte schon die Gelegenheit durchzuschauen.

Auch von Leica und Swarovski gibt es Fernglasserien in dieser Qualität, aber diese liegen ebenfalls auf dem Preisniveau der Zeiss-Gläser.

Viele Grüße

Carsten
 
Hallo,

zum Minox 8x42 BV kann ich folgendes sagen (ich habe auch gerade eines hier zum testen)

Ich bin auch angenehm überrascht von dem Glas, habe unter 150 euro dafür gezahlt, es ist sauber verarbeitet, liegt wirklich gut in der Hand und ist alles andere als schlecht.
Wenn ich keine Möglichkeit hätte es mit meinen anderen Gläsern zu vergleichen würde es mir wahrscheinlich auch erstmahl aureichen. Aber im direkten Vergleich, beispielsweise zu Dekarem oder Nikon 8x35 ist ein derart deutlicher Schärfeverlust zu erkennen, dass es mir als dachkant Alternativglas nicht ausreichen kann. Ein Plus in der Abbildung ist natürlich die modernere Vergütung im vergleich zu meinen alten Porros, deshalb ist das Bild schon sehr schön Farbecht und zeigt auch keinen auffälligen Farbstich.

Zu den BL Glasern von Minox kann ich noch nichts sagen, habe ich auch schon ein Auge drauf geworfen aber noch keines getestet. Habe aber die Vermutung, dass diese in der optischen Leistung nur unerheblich besser sein werden als BV da man da vorrangig mehr Wert auf Gewichtreduzierung gelegt hat und bessere Materialien für das Gehäuse verwendet. Das ist für mich nun nicht SO ein erheblicher Punkt.

Gruß
 
Hallo Stefan !

Na vielleicht hast du mal Gelegenheit die BL Serie zu testen..
Aber in der Tat,dann wird es wohl kaum Alternativen geben..

Es ist so wie es ist,um an deine Zeiss Glaeser heran zu kommen,bedarf es dann Dachkantglaeser der Kategorie "Swarovski oder Leica"..,mit Einschraenkung "Zeiss",und auch "Meopta Meostar"..

Aber,alles deutlich teurer..

Gruss

Mike S.
 
Hi Mike,

ja, leider scheint es in die Richtung zu gehen.

Ich habe den Verdacht, dass die von dir erwähnte Meopta Meostar Serie noch mit am interessantesten sein könnte. Das von mir getestete Meopta Meopro 6,5x32 hatte mich wirklich schon sehr überzeugt und hob sich doch deutlich von der Konkurrenz ab. Die Meostar Gläser sind auch schon ab ca. 700 euro zu bekommen was immernoch die Hälfte eines Victory ist.
 
Hallo Stefan,

als Fernglasfan kann man ruhig auch ein Zeiss/Swarovski/Leica/Steiner Dachkant-Prismenglas mit fluorithaltigen Objektiven kaufen. Ich denke, Dir wird solch ein Glas auch Freude bereiten.

... eine Abbildungsschärfe vom Zeiss Porro erst weit jenseits der 1000 euro zu erreichen oder übertreffen zu können stellt ja eigentlich das gesamte Dachkantsystem einigermaßen in Frage.
Wahrscheinlich ist der Preis nicht nur dem Prismensystem geschuldet, sondern auch der Verwendung von fluorithaltigen und Sondergläsern für die Objektive (meines Wissens Tripletts) sowie den Okularkonstruktionen und den überragenden mechanischen Qualitäten.
Ein Zeiss Conquest kann mit einem Victory Fl nicht mithalten. (Selbst probiert) Ein Besitzer eines Conquest hatte bei einem Teleskoptreffen mal durch mein Victory geschaut. Sein Resümee lautete sinngemäß: "schade, leider nicht vor dem Kauf getestet..."
gute bequeme und stabile Transportmöglichkeit für ein gutes Porro
Wenn Du das als Ersatz zum Trageriemen meinst, gibt's da schon Lösungen. Ich habe einen in der Machart: Schultergurt
Der entlastet den Nacken bei schwereren Gläsern. Die Befestigungsriemchen kann man ganz kurz einstellen, da hängt das Glas vor der Brust. Um das Glas an die Augen führen zu können, rutschen die Riemchen an den Gurten nach oben.

Gruß Hans-Jürgen
 
Die "Meostar" Serie kann ich dir uneingeschraenkt empfehlen..
Der Unterschied zum "Zeiss Victory" ist nicht weltbewegend gross.
Das Zeiss hat zwar ein helleres Bild,aber fuer meinen Geschmack gefaellt mir das "warme Bild" im Meostar besser..

Gruss Mike
 
Hallo Hans-Jürgen,

Dein Argument mit der Teuerung aufgrund der verwendeten Materialien klingt logisch. Ein Porro mit eben diesen optischen Bauteilen und einer Innenfokussierung würde, von Zeiss gefertigt, wohl auch im Bereich um 1000 euro kosten. Nur sehr schade, dass sie es nicht mehr ins Auge fassen solch hochwertige Porros herzustellen. Swarovski hat die klassichen Gläser immernoch im Programm.

So sauber ein Dachkant auch abbildet, mir persönlich ist der fehlende Räumlichkeitseindruck im Nahbereich bis 200m immer ein derart gravierender Nachteil, dass es vom Wikungsgrad im terrestrischer Beobachtung klar hinter dem Porrosystem zurücksteht.


 
Ich hatte das Vergnuegen mit dem 7x42,8x42,und 10x50..
Als Universalglas ist das 8x42 zu empfehlen,fuer die Jagt und unruhige Haende das 7x42,und unter dem Sternenhimmel das 10x50..,wobei jedes in "allen" Bereichen eine gute Figur abgibt..von der Bildguete tendieren sie in richtung Leica,erreichen jedoch nicht ganz dessen "Farbneutralitaet"..

Gruss

Mike
 
Hallo,
ich möchte noch den Hersteller KOWA in den Raum werfen. Die Prominar-Serie schneidet bei den Tests immer sehr gut ab und die Gläser liegen signifikant unter den großen 3.
Also einer echter Tipp für Dachkant

Gruß
 
Hallo!

Ja, danke für diese Ergänzung!
Die haben auch eine Basisserie und eine bessere (Genisis) glaube ich.
Gibt es persönliche Erfahrungen zu der preiswerteren Variante?

Gruß
Stefan
 
Hallo Stefan,

So sauber ein Dachkant auch abbildet, mir persönlich ist der fehlende Räumlichkeitseindruck im Nahbereich bis 200m immer ein derart gravierender Nachteil, dass es vom Wikungsgrad im terrestrischer Beobachtung klar hinter dem Porrosystem zurücksteht.

Ich glaube, da eine gewisse Voreingenommenheit gegenüber Dachkantgläsern herauszulesen. Denn, wenn das wirklich Deine feste Meinung ist, brauchst Du Dich nach keinem Dachkantglas umzuschauen. Ich mag auch Porrogläser lieber als Dachkant, aber es gibt halt kaum noch gute. Im absoluten Spitzenbereich bleibt nur noch Dachkant übrig.

Ich halte es für eine völlig unwahre Behauptung, die alten Zeiss Gläser seinen schärfer, als moderne Dachkantgläser, das ist absolut nicht zutreffend.

Mir fehlt in Deinem Beitrag das Anwendungsprofil - wofür brauchst Du das Fernglas? Welcher Einsatzzweck, welche Vergrößerung, wie teuer, welches Gewicht magst Du noch rumschleppen? Eine Anschaffung vom rein technischen Gesichtspunkt anzugehen, ist falsch.

Du hast ja schon ein Glas der Nikon E-Serie, das sind im Moment sicher die besten Porrogläser, neben den Swaro Habicht, die man kaufen kann. Schau Dir mal das Nikon 8x30 E II WP an, es soll das Beste aus der Serie sein. Es wird hier im Forum übrigens gebraucht (nicht von mir) angeboten.

Als Dachkant Empfehlung würde ich von Minox grundsätzlich abraten, besonders die vorletzte Modellreihe ist extrem schlecht (massive Farbfehler) und viel zu teuer. Vielleicht schaust Du Dir mal die Nikon Monarch Reihe an, das alte 8x36 (ohne X) ist recht gut. Kaum Farbfehler, gutes Einblickverhalten, Schwächen im Gegenlicht.

Wenn Geld keine Rolle spielt - Zeiss Vicory 7x42 FL. 150 m Sehfeld auf 1000 Meter, farbrein, scharf, leicht.

Grüße
Andreas
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Andreas!

Ich danke dir sehr für deinen Beitrag und dass du das Gespräch auf das Einsatzgebiet lenkst.

Ich nutze meine Gläser vorrangig für Naturbeobachtung am Tag, im Nahbereich bis hin zu 200-300m Entfernung. Eine brauchbare Naheinstellgrenze von ca. 2m ist mir wichtig und auch Weitwinkligkeit im Sehfeld.

Zu den Porros, speziell zum Nikon möchte ich noch folgendes sagen: Mein 8x35 ist wirklich exellent scharf. Ich wäre schon zufrieden mit dem Glas wäre da nicht eine extreme Farbsaumlastigkeit bis hin ins zentrale Sehfeld was mich permanent stört. Ich teile voll und ganz deine Meinung, dass neue Porros ebenfalls sehr schön scharf abbilden können.

Von einem Dachkant verspreche ich mir mehr Stabilität und vor allem größere Kompaktheit gegenüber den Porros und wenn dann noch Schärfe und Weitwikligkeit beipielesweise eines Dekarem erreicht werden, gepaart mit einer leistungsfähigen neuartigen Vergütung wäre ich schon zufrieden. Jedoch waren bislang alle von mir getesteten Dackant deutlich schlechter in der Auflösung und da bin ich doch sehr verwundert da beispielsweise das Minox 8,5x42 BD ja auch schon immerhin 679,- euro kostet. So kam es zu meiner Anfrage hier.

 
Kurzer Nachtrag zu "Wenn Geld keine Rolle spielt"

spielt eine Rolle! Ich wollte ursprünglich zwei- bis dreihundert euro ausgeben aber diese Illusion ist schon aufgegeben ;-)

 
Hallo Andreas,

danke für den Tipp. Ist mir jedoch zu teuer. Vor kurzem hatte ich Gelegenheit das 10x42 Vorgängermodell ohne Durchgriff auszuprobieren und war nicht sonderlich angetan davon. Es litt an Farbsäumen und nicht sehr weit vom Sehfeldzentrum entfernt.
Schlimmer empfand ich jedoch noch den Mitteltrieb. Der lief träge, sprach nicht direkt an, hatte Spiel bei Richtungswechsel... eine Katastrophe. Kann eine Ausnahme gewesen sein aber da war mir das zeitgleich getestete Meopta Meopro deutlich lieber. Da lief alles schnell, leicht, sauber und exakt, richtig praktisch.

Gruß
Stefan
 
Hallo Stefan,

dann wird es schwierig. Ich habe einen Kollegen, der hat so ziemlich alles an teuren Ferngläsern, was man sich so verstellen kann. Neben dem Zeiss 7x42 auch das tolle 15x60, welches Du ja auch hast, ich übrigens auch mal, aber leider verkauft. Und womit läuft er rum, wenn er mit seinem Hund spazieren geht? Mit einem alten Swarovski Habicht 8x30.

Wenn Du keine Brille trägst und das Glas nicht wasserdicht sein muss, wäre vielleicht das Nikon 8x30 EII doch die beste Wahl. Das ist ziemlich klein, leicht wie ein Dachkant und wirklich exzellent. Die Naheinstellgrenze beträgt 3 Meter.

Grüße
Andreas
 
Zitat von R_Andreas:
Ich mag auch Porrogläser lieber als Dachkant, aber es gibt halt kaum noch gute. Im absoluten Spitzenbereich bleibt nur noch Dachkant übrig.

Du hast ja schon ein Glas der Nikon E-Serie, das sind im Moment sicher die besten Porrogläser, neben den Swaro Habicht, die man kaufen kann.

Im absoluten Spitzenbereich gibt es bei Porros die Nikon SE Serie (Superior Edition) in den Größen 8x32, 10x42 und 12x50!

Das 12x50 SE CF war eins von meinen mittlerweilen 17 getesteten Ferngläsern! Es ist das beste Fernglas, welches ich bis jetzt in den Händen hielt (unter anderen auch Zeiss und Leica).

Diese Porros von Nikon sind im absoluten High-End-Bereich anzusiedeln.
Das 12x50 zeigt ein Bild von Klarheit, Kontrast, natürliche Farben, Helligkeit, Verzeichnisfreiheit und eine Randschärfe, die kein von mir benutztes Fernglas erreicht hat (Randschärfe), auch ein Zeiss 10x42 Victory FL und ein Fujinon 10x50 FMT-SX2 (Porro) nicht.

Das plastische Bild, welches das 12x50 dargestellt hat, wurde und wird von keinem jetzigen Dachkant erreicht! Konstruktionsbedingt in Zukunft wohl auch nicht (vielleicht durch technische Tricks mal....)

Die Lichttransmission des 10x42 Nikon SE liegt höher als die des 10x42 Zeiss Victorys FL (nach Meßwerten), ist wohl aber auch konstruktionsbedingt mit ein Grund!

Die Haptik der SE Serie ist einfach gesagt perfekt! Kein anderes von mit getestetes Fernglas liegt so hervorragend in den Händen! Hier haben Porros auch Vorteile gegenüber Dachkants konstruktionsbedingt!

Die Mechanik ist für die Ewigkeit!

Das Einzige, was gegenüber dem Zeissfernglas einen Hauch "schlechter" ist, ist die Reflexunterdrückung und die Farbsaumfreiheit. Während beim Zeiss beim Mond oder Laterne beim direkten Blick keine Reflexe und Geisterbilder sichbar sind, war beim 12x50 SE minimalste Geisterbilder sichtbar. Das war aber so minimal, daß man es eigentlich nicht ansprechen muß!
Und bei den Farbsäumen ist es ähnlich im Vergleich zum Zeiss, absolut nicht störend und erst am Rand leicht sichtbar!
Bei der Vergütung meint man beim Nikon, daß gar keine Objektive vorhanden sind, ist beim Zeiss auch ähnlich, hier fällt aber der typisch "rote Ton" des Zeiss auf!

Der Preis des Nikon Porro liegt im Durchschnitt bei 1000,- (ca. 800,- bis 1200,- je nach Anbieter).

Wenn man da mal die oft gelesene Aussage "für ein Dachkant muß man das 2 bis 3fache im Vergleich zu einem gleichwertigen Porro ausgeben", dann sagt der Preis für diese Porroserie von Nikon über die Qualität schon was aus.....!

Ich glaube aus einer amerikanischen Fachzeitschrift kommt übersetzt diese Aussage:

Das SE wurde allerdings von Anfang an mit dem Anspruch designed, das optisch ausgereifteste Fernglas der Welt zu werden. Ein speziell designtes Okular definiert Klarheit und Schärfe neu. Hochauflösende BaK4-Prismen, Super High Grade Optical Glass und Nikons exklusive mehrfachbeschichteten Linsen und Prismen liefern im Zusammenspiel mit dem Okular ein Bild "welches das theorethische Limit an Auflösung überschreitet"

Ich kann es bestätigen....!

Leider ist es so, daß Nikon wohl der einzige Hersteller noch ist, wo man Porros im absoluten Top-Bereich neu noch kaufen kann (auch die E-Serie und die Astro IF Serie)!

Gruß, Matthias

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Matthias !

Das Nikon 12x50 SE CF ist ohne Zweifel ein gutes Glas..
Es gibt jedoch Glaeser,die noch eine Klasse besser sind.Als Beispiel das Swarovski 12x50 Swarovision u das Leica 12x50 Ultravid HD..Meine Erfahrungen beziehen sich jedoch auf dem Bereich "Astronomie"..
Beim Betrachten der Galaxien M81 u M82 beispielsweise wurde mir dies offenbart..
Waehrend im Nikon unter "mittelmaessigen" Beobachtungsbedingungen ,der Anblick eher blass erscheint,so hebt sich das "Duo" im Swaro u leica sehr deutlich vom Himmelshintergrund ab !

Dem Nikon fehlt es an "Kontrast"..
Und diese Eigenschaft ist bei der Himmelsbeobachtung von entscheidener Bedeutung.
Aber wie gesagt,das Nikon ist ein hochwertiges Glas..

C S

Mike S
 
Hallo Matthias,

Du hast natürlich Recht, wenn Du die SE Serie über die E Serie hebst, mein Versehen.

Der Preis von den Spitzendachkantgläsern wird langsam unvernünftig hoch, wenn man sich die Swarovision anschaut. Aber auch Leica mit den neuen Spektiven driftet in unseriöse Regionen ab. Es gibt halt bei Markenartikeln teilweise rein marktgetriebene Preise, das kann man ebenso im HIfi Bereich feststellen, wo angesagte Marken auf einmal die Preise drastisch erhöhen.

Zurück zu den Ferngläsern:

Ich stimme mit Dir überein, dass Porrogläser was die Haptik angeht eindeutig besser sind, zumindest für große Hände. Über die bessere plastische Abbildung im Nahbereich gibt es keine Zweifel, nur, ab welcher Entfernung diese aufhört, darum wird trefflich gestritten. Es soll ja Leute geben, die mit einem Binokularansatz an einem Fernrohr räumliche Wahrnehmungen (oder soll man sagen Erscheinungen?) haben.

Nikon hat leider keine gutes Marketing was diese Spitzenporros angeht, man müsste bei den Jägern und Ornis trommeln, aber sie versuchen es lieber mit der EDG Dachkantserie, die zwar gut, aber zu teuer und zu schwer und damit erfolglos ist. Mit diesen Gläsern wird sich kaum ein eingefleischter ZeiSwaLei Nutzer abwerben lassen.

Schaut man auf die deutsche Homepage von Nikon findet man weder die E noch die SE Porros. Dabei hat man mit diesen Ferngläsern ein so schönes Alleinstellungsmerkmal, was andere mühsam konstruieren müssen. (wie Steiners Sports-Auto-Focus, haha). Die SE Serie ist leider in ihrer Abstufung etwas unglücklich, es fehlt ein 8x42, das dürfte die meistgenutzte Fernglasgröße sein. Auch ein 10x50 wäre sicher universeller, als das angebotene 12x50.

Grüße
Andreas


 
Hallo Andreas !

Ich muss dir schon recht geben,der Preis fuer ein Swarovision ist schon "astronomisch" hoch..
Hast du aber mal den direkten Vergleich,dann "relativiert" sich der Preis..
leider kann ich keine weit mehr als 2000 Euro fuer ein Fernglas ausgeben,sonst wuerde ich wohl schwach werden..

Was ich feststelle ist folgendes : Hat man ein oder mehrere male durch wirklich extrem gute Glaeser durchgeschaut,und diese mit "mittelmaessigen" Glaesern verglichen,dann faellt es schwer sich mit "mittelmaessigen" zufrieden zu geben..
Ich tendiere Im Moment eher in Richtung "Porro",das Fujinon 10x50 FMT reizt mich,leider habe ich noch nie durch ein FMT durchschauen koennen,aber bald ist es so weit..
Bin echt gespannt ob es mich ueberzeugt..

Mfg

Mike S
 
Hallo Mike,
ich habe mal direkt vergleichen können zwischen 10x50 Fujinon und Jenoptem, wobei der Japaner ein gaaanz klein wenig mehr gezeigt hat als der Ossi, es ging um 1-2 Sterne in den Plejaden, die in erstem Glas direkt zu sehen waren, im zweiten nur indirekt. Randschärfe ist besser beim Fujinon, stört aber m:E. beim Jenoptem auch nicht in der Nacht. Farbe war nächtens bei beiden Gläsern kein Thema, allerdings beobachte ich da kaum helle Objekte...
Es ist halt eine Frage, ob man den Mitteltrieb braucht, z.B. für Tagbeobachtungen.
cs
Kay
 
Hallo Stefan,

interessanter Thread. Im Grunde geht es mir ähnlich wie dir. Ich besitze auch mehrere liebgewonnene CZJ-Gläser wie ein Jenoptem 7x50 und 10x50, das Octarem 8x50B und ein Nobilem 15x60B. Dabei ist das Octarem mein Lieblingsglas. Nicht nur weil ich inzwischen Brillenträger bin und ich den komfortablen Austrittspupillenlängsabstand von 19 mm schätze, sondern weil es optisch das beste dieser Gläser ist und sich 8-fach für mich als idealer Kompromiss zwischen Vergrößerung und Freihändigkeit ergibt. Das Octarem benutze ich allerdings nur an Haus und Garten sowie für astronomische Beobachtungen. Unterwegs bei Naturbeobachtungen ist es mir zu unhandlich und dafür möchte ich ein robustes und kleineres Fernglas. Deshalb bin ich auf der Suche nach einem 8x32 Dachkantglas.
Meine Forderungen an das Glas:
- optisch nicht schlechter als mein Octarem
- brillenträgertauglich
- möglichst kleiner Nahpunkt (Insekten, Blüten), das ist auch der Grund für ein Dachkantglas

Nun habe ich hier schon einige interessante Vorschläge gelesen. Hat jemand von euch schon einmal das Pentax 8x32 DCF SP getestet? Der Erfahrungsbericht von W. E. Schön im Jülich-Forum klingt ja nicht schlecht.
 
Hallo Kay !

Danke fuer diesen Vergleich..

Der Mitteltrieb ist fuer mich als reines "Astroglas" nicht wichtig.

CS

Mike S
 
Hallo Ralf !

Zum Pentax kann ich dir nichts sagen,jedoch wird es sicher ganz gut sein..

Auf deiner Suche haette ich was fuer dich : Meopta Meostar B1 8x32.
Nahpunkt 1,8 M
Scheinbares Gesichtsfeld 63 Grad
knapp 600 Gramm


CS

Mike S
 
Hallo Ralf!

Ja, was du beschreibst spiegelt genau meine Problematik wieder, wunderbar!

Ich möchte das was mich an den guten Jenaer Gläsern (und dein Octarem 8x50B gehört sicher zum Allerbesten aus Jena) beeindruckt, in kompakter, stabiler Form. Zum Einen um mich vor Schlepperei zu bewahren und zum Anderen um die mir wertvollen Gläser zu schonen. Für überschaubare Spaziergänge in der Nähe von Haus und Hof oder den Blick in den Sternenhimmel, gern, aber für ganz oder mehrtägige Wanderungen, nein.

Es freut mich auch, dass du Pentax ansprichst. Zufällig hatte ich eben das von dir erwähnte Glas schonmal erworben. Leider kam es defekt mit starkem Doppelbild bei mir an und da ein Umtausch nicht in Frage kam, musste ich erstatten lassen.
Jedoch konnte ich wenigstens mal durch einen Strahlengang schauen um mir einen Eindruck zu verschaffen und ich erinnere mich sehr gut, das es sehr scharf abbildet. Es war auch angenehm Weitwinklig. Der Beitrag im Jülich Forum beschreibt es auch sehr gut.
Ein echter "Klopper" jedenfalls, daran erinnere ich mich auch noch. Eben sehr robust gebaut aber für mich durchaus nicht zu schwer und lag auch gut in der Hand. Gründe, weshalb ich auch schon manchmal daran gedacht habe es vielleicht doch noch einmal zu erwerben. Es ist nur immer, wenn man ein defektes geliefert bekam ist das Vertrauen in den Artikel erstmal weg.

Ein anderes Glas möchte ich unbedingt noch erwähnen. Es ist das Pentax 9x28 DCF LV. Ich habes vor etwa einem Jahr gekauft und ihm in meiner momentanen Fernglassuche zu wenig Beachung geschenkt.
In den letzten Tagen habe ich es öfter mal für Vogelbeobachtungen genutzt und war angenehm überrascht. Es hat eine deutlich höhere Schärfe als die anderen jetzt kürzlich von mir getesteten Dachkantgläser. Gesten habe ich die Auflösung des Pentax mit meinem Deltrintem verglichen und stellte fest das es besser auflöst. Auch habe ich es mit dem Minox 8x42 BV verglichen und muss sagen dass es bei Tag ein deutlich helleres Bild liefert als das Minox obwohl vom Objektivdurchmesser klar im Nachteil. Ebenfalls ist es deutlich randschärfer als Minox hat aber auch ein wesentlich kleineres Bildfeld. Das Pentax hat drei Linsen im Ojektivaufbau und fünf im Okular. Es hebt sich in der Qualität der Optik deutlich von den ähnlich aussehenden Pentax 8x36 NV oder 10x36 NV ab.
Kompaktheit und Leichtigkeit kann das 9x28 mit ca. 350g wirklich bieten. Die schön große Fokussierwalze macht es in der Handhabung nahezu perfekt.
Jetzt das Minus! Diese tolle Optik ist sehr Anfällig auf Gegenlichtsituationen wo es zu starken Bildaufhellungen kommt. Das hat mich immer gestört und ich denke das es deshalb bei mir im Schrank liegen blieb.

Nur jetzt wo ich weiß was die Konkurrenz so bietet überlege ich >> nehme ich die Gegenlichtschwäche in Kauf und habe, wenn ich ein verspiegelungsfreies Bild habe, dann aber auch ein wirklich scharfes Bild und zwar für 200 euro, oder reicht mir das nicht und ich muss 600 bis weiß nicht wo... euro ausgeben um es wirklich besser zu haben ? <<

PS:
Das passt hier zwar nicht zum Thema aber ich hatte auch mal das Porro Pentax 8x40 PCF WP II. Wenn es jemanden Interessiert kann ich einen Erfahrungsbericht beisteuern.

Beste Grüße
Stefan
 
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