Anette_Aslan
Aktives Mitglied
Liebes Sternenvolk,
diese trockene Ostwetterlage mit gerade mal 20% Luftfeuchte tagsüber und einem total wolkenlosen Himmel als auch fehlendem Mond ist in diesen Nächten eine solche Herausforderung gegen die Müdigkeit, die einen als Frühaufsteher schon bei Einbruch der Dämmerung befällt. Das muss an meinen Hühnern liegen, denn diese Sonnentiere vergackern sonst schon um 6h Morgens die Nachbarschaft, wenn sie nicht raus dürfen. Also nichts für Sterngucker, solche Haustiere, da war meine Miez doch das ideale Nachttier.
Nun hat mir diese Wetterlage im Wiener Becken und weiten Teilen Mitteleuropas ja eine extrem gute Transparenz verschafft, wenn sich an meinem Ort ein 5mg Himmel offenbart ist das eine höchst seltene Gelegenheit und die habe ich in diesen Tagen genutzt. Zum einen den PanSTarrs gefunden und gestern mal so richtig die M51 mit Spiralarmen sehen können, wo sonst nur die beiden hellen Kerne diffus zu erahnen sind. Das war eine helle Freude. Skywatcher 120/900ed und 10" GSO habe ich mal gegeneinander antreten lassen.
In solchen Nächten bin ich froh einen Dobson zu haben mit großer Öffnung. Selbst M81 und M82 liessen sich problemlos finden und sehen! Und selbst die Trapezsterne im Orionnebel konnte ich mit dem 5 Zöller bei 34facher Vergrösserung durchs 26er Panoptikum nadelscharf trennen, man bedenke wie tief da Orion schon stand, bei mir lag der Nebel auf der Hecke auf und ich sah ihn trotzdem noch glasklar! Das war schon unfassbar, eine solche Transparenz zu haben, die dazu einfliessende Kaltluft gibt noch eins oben drauf, kaum Luftbewegungen, keine Turbulenzen - eine sehr ausgeglichene Atmosphäre also, wie muss das Seeing in den Bergen erst gewesen sein??
Da ich wegen der aktuellen Kometen mein gesamtes Equiptment in einer der dunkelsten Ecke mit Blick auf Norden und nicht auf die Ekliptik aufbauen musste, stand ich unterm sprossenden Apfelbaum und bin mehr oder weniger hier und da durch die Äste durch, auf diese Weise konnte ich den M3 hoch im SE erwischen. Im 5 Zöller am Rande aufgelöst, wie es das Foto eins-zu-eins visuell wiedergibt. Der Kugelsternhaufen stand wie gestanzt in den tiefen des Alls. Selbst die Ofenen im Fuhrmann M36,37 und 38, als auch ha und chi im Perseus waren ein Hochgenuss und die Eule in der Kassiopeia, die schon tief im Nordwesten stand konnte ich nadelscharf knapp über der Hecke erwischen, das wäre unter den üblichen Bedingungen hier absolut undenkbar, der Nordosten ist lichtverseucht bei mir, denn da liegt Wien. Bei dieser Gelegenheit Kembles Kaskade aufgesucht und alles was ich aus diesem begrenztem Sichtfeld noch so finden konnte. Ich war zu faul und müde, die Montierung nun umziehen zu lassen und alles nochmals neu einzuordnen, da sehnt man sich wieder nach einer festen Aufstellung.
Die Wetterlage bleibt uns noch ein bissel erhalten, ich brauch Euch also keinen clear skies zu wünschen, sondern viel Motivation, diese mondlosen etxrem transparenten Nächte zu nutzen!
LG von Anette
diese trockene Ostwetterlage mit gerade mal 20% Luftfeuchte tagsüber und einem total wolkenlosen Himmel als auch fehlendem Mond ist in diesen Nächten eine solche Herausforderung gegen die Müdigkeit, die einen als Frühaufsteher schon bei Einbruch der Dämmerung befällt. Das muss an meinen Hühnern liegen, denn diese Sonnentiere vergackern sonst schon um 6h Morgens die Nachbarschaft, wenn sie nicht raus dürfen. Also nichts für Sterngucker, solche Haustiere, da war meine Miez doch das ideale Nachttier.
Nun hat mir diese Wetterlage im Wiener Becken und weiten Teilen Mitteleuropas ja eine extrem gute Transparenz verschafft, wenn sich an meinem Ort ein 5mg Himmel offenbart ist das eine höchst seltene Gelegenheit und die habe ich in diesen Tagen genutzt. Zum einen den PanSTarrs gefunden und gestern mal so richtig die M51 mit Spiralarmen sehen können, wo sonst nur die beiden hellen Kerne diffus zu erahnen sind. Das war eine helle Freude. Skywatcher 120/900ed und 10" GSO habe ich mal gegeneinander antreten lassen.
In solchen Nächten bin ich froh einen Dobson zu haben mit großer Öffnung. Selbst M81 und M82 liessen sich problemlos finden und sehen! Und selbst die Trapezsterne im Orionnebel konnte ich mit dem 5 Zöller bei 34facher Vergrösserung durchs 26er Panoptikum nadelscharf trennen, man bedenke wie tief da Orion schon stand, bei mir lag der Nebel auf der Hecke auf und ich sah ihn trotzdem noch glasklar! Das war schon unfassbar, eine solche Transparenz zu haben, die dazu einfliessende Kaltluft gibt noch eins oben drauf, kaum Luftbewegungen, keine Turbulenzen - eine sehr ausgeglichene Atmosphäre also, wie muss das Seeing in den Bergen erst gewesen sein??
Da ich wegen der aktuellen Kometen mein gesamtes Equiptment in einer der dunkelsten Ecke mit Blick auf Norden und nicht auf die Ekliptik aufbauen musste, stand ich unterm sprossenden Apfelbaum und bin mehr oder weniger hier und da durch die Äste durch, auf diese Weise konnte ich den M3 hoch im SE erwischen. Im 5 Zöller am Rande aufgelöst, wie es das Foto eins-zu-eins visuell wiedergibt. Der Kugelsternhaufen stand wie gestanzt in den tiefen des Alls. Selbst die Ofenen im Fuhrmann M36,37 und 38, als auch ha und chi im Perseus waren ein Hochgenuss und die Eule in der Kassiopeia, die schon tief im Nordwesten stand konnte ich nadelscharf knapp über der Hecke erwischen, das wäre unter den üblichen Bedingungen hier absolut undenkbar, der Nordosten ist lichtverseucht bei mir, denn da liegt Wien. Bei dieser Gelegenheit Kembles Kaskade aufgesucht und alles was ich aus diesem begrenztem Sichtfeld noch so finden konnte. Ich war zu faul und müde, die Montierung nun umziehen zu lassen und alles nochmals neu einzuordnen, da sehnt man sich wieder nach einer festen Aufstellung.
Die Wetterlage bleibt uns noch ein bissel erhalten, ich brauch Euch also keinen clear skies zu wünschen, sondern viel Motivation, diese mondlosen etxrem transparenten Nächte zu nutzen!
LG von Anette