Anette_Aslan
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Liebe Sterndelgucker,
über dem Wiener Becken steckt seit vielen Tagen eine Hitzeblase fest, die uns fast täglich über 30 Grad beschert. Hin und wieder spürt man kleine sogenannte Störungsausläufer, die leichte Gewitter und leider kaum Regen bringen wie in anderen Teilen des Landes, wo die Gewitter dafür aber um so heftiger ausfallen. Wegen dieser Unsicherheit benutze ich dann lieber meinen Skywatcher 120/900 ed, dessen Säule fest auf dem Balkon (Nord-Ost-Ost) montiert ist und wage es nicht, im Garten was aufzubauen, wo ich wegen der Straßenlampen und der eingeschränkten Sicht natürlich weitaus bessere Verhältnisse hätte. Aber wenn einen die Sehnsucht nach den Sternen packt, dann frisst der Teufel notfalls Fliegen.
Es gab gegen 22 h noch eine Wolkenlücke, die dann auf 24h hin leider zuzog, aber diese Lücke hatte es in sich, in frage mich, was ich alles hätte im Garten mit dem 8"Newton entdecken können, denn es muss die Nacht der Nächte gewesen sein. Tagsüber ein trocken heißer Wind aus West Südwest und 34 Grad Tmax, der den Dürreindex wohl enorm erhöht hat für diese Region, das Hygrometer zeigte unter 20% Luftfeuchte an, da verdunstet das letzte Tröpfchen in der Atmosphäre und erst recht am Boden. Als der Wind sich nach Sonnenuntergang legte kämpfte ich mit dem Gedanken mein Astroequiptment aufzubauen, Wolkendurchzug war ja angesagt, doch noch war der Himmel klar, später dann glasklar, so auffällig, dass ich über den Straßenlampen sogar einen 4.0 mag Himmel hatte.
Das Sommerdreieck stand mit Atair schon am Dachrand, ich spannte den Refraktor ein, hängte das Geländer des Balkons mit schwarzen Tüchern gegen die grauslichen Straßenlampen ab und steuerte auf M57 zu, den Kringel konnte ich so deutlich überhaupt noch nie erspähen. Ich schaute zuerst durchs 42er Weitwinkel und sehr gut zeigte sich ein winzig kleiner, klar abgesetzter Kringel unter nadelscharfen Sternen. Dann das Baader Zoom 8-24 rein und bei 8mm hatte ich ihn deutlich klar im Fokus nebst nadelscharfen Sternen um ihn herum. Weil das Sommerdreieck schon so hoch im Zenit stand und die Horizontbebauung bald durch Dächer ein Problem machen würde, schnell noch den M27 anvisiert. Auch dieser Appelgriebsch war einfach deutlich zu erkennen, unter mir wohl bemerkt eine vermaledeite Straßenlampe und links und recht daneben auch, ach die ganze Straße eine Lichter-ekel-pracht .
Viel lässt sich ja nicht sehen in so einem eingeschränkten Areal, also rauf zur Kassiopeia und die Eule eingefangen, die ebenfalls nadelfein im 42er Oku mit ihren ausgeladenen Schwingen herumflog, eine wahre Freude. Ha und Chi im Perseus zeigten natürlich nicht ihre gewaltige Sternenpracht wie weiter unten und hinten im gut abgeschirmten Garten sonst, doch befanden sich beide im Gesichtsfeld des Okulars und boten einen nadelscharfen Anblick, wenn auch mit weniger Sternen, aber unglaublich klar. Das Bild stand. Kein Lüftchen, unter 60 % die Nacht-Luftfeuchte und Tagsüber hatten wir mit fast 20% das Minimum dieses Monats erreicht. Es könnte heute Nacht nochmals so eine Chance geben, es ist knochentrocken aktuell.
M52 lies sich mit seinem Zentralstern sogar sehen und der "Letter S Cluster" war deutlich schön dargestellt.
NGC 1502 mit seinen beiden Doppelsternen hat es mir besonders angetan. Fein säuberlich im 42mm Oku getrennt. Zum Schluss noch schnell auf Albireo, der kurz vorm Dachfirst stand, welcher mir den Südosten verdeckt. Hoch im Zenit eine wahre Augenweide, beide klar getrennt strahlten sie in ihren Farben Orange und Blau deutlich durchs Oku. Es gibt Nächte, das sehe ihn ihn nur recht verwaschen und zweifele dann an der Optik. Aber gestern konnte ich vernehmen, dass diese einwandfrei ist. Ja, es gibt Wetterlagen, da geht selbst von einem Balkon über Straßenlampen etwas Beobachtung, die einem Freude machen kann.
Clear Skies von Anette
über dem Wiener Becken steckt seit vielen Tagen eine Hitzeblase fest, die uns fast täglich über 30 Grad beschert. Hin und wieder spürt man kleine sogenannte Störungsausläufer, die leichte Gewitter und leider kaum Regen bringen wie in anderen Teilen des Landes, wo die Gewitter dafür aber um so heftiger ausfallen. Wegen dieser Unsicherheit benutze ich dann lieber meinen Skywatcher 120/900 ed, dessen Säule fest auf dem Balkon (Nord-Ost-Ost) montiert ist und wage es nicht, im Garten was aufzubauen, wo ich wegen der Straßenlampen und der eingeschränkten Sicht natürlich weitaus bessere Verhältnisse hätte. Aber wenn einen die Sehnsucht nach den Sternen packt, dann frisst der Teufel notfalls Fliegen.
Es gab gegen 22 h noch eine Wolkenlücke, die dann auf 24h hin leider zuzog, aber diese Lücke hatte es in sich, in frage mich, was ich alles hätte im Garten mit dem 8"Newton entdecken können, denn es muss die Nacht der Nächte gewesen sein. Tagsüber ein trocken heißer Wind aus West Südwest und 34 Grad Tmax, der den Dürreindex wohl enorm erhöht hat für diese Region, das Hygrometer zeigte unter 20% Luftfeuchte an, da verdunstet das letzte Tröpfchen in der Atmosphäre und erst recht am Boden. Als der Wind sich nach Sonnenuntergang legte kämpfte ich mit dem Gedanken mein Astroequiptment aufzubauen, Wolkendurchzug war ja angesagt, doch noch war der Himmel klar, später dann glasklar, so auffällig, dass ich über den Straßenlampen sogar einen 4.0 mag Himmel hatte.
Das Sommerdreieck stand mit Atair schon am Dachrand, ich spannte den Refraktor ein, hängte das Geländer des Balkons mit schwarzen Tüchern gegen die grauslichen Straßenlampen ab und steuerte auf M57 zu, den Kringel konnte ich so deutlich überhaupt noch nie erspähen. Ich schaute zuerst durchs 42er Weitwinkel und sehr gut zeigte sich ein winzig kleiner, klar abgesetzter Kringel unter nadelscharfen Sternen. Dann das Baader Zoom 8-24 rein und bei 8mm hatte ich ihn deutlich klar im Fokus nebst nadelscharfen Sternen um ihn herum. Weil das Sommerdreieck schon so hoch im Zenit stand und die Horizontbebauung bald durch Dächer ein Problem machen würde, schnell noch den M27 anvisiert. Auch dieser Appelgriebsch war einfach deutlich zu erkennen, unter mir wohl bemerkt eine vermaledeite Straßenlampe und links und recht daneben auch, ach die ganze Straße eine Lichter-ekel-pracht .
Viel lässt sich ja nicht sehen in so einem eingeschränkten Areal, also rauf zur Kassiopeia und die Eule eingefangen, die ebenfalls nadelfein im 42er Oku mit ihren ausgeladenen Schwingen herumflog, eine wahre Freude. Ha und Chi im Perseus zeigten natürlich nicht ihre gewaltige Sternenpracht wie weiter unten und hinten im gut abgeschirmten Garten sonst, doch befanden sich beide im Gesichtsfeld des Okulars und boten einen nadelscharfen Anblick, wenn auch mit weniger Sternen, aber unglaublich klar. Das Bild stand. Kein Lüftchen, unter 60 % die Nacht-Luftfeuchte und Tagsüber hatten wir mit fast 20% das Minimum dieses Monats erreicht. Es könnte heute Nacht nochmals so eine Chance geben, es ist knochentrocken aktuell.
M52 lies sich mit seinem Zentralstern sogar sehen und der "Letter S Cluster" war deutlich schön dargestellt.
NGC 1502 mit seinen beiden Doppelsternen hat es mir besonders angetan. Fein säuberlich im 42mm Oku getrennt. Zum Schluss noch schnell auf Albireo, der kurz vorm Dachfirst stand, welcher mir den Südosten verdeckt. Hoch im Zenit eine wahre Augenweide, beide klar getrennt strahlten sie in ihren Farben Orange und Blau deutlich durchs Oku. Es gibt Nächte, das sehe ihn ihn nur recht verwaschen und zweifele dann an der Optik. Aber gestern konnte ich vernehmen, dass diese einwandfrei ist. Ja, es gibt Wetterlagen, da geht selbst von einem Balkon über Straßenlampen etwas Beobachtung, die einem Freude machen kann.
Clear Skies von Anette