Thomas_Pfleger
Aktives Mitglied
Liebe Sternfreunde,
eine neue Version von Eye&Telescope steht zum Download (ca. 22 MB) bereit. Da eine Aktualisierung der Update-Seite und Beschreibung der neuen Funktionen aufgrund zeitlicher Engpässe beim Verlag noch nicht möglich war, verrate ich hier, was es neues gibt.
Es gibt auch eine Demoversion (fettig - ca. 132 MB!)
Update und Demo sind nun keine simplen ZIPs mehr, sondern kommen mit einem eigenen Setup (Installationsprogramm). Im Falle des Updates bitte als Ziel dasjenige Verzeichnis auswählen, in dem E&T schon zuhause ist.
Anwender von Vista oder Windows 7 können *alle* eventuell vorgenommenen Kompatibilitäts- oder Sicherheitsoptionen entfernen. Unter Vista und Win 7 braucht E&T Adminrechte zur Ausführung. Ggf. wird beim Starten des Programms danach gefragt. Ansonsten gibt es erfreulicherweise nichts mehr zu beachten.
Ich würde mich freuen, wenn nun viele Anwender ihre Beobachtungen mit der "Gemeinde" teilen würden, d.h. auf www.deepskylog.org hochladen. Meine Beobachtungen stehen dort schon.
An dieser Stelle möchte ich Dirk Lehmann danken, der in den letzten Jahren mit mir zusammen den <OpenAstronomyLog> Standard vorangebracht hat. Dirk hat bereits vor ein paar Wochen ein Update seines exzellenten Observation Manager veröffentlicht, das ebenfalls mit <OpenAstronomyLog> zusammenarbeitet.
Dank gebührt auch Wim de Meester, der die XML-Funktionalität von deepskylog.org entwickelt hat.
Letztlich kann man das ganze Projekt zur Schaffung einer weltweit nutzbaren Logging-Infrastruktur zurückführen auf die "gute alte" Deep Sky Liste, die mit ihrer durchdachten Struktur den Ausgangspunkt beim Entwurf der Datenstrukturen gelegt hat. Daher dürfen wir allen denen dankbar sein, die einst und heute (Dirk Panczyk) sich für die Deep Sky Liste engagiert haben und engagieren.
Und zu guter Letzt bedanke ich mich bei allen Anwendern, die E&T gerne einsetzen und mich sowohl mit sachlicher Kritik als auch mit freundlichem Lob angespornt haben, bei der oft sehr zähen Sache am Ball zu bleiben.
Clear skies und viel Spaß mit der neuen Version!
Tom
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Hinweise zum Betrieb von E&T mit Windows Vista oder Windows 7
E&T 3.1 ist mit dem neuen Betriebssystem lauffähig. Jedoch sind aufgrund der Sicherheitsvorkehrungen in Vista einige Einzelheiten zu beachten, damit das Programm korrekt funktioniert:
Korrektur eines Datenfehlers
In der Datenbank fehlen bei vielen Messierobjekten deren benachbarte Messierobjekte. Zu zahlreichen anderen Objekten sind Nachbarn doppelt angegeben.
Zur Korrektur des Katalogs wird das Hilfsprogramm "FindNeighbors.exe" zur Verfügung gestellt. Kopieren Sie dieses Programm bitte in das Installationsverzeichnis von E&T (in dem sich auch die Datei "Catalog30.mdb" befindet). Beenden Sie E&T und starten Sie "FindNeighbors.exe". Der Vorgang dauert mehrere Minuten, bei älteren Rechnern bis zu einer halben Stunde. Danach ist der Katalog korrigiert und Sie können "FindNeighbors.exe" wieder löschen.
Änderungen in Version 3.1
Neue Funktionen:
Neue Grundlagen für die Berechnung der Kontrastreserve
Die Kontrastreserve als zentrale Kenngröße für die Wahrnehmbarkeit von Objekten nimmt in E&T eine Schlüsselrolle ein. Zur Berechnung der Kontrastreserve ist es notwendig, die Flächenhelligkeit des Himmels zu kennen. Bevor Messgeräte wie das "Sky Quality Meter" erschwinglich wurden, waren Sternfreunde auf Schätzungen der freisichtigen (also mit freiem Auge ermittelten) Grenzgröße angewiesen, wenn sie Beobachtungsbedingungen bewerten und vergleichen wollten.
Leider geschieht es häufig, dass die Schätzungen der Grenzgröße durch mehrere Beobachter unter denselben Bedingungen deutlich (d. h. bis zu mehr als einer Größenklasse) voneinander abweichen. Diese Abweichungen sind auf eine Vielzahl von Einflüssen zurückzuführen, die sich allerdings nur im Ansatz modellieren und damit berechenbar machen lassen. Jedoch stellt sich heraus, dass die wesentliche Einflussgröße bei der Schätzung der Grenzgröße die Sehschärfe ist.
Nun stellt sich die Frage, wie es möglich ist, auf klare und nachvollziehbare Weise die von einem Messgerät ermittelte Himmelshelligkeit mit den menschlichen Schätzungen der Grenzgröße in Beziehung zu setzen.
Dazu kann eine Referenzbeziehung (in Form einer mathematischen Funktion) dienen, die Himmelshelligkeit und Grenzgröße wechselweise ineinander umzurechnen gestattet. E&T verwendet als Referenzbeziehung eine Funktion, die Bradley Schaefer in einer Arbeit zur Untersuchung der Wahrnehmungsleistung bei Himmelsbeobachtungen angegeben hat.
Eigene Untersuchungen zeigten nun, dass es mit ausreichender Genauigkeit möglich ist, die individuellen Wahrnehmungsunterschiede der Beobachter darzustellen, indem man zu dieser "Normkurve" eine für jeden Beobachter individuelle Abweichung in Größenklassen (als einfache Konstante) hinzufügt. Nun gilt es, diese individuelle Grenzgrößenkorrektur zu ermitteln. Dazu schätzt man (am besten mehrmals bei unterschiedlich dunklem Himmel, aber unter typischen Beobachtungsbedingungen) die Grenzgröße und führt parallel eine Messung durch. Den Datenpunkt bzw. die Datenpunkte kann man nun in E&T eingeben und erhält daraus die gesuchte Korrektur. Rufen Sie dazu bitte "Extras.Himmelshelligkeit umrechnen..." auf. Der Dialog wurde um eine Liste erweitert, in der Sie Ihre Mess- und Schätzwerte eingeben können. Mit "Korrektur berechnen und speichern" hat E&T dann sozusagen Ihre individuelle Sehleistung gelernt. Die mit diesem Hilfsmittel bestimmte Grenzgrößenkorrektur wird auch unter "Benutzerdaten.Beobachter..." angezeigt.
Falls nun für einen Beobachter der Korrekturwert bekannt ist, kann damit auch ohne Vorliegen eines Messwerts (z. B. vom SQM) auf die Himmelshelligkeit geschlossen werden. Die Grenzgrößenschätzungen solcher einmal "geeichter" Beobachter können dann auf Himmelshelligkeiten umgerechnet und damit besser als bisher verglichen werden.
E&T bietet nach wie vor die Eingabe der Grenzgröße an, denn nicht jedem Beobachter steht ein Messgerät zur Verfügung. Unmittelbar neben den Eingabefeldern für die Grenzgröße zeigt E&T nun aber die (unter Berücksichtigung Ihres Korrekturwertes) entsprechende Himmelshelligkeit an. Somit ist es äußerst einfach, solange an der Grenzgröße zu drehen (bezogen auf das Mausrad dürfen Sie das gerne wörtlich nehmen), bis der Zielwert für die Himmelshelligkeit erreicht ist. E&T rechnet intern anhand der (angezeigten) Himmelshelligkeit. Damit können Sie Beobachtungen planen oder Wahrnehmbarkeiten abschätzen, wenn Sie die Helligkeit an einem Ort kennen (z. B. aus einem Beobachtungsbericht).
Unterstützung des <OpenAstronomyLog> 2.0 Standards
E&T unterstützt nun das Dateiformat <OpenAstronomyLog> 2.0 (kurz <OAL2.0>), das als Nachfolger des bisherigen "COMAST"-Formats erweiterte Möglichkeiten bietet. <OAL2.0> dient zum Austausch von Beobachtungen, sowohl zwischen Anwendern von E&T als auch mit anderer kompatibler Software. Hier ist besonders die von belgischen Sternfreunden entwickelte Webanwendung www.deepskylog.org zu erwähnen. Dort werden in Kürze der Upload und Download von Beobachtungen im <OAL2.0>-Format angeboten werden. Die Anwendung ermöglicht die Recherche im weltgrößten öffentlich zugänglichen Bestand von Deep Sky Beobachtungent. Mit E&T 3.1 haben Sie das passende Werkzeug, um Ihre Beobachtungen dort veröffentlichen zu können oder sich Beobachtungen anderer Sternfreunde zu Objekten Ihres Interesses für den Import in E&T herunterladen zu können.
E&T unterstützt <OAL> im Rahmen der selbst formulierten Ziele, jedoch nicht vollständig. Dies bedeutet konkret, dass die Objekttypen Einzelsterne, Mehrfachsterne und Veränderliche Sterne nicht berücksichtigt werden. Eine detaillierte Aufstellung der Informationen in <OAL> und ihre Berücksichtigung in E&T entnehmen Sie bei Interesse bitte der Hilfedatei.
Aus der Verwendung des neuen XML-Formats ergeben sich folgende Detailverbesserungen:
Die neuen Dateien befinden sich nach dem Auspacken des Updates im Ordner "Transforms". Sie ersetzen alle alten XSL-Dateien im Hauptverzeichnis von E&T. Die alten Stylesheets funktionieren nicht mehr.
Verbesserte automatische Datensicherung
Die bei Programmende ausgeführte Funktion zur Erstellung einer Sicherungsdatei (Backup) wurde verbessert. Neu ist hier die Option "Backupdateien archivieren" unter "Extras.Optionen...". Falls diese Option ausgewählt ist, erstellt E&T bei Programmende jeweils eine ZIP-Archivdatei mit einem Zeitstempel. Die Archivdatei enthält die Userdata.mdb und die ET.ini. Weiterhin sind alle Planungsdokumente enthalten, die sich im Verzeichnis für Planungsdokumente (gleichnamige Einstellung in Extras.Optionen...) und dessen Unterverzeichnissen befinden. Sollte also beim Schreiben einmal ein Fehler auftreten und die letzte Version einer dieser beiden Dateien fehlerhaft oder unlesbar sein, dann können Sie aus den erstellten Archiven die jüngste noch intakte Datei heraussuchen und damit fortfahren.
E&T setzt (außer dem verfügbaren Speicherplatz auf dem Backup-Verzeichnis) keine Grenze für Umfang oder Anzahl der erzeugten Archivdateien. Sie erhalten aber einen Hinweis, falls sehr viele Sicherungsdateien vorliegen oder Dateien existieren, die älter als ca. drei Monate sind. Es ist sinnvoll, beim Erscheinen eines solchen Hinweises die veralteten Archivdateien zu löschen. Sichern Sie aber bei dieser Gelegenheit zusätzlich eine intakte, aktuelle Version auf unabhängigen Medien!
Neuer Objekttyp "Galaxienhaufen"
E&T kennt nun Galaxienhaufen. Die Zugehörigkeit einzelner Galaxien zu einem Haufen ist allerdings nicht berücksichtigt. Ein Galaxienhaufen hat keine sinnvolle Definition einer Flächenhelligkeit. Das Objektfilter ist nicht in der Lage, die Sichtbarkeit eines Galaxienhaufens zu ermitteln.
Die Funktion "Beste Objekte finden..." in der Sternkarte zeichnet einen Galaxienhaufen dann ein, wenn die Grenzgröße des Teleskops für die Helligkeit des zehnthellsten Haufenmitglieds (eine populäre Kenngröße eines Galaxienhaufens) ausreicht.
Da die Datenbank in Version 3.0 ohne Angaben zu Galaxienhaufen ausgeliefert wurde, enthält dieses Update eine XML-Datei ("CG_Importdatei.xml"). Um die Daten der Galaxienhaufen zu importieren, öffnen Sie ein Objektfilter und rufen das Kommando "Datei.Import..." auf.
Unterstützung von Planetariumsprogrammen
E&T ist nun in der Lage, das Astronomieprogramm "Voyager 4.5" von Carina Software anzusteuern.
Verbesserungen der Ergonomie:
Logbuch
Sternkarten
Objektfilter
Mit "Benutzerdaten.Objekte.neu erfasste..." erscheint eine Liste aller Objekte, die neu erfasst, importiert oder bearbeitet wurden. Hier ist es nun möglich, mehrere selektierte Objekte zu löschen, indem die Löschtaste <Entf> gedrückt wird. Nach Bestätigung löscht E&T die markierten Objektdaten, jedoch nicht falls dafür eigene oder fremde Beobachtungen vorliegen.
Sonstiges
Behobene Fehler
Sonstiges
Beim Starten einer noch nicht lizenzierten Installation von E&T bietet das Programm nun neben der Eingabe der Lizenzdaten auch deren Import aus einer ET.ini-Datei (von einer von Ihnen lizenzierten anderen Installation) an. Alternativ können Sie auch in einer lizenzierten Installation den Infodialog aufrufen(Menükommando: ?.Info über E&T...) und dort Ihre Lizenzdaten in eine Datei speichern. E&T kann auch aus einer solchen Datei die Lizenzdaten importieren.
Falls Ihnen die Auswahl der Sprachen im Logbuch zu umfangreich ist, können Sie die Datei languages.xml durch die mit diesem Update ausgelieferte verkürzte Datei languages_small.xml ersetzen. Diese Datei enthält nur diejenigen Sprachen, die auch in der Webanwendung www.deepskylog.org bekannt sind.
Erstellen Sie dazu bitte eine Sicherungskopie der Datei languages.xml unter einem anderen Namen. Damit E&T die neue Datei languages_small.xml erkennt, muss sie in languages.xml umbenannt werden.
Die Ansteuerung von Planetariumsprogrammen unterstützt nun Voyager 4.5 von Carina Software.
Die Anwendung hat ein neues Programmsymbol bekommen.
eine neue Version von Eye&Telescope steht zum Download (ca. 22 MB) bereit. Da eine Aktualisierung der Update-Seite und Beschreibung der neuen Funktionen aufgrund zeitlicher Engpässe beim Verlag noch nicht möglich war, verrate ich hier, was es neues gibt.
Es gibt auch eine Demoversion (fettig - ca. 132 MB!)
Update und Demo sind nun keine simplen ZIPs mehr, sondern kommen mit einem eigenen Setup (Installationsprogramm). Im Falle des Updates bitte als Ziel dasjenige Verzeichnis auswählen, in dem E&T schon zuhause ist.
Anwender von Vista oder Windows 7 können *alle* eventuell vorgenommenen Kompatibilitäts- oder Sicherheitsoptionen entfernen. Unter Vista und Win 7 braucht E&T Adminrechte zur Ausführung. Ggf. wird beim Starten des Programms danach gefragt. Ansonsten gibt es erfreulicherweise nichts mehr zu beachten.
Ich würde mich freuen, wenn nun viele Anwender ihre Beobachtungen mit der "Gemeinde" teilen würden, d.h. auf www.deepskylog.org hochladen. Meine Beobachtungen stehen dort schon.
An dieser Stelle möchte ich Dirk Lehmann danken, der in den letzten Jahren mit mir zusammen den <OpenAstronomyLog> Standard vorangebracht hat. Dirk hat bereits vor ein paar Wochen ein Update seines exzellenten Observation Manager veröffentlicht, das ebenfalls mit <OpenAstronomyLog> zusammenarbeitet.
Dank gebührt auch Wim de Meester, der die XML-Funktionalität von deepskylog.org entwickelt hat.
Letztlich kann man das ganze Projekt zur Schaffung einer weltweit nutzbaren Logging-Infrastruktur zurückführen auf die "gute alte" Deep Sky Liste, die mit ihrer durchdachten Struktur den Ausgangspunkt beim Entwurf der Datenstrukturen gelegt hat. Daher dürfen wir allen denen dankbar sein, die einst und heute (Dirk Panczyk) sich für die Deep Sky Liste engagiert haben und engagieren.
Und zu guter Letzt bedanke ich mich bei allen Anwendern, die E&T gerne einsetzen und mich sowohl mit sachlicher Kritik als auch mit freundlichem Lob angespornt haben, bei der oft sehr zähen Sache am Ball zu bleiben.
Clear skies und viel Spaß mit der neuen Version!
Tom
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Hinweise zum Betrieb von E&T mit Windows Vista oder Windows 7
E&T 3.1 ist mit dem neuen Betriebssystem lauffähig. Jedoch sind aufgrund der Sicherheitsvorkehrungen in Vista einige Einzelheiten zu beachten, damit das Programm korrekt funktioniert:
- Bitte führen Sie das Installationsprogramm SETUP.EXE von der DVD oder aus einem Update unbedingt mit Administratorrechten aus! Wenn Sie dies nicht beachten, kann es zu Fehlfunktionen kommen.
- Wenn Sie E&T als Benutzer ohne Administratorrechte starten, fordert Sie Vista zur Eingabe eines Administratorkennworts auf.
- Windows fragt nach, ob das Programm aus einer vertrauenswürdigen Quelle stammt. Sie können hier unbesorgt zustimmen.
Korrektur eines Datenfehlers
In der Datenbank fehlen bei vielen Messierobjekten deren benachbarte Messierobjekte. Zu zahlreichen anderen Objekten sind Nachbarn doppelt angegeben.
Zur Korrektur des Katalogs wird das Hilfsprogramm "FindNeighbors.exe" zur Verfügung gestellt. Kopieren Sie dieses Programm bitte in das Installationsverzeichnis von E&T (in dem sich auch die Datei "Catalog30.mdb" befindet). Beenden Sie E&T und starten Sie "FindNeighbors.exe". Der Vorgang dauert mehrere Minuten, bei älteren Rechnern bis zu einer halben Stunde. Danach ist der Katalog korrigiert und Sie können "FindNeighbors.exe" wieder löschen.
Änderungen in Version 3.1
Neue Funktionen:
Neue Grundlagen für die Berechnung der Kontrastreserve
Die Kontrastreserve als zentrale Kenngröße für die Wahrnehmbarkeit von Objekten nimmt in E&T eine Schlüsselrolle ein. Zur Berechnung der Kontrastreserve ist es notwendig, die Flächenhelligkeit des Himmels zu kennen. Bevor Messgeräte wie das "Sky Quality Meter" erschwinglich wurden, waren Sternfreunde auf Schätzungen der freisichtigen (also mit freiem Auge ermittelten) Grenzgröße angewiesen, wenn sie Beobachtungsbedingungen bewerten und vergleichen wollten.
Leider geschieht es häufig, dass die Schätzungen der Grenzgröße durch mehrere Beobachter unter denselben Bedingungen deutlich (d. h. bis zu mehr als einer Größenklasse) voneinander abweichen. Diese Abweichungen sind auf eine Vielzahl von Einflüssen zurückzuführen, die sich allerdings nur im Ansatz modellieren und damit berechenbar machen lassen. Jedoch stellt sich heraus, dass die wesentliche Einflussgröße bei der Schätzung der Grenzgröße die Sehschärfe ist.
Nun stellt sich die Frage, wie es möglich ist, auf klare und nachvollziehbare Weise die von einem Messgerät ermittelte Himmelshelligkeit mit den menschlichen Schätzungen der Grenzgröße in Beziehung zu setzen.
Dazu kann eine Referenzbeziehung (in Form einer mathematischen Funktion) dienen, die Himmelshelligkeit und Grenzgröße wechselweise ineinander umzurechnen gestattet. E&T verwendet als Referenzbeziehung eine Funktion, die Bradley Schaefer in einer Arbeit zur Untersuchung der Wahrnehmungsleistung bei Himmelsbeobachtungen angegeben hat.
Eigene Untersuchungen zeigten nun, dass es mit ausreichender Genauigkeit möglich ist, die individuellen Wahrnehmungsunterschiede der Beobachter darzustellen, indem man zu dieser "Normkurve" eine für jeden Beobachter individuelle Abweichung in Größenklassen (als einfache Konstante) hinzufügt. Nun gilt es, diese individuelle Grenzgrößenkorrektur zu ermitteln. Dazu schätzt man (am besten mehrmals bei unterschiedlich dunklem Himmel, aber unter typischen Beobachtungsbedingungen) die Grenzgröße und führt parallel eine Messung durch. Den Datenpunkt bzw. die Datenpunkte kann man nun in E&T eingeben und erhält daraus die gesuchte Korrektur. Rufen Sie dazu bitte "Extras.Himmelshelligkeit umrechnen..." auf. Der Dialog wurde um eine Liste erweitert, in der Sie Ihre Mess- und Schätzwerte eingeben können. Mit "Korrektur berechnen und speichern" hat E&T dann sozusagen Ihre individuelle Sehleistung gelernt. Die mit diesem Hilfsmittel bestimmte Grenzgrößenkorrektur wird auch unter "Benutzerdaten.Beobachter..." angezeigt.
Falls nun für einen Beobachter der Korrekturwert bekannt ist, kann damit auch ohne Vorliegen eines Messwerts (z. B. vom SQM) auf die Himmelshelligkeit geschlossen werden. Die Grenzgrößenschätzungen solcher einmal "geeichter" Beobachter können dann auf Himmelshelligkeiten umgerechnet und damit besser als bisher verglichen werden.
E&T bietet nach wie vor die Eingabe der Grenzgröße an, denn nicht jedem Beobachter steht ein Messgerät zur Verfügung. Unmittelbar neben den Eingabefeldern für die Grenzgröße zeigt E&T nun aber die (unter Berücksichtigung Ihres Korrekturwertes) entsprechende Himmelshelligkeit an. Somit ist es äußerst einfach, solange an der Grenzgröße zu drehen (bezogen auf das Mausrad dürfen Sie das gerne wörtlich nehmen), bis der Zielwert für die Himmelshelligkeit erreicht ist. E&T rechnet intern anhand der (angezeigten) Himmelshelligkeit. Damit können Sie Beobachtungen planen oder Wahrnehmbarkeiten abschätzen, wenn Sie die Helligkeit an einem Ort kennen (z. B. aus einem Beobachtungsbericht).
Unterstützung des <OpenAstronomyLog> 2.0 Standards
E&T unterstützt nun das Dateiformat <OpenAstronomyLog> 2.0 (kurz <OAL2.0>), das als Nachfolger des bisherigen "COMAST"-Formats erweiterte Möglichkeiten bietet. <OAL2.0> dient zum Austausch von Beobachtungen, sowohl zwischen Anwendern von E&T als auch mit anderer kompatibler Software. Hier ist besonders die von belgischen Sternfreunden entwickelte Webanwendung www.deepskylog.org zu erwähnen. Dort werden in Kürze der Upload und Download von Beobachtungen im <OAL2.0>-Format angeboten werden. Die Anwendung ermöglicht die Recherche im weltgrößten öffentlich zugänglichen Bestand von Deep Sky Beobachtungent. Mit E&T 3.1 haben Sie das passende Werkzeug, um Ihre Beobachtungen dort veröffentlichen zu können oder sich Beobachtungen anderer Sternfreunde zu Objekten Ihres Interesses für den Import in E&T herunterladen zu können.
E&T unterstützt <OAL> im Rahmen der selbst formulierten Ziele, jedoch nicht vollständig. Dies bedeutet konkret, dass die Objekttypen Einzelsterne, Mehrfachsterne und Veränderliche Sterne nicht berücksichtigt werden. Eine detaillierte Aufstellung der Informationen in <OAL> und ihre Berücksichtigung in E&T entnehmen Sie bei Interesse bitte der Hilfedatei.
Aus der Verwendung des neuen XML-Formats ergeben sich folgende Detailverbesserungen:
- Wenn Sie Beobachtungen in XML exportieren oder importieren, wird die oben beschriebene individuelle Grenzgrößenkorrektur der Beobachter berücksichtigt. Damit ergeben sich realistischere Okularansichten zu bestehenden Beobachtungen.
- Für Optik (Teleskope, Okulare, Filter und Barlowlinsen/Reducer) kann nun optional der Hersteller erfasst werden.
- Neue Stylesheets für den Export von Objektdaten und Beobachtungen (überarbeitetes Layout, sortierbare Tabellen, Statistik für Objekttypen).
Die neuen Dateien befinden sich nach dem Auspacken des Updates im Ordner "Transforms". Sie ersetzen alle alten XSL-Dateien im Hauptverzeichnis von E&T. Die alten Stylesheets funktionieren nicht mehr.
Verbesserte automatische Datensicherung
Die bei Programmende ausgeführte Funktion zur Erstellung einer Sicherungsdatei (Backup) wurde verbessert. Neu ist hier die Option "Backupdateien archivieren" unter "Extras.Optionen...". Falls diese Option ausgewählt ist, erstellt E&T bei Programmende jeweils eine ZIP-Archivdatei mit einem Zeitstempel. Die Archivdatei enthält die Userdata.mdb und die ET.ini. Weiterhin sind alle Planungsdokumente enthalten, die sich im Verzeichnis für Planungsdokumente (gleichnamige Einstellung in Extras.Optionen...) und dessen Unterverzeichnissen befinden. Sollte also beim Schreiben einmal ein Fehler auftreten und die letzte Version einer dieser beiden Dateien fehlerhaft oder unlesbar sein, dann können Sie aus den erstellten Archiven die jüngste noch intakte Datei heraussuchen und damit fortfahren.
E&T setzt (außer dem verfügbaren Speicherplatz auf dem Backup-Verzeichnis) keine Grenze für Umfang oder Anzahl der erzeugten Archivdateien. Sie erhalten aber einen Hinweis, falls sehr viele Sicherungsdateien vorliegen oder Dateien existieren, die älter als ca. drei Monate sind. Es ist sinnvoll, beim Erscheinen eines solchen Hinweises die veralteten Archivdateien zu löschen. Sichern Sie aber bei dieser Gelegenheit zusätzlich eine intakte, aktuelle Version auf unabhängigen Medien!
Neuer Objekttyp "Galaxienhaufen"
E&T kennt nun Galaxienhaufen. Die Zugehörigkeit einzelner Galaxien zu einem Haufen ist allerdings nicht berücksichtigt. Ein Galaxienhaufen hat keine sinnvolle Definition einer Flächenhelligkeit. Das Objektfilter ist nicht in der Lage, die Sichtbarkeit eines Galaxienhaufens zu ermitteln.
Die Funktion "Beste Objekte finden..." in der Sternkarte zeichnet einen Galaxienhaufen dann ein, wenn die Grenzgröße des Teleskops für die Helligkeit des zehnthellsten Haufenmitglieds (eine populäre Kenngröße eines Galaxienhaufens) ausreicht.
Da die Datenbank in Version 3.0 ohne Angaben zu Galaxienhaufen ausgeliefert wurde, enthält dieses Update eine XML-Datei ("CG_Importdatei.xml"). Um die Daten der Galaxienhaufen zu importieren, öffnen Sie ein Objektfilter und rufen das Kommando "Datei.Import..." auf.
Unterstützung von Planetariumsprogrammen
E&T ist nun in der Lage, das Astronomieprogramm "Voyager 4.5" von Carina Software anzusteuern.
Verbesserungen der Ergonomie:
Logbuch
- Die Vorbelegung des Zeitpunkts einer Beobachtung wurde überarbeitet. Wird eine Beobachtung neu angelegt, so steuert die Einstellung "Aktuelle Zeit für neue Beobachtungen" (aufzurufen über "Extras.Optionen...") die Vorbelegung der Beobachtungszeit. Während der Benutzung von E&T zum Loggen am Teleskop ist es hilfreich, die Option zu aktivieren. Zum nachträglichen Erfassen anderweitig aufgezeichneter Beobachtungen ist es dagegen günstiger, die Option auszuschalten, weil sich dadurch weniger Änderungsbedarf bei der Eingabe ergibt.
- Im Kontextmenü der Planungsdokumente (Objektfilter, Beobachtungsprojekt, Beobachtungsplan, Sternkarte) gibt es nun zwei Menüpunkte zum Öffnen des Logbuchs für ein angeklicktes Objekt: der eine zeigt Ihre eigenen Beobachtungen, der andere alle Beobachtungen (das sind Ihre eigenen Beobachtungen plus die Importe). Diese Trennung im Menü ist natürlich nur dann von Bedeutung, wenn Sie Beobachtungen im <OAL>-Format importiert haben.
- Die Funktion "Datei.Importe löschen..." erlaubt nun die Mehrfachauswahl von Beobachtern, deren importierte Beobachtungen gelöscht werden sollen.
Sternkarten
- Die Farben aller Kartenelemente lassen sich nun jeweils für die normale Bildschirmdarstellung, den Nachtsichtmodus und den Ausdruck einstellen. Die Farbeinstellung wird mit "Ansicht.Farben..." aus dem Menü der Sternkarte heraus aufgerufen. Die Farbeinstellungen gelten für alle Karten, werden also nicht individuell mit jeder Karte gespeichert.
Bei der Verwendung von E&T auf unterschiedlichen Rechnern oder Bildschirmen stellt man fest, dass die optimalen Farbeinstellungen manchmal vom Gerät abhängen. Sie können daher die Farbeinstellungen in einer Datei mit der Endung *.clr speichern und diese Einstellungen bei Bedarf später wieder laden.
- Mit der Option "Ansicht.Ähnlich wie im Druck" benutzt E&T die Farbeinstellungen für den Ausdruck für die normale Bildschirmdarstellung. Das Ergebnis sieht der Seitenansicht (aus dem Menü "Datei") sehr ähnlich, aber im Gegensatz zur Seitenansicht ist die Sternkarte wie gewohnt bedienbar. Die neue Darstellung ist vor allem nützlich, wenn man in einem nicht abgedunkelten Raum mit E&T arbeitet und die dunklen Kartendetails sonst vielleicht schlecht zu erkennen wären.
- Die Schriftgröße für die Sternbildnamen ist nun einstellbar.
- Das Kartensymbol für Quasare wurde neu gestaltet, wodurch Quasare nun leichter als solche zu erkennen sind.
Objektfilter
Mit "Benutzerdaten.Objekte.neu erfasste..." erscheint eine Liste aller Objekte, die neu erfasst, importiert oder bearbeitet wurden. Hier ist es nun möglich, mehrere selektierte Objekte zu löschen, indem die Löschtaste <Entf> gedrückt wird. Nach Bestätigung löscht E&T die markierten Objektdaten, jedoch nicht falls dafür eigene oder fremde Beobachtungen vorliegen.
Sonstiges
- Falls der Dialog "Dämmerung" geöffnet ist und Sie im Logbuch eine Beobachtung auswählen, wird die Zeit der Beobachtung im Dämmerungsdiagramm mit einem roten Punkt gekennzeichnet.
- Falls der Dialog "Dämmerung" geöffnet ist und Sie in einem Beobachtungsplan eine Beobachtung auswählen, wird die geplante Beobachtungszeit im Dämmerungsdiagramm mit einem roten Punkt gekennzeichnet.
- Falls das Datum im Dialog "Dämmerung" selbst verändert wird, wird die aktuelle Uhrzeit mit einem gelben Punkt gekennzeichnet (sofern sie im Zeitbereich des Diagramms liegt).
- Die Darstellung der Mondphase im Dialog "Dämmerung" wurde verbessert.
- Beim Aktivieren des Nachtsichtmodus überprüft E&T nun, ob das Design "Windows klassisch" aktiv ist. Diese Darstellung ist notwendig, damit der Nachtsichtmodus korrekt funktioniert. Falls ein anderes Design ausgewählt ist, weist E&T darauf hin und bietet ab Windows XP an, die entsprechenden Einstellungen in der Systemsteuerung zu öffnen (Systemsteuerung > Anzeige > Designs). Sie sollten Ihr aktuelles, bevorzugtes Design dort zunächst (nur einmalig, nicht bei jedem Aufruf) speichern, damit es später einfach wiederhergestellt werden kann.
Nach Auswahl des Designs "Windows klassisch" können Sie den Nachtsichtmodus noch einmal aufrufen, was dann zum erwünschten Resultat führt.
Wenn Sie den Nachtsichtmodus wieder beenden, stellt E&T die ursprünglichen Farben wieder her und bietet dann wieder an, die Design-Einstellungen des Systemsteuerung zu öffnen. Dort können Sie die zuvor gespeicherte Einstellung wieder aktivieren.
Behobene Fehler
- In der Sternkarte wird nun in der Übersicht (Aufruf über Ansicht.Übersicht, Backspace oder "das Auge") der Rahmen für den Detailausschnitt auch bei Rotation der Karte korrekt angezeigt.
- Im Logbuchfilter wurde der Eintrag "sonstige" bei der Auswahl der Objekttypen ergänzt.
Sonstiges
Beim Starten einer noch nicht lizenzierten Installation von E&T bietet das Programm nun neben der Eingabe der Lizenzdaten auch deren Import aus einer ET.ini-Datei (von einer von Ihnen lizenzierten anderen Installation) an. Alternativ können Sie auch in einer lizenzierten Installation den Infodialog aufrufen(Menükommando: ?.Info über E&T...) und dort Ihre Lizenzdaten in eine Datei speichern. E&T kann auch aus einer solchen Datei die Lizenzdaten importieren.
Falls Ihnen die Auswahl der Sprachen im Logbuch zu umfangreich ist, können Sie die Datei languages.xml durch die mit diesem Update ausgelieferte verkürzte Datei languages_small.xml ersetzen. Diese Datei enthält nur diejenigen Sprachen, die auch in der Webanwendung www.deepskylog.org bekannt sind.
Erstellen Sie dazu bitte eine Sicherungskopie der Datei languages.xml unter einem anderen Namen. Damit E&T die neue Datei languages_small.xml erkennt, muss sie in languages.xml umbenannt werden.
Die Ansteuerung von Planetariumsprogrammen unterstützt nun Voyager 4.5 von Carina Software.
Die Anwendung hat ein neues Programmsymbol bekommen.