EZ Denoise in PixInsight - Video

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frasax

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Hallo Forum,

PixInsight und einfach? Für viele passt das nicht zusammen. Aber keine Sorgen, es ist viel komplizierter als es aussieht.
Die EZ Processing Suite ist eine Sammlung von Scripten die das Arbeiten mit PixInsight vereinfachen sollen. Ganz so leicht wie es sich anhört ist es aber nicht und darum habe ich eine kleine Einführung in das Script EZ Denoise erstellt. Damit könnt ihr eure Bilder bereits im linearen Zustand entrauschen. Wenn ihr ins Detail gehen wollt empfehle ich euch einen Blogeintrag von Jon Rista zum Thema entrauschen in PixInsight. Der Link dazu in der Videobeschreibung.


CS Frank
 
Hallo Frank,

ich habe die EZ Processing Suite zwar installiert, aber nach Deinem Video schreckt mich das eher ab - die Parameterorgien, mehrere Masken, TGV und MMT im Mix ... Da muß man wohl Bildbearbeitungsfetischist sein, um dem etwas abzugewinnen. Ist das soviel besser wie die "normalen" Glättungsprozesse? Ich mag es sowieso nicht so aalglatt.
Trotzdem wieder Danke für das informative Video.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo Heiko,

ich hatte es vor einigen Wochen bereits mal installiert und dann auch erstmal wieder ad acta gelegt. Nach nochmaliger Beschäftigung damit finde ich es nun doch recht gut. Wie im Video gezeigt kannst du es so einstellen dass es nicht aalglatt wird. Und wenn du das einmal eingestellt hast, ist es (wie der Name schon sagt) ganz easy. Es dauert nur etwas, aber letztendlich drückst du dann wirklich nur noch ein Knöpfchen.
Ich würde sagen: Prädikat wertvoll.

CS Frank
 
Hallo!

Ich habe das Video noch nicht gesehen (ich lasse es mir aber natürlich nicht entgehen), aber ich kenne die EZ-Scripten trotzdem. Ich nutze manchmal EZ Decon und EZ Star Reduction. Denoise bisher nicht so sehr, weil ich mit der Mono-Kamera auch sehr effektiv MureDenoise benutzen kann.
Wenn man sich die Prozessabläufe ansieht, wie sie von Hand durchgeführt werden müssten, dann wird die Erleichterung deutlicher. Bei der Sternverkleinerung nach der Methode von Adam Block kann man ungeheuer Zeit verbrennen. Mit den EZ-Scripten konzentriert man sich auf die sorgfältige Maskenerstellung und Parametrisierung und das Script führt alle Schritte bis zum Ergebnis aus. Spätestens bei der dritten Anpassung eines Parameters ist man extrem dankbar, dass man den Rest nicht von Hand machen muss.
Ich habe die Scripten der Suite darüber hinaus immer so verstanden, dass damit besonderes Augenmerk auf die Erhaltung der Daten und eines natürlichen Eindrucks gelegt wird (wenn man alles richtig eingestellt hat). Ich vermute, das ist auch bei EZ Denoise der Fall. Und dadurch bleibt die Sache wahrscheinlich etwas anstrengend. Ich freue mich aber schon drauf. Ich vermute, es lohnt sich, sich die Mühe zu machen.
Kommt immer drauf an, was man möchte. Man kann auch einfach DenoizeAI nehmen. Dann geht es schnell und alles ist glatt.

Gruß
Sebastian
 
Hallo,

bei Gelegenheit werde ich EZ Denoise wenigsten mal eine Chance geben.

Gruß

*entfernt*
 
Hi Sebastian,
Ich nutze die "EZ"-Tools inzwischen auch am laufenden Meter.
Ich habe das Video noch nicht gesehen (ich lasse es mir aber natürlich nicht entgehen), aber ich kenne die EZ-Scripten trotzdem. Ich nutze manchmal EZ Decon und EZ Star Reduction. Denoise bisher nicht so sehr, weil ich mit der Mono-Kamera auch sehr effektiv MureDenoise benutzen kann.
Auch EZ-Softstretch ist bei der Mono-Kamera und speziell bei Mosaiken sehr praktisch, denn jedesmal "haendisch" in allen Farbkanaelen und allen Mosaikpanels konsistent den Kontrast anzusteilen, so dass das am Ende ohne grosse Erdarbeiten auch alles zusammenpasst bevor man zum Feinschliff uebergeht, dass ist schon ein schwerer Stiefel. EZ-Softstretch liefert auf Knopfdruck konsistente Ergebnisse.
EZ-Denoise kommt bei mir immer zum Einsatz, wenn man Composites macht und seine Zeit dann z.B. mit einem Nebel verbraet und danach "schnell mal" den Sternhintergrund saeubern moechte.
Wenn man sich die Prozessabläufe ansieht, wie sie von Hand durchgeführt werden müssten, dann wird die Erleichterung deutlicher. Bei der Sternverkleinerung nach der Methode von Adam Block kann man ungeheuer Zeit verbrennen. Mit den EZ-Scripten konzentriert man sich auf die sorgfältige Maskenerstellung und Parametrisierung und das Script führt alle Schritte bis zum Ergebnis aus. Spätestens bei der dritten Anpassung eines Parameters ist man extrem dankbar, dass man den Rest nicht von Hand machen muss.
Diese beiden Skripte (EZ Decon und EZ Star Reduction) sind ziemlich gut, aber durch die inhaerente Komplexitaet, (insbesondere EZ-Decon) natuerlich nicht trivial. Da muss man vor allen Dingen tatsaechlich mal den "How to use EZ-xyz" Button klicken und sich da mal geduldig durchlesen, wie's geht und sich dann mit ein paar Probebildern langsam hineintasten. Nicht alles geht "zack-zack im Vorbeigehen".

Gruss & CS
 
Hi, EZ Decon funktioniert bei mir gar nicht. Ich produziere damit immer schwarze Ringe um die Sterne. Wenn ich das händisch mache reguliere ich das über den "global dark"-Parameter. Der fehlt mir hier, oder ich habe das Pendant noch nicht entdeckt. Ihr vielleicht?
 
Hi, EZ Decon funktioniert bei mir gar nicht. Ich produziere damit immer schwarze Ringe um die Sterne. Wenn ich das händisch mache reguliere ich das über den "global dark"-Parameter. Der fehlt mir hier, oder ich habe das Pendant noch nicht entdeckt. Ihr vielleicht?

Na Thomas, da fragst Du aber auch Sachen...

Versuch einer spontanen allgemeinverstaendlichen Antwort (ohne Gewaehr):

Wie Du ja schmerzhaft erlebt hast, koennen bei einer Deconvolution sehr schnell Artefakte entstehen. Eines davon ist "Ringing" an Objekten mit sehr hohem Kontrastumfang ein weiteres "Fantasiedetails" durch Bildrauschen (aka Noise).
Es gibt verschiedene Arten das in den Griff zu bekommen. Die "original" Deconvolution macht das in der Grundeinstellung mit einem speziellen Algorithmus ("regularized Richardson-Lucy"), bei dem diese ominoese "Regularisierung" (das ist was fuer Mathe Cracks, ganz grob gesagt eine Art "Daempfung" die dafuer sorgt, dass instabile iterative Algorithmen sich beim Iterieren brav benehmen und - wer haette es gedacht - dabei nicht instabil werden) solche Artefakte unterdrueckt. Dazu sind zwei "Daempfungen" eingebaut, (I) eine Wavelet-Regularisierung, die eine Rauschfilterung macht und somit "Fantasiedetails" unterdrueckt und (II) eine zweite Daempfung, die dafuer sorgt, dass sich keine Artefakte an sehr steilen Bild-Kontrasten (i.d.R. sind die Sterne gegen den Hintergrund da die typischen Kandidaten) aufschaukeln ("Deringing").
Das ist der "klassische" Weg, der auch schon seit Jahrzehnten in der Bildverarbeitung verwendet und publiziert ist. Das funktioniert auch sehr gut, hat aber grundsaetzlich einen Nachteil: Die Regularisierung und die Deconvolution sind sowas wie das Yin und Yang: Je staerker man die Regularisierung aufdrehen muss, um so weniger kann die Deconvolution loslegen. Weil sich das "Deringing" als Regularisierung aber an den haertesten Bildkontrasten - also Sternen vs Hintergund - orientieren muss, funktioniert dann die Deconvolution fuer die erwuenschte "Schwachkontrastverstaerkung" (theoretisch) suboptimal.

EZ-Decon geht meinem Verstaendnis nach einen anderen Weg: Der Algorithmus ist natuerlich genau der gleiche Deconvolution-Code wie der Originalcode in PixInsight und es wird auch genauso ueber eine Wavelet-Regularisierung Artefakte ("Fantasiedetails" ) durch Bildrauschen im "regularized Richardson-Lucy" unterdrueckt. Nur das "Deringing" das dir da fehlt, ist durch einen anderen Trick ersetzt worden. In diesen Tagen der AI kann man naemlich mit Starnet++ natuerlich die Sterne auch einfach aus dem Bild "kuenstlich herausnehmen". Und schwupps - weg sind die Hammer-Kontraste, die normalerweise bei der Deconvolution diese Artefakte erzeugen und die deshalb eine starke Regularisierung erfordern, die die Deconvolution (theoretisch) limitiert. Das Originalbild wird dabei in zwei Bilder gesplittet (Sternbild und Restbild ohne Sterne) und die Deconvolution laeuft dann ueber das Restbild. Der Vorteil ist, dass man dann mit nur einer Regularisierung hantieren muss und (theoretisch) die Deconvolution an den schwacheren Bildkontrasten um so besser funktioniert.

Im Prinzip kannst Du das auch per Hand machen, naemlich einfach per Hand mit Starnet++ die Sterne aus dem Bild ziehen, danach ueber das sternfreie Bild eine Deconvolution ohne "Deringing" laufen lassen und am Ende den ganzen Laden mit Sternen wieder zusammenbauen. Das ganze steht und faellt natuerlich mit der Qualitaet mit der EZ-Decon mit Starnet++ die Sterne entfernen kann. Wenn da einige (oder viele) verbleiben, oder da anderweitige Artefakte hinzukommen, dann bekommt man natuerlich genau die Probleme, die man mit der Pixinsight-Deconvolution an bildern mit Sternen bekommt, wenn man das "Deringing" ausschaltet. Man sollte die Deconvolution sowieso grundsaetzlich nur an linearen Bildern durchziehen und genau da funktioniert auch Starnet++ sehr gut.
EZ-Decon ist daher ein interessanter Ansatz und wenn alles klappt, dann sollte das auch gute Ergebnisse liefern.
Aber grau ist die Theorie, probieren wir es aus:

Test1:
Oben links: Originalschnipsel vom Bubblenebel
Oben rechts: EZ-Decon mit automatischer PSF Bestimmung
Unten links: PixInsight Decon mit (I) der aus der EZ-Decon exportierten PSF und (II) ohne Deringing
Unten rechts: PixInsight Decon mit (I) der aus der EZ-Decon exportierten PSF und (II) mit global Deringing

Decon1.png


Test2:
Dann noch mal mit der PSF-Image Routine von Hartmut Bornemann die PSF unabhaengig bestimmt und danach beiden Routinen eingefuettert, links EZ-Decon, rechts "original" PixInsight Deconvolution (mit "Deringing" aktiviert und einjustiert):

Decon2.PNG


Zwei Dinge sind festzustellen (wenn man in PI undo/redo klickt, ist der Effekt der Deconvolution deutlicher):
(I) Wenn man darauf achtet, dass die Sterne auch tatsaechlich gut entfernt wurden (genau deshalb hat dafuer EZ-Decon auch 150 Optionen zum tunen und zeigt dir auch die Star Mask), dann produziert das aequivalente Ergebnisse wie die PixInsight Deconvolution mit eingeschaltetem "Deringing".
(II) EZ-Decon produziert mit mit diesem Trick etwas sauberere Sternraender als PSF-Deconvolution mit eingeschaltetem "Global Deringing" (mal genau hinschauen). Theoretisch sollte man das mit "local deringing" in PI noch etwas besser hinbekommen, aber dann ist dann auch da eine Starmask faellig.

@ Frank
EZ-Decon macht grundsaetzlich vier Dinge:
1) Die PSF aus dem Bild zu bestimmen (das ist mit PixInsight mit Dynamic_PSF "per Hand" z.T. nervig und z.B. auch von Hartmut Bornemann viel eleganter implementiert worden). EZ-Decon hat das schoen automatisiert. Nuetzlich ist dabei auch, dass man diese PSF auch exportieren kann und dann mit der PI Deconvolution das Endergebnis vergleichen kann.
2) Die Sterne als Artefaktquelle fuer die eigentliche Deconvolution zu entfernen.
3) Danach alles in die PixInsight Deconvolution zu werfen.
4) Am Ende die Sterne wieder einzubauen.

Hat man das vom Konzept her erst mal verstanden, dann ist wesentlich klarer wo es i.d.R. haengt. Ich hatte das erst auch nicht so ganz verdaut und war mit der Starmask viel zu phlegmatisch. Die Sache steht und faellt wirklich damit, wie gut da die Sterne entfernt wurden. Da kannst Du dich ja mal (man kann die Maske ja auch von "aussen" einladen) alternativ mit dem StarexTerminator richtig austoben ... ;)

Gut erst mal...
MfG & CS
 
Hallo Frank,

vielen Dank für das Video.
Bislang benutze ich tatsächlich die zugrundeliegende Methode von Jon Rista "manuell", die liefert bei mir die besten Ergebnisse. Insofern ist EZ Denoise schon eine Vereinfachung, da viele Einzelschritte, insbesondere das Anlegen der Masken, im Hintergrund abläuft und insofern Zeit spart.
Etwas gewöhnungsbedürftig ist nur, dass im TGV Teil zwar die gleichen Parameter wie im Einzelprozess genutzt, diese zT aber mit anderen Dimensionen eingesetzt werden. Trotzdem kommt man mE hier mit dem Skript etwas schneller zum Ziel.

CS, Oliver
 
1) Die PSF aus dem Bild zu bestimmen (das ist mit PixInsight mit Dynamic_PSF "per Hand" z.T. nervig und z.B. auch von Hartmut Bornemann viel eleganter implementiert worden). EZ-Decon hat das schoen automatisiert. Nuetzlich ist dabei auch, dass man diese PSF auch exportieren kann und dann mit der PI Deconvolution das Endergebnis vergleichen kann.

Danke für die Antwort,

ich werde mich nochmal damit auseinander setzen. Adam Block propagiert seit neustem die PSF nicht aus dem Bild zu erstellen sondern mit dem künstlichen PSF Tool. Angeblich soll das zu deutlich weniger Ringartefakten führen. Da wollte ich eh nochmal rum probieren.

CS Frank
 
Etwas gewöhnungsbedürftig ist nur, dass im TGV Teil zwar die gleichen Parameter wie im Einzelprozess genutzt, diese zT aber mit anderen Dimensionen eingesetzt werden. Trotzdem kommt man mE hier mit dem Skript etwas schneller zum Ziel.

Hallo Oliver,

diesbezüglich hatte ich einen kurzen Chat auf Discord mit dem Autor. Er sagt (und das stimmt ja auch) man kann es auch ohne die exponentielle Schreibweise einstellen: 0.8 ist dasselbe wie 8 exp-1

CS Frank
 
Na Thomas, da fragst Du aber auch Sachen...
Hallo,

danke für Deine ausführliche Antwort.
Ich mache die Deconvolution immer "zu Fuß". Weil ich das was passiert besser unter Kontrolle habe. Ich werde mal mit EZ rumprobieren, ob ich da zu ähnlichen Ergebnissen kommen kann. Bei deinen Beispielen mit global deringing passten entweder Maske oder Parameter nicht ganz, da die Sterne helle Ränder bekommen haben. Aber auf alle Fälle anschauliche Demonstration der Unterschiede. Danke.

Viele Grüße
Thomas
 
ich werde mich nochmal damit auseinander setzen. Adam Block propagiert seit neustem die PSF nicht aus dem Bild zu erstellen sondern mit dem künstlichen PSF Tool. Angeblich soll das zu deutlich weniger Ringartefakten führen. Da wollte ich eh nochmal rum probieren.

Na dann dessen Wort in Gottes Ohr ...
... aber das sind letztendlich alles so Sachen die man nicht so einfach verallgemeinern kann, sondern wo man halt mal selber probieren/anpassen muss.

Beispiel: Meine Montierung hat in der Praxis einen nicht exakt symmetrischen Nachfuehrfehler auf beiden Achsen. Daher ist die PSF bei mir i.d.R. ganz leicht asymmetrisch (wenn man nur genau genug schaut, dann hat ja bekanntlich jeder irgendwie Eiersterne).
Und in welche Richtung sowas stattfindet, dass haengt von der Kamerarotation der jeweiligen Aufnahme und dem "Einnorden des Tages" und noch ein paar anderen Dingen ab.

Das grundsaetzlich beste Ergebnis bekommt man fuer eine Deconvolution mit der tatsaechlichen PSF die auch im Bild vorliegt.
Dummerweise veraendert diese sich allerdings ueber das Bildfeld, denn im unten praesentierten Beispiel setzt die sich z.B. aus (I) Nachfuehrfehler, (II) je nach Abstand zur Bildmitte dann dem Restkoma und (III) natuerlich der unvermeidlichen Beugungsfigur (Besselfunktion) zusammen (plus fuer den Newton hier auch noch der Beugungsfigur der Spinne). Ueber das gesammte Bildfeld eine ortsabhaengige PSF rueckfalten wird aber etwas heftig ...

Das naechstbeste Ergebnis bekommt man daher mit der ueber das Bildfeld gemittelten PSF.

Sowas kann man letztendlich nur aus den Bilddaten ziehen. Hier mal ein Beispiel von letzter Nacht:

Man kann das mit dem "gewoehnungsbeduerftigen" Dynamic-PSF Tool von PI machen:

PSF3.PNG


und bekommt dann (siehe rote Markierung und auch den Winkel Theta) ziemlich fummelig genau die gemittelte PSF

PSF4.PNG


die man sowohl mit Hartmut Bornemanns praktischem PSF-tool

PSF1.PNG


oder mit EZ-Decon auch bekommt, allerdings dann "ratzfatz" ohne nervige Klickorgien:

PSF5.PNG


Links Dynamic-PSF "handgeklickt", Mitte EZ-Decon, Rechts PSF-tool und das schaut doch schon mal sehr konsistent aus. Haette Ich mir mit dem PI-tool "Dynamic-PSF" den sprichwoertlichen Wolf geklickt (>50 Sterne) dann saehe das genauso aus, wie bei der automatischen PSF-Auswertung der beiden Alternativen.

Wie man alleine schon die Asymetrie (Montierungsfehler, Restverkippung des Korrektors, Trallala) der PSF hier "per Hand" anpassen/will, dass kannst Du den guten Adam ja mal fragen ...

Diese PSF aus dem Bild herauszuziehen und dann in die Deconvolution zu stecken ist das maximal sinnvoll Moegliche. Eine synthetische "dickere" PSF ist zwar moeglich, aber letztendlich "oversharpening" (und dann schaut man sich irgendwann nur noch numerische Fantasieprodukte an und nicht mehr echte Bildinformation. Ist ja bei der bis zum Anschlag aufgerissenen Unsharp-Maske nicht anders).
Selbstverstaendlich kannst Du dir eine parametrische (vulgo: synthetische/kuenstliche) PSF zusammenbasteln, die (I) kleiner als diese Messung ist und (II) symmetrisch ist. Dann wird halt weniger geschaerft, die Asymmetrie nicht beruecksichtigt und man hat (weil weniger stark geschaerft) dann auch weniger Probleme mit "Ringing" an den Sternen.

Naja, wie das "Ringing" unterdrueckt wird, das hat der Thomas ja schon fuer die PI-Deconvolution erwaehnt und Ich noch mal fuer EZ-Decon im Vergleich klargestellt (nach meinem Verstaendnis). Sicher, wenn man das "Ringing" mit diesen Massnahmen nicht in den Griff bekommt, dann kann man alternativ auch die PSF kuenstlich verkleinern, also so wie dass Adam Block in seinem Kochrezept vermutlich macht (... welches Ich mir aber nicht angeschaut habe... ).
Von der wahren Lehre her ist das dann halt "irgendwie hingefummelt", was ja nicht unbedingt "falsch" sein muss, sondern halt in dem Fall dann einfach suboptimal. Denn man kann ja dann auch sagen, naja wenn's nur "irgendwie leicht geschaerft" aussehen soll, was soll dann eigentlich die ganze Roedellei mit einer kompletten Deconvolution (Weil sich das dann irgendwie "wissenschaftlicher" anhoert, als "dann photoshop es doch einfach"?), denn dann kann man ja auch einfach eine Unsharp-Maske drauf werfen und auch gut.
"Richtiger" (was auch immer das jetzt heissen mag...) ist die PSF fuer das Bild einigermassen genau zu bestimmen und dann "Ringing" mit der Regularisierung (bei PI Deconvolution), oder den EZ-Decon Trick (Sterne kurz mal parken) sauber durchzuziehen und das Bild "optimal" geschaerft zu bekommen.

@Thomas: Ich nehme entweder die PI-Deconvolution mit einer gemessenen PSF von Hartmut Bornemanns praktischem PSF-tool (schau's dir mal an) , oder nudel das durch EZ-Decon. Die komplette PI-Deconvolution mit PSF Bestimmung "zu Fuss" ist mir i.d.R. zu viel geklicke.

MfG & CS
 
Wie man alleine schon die Asymetrie (Montierungsfehler, Restverkippung des Korrektors, Trallala) der PSF hier "per Hand" anpassen/will, dass kannst Du den guten Adam ja mal fragen ...

Kannst du doch alles in Parametric PSF einstellen. Ich probiere es mal aus. Meine Erfahrung mit Decon sahen bisher so aus, dass die Wirkung nur noch homöopathisch war wenn ich das Deringing perfekt eingestellt hatte.
Mal schauen.
CS Frank
 
Kannst du doch alles in Parametric PSF einstellen. Ich probiere es mal aus. Meine Erfahrung mit Decon sahen bisher so aus, dass die Wirkung nur noch homöopathisch war wenn ich das Deringing perfekt eingestellt hatte.
Vielleicht mal zur Abwechslung mal eine kurze Antwort: Was willst Du mit der Deconvolution eigentlich genau erreichen und bei welchem Schritt/Zeitpunkt im Workflow?
MfG
 
Vielleicht mal zur Abwechslung mal eine kurze Antwort: Was willst Du mit der Deconvolution eigentlich genau erreichen und bei welchem Schritt/Zeitpunkt im Workflow?

Ich benutze die Decon ja bereits erfolgreich. Erreichen tue ich damit das, was auch Sinn und Zweck ist nämlich den Einfluss des Seeings etwas zu kompensieren. Anwenden tue ich es nach der DBE und PCC im noch linearen Zustand. Geschärft wird am Ende sowieso noch, aber meist nur sehr lokal und gezielt.
Gute Resultate erziele ich bei Aufnahmen mit Ganymed, weniger Sinn macht das Ganze bei meinen kurzbrennweitigen Setups. Als wir meine Mono CCD am Ganymed dran hatten war das alles perfekt und ich habe sehr gute Resultate bekommen siehe hier und hier . Die PSF lasse ich dabei auch mit Hartmuts wunderbarem Script erstellen. Was aber fummelig und nervig ist, ist die Einstellung der Dark und Bright Ringing Parameter. Vor allem letzterer ist extrem feinfühlig einzustellen.
An Ganymed benutzen wir aber ja eigentlich eine Farb CMOS Kamera und da ergibt sich das Problem mit der Decon bei den Farben. Ich mache es dann so, dass ich die Lum aus dem Bild ziehe und später, nach der Decon, wieder mit der Farbe vereine. Auch dabei bilden sich gerne Artefakte an den helleren Sternen und das Vorgehen ist alles andere als optimal. Führt dazu dass ich die Decon oft einfach weg lasse (leider). Hier verspreche ich mir etwas von dem EZ Script. Aber nach meinen ersten Versuchen sah man dort deutliche Bright Ringing Artefakte in den Details. Wie man diese kompensiert ist eben die Frage wenn man dazu keine Kontrollmöglichkeit hat. Und hier kommt Adam Block ins Spiel. Er sagt übrigens nicht, dass man irgendeine PSF benutzen soll, vielmehr ist es so dass man die ermittelte PSF nachbaut (oder schlicht versucht einen Stern durch Modellierung nachzubauen). Also auch hier Bastelarbeit, aber er sagt dass diese künstlich geformte PSF eben zu weniger (Ringing)Artefakten führt. Ein Versuch ist es allemal wert. Dass die Vorgehensweise die PSF aus dem Bild zu erstellen maximalen Sinn ergibt, steht dabei denke ich außer Frage. Auch dass das Optimum eine übers ganze Bild modellierte PSF map wäre. Aber das dürfte schwer zu realisieren sein, vielleicht sitzt aber gerade jemand schon an der Lösung :cool:
CS Frank
 
Hallo Oliver,

diesbezüglich hatte ich einen kurzen Chat auf Discord mit dem Autor. Er sagt (und das stimmt ja auch) man kann es auch ohne die exponentielle Schreibweise einstellen: 0.8 ist dasselbe wie 8 exp-1

CS Frank
Hallo Frank,

das stimmt aber ja nur bedingt. Wenn ich das TGV Skript auf lineare Bilder verwende, setze ich Edge protection meistens im Bereich 10E-5 (!) ein (was auch zu Jon Ristas Empfehlungen passt). Bei EZ Denoise reduziere ich den Startwert von 1 etwas (vielleicht 0.25-0.5), aber sicher nicht um 5 Zehnerpotenzen.

Wie gesagt, die Ergebnisse stimmen (obwohl man ja im Skript auch nicht mehr zwischen Luminanz und Chrominanz feinjustieren kann), insofern werde ich das vermutlich weiter benutzen, da es mir etwas zeit spart; aber an die Parameter muss man sich etwas gewöhnen (und "neu" justieren).

CS, Oliver
 
Ich benutze die Decon ja bereits erfolgreich. Erreichen tue ich damit das, was auch Sinn und Zweck ist nämlich den Einfluss des Seeings etwas zu kompensieren. Anwenden tue ich es nach der DBE und PCC im noch linearen Zustand. Geschärft wird am Ende sowieso noch, aber meist nur sehr lokal und gezielt.
Gute Resultate erziele ich bei Aufnahmen mit Ganymed, weniger Sinn macht das Ganze bei meinen kurzbrennweitigen Setups. Als wir meine Mono CCD am Ganymed dran hatten war das alles perfekt und ich habe sehr gute Resultate bekommen siehe hier und hier . Die PSF lasse ich dabei auch mit Hartmuts wunderbarem Script erstellen. Was aber fummelig und nervig ist, ist die Einstellung der Dark und Bright Ringing Parameter. Vor allem letzterer ist extrem feinfühlig einzustellen.
An Ganymed benutzen wir aber ja eigentlich eine Farb CMOS Kamera und da ergibt sich das Problem mit der Decon bei den Farben. Ich mache es dann so, dass ich die Lum aus dem Bild ziehe und später, nach der Decon, wieder mit der Farbe vereine. Auch dabei bilden sich gerne Artefakte an den helleren Sternen und das Vorgehen ist alles andere als optimal. Führt dazu dass ich die Decon oft einfach weg lasse (leider). Hier verspreche ich mir etwas von dem EZ Script. Aber nach meinen ersten Versuchen sah man dort deutliche Bright Ringing Artefakte in den Details. Wie man diese kompensiert ist eben die Frage wenn man dazu keine Kontrollmöglichkeit hat. Und hier kommt Adam Block ins Spiel. Er sagt übrigens nicht, dass man irgendeine PSF benutzen soll, vielmehr ist es so dass man die ermittelte PSF nachbaut (oder schlicht versucht einen Stern durch Modellierung nachzubauen). Also auch hier Bastelarbeit, aber er sagt dass diese künstlich geformte PSF eben zu weniger (Ringing)Artefakten führt. Ein Versuch ist es allemal wert. Dass die Vorgehensweise die PSF aus dem Bild zu erstellen maximalen Sinn ergibt, steht dabei denke ich außer Frage. Auch dass das Optimum eine übers ganze Bild modellierte PSF map wäre. Aber das dürfte schwer zu realisieren sein, vielleicht sitzt aber gerade jemand schon an der Lösung :cool:
CS Frank
Hi Frank,
was EZ-Deconvolution im einzelnen macht, ist ziemlich genau exakt diesen Workflow von "Oke's Astro" zu automatisieren:


Und das hat der Autor von EZ-Decon auf seinem Discord Channel (wie viele Kommunikationswege gibt es eigentlich in diesen Tagen ...?) auch genau so klargestellt (deshalb kenne Ich ueberhaupt das Video, denn darauf bin Ich erst gestossen, als Ich diesen Author daraufhin so vor einem Jahr zurueckverfolgt habe).

Mein Rat waere, bevor Du mit EZ-Decon automatisch loslegst, solltest Du (siehe Video) vielleicht erst mal per Hand die ganze Sache exemplarisch durchziehen und mit dem Ansatz komfortabel werden. Mir hat das unendlich geholfen zu kapieren, was da bei EZ-Decon eigentlich passiert.
Ich glaube dir wird dann auch ein Kronleuchter aufgehen und auch wie man eventuell verbleibendes Ringing beheben kann (so ab Minute 9:00 wird das erklaert).

Der Trick wie "Oke's Astro" (und somit dann EZ-Decon) die Notwendigkeit des "Global Deringing" (also einer weiteren Regularisierung) umgeht, ist naemlich vom Ansatz her IMHO ziemlich clever. Der Nachteil ist dabei, was in dem Video ja auch im Detail erklaert wird, wie die Sterne am Ende dann wieder penibel zusammengepached werden muessen, ohne das dabei Artefakte entstehen. Das ist hier auch fummelig (und eventuell genauso fummelig wie bei der original PI-Deconvolution die Global-Deringing-Regularisation zu justieren).
Der Vorteil ist halt, dass die Deconvolution ohne diese Regularisierung (Motto: "Sterne sind Wurst") eben deutlich haerter zulangen kann und die Wirkung deshalb (in meiner Erfahrung) tatsaechlich eben nicht so "homöopathisch" ist.
Probiere diesen Workflow (mal ganz abgesehen von EZ-Decon) doch einfach erst mal aus...

Falls dir das was bringt, dann ist der Vorteil von EZ-Decon bei Mono dann eben, dass sich das sowieso faellige Gefummele halbwegs automatisieren und vor allen Dingen standardisieren laesst, denn hat man die Masken und die PSF einmal ermittelt (Ich mache das auf dem Lumineszenzkanal), dann kann man die konsistent fuer alle Farbkanaele anwenden.
Denn wie Du schon sagst, bei Mono ist ja leider nicht nur das Problem, dass man einen komplizierten Workflow nicht hinbekommt, sondern dass man den dann auch konsistent fuer alle Kanaele ausrollen muss, sonst stimmt nach dem Zusammenbau dann gar nichts mehr (ein Farbkanal hat Ringing, ein anderer wieder nicht, usw).

Off-Topic:
Dass die Vorgehensweise die PSF aus dem Bild zu erstellen maximalen Sinn ergibt, steht dabei denke ich außer Frage. Auch dass das Optimum eine übers ganze Bild modellierte PSF map wäre. Aber das dürfte schwer zu realisieren sein, vielleicht sitzt aber gerade jemand schon an der Lösung :cool:
Das gibt es in den verschiedensten Domaenen der Bildgebung schon lange, siehe z.B. was die Astonomie betrifft hier:


und der Ansatz ist mit Lucy-Richardson vollkommen kompatibel.
Ich kenne das z.B. aus der hochaufloesenden Konfokalmikroskopie, da wird sowas zuweilen auch gemacht. Nur ist nicht alles was theoretisch moeglich ist, i.d.R. fuer jeden Amateurkram besonders praktikabel. Je komplizierter eine Korrektur ist, desto mehr kann schiefgehen, desto mehr Parameter muessen bestimmt werden.
Denn sein wir mal ehrlich: Schon mit dem Thema "normale" Deconvolution sind 90% der Astroknipser weit jenseits der Komfortzone und winken ab. Wie weit willst Du das denn treiben, bis 99% ? Und vor allen Dingen, wie viel Verbesserung soll das dann bei uns Amateueren bringen, den entscheidenden Schritt von "pretty Pictures" zu dann "eklatant pretty Pictures" ... ;)
Law of diminishing gains ...

MfG & CS
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

Danke für das Video. Sowas habe ich gesucht, dann wird es wohl bald auch ein Video zu EZ Decon geben :-) Das von Hand durchgehen ist meine bevorzugte Methode um so ein Skript zu verstehen.

Denn wie Du schon sagst, bei Mono ist ja leider nicht nur das Problem, dass man einen komplizierten Workflow nicht hinbekommt, sondern dass man den dann auch konsistent fuer alle Kanaele ausrollen muss, sonst stimmt nach dem Zusammenbau dann gar nichts mehr (ein Farbkanal hat Ringing, ein anderer wieder nicht, usw).

Bei Mono ist das ehrlich gesagt kein Problem. Du machst die Decon nur auf der Luminanz und legst diese als solche nachher wieder unter die Farbe. Klappt prima. Aber wenn du diesen Schritt machst bei einem Farbbild über den Weg Luminanz extrahieren, Decon anwenden, Luminanz wieder unter die Farbe mischen, dann tauchen die Probleme auf. Beim schreiben fällt mir aber gerade ein dass PI verschiedene Methoden hat die Luminanz zu extrahieren. Vielleicht liegt hier der Hase im Pfeffer. Naja es wird nicht langweilig.

Das gibt es in den verschiedensten Domaenen der Bildgebung schon lange, siehe z.B. was die Astonomie betrifft hier:

Soweit ich das zwischen den Zeilen gelesen habe versuchen einige Leute schon ein solches Konzept für PI zu realisieren, will aber die Gerüchteküche nicht anheizen.

Denn sein wir mal ehrlich: Schon mit dem Thema "normale" Deconvolution sind 90% der Astroknipser weit jenseits der Komfortzone und winken ab. Wie weit willst Du das denn treiben, bis 99% ? Und vor allen Dingen, wie viel Verbesserung soll das dann bei uns Amateueren bringen, den entscheidenden Schritt von "pretty Pictures" zu dann "eklatant pretty Pictures"

Das ist derzeit schon das Problem, ich denke ein überwiegender Teil der Nutzer wird die Decon gar nicht nutzen. Hier könnte das Script hilfreich sein, womit wir wieder am Anfang sind :)

CS Frank
 
@Thomas: Ich nehme entweder die PI-Deconvolution mit einer gemessenen PSF von Hartmut Bornemanns praktischem PSF-tool (schau's dir mal an)
Damit mache ich das auch immer. Die Sterne einzeln rauszusuchen und zu sortieren etc. ist schon nervig. Da ist das Script von Hartmut eine riesen Arbeitserleichterung. Was ich mir allerdings in deinem Fall überlegen würde, ist ggf. das Script nur auf eine Preview aus dem Zentrum laufen zu lassen, wenn Deine Sternabbildung an den Rändern so viel anders ist.
Mein Ziel der Decon ist allerdings nicht die Sterne runder zu bekommen, sondern eine Gesamtschärfung bei Allem was nicht Hintergrund ist. Die Sterne werden dadurch natürlich auch definierter. Mit geht es da wie Frank, die großen hellen Stern sind da häufig das Problem.
Ich habe nun ein bisschen mehr mit dem EZ-Script rumprobiert und kann für mich sagen das ich mit der "zu Fuss"-Variante in Verbindung mit dem Hartmut Bornemann Script besser zurecht komme bzw. bessere Ergebnisse erziele.

Viele Grüße
Thomas
 
Danke für das Video. Sowas habe ich gesucht, dann wird es wohl bald auch ein Video zu EZ Decon geben :) Das von Hand durchgehen ist meine bevorzugte Methode um so ein Skript zu verstehen.
Null Problemo.

Soweit ich das zwischen den Zeilen gelesen habe versuchen einige Leute schon ein solches Konzept für PI zu realisieren, will aber die Gerüchteküche nicht anheizen.
Na dann Frank,
Ich will jetzt auch nicht die Geruechtekueche anheizen, aber wenn Du schon heute Abend mal ganz knisternd exklusiv fuer dich ausprobieren willst, ob sowas dann einmal der ganz grosse "Game-Changer" wird, na dann zerleg' doch einfach das Bild deiner neuen APS-C Kamera in 256x256 Mosaikstueckchen (das werden ueber 430), und (...wenn in jedem genug Sternlein stehen...) bestimme regional die PSF mit Hartmuts Skript, mach' danach fuer jedes der Mosaiksteinchen eine seperate Deconvolution und am Ende baust Du alles mit dem "photometric Mosaic" Script wieder zu einem grossen Bild zusammen.

...Tada...ganz grosser Zaubertrick.

Natuerlich geht das mathematisch auch viel abgefahrener, aber "el primitivo style" und sicherlich gut genug fuer "pretty pictures" hast Du dann das Konzept dann auch realisiert. Danach schreibst Du ein Skript, welches genau diese Schritte automatisch macht und parallelisierst/threadest alles (damit das nicht 1,5 Stunden dauert, sondern abgeschaetzt so in unter zehn Minuten gebongt ist) und dann bist du der gefeierte Astro-Baer der Woche (wenn nicht des Jahres), bekommst von einem weinenden Adam Block einen group-hug und einen NASA-Aufkleber deiner Wahl... :cool:
Was kann man mehr wollen im Leben?

MfG & CS

PS: Ich denke mein Sarkasmus laesst meinen Standpunkt ahnen, nix gegen immer abgefahrenere und zeitaufwendigere Spielerein in PI, aber da waere IMHO z.B. eine GPU-Beschleunigung der Hauptroutinen, an denen meine durchaus nicht schmalbruestige Kiste jedesmal stundenlang herumnudelt, sicher von zielfuehrenderer Prioritaet.
Vor der Kuer kommt die Pflicht...
 
aber da waere IMHO z.B. eine GPU-Beschleunigung der Hauptroutinen, an denen meine durchaus nicht schmalbruestige Kiste jedesmal stundenlang herumnudelt, sicher von zielfuehrenderer Prioritaet.
Die Beschleunigung durch Cuda von Starnet++ in Pixinsight kennst Du aber, oder? Ich hoffe das da noch mehr dazu kommt.

Viele Grüße
Thomas
 
Die Beschleunigung durch Cuda von Starnet++ in Pixinsight kennst Du aber, oder? Ich hoffe das da noch mehr dazu kommt.
Hi Thomas,
Ja, die kenne Ich, aber die kommt ja nicht aus dem Hause PI, sondern meines Wissens von Nikita Misiura, dem Starnet++ Autor. Und die 2-3 Minuten Starnet++ stoeren mich eigentlich weniger, sondern die oft 500-1000x durchzufuehrende Bildnormalisierung und Registrierung, die sich da zusammenlaeppert und auch die Statistik der Bildintegration. Von PixInsight selber gibt's da nur alle sechs Monate von Juan Conejero Absichtserklaerungen "some day, we're on it". Der Tenor hat sich erst kuerzlich etwas konkreter geaendert, seit APP teilweise GPU beschleunigt laeuft ...
Bevor jedoch PI Version 1.9 herauskommt, wird das erst mal nichts. Man wird sehen ...
MfG & CS
 
Hallo zusammen
angeregt durch das Video (danke dafür) habe ich mal mit den EZ-Tools rumgespielt. Sie sind echt easy, wie der name schon sagt. Ich bin grade an einer Aufnahme von M33 dran. Die hat ja viel schöne H2-Regionen. Leider erhalte ich mit EZ Decon ich eine ziemliche Veränderung der Farbe an H2-Regionen von magenta zu orange. Ich vermute, dass das was mit der Entrauschung durch den MMT Prozess zu tun hat.
Habt Ihr auch schon solche Erfahrungen gemacht?
Gruß
Ulli
 
Hallo Frank,

auch von mir vielen Dank für Deine Videos, die mir den Einstieg in die Astrofotografie extrem vereinfacht haben.

Mittlerweile habe ich meinen Standard-Workflow aus PixInsight und Affinity Photo gefunden.
Dein Video zu EZ Denoise hat mir allerdings nochmals neue Ansätze gegeben.

Nach etwas „Ausprobieren“ haben ich meine Standardeinstellung zu EZ Denoise wie folgt gesetzt und nutze das Script jetzt fast immer:

1640183505729.png


1640183494511.png


1640183474941.png



Hier findest Du ein Beispiel, bei dem ich EZ Denoise eingesetzt habe. Das Foto entstand bei Vollmond mit 300 light a 30s (Celestron RASA 8, ASI 2600 MC Pro und IDAS NBZ Dualband-Filter.

M42_Final.jpg


Viele Grüße und CS
Michael
 
auch von mir vielen Dank für Deine Videos, die mir den Einstieg in die Astrofotografie extrem vereinfacht haben.

Hallo Michael,

es freut mich sehr wenn die Videos Inspiration sind und weiter helfen.
Bei deinem Bild wundert mich etwas, dass die hellen Nebelanteile auch so stark entrauscht sind, dadurch wirken sie etwas wachsartig. Die Masken sollten eigentlich verhindern dass die hellen Partien eines Bildes zu stark entrauscht werden. Ich hätte getippt dass das MMT dafür verantwortlich ist, aber die Werte hast du ja mit steigenden Layers reduziert. Hast du noch was anderes benutzt hier?

CS Frank
 
Hallo,
EZ Decon, Denoise und HDR funktionieren astrein. Anstelle von EZ Soft Strech verwende ich ArsinhStrech, ein Mega-Tool bei dem die Farben während und nach dem strechen erhalten bleiben.

@ Frank: Danke für Deine hilfreichen Videos!
 
EZ Decon, Denoise und HDR funktionieren astrein. Anstelle von EZ Soft Strech verwende ich ArsinhStrech, ein Mega-Tool bei dem die Farben während und nach dem strechen erhalten bleiben.

@ Frank: Danke für Deine hilfreichen Videos!

Ja ich benutze auch de ArcSinh, aber vielleicht kann man beide sogar kombinieren. Es gibt noch viel zu testen.

CS Frank
 
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