Fadenkreuz im Cheshire entfernen?

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LambdaOmega

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Hallo zusammen,

das Fadenkreuz in meinem Cheshire stört mich beim Justieren meines 8" Dobson eigentlich nur, sodass ich überlege es zu entfernen. Ich versuche ständig daran vorbeizuschielen und das Guckloch bzw. mein Auge auf die Mittenmarkierung zu bringen.

Bevor ich das Fadenkreuz entferne und es hinterher bereue: Gibt es einen Vorteil des Fadenkreuzes gegenüber dem Guckloch?

Viele Grüße
Clemens
 
Hallo Clemens,

Das Fadenkreuz zwingt dich deine Augenposition und die Mittenmarkierung des Hauptspiegels auf eine Achse zu zentrieren. Du kannst den dünnen Draht des Fadenkreuzes problemlos entfernen und durch feinen Draht oder Faden später wieder ersetzen, aber ohne diese Zentrierungshilfe läufst du m.E Gefahr die Kollimation unsauber durchzuführen.

Liebe Grüße,
Stephan
 
Hallo Stephan,

in welcher Konstellation sehe ich denn mein Auge in der Mittenmarkierung, das Fadenkreuz aber nicht? Sobald mein Auge in der Mittenmarkierung ist, befindet es sich doch bereits sicher auf der optischen Achse des Spiegels und die (bzw. der letzte Schritt der) Kollimation passt, oder?

Viele Grüße
Clemens
 
Hallo Clemens,

Ich bin jetzt davon ausgegangen, dass sich ohne Fadenkreuz zwar das Auge in der Mittelmarkierung spiegel kann und demnach mit dem Hauptspiegel auf einer Achse liegen kann, der Einblick aber ggf. nicht zentriert erfolgt und die Gesamtkollimation des Systems, also auch die Ausrichtung des Fangspiegels/Hauptspiegels unberücksichtigt bleibt?

Die Okularaufnahme mit "guter", d.h. nicht einseitiger Klemmung, sorgt ja dafür, dass das Fadenkreuz mittig im OAZ liegt und du dann auch deinen Einblick mittig zentrieren musst. Dann liegt die Mittenmarkierung zentral darunter und alles auf einer Achse.
Am Ende geht es ja auch darum, ob der Fangspiegel/ Spiegel mittig zum OAZ ausgerichtet ist...das Cheshire hat dafür m.W. das Fadenkreuz, das Concenter Okular nutzt dafür die konzentrierten Ringe. Sicherlich geht es auch ohne Fadenkreuz, aber bei einer genauen Justage von schnelleren Öffnungsverhältnissen kann ich mir persönlich eine Arbeit ohne Kreuz als Hilfsmittel (nicht für die Mittelmarkierung, aber für die Einschätzung der Verkippung und Ausrichtung des Sekundärspiegels) nicht vorstellen? Zumindest bei schnellen Öffnungsverhältnissen und fotografischer Nutzung. Bei langsameren Öffnungsverhälntissen und visueller Beobachtung reicht die "Augenpeilung" sicherlich gut aus?

Liebe Grüße,
Stephan
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Stephan,

für den mittigen Einblick sorgt doch schon das relativ kleine Loch, viel Spiel ist da nicht mehr. Und wenn die Klemmung einseitig ist, dann betrifft das nicht nur den Einblick sondern genauso das Fadenkreuz?

Einschätzung der Verkippung und Ausrichtung des Sekundärspiegels

Wie hilft dir da das Fadenkreuz? Ich versuche immer rings um den Fangspiegel bzw. Hauptspiegel einen gleichbleibenden Rand hinzubekommen, da brauche ich das Kreuz bisher auch nicht.

Viele Grüße
Clemens
 
Hallo Clemens,

Da das Fadenkreuz problemlos rückgebaut werden kann, schlage ich vor es einfach auszuprobieren. Ich würde mich über eine Rückmeldung freuen. Ich persönlich benötige das Fadenkreuz um einzuschätzen, ob die "Viertel" des Fangspiegels wirklich rund und mittig liegen und nutze dafür nicht den Rand. Deine Erläuterungen kann ich aber gut nachvollziehen.

Liebe Grüße,
Stephan
 
Bei meinem Cheshire ist das Fadenkreuz ein eingeschraubter Einsatz, wie ein Filter. Lässt sich Problemlos den ganzen Tag lang rein und wieder raus schrauben.

LG
Olli
 
Wenn sich das Fadenkreuz nicht mit der Mittenmarkierung deckt, dann liegt die Achse des OAZ nicht auf der optischen Achse. Wenn der Sekundärspiegel korrekt eingestellt ist, dann braucht man es nicht mehr regelmäßig. Ich würde darauf achten, dass man es wieder drauf spannen kann, falls der Sekundärspiegel eingestellt werden soll.
 
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