Falcon 1: Erste private Rakete startet heute

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

blue_scape

Aktives Mitglied
Untertitel: Scotty's final beam up

Hallo,

mit SpaceShip One startete im Sommer 2004 das erste privat finanzierte und (teilweise) wiederverwendbare Raumfahrzeug. Nach mehrmaligen Verschiebungen des Starts, soll heute die von SpaceX entwickelte Falcon 1 abheben: die erste private Rakete. Und mit 6,7 Millionen Dollar wird Falcon 1 "provide the lowest cost per flight to orbit of any launch vehicle in the world".

Aber die Fracht besteht nicht nur aus einem Satelliten. Neben der Asche von James "Scotty" Doohan, werden auch die sterblichen Überreste von 185 weiteren Menschen "hochgebeamt". So wird auch der Kommandant von Gemini 5, Gordon Cooper, mit an Bord sein.

Ihre Familien zahlten dafür 995 bis 5.300 Dollar.

The craft also will hold the ashes of 185 others, including a telephone technician, a nurse and a college student.
Falls der Start nicht wieder abgebrochen wird, soll Falcon 1 heute um 22:00 MEZ abheben.

Gruß - Nico
 
Hallo!

Eine ziemlich aufwendige Art, Asche im Pazifik zu verstreuen.
Wann werden die Leute endlich verstehen, dass "Raumfahrt" und "billig" inkomapatibel sind?

Ciao, Maximilian

PS: Meines Wissens ist Pegasus die erste privat finanzierte Trägerrakete, und die fliegt bereits seit 1990 recht erfolgreich. Kostst aber auch ein paar Dollar mehr pro Flug ( http://www.orbital.com/SpaceLaunch/Pegasus/index.html ).
 
Na, det war ja wohl nix.
Eigentlich schade, ein bisl Preiskampf hätte der Raumfahrt vielleicht gut getan.

Nur bisl dumm, das die Macher der Falcon mit Worten wie 'zuverlässiger' und 'einfachere Konstruktion' Werbung gemacht haben. Da hätt natürlich der Jungfernflug nicht in die Hose gehen dürfen.

 
Hallo!

Eine ziemlich aufwendige Art, Asche im Pazifik zu verstreuen.
Darum geht es ja. Es geht um Selbstbeweihräucherung und Statusgeprotze. Da darfs schon etwas barocker sein. Ob man am Ende als Dünger für Plankton oder Bakterien endet, ist zweitrangig. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
 
Wie ich mir den Preiskampf vorstelle?

Nun, ist zwar etwas provokativ, aber ich glaube, das es bisher keine billigen, wiederverwendbaren Raketen gibt, weil die teuren wegwerfdinger doch auch weggehen.

Ob es nun waffen, autos oder raketen sind, es geht immer nur um kohle. daher wird es da keine großen preissprünge geben, sondern immer nur stück für stück.

ma
 
Hallo!

> ma: Nun, ist zwar etwas provokativ, aber ich glaube, das es
> bisher keine billigen, wiederverwendbaren Raketen gibt,
> weil die teuren wegwerfdinger doch auch weggehen

Es sind in der Vergangenheit schon reichlich Versuche unternommen worden, "billige" Raketen/Raumfahrzeuge zu entwickeln. Manche davon haben es ähnlich weit gebracht wie diese Falcon 1 hier, also zu grossen Feuerbällen in unterschiedlichen Höhen; darunter die "Otrag"-Bündelrakete von Lutz Kayser in den 70er und 80er Jahren (an sich kein schlechtes Konzept, ich hatte damals sogar auf einen Praktikumsplatz bei denen gehofft...). Die Mehrheit aller Billigraketen, die mit originellen Konzepten die Raumfahrt revolutionieren wollten, sind aber bereits im frühen Projektstadium steckengeblieben, und zwar samt und sonders aus Geldmangel (z.B. "Roton", die Anfangs auch vielversprechend aussahen, weil sie recht viel Startkapital hatten).

Dabei ist es so einfach zu merken: Raumfahrt + billig = geht nicht!

Ciao, Maximilian
 
Raumfahrt + billig = geht nicht!
aber es geht mit sicherheit billiger.

Man schaffts doch, eine 23-tonnen-Pegasus-XL (siehe link) unter eine transportmaschine zu schnallen, diese in 15 km höhe zu transportieren, und dort auf die reise zu schicken.

Die transportmaschine ist eine 0815 Lockheed L-1011, aus der die sitze rausgeschraubt, eine halterung ans untere ende geschweißt und ein bisl elektronik ins innere gesteckt wurde.

Für die Entwicklung der Ariane 5 wurden Milliarden ausgegeben (ich hab mal was von 10 mrd gehört, aber nit sicher), da wird man doch wohl mit weniger geld ein vernünftiges transportflugzeug schnitzen können, oder?
Eines, das eine schwerere Rakete in größerer Höhe mit höherer geschwindigkeit aussetzt, dann hätte man schonmal die 1. Stufe wiederverwendbar.

irgendwie hab ich das gefühl, in sachen raketen tut sich seit ende der 60er jahre nicht wirklich was.

http://www.orbital.com/SpaceLaunch/Pegasus/index.html

ma
 
Also zumindest für das Asche-im-Weltraum Geschäft könnte man das alte Kanonenprinzip wieder aus der Schreibtischschublade holen.
Aber jeder, der daran arbeitet, müsste damit rechnen, umgelegt zu werden. Also wird daraus auch nichts.
 
"
Man schaffts doch, eine 23-tonnen-Pegasus-XL (siehe link) unter eine transportmaschine zu schnallen, diese in 15 km höhe zu transportieren, und dort auf die reise zu schicken."

äh hüstel
Also eine Pegasus ist nicht gerade ein Wunder des Kostensparens...
1. ist die Pegasus aus einer ehemaligen militärrakete entwickelt worden und war anstelle einer zivilen Transportmaschine unter einen B52 Bomber geschnallt... was sie da machte? Vermutlich ihrem Einsatzzweck als Antisatelliten äh Postbote für Steine nachzukommen, die zufälligerweise auf den gleichen Orbit feindli äh Satelliten jedenfalls gebracht werden ;-)
--> die Entwicklungskosten wurden also schon vom US Militär bezahlt

2. die Pegasus ist nicht billig... 300kg Nutzlast und dann kostet sie 25mio€/Stück. Günstiger bekommt man sie nur, wenn man vom US Militär ist :-) oder für Satelliten von OSC aber denen gehört ja auch die Pegasus.

3. selbst eine Falcon ist nicht billig...
8,3mio$ für 300kg. Eine russische Start1 kostet 2,5mio$ und schafft das gleiche. Eine Dneper oder sogar eine riesige Rokot kann man für unter 13mio kaufen und die schleppen ein vielfaches ins All.

zum Thema Raumfahrt + kostengünstig = unmöglich

dem würde ich so nicht zustimmen :-)

Was man dazu braucht sind

1. höhere Stückzahlen,
-die Kopie des ersten Satelliten kostet nur noch 40% weil die Entwicklungskosten nicht 2 mal bezahlt werden müssen
- bei richtig hohen startzahlnen (>60/Jahr) lohnen sich auch wiederverwendbare Systeme ansonsten sind wegwerfraketen immer!!! billiger (Fixkostenproblem)

2. in kauf nehmen eines höheren Risikos. Heutige Satelliten und Raketen sind auf 99,99% Sicherheit gerechnet. das bedeutet hohe kosten weil:
- keine Innovation
- verwendung alter teuerer erprobter Bauteile
- erheblicher entwicklungsaufwand

--> das Senken der Ausfallsicherheit um 10% senkt die Kosten um 90%!
Dazu müßte die Politik/Geldgeber jedoch Fehlschläge in kauf nehmen.
BTW
die Entwicklungskosten für Satelliten und Rakten liegen im Mrd€ bereich allerdings sind auch die Entwicklungskosten für einen schnöden Opel so hoch aber von denen werden 100000 Stück gebaut und von allen Raketen zusammen gerade mal 100 im Jahr

Raumfahrt = Billig ist möglich aber nur wenn es irgendwann mal einen Herrn Ford der Raumfahrt gibt
 
Hallo!

> Raumfahrt = Billig ist möglich aber nur wenn es irgendwann
> mal einen Herrn Ford der Raumfahrt gibt

Aber ausser Herrn Ford braucht man dazu noch zwei Dinge:

1. Einen konkreten Bedarf. Herr Ford hat mit seinen Produkten den Leuten die Versorgung und Pflege ihrer Kutschpferde abgenommen und es ihnen gleichzeitig ermöglicht, die Reisegeschwingigkeit deutlich zu steigern. Deshalb haben die Massen schnell eingesehen, dass sie mit Automobilen besser dran sind als voher (auch wenn man das heute vielleicht schon wieder anders sehen kann...) und die neuen Produkte massenhaft gekauft.
Für die Raumfahrt gibt es nichts vergleichbares, daher wird es auch keine Massenproduktion geben.

2. Und selbst wenn es diesen Bedarf irgendwann geben sollte, fehlt uns das unerschöpfliche Treibstofflager, um Massen von Raketen überhaupt betanken zu können.

Billige Raumfahrt wird nicht kommen.

Ciao, Maximilian
 
Hi,

bei der linken Rakete macht's "plätscher" - bei der rechten "PLATSCH". <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

Grüße
TWR
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />
 
2. Und selbst wenn es diesen Bedarf irgendwann geben sollte, fehlt uns das unerschöpfliche Treibstofflager, um Massen von Raketen überhaupt betanken zu können.
Das halte ich für ein Gerücht.

Man nehme etwas Wasser, lege eine Spannung an und man hat Wasserstoff und Sauerstoff, die man als Treibstoff verwenden kann.

Vielleicht schafft man es irgentwann mal unsere Ozeane leer zu pumpen, aber auf Europa liegt (vermutlich) noch genug Wasser rum.

Hendrik
 
Hallo!

> Hendrik: Man nehme etwas Wasser, lege eine Spannung an und
> man hat Wasserstoff und Sauerstoff, die man als Treibstoff
> verwenden kann.

Die Spannung alleine reisst es leider nicht, da muss schon auch ein Strom dazu fliessen ... und weil der praktischerweise aus der Steckdose kommt, haben wir also keine Probleme mit der Treibstoffversorgung unserer Raketenflotte <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/laugh.gif" alt="" /> !

Ciao, Maximilian

PS: Der flüssige Wasserstoff für die Space Shuttles wird von Fabriken in Alabama und Louisiana (New Orleans) erzeugt, die per Erdgaspipeline direkt mit Offshore-Ölfeldern im Golf von Mexiko verbunden sind. Und wie lange diese Vorräte noch reichen (auch ohne Massenstarts von Billigraketen) ist inzwischen wohl hinlänglich bekannt.
 
Hallo!

> Hendrik: Ich hatte vor das Meerwasser, das in unseren
> Ozeanen rumschwimmt per Elektrolyse aufzuspalten.

Ich weiss schon, was Du vorhast! Aber ich weiss auch (viele Jahre meines Lebens habe ich damit verbracht, dieses Wissen zu erlangen...), dass Sauerstoff- und Wasserstoffatome eine ganz besonders innige Verbindung miteinander eingehen. Genau aus diesem Grund sind sie als Raketentreibstoffkomponenten so beliebt, denn die freiwerdende Energie ist es, von der die Rakete angetrieben wird.
Um nun aber Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff aufspalten zu können, muss man die irgendwann in grauer Vorzeit freigewordene Bildungsenergie der H2O-Moleküle (nebst diversen Verlusten) wieder hineinstecken. Das kann im kleinen Rahmen mit Strom geschehen, wie Du richtig sagst. Der Strom dafür (und es braucht sehr viel Strom, denn der Energiebedarf ist wirklich gross!) muss irgendwo und aus irgendetwas erzeugt werden. Und weil die Verluste bei der Stromerzeugung, egal ob aus fossiler oder nuklearer Quelle, bei etwa 70 Prozent liegen, stellt man Wasserstoff grosstechnisch eben nicht per Elektrolyse, sondern mittels des chemischen Verfahrens "Dampfreformierung" direkt aus dem Energieträger Erdgas her. Und den gibt es bald nicht mehr. Leider.


Ciao, Maximilian
 
okay wenn ich von serienproduktion bei raketen rede dann von stückzahlen > 10 pro Jahr wie es heute üblich ist. Man brauchtungefähr 100 Starts pro jahr und System dann lohnen sich wiederverwendbare Systeme (rechnerisch) allerding haben wir zu Zeit auf der ganzen welt startraten von nur ca 100 Stück pro Jahr von allen Raketen zusammen...
Also ich denke nicht, dass man auch mit 1000 Starts pro Jahr signifikant das Energiebudget der Erde beeinflussen kann
 
Hallo!

> melchior: Also ich denke nicht, dass man auch mit 1000
> Starts pro Jahr signifikant das Energiebudget der Erde
> beeinflussen kann.

1000 Starts wohl noch nicht (ganz kurz überschlägig dürften 1000 Space-Shuttle-Starts in etwa einem Prozent des jählichen Deutschen Ölverbrauchs entsprechen (2004: 115.500.000 t)).

Ich dachte eher in Henry Ford Größenordnungen mit Urnenbestattung in der niedrigen Umlaufbahn für alle (hiess es nicht die ganze Zeit, dass Weltraumschrott im LEO eine grosse Gefahr für die bemannte Raumfahrt darstellt? Von daher dürfte es für sowas überhaupt keine Genehmigung geben.) und 30-Minuten-Suborbitalfügen von London nach New-York von Ryanair für 9 Euro 99.

Ciao, Maixmilian
 
Also wenn wir Energie brauchen, könnten wir ja die Sahara voll mit Solarzellen stellen.
Auch denke ich, dass wir bis 2040 ein kommerzielles Fusionskraftwerk haben.

Hendrik
 
Hallo!

> Hendrik: Also wenn wir Energie brauchen, könnten wir ja
> die Sahara voll mit Solarzellen stellen.

Gerne. Aber jemand muss es tun. Bisher fühlt sich leider niemand davon angesprochen. Auch diejenigen nicht wirklich, die es am nötigsten hätten, nämlich die Staaten am persischen Golf, die nach dem Versiegen der Ölquellen (das wir alle hier noch erleben werden, so uns nicht vorher die Vogelgrippe dahinrafft) ins Nomadentum zurückfallen werden, wenn sie nicht rechtzeitig für adäquaten Ersatz sorgen. Saudi Arabien hat in den 80er Jahren einige interessante Projekte für Solarkraftwerke begonnen, u.A. in Zusammenarbeit mit der DLR (damals noch DFVLR), aber die sind meines Wissens inzwsischen buchstäblich im Sande verlaufen. Statt dessen investiert man lieber massiv in den Ausbau einer touristischen Infrastruktur (vor allem Dubai) um seine Einnahmen auch nach dem Ende der Ölförderung zu sichern. Ohne sich zu überlgen, wie die Touristen ohne Öl/Treibstoff überhaupt nach Dubai gelangen können... Aber ich schweife ab.

> Auch denke ich, dass wir bis 2040 ein kommerzielles
> Fusionskraftwerk haben.

Das hat man schon für 1980 und dann 1990 und dann 2000 vorhergesagt. Was 2040 angeht, bin ich gerne bereit, Wetten in beliebiger Höhe anzunehmen. Einzulösen natürlich nur, wenn mich die Vogelgrippe bis dahin verschont...

Ciao, Maximilian
 
"1000 Starts wohl noch nicht (ganz kurz überschlägig dürften 1000 Space-Shuttle-Starts in etwa einem Prozent des jählichen Deutschen Ölverbrauchs entsprechen (2004: 115.500.000 t))."

wer redet denn von 1000 Spaceshuttle Starts? Ich hab von 100 Starts pro System geredet. Außerdem ist das Spaceshuttle viel zu groß und als kombiniertes Last und Menschentransportsystem nicht gerade das was ich meinte als ich von einer reduzierten Sicherheit zur Kostensenkung sprach...

Mir schwebten eher
100 Ariane 5 Starts
100 Sojus Starts
100 Atlas5 oder Delta 4 (in allen Konfigurationen von leicht bis Heavy)
100 Rokot
100 Dnepr
100 Langer Marsch 3
usw vor
Das ist mit der heutigen Technik jedoch nicht zu machen.
Z.B. der Startplatz in Kourou ist für 8 Ariane5 Starts jährlich ausgelegt...
schon eher mit alten ICBM System und quasi mobilen bzw. Silo Starts
Also mehr massenproduzierte kleinere Raketen. Zwar sind die Kosten pro kg bei kleinen Raketen höher (läßt sich statistisch zeigen) jedoch nur wenn die Startzahl annähernd gleich ist.
D.h. 10 kleine Raketen haben wieder niedrigere Spezifische Kosten als eine große Rakete, weil die kleinen in Massenproduktion gefertig werden können
 
Hallo!

Ich zitiere den wichtigsten Satz aus der Pressemeldung: Als er [ein Techniker] mit seiner eigentlichen Arbeit fertig war, habe er allerdings vergessen, den Stutzen wieder fest anzuziehen.

Wie oben schon gesagt: Raumfahrt+billig=geht nicht. Einer der Hauptfaktoren, welcher die (funktionierende) Raumfahrt so teuer macht, ist die Qualitätskontrolle. Hinter jedem einzelnen Techniker/Mechaniker muss ein Kontrolleur mit einer Checkliste in der Hand stehen, der jeden Handgriff überwacht. Spart man diesen Kostenfaktor ein, hat man zwar damit die Lohnkosten - und damit auch praktisch die Gesamtkosten! - mit einem Schlag halbiert, aber dafür bekommt man auch keine Satelliten mehr in den Orbit. Und daran ändert eine industrielle Fertigung egal in welcher Stückzahl gar nichts.

Ciao, Maximilian
 
Hinter jedem einzelnen Techniker/Mechaniker muss ein Kontrolleur mit einer Checkliste in der Hand stehen, der jeden Handgriff überwacht.

Stimmt. Ich meine irgendwann folgende Aussage eines leitenden NASA-Angestellten gelesen zu haben: "Was einen für so einen Job qualifiziert? Eine gesunde Paranoia in der Art : wenn wir alles Mögliche und Unmögliche bedacht haben - was könnte dann trotzdem schiefgehen? "

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/huhu.gif" alt="" />

Grüße
Tom
 
Hinter jedem einzelnen Techniker/Mechaniker muss ein Kontrolleur mit einer Checkliste in der Hand stehen, der jeden Handgriff überwacht.
Sehe ich auch so. Ich war zu meiner BW-Zeit in einer Raketeneinheit (Nike Hercules) und wir schossen 1x im Jahr scharf von Kreta aus. Alle Vorbereitungen wurden von NATO-Offizieren gecheckt und mit Minuspunkten versehen, wenn etw. falsch gemacht wurde. Soviel ich weiß, kam nie ein Team auf 100%, wir lagen meist so um 96-98%, oft durch nur ganz blöde Leichtsinnigkeiten. Z.B. stellte ich ein Messgerät um, ohne vorher die Zeigernadel zu arretieren wie vorgeschrieben - schon gabs -0.25%...

Gruss - Martin
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben