Falcon 1: Erste private Rakete startet heute

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Na nun mal halblang. es ist ja nicht so, dass bei SpaceX die Raketen zusammengeschludert werden!
Die arbeiten nach ganz normalen Industrie Standarts (wie alle Anderen auch) Laut Pressetext der gestern durch die Agenturen ging sind sie Din ISO 9001:2000 zertifiziert.
Zudem muss man sagen, dass sie zwar kostengünstig aber noch lange nicht spottbillig sind...
Der Preisvorteil liegt einfach auch darin, dass SpaceX ein relativ schlankes Unternehmen ist im gegensatz zu lockheed und Boeing, die (ähnlich wie übrigens auch EADS) durch ihre stärke verschränkung mit dem Staat ja schon den Charakter von Behörden haben. Man muß sich vor Augen halten, dass eine Große Firma allein durch ihren Bürokratischen Wasserkopf Kosten pro Personaljahr von 250-400Tausend€ haben kann während kleine Firmen da mit 80Tausend bis 150Tausend € deutlich drunterliegen. Das ist alles keine Zauberei sondern pure Arithmetik. Wenn ich pro Techniker/Ingenieur 3 Manager und Verwalter einstelle dann explodieren die Kosten eben. Das ist bei Behörden und Universitäten nichts anders als bei Firmen.
Mal im erst glaubt Ihr, dass wie billig SpaceX auch immer sein mag sie es geschafft hätten noch vor dem ersten Start ihrer Rakete 10 Verträge mit dem nicht gerade als schluderich bekannten US Militär geschlossen hätten?
 
Die arbeiten nach ganz normalen Industrie Standarts (wie alle Anderen auch) Laut Pressetext der gestern durch die Agenturen ging sind sie Din ISO 9001:2000 zertifiziert.
Was sie in etwa auf eine Stufe mit einem Fischmarkt in Japan stellt.
Ich hab die ISO9001:2000 durchgelesen. Für die Frage, ob die eine Rakete ins Orbit bringen, ist der Standard viel zu schwammig und vage formuliert.
 
Hallo!

> Melchior: ... sind sie Din ISO 9001:2000 zertifiziert.

Das beeindruckt mich jetzt nur schwach. Zertifikat-Schmertifikat... Ich habe als Ingenieur (sowohl unmittelbar als auch indirekt in dieser Branche tätig) die Einführung dieser Norm über die Jahre miterlebt und ausser einem erheblichen bürokratischen Mehraufwand bisher keine nennenswerte Verbesserung erkennen können.

Wenn ich daran erinnern darf: Die grossen Raumfahrtprogramme mit der größten Zuverlässigkeit haben alle lange, lange vor der ISO 9000 stattgefunden (vor allem natürlich Apollo und insbesondere die 100-Prozent-zuverlässige Saturn-Rakete).

Was den bürokratischen Wasserkopf angeht, kann ich allerdings nur zustimmen! Eine Lösung könnte sein (könnte nicht nur, sondern wird auch so praktiziert), dass möglichst viele Unteraufträge an kleine (schlanke) Unternehmen vergeben werden.

Grüße, Maximilian
 
Zitat:
Eine Lösung könnte sein, dass möglichst viele Unteraufträge an kleine (schlanke) Unternehmen vergeben werden.

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> die parametrische Kostenrechnung behauptet das Gegenteil.
Kosten = n*m*Masse^s wobei n Anzahl der beteiligten Partner, m noch irgendwelche anderen Faktoren, Masse naja Masse halt und s die Systemkomplexität ist.

Ob ich nun einen Partner Alleinunterhalter oder einen Großen Mainkontractor mit vielen Kleinen Subunternehmern habe spielt basierend auf meinem Wissensstand keine Rolle.
Ein großer allein hat seinen Wasserkopf und Ein Main mit vielen kleinen Sub's verschleudert das Geld in den Schnittstellen. Nichts ist effektiver als ein kleines Team das örtlich und zeitlich Nah beisammen sitz.

Zitat: Zitat: Melchior: ... sind sie Din ISO 9001:2000 zertifiziert.

Das war auch ein bissel als provokation Gedacht. Das ein Unternehmen nach Din ISO 9000 zertifiziert ist gehört in modernen Unternehmen zum guten Ton <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> Ich hab mich ehrlich gewundert warum SpaceX das an die große Glocke hängt. Vermutlich weil sie sich gegen vorwürfen von Außen verwahren wollen sie würden ihren Kostenvorteil mit mangelder Sorgfalt erkaufen.

BTW
hab ich vorhin vergessen...
Eine der Ariane Raketen ist in den 80's abgestürt weil *tada* ein Techniker einen Lappen im Pumpensystem vergessen hatte. Das passiert nicht nur den kleinen kostengünstigen.
Ein wichtige Aussagen über die Qualität ist nicht die Anzahl der Fehler die man in seinem Fehlerprotokoll entdeckt so war bei Ariane immer die Zahl der registrierten "Errors" nach einem Unfall besonders hoch - klar alle haben besonders aufmerksam geschaut.
Übrigens dass sie so kurz nach dem Unfall sagen konnten woran es lag und sich auch nicht scheuten es zu tun würde ich SpaceX zu gute halten. Es spricht für ein gutes Qualitätsmanagement wenn ich nach dem Fehler genau sagen kann wo er aufgetren ist. Nichts ist schlimmer als wenn die Rakete explodiert und ich weiss nicht warum...

Ah jetzt sprudels wieder bei mir <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> die Ariane 5 ECA ist beim ersten Versuch in die Luft geflogen. Warum? Weil das Haupttriebwerk nicht auf Beulen berechnet wurde. Und die Tests dafür hat man eingespart - jaja kosteneinsparung sind schlecht für die Sicherheit...
Ich möchte hierbei betonen, dass die Sicherheit gegen Beulen soetwa das zweite ist was man im Mechanik Grundkurs lernt gleich nach der Annahme alle Körper seien starr und undeformierbar. Das heiß nicht dass die Ariane Ings schlecht wären die sind super eine Rakete ist nun mal einfach ein höllisch komplexes Ding und da passieren fehler

Wichtig ist immer was man daraus lernt und wie man damit umgeht. und ja man kann die Kosten reduzieren ohne gleich eine (nich)fliegende Bombe zu baun.
 
Hallo!

> Melchior: ... jaja kosteneinsparung sind schlecht für
> die Sicherheit...

Und was sag ich die ganze Zeit: Billige Raumfahrt funktioniert nicht. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Wenn diese SpaceXe nun zugegeben haben (zugebenen mussten?), dass bei ihnen Techniker alleine und unbeaufsichtigt an einer starbereiten Rakete basteln dürfen, müssten sie jetzt eigenltich ihr ISO-Zertifikat zurückgeben müssen...

Ciao, Maximilian
 
Nach dem fehlgeschlagenen Jungfernflug der Falcon 1 vor etwa einem Jahr, wird am 28. April ein erneuter Versuch unternommen, die über 180 sterblichen Überreste ins All zu befördern. Diesmal allerdings mit einer 6 Meter hohen SpaceLoft XL-Rakete von UP Aerospace.

Gruß - Nico
 
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