Falsche Farben nach Photometrischer Kalibrierung in Siril?

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dietmar42

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Hallo zusammen,

ich wollte Bilder von m42 und m43 mergen um eines zu erhalten bei dem m43 nicht überbelichtet ist.
Nach Asinh-Stretch ist der m43 noch grün,
1641745308697.png


nach Photometrischer Kalibrierung wird der Bereich rot:
1641745396566.png

Auch zuerst Kalibrieren und danach stretchen bring das gleiche Ergebnis.
Hat hier jemand eine Idee?

Grüße

Dietmar
 
Hallo Dietmar,

aber dann hat das doch funktioniert? Grün kommt in Astrofotos praktisch nicht vor, insofern ist das Bild nun zumindest korrekter.
Die Sterne sehen mit dem Himmelblau etwas eigentümlich aus. Die kommen mir seltsam vor. Es fehlen hier aber Angaben zu den verwendeten Geräten und Filtern. Insofern ist es schwer, einen Fehler - so er denn vorliegt - zu beurteilen.

Gruß
Sebastian
 
Hallo Sebastian,

erstmal Danke. Ich hatte nur einen L-Pro Filter an einer AIS294mc bei beiden Bildern. Wenn ich m42 kalibriere wird der helle Teil (m43) grünlich deshalb die Verwirrung.
M42 kalibriert:
1641747552055.png

Hier passen dann auch die Sternfarben.

Grüße

Dietmar
 
Hi Dietmar,

also wenn ich es richtig verstanden habe, sind die Bilder mit dem L-Pro aufgenommen. Dann wird die photometrische Kalibrierung nicht ganz korrekt sein.
Der Filter verändert ja die Farbe des ganzen Bilds.

Gibt es eigentlich eine Möglichkeit einen Filter vor der photometrische Kalibrierung rauszurechnen?

Gruß
Peter
 
Hallo Peter,

auch erstmal Danke! Das klingt am wahrscheinlichsten, da das Signal durch den Filter nicht mehr vollständig in den RGB Kanälen
ankommt werden vermutlich die Korrekturwerte der Kalibrierung daneben liegen.

Gibt es eigentlich eine Möglichkeit einen Filter vor der photometrische Kalibrierung rauszurechnen?
Darüber habe ich noch nichts gelesen., also überlege ich mal laut:
Man könnte versuchen Referenzaufnahmen ohne Filter zu machen dann hätte man die 'normalen' Korrekturwerte für die RGB Kanäle Diese müssten dann ins Verhältnis zur gefilterten Ausnahme gesetzt werden. Das Verhältnis könnte man vielleicht über die Flächen im Histogramm pro Kanal und mehreren Bereichen annähern.
Leider ist die ungefilterte Aufnahme ja durch die Light Pollution ja auch noch biased, jetzt könnte man natürlich noch eine Referenzaufnahme in der Region des Objektes machen die möglichst dunkel ist um den Anteil der Light Pollution abzuziehen.
Ich fürchte das macht viel Arbeit mit ungewissem Ausgang.

Ich habe nur eine Filterschublade, wenn ich bei den Temperaturen den Filter rausnehme beschlägt er sofort. Und müsste mehrmals Fokussieren, irgendwie alles nicht so gut zu machen.

Grüße

Dietmar
 
Hallo!

Na, ich weiß nicht. Der Filter ist kein Dualschmalband, sondern lässt die normalen Farblinien ja grundsätzlich durch. Da sollte die Farbkalibration eigentlich funktionieren, denn die sieht sich die Farbkanäle ja einzeln an. Unterdrückt der Filter z.B. den Blaukanal, dann hebt die Software diesen eben wieder an, bis die richtige Gewichtung erreicht ist. Ich habe früher viel mit dem CLS-Filter von Astronomik fotografiert. Der hatte einen deutlichen Farbstich. Aber am Ende kam man mit etwas Mühe dann doch wieder zu natürlichen Farben.
Ich habe das allerdings immer so gemacht, dass ich zunächst mal den Hintergrund kalibriert habe indem ich (damals noch mit Fitswork, glaube ich) zunächst mal den Schwarz- und Weißpunkt gesetzt habe. Dann war der üble Farbstich schon mal weg und die Farben stimmten so etwa. Heute mache ich in PixInsight eine Background-Extraction. Eine ähnliche Funktion gibt es bestimmt auch in anderer Software. Danach erst würde ich mich mit der photometrischen Farbkorrektur um die natürlichen Farben kümmern. Wenn das Bild also schon vorkorrigiert ist.

Ob das wirklich der bessere Weg ist, musst du entweder mal ausprobieren, oder jemand, der sich wirklich mit dem genauen Ablauf der Farbkalibrierung auskennt, muss sich mal äußern. Ich war mit meinem CLS-Filter jedenfalls am Ende nie so total unzufrieden.

Gruß
Sebastian
 
Sorry für den Thread, das Problem war wohl das ich eine der Aufnahmen mit dem L-Extreme gemacht hatte, ein Duo-Narrowbandfilter. Dann kann die Kalibrierung ja nicht klappen. Ist wohl besser wenn man sich rechtzeitig schlafen legt als Unsinn zu verzapfen.

Grüße
Dietmar
 
:LOL:
Ich habe es befürchtet. Deswegen hatte ich nach dem Filter gefragt. Genau danach sah es aus.
Na, man muss jeden Fehler mal ausprobiert haben. :p

Gruß
Sebastian
 
Ich meine in einem Programm gesehen zu haben, das man Filter beim stacken angeben kann.
Bin Grad auf der Arbeit und kann nicht nachschauen.

War das affinity oder Siril?
Ich meine Affinity.

Hat das schon Mal wer ausprobiert?

Gruß Markus
 
Hallo Markus,

das war wohl in Affinity, jedoch nicht für die Farbkalibrierung um die es hier geht sondern um z.B. bei LRGB die 4 Kanäle in 4 Dateigruppen getrennt von einander zu stacken.

Grüße

Dietmar
 
Hallo Markus

Wenn du bei siril das Frontend sirilic benutzt, kannst du beim Stacken die Quelle der Bilder angeben. Also ob sie mit oder ohne Filter gemacht wurden.
Ich habe das zwar noch nicht ausprobiert, aber möglicherweise hilft das bei deinem Problem ja weiter und es erfolgt eine automatische Anpassung/Korrektur.
Hier der Screenshot wie das in sirilic aussieht:
1643882046158.png

VG und CS
Tom
 
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