Falsche Linsenabstände am Refraktor-Objektiv?

hasebergen

Aktives Mitglied
Frage an unsere Optik-Kenner: wenn ich an einem Refraktor extrafokal fokussiere (also vom Schärfepunkt nach aussen) und in der Abbildung (in dem "Kreis") einen dicken "Ring" sehe, was kann da die Ursache von sein? Ich habe die Vermutung: falsche Linsenabstände.

Vorgeschichte: ich habe vor einigen Jahren mal einen "Schau-Refraktor" (hier übers Forum übrigens) erworben, der laut der netten Verkäufer ein miserables Bild liefert. Kam an: ja tat er auch.

Ursache: das Objektiv wurde für ein Fraunhofer-Objektiv gehalten und dementsprechend eingebaut. Es handelt sich hierbei aber um ein uraltes Steinheil (122/1320mm). Da wurde dann wohl im Laufe der Zeit auch eifrig am Objektiv experimentiert und dies dann "unbrauchbar gebastelt". Ich hab dann die Linsenanordnung entsprechend korrigiert und das Bild wurde auch schlagartig besser. Aber eben nicht so, wie ich es gerne hätte. Abstandsplättchen gab es auch keine mehr, so daß ich dann provisorisch Alu-Folie genommen und damit die Linsen getrennt habe. Hatte auch wieder ein Quentchen Verbesserung gebracht. Aber eben noch nicht optimal.

Ich hatte ihn eben nochmals am Saturn; zwar schon schön scharfes Bild, aber der Planet hatte einen kleinen "Saum", der Übergang zwischen Planetenscheibe und dem schwarzen Raum war etwas "weich". Und am Jupiter waren die Atmosphärenbänder schon erkennbar, aber eben etwas "verwischt". Das würde ich auch auf falschen Linsenabstand zurückführen.

Liege ich da richtig?

Grüßles Hannes
 
Hallo Hannes,
Ja, das kann gut sein. Hatte ich auch mal an einem 150/1200 Skywatcher Achro.
Einfach mal weiter experimentieren. Testen kann man gut mit einem Grünfilter und einem hellen Stern bis die Beugungsringe im Focus optimal sind.
Grüße Michael
 
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