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Fangspiegel einbau

joerg21

Mitglied
Hallo zusammen.

Ich hatte zuletzt beide Spiegel ausgebaut und gereinigt.

Gestern Abend musste ich feststellen, dass ich die Sterne durchs Okular nicht scharf bekommen habe. War wie ein kleiner Franzen an jedem Stern und zum Rand hin verschlimmerte sich das.

Ich habe den FS mittels Concenter eingestellt und dachte eigentlich, dass es passen sollte.
Dabei habe ich zunächst den HS mit einem Blatt Papier abgedeckt und den FS so eingestellt, daß der Rand kreisrund im Concenter zu sehen ist. Danach das Papier raus und den HS kreisrund im concenter eingestellt durch Feineinstellungen mittels den drei Rändelschrauben am FS.
Zum Schluss habe ich mittels 2 Zoll Laser den HS eingestellt.

Gestern Abend habe ich natürlich nochmal mit dem Laser kolliminiert.

Wo könnte das Problem liegen? Habe ich was falsch gemacht?

Freue mich auf eure Rückmeldung und bin für jegliche Hilfe dankbar.

Im Anhang noch Bilder vom concenter.
Das erste Bild ist mit abgedeckten HS und das zweite zeigt die Ausrichtung des HS.

CS

Jörg
 

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astro_alex80

Mitglied
Hallo Jörg,

die Justage sieht auf den ersten Blick ganz gut aus.

kann es sein, dass du die Halteklammern des HS ein wenig zu fest angezogen hast?
Weil deine Schilderung, dass du die Sterne nicht mehr scharf stellen kannst, klingt danach.

Beim festziehen der Klammern, ein Stück Papier zwischen Klammern und Spiegel und nur leicht festziehen, so dass sich das Stück Papier noch heraus ziehen lässt.

wenn man die Klammern hingegen anzieht, dass sie auf dem Spiegel aufliegen und dieser nicht ganz leicht klappern kann, fängt man sich Astigmatismus ein - Scharfstellen unmöglich.


Gruß,
Alex
 

FrankFu

Mitglied
Hallo Jörg,
Nur ein Hinweis, vielleicht auch gar nicht zutreffend, aber ich meine gehört / gelesen zu haben, das bei Newtons mit f/5 oder schneller der Fangspiegel ein offset aufweisen sollte, also nicht mittig zum OAZ ausgerichtet wird.
Einfach ignorieren, wenn für Dich nicht relevant.

Beste Grüße und klare Nächte
Frank
 

astro_alex80

Mitglied
Nur ein Hinweis, vielleicht auch gar nicht zutreffend, aber ich meine gehört / gelesen zu haben, das bei Newtons mit f/5 oder schneller der Fangspiegel ein offset aufweisen sollte, also nicht mittig zum OAZ ausgerichtet wird.

stimmt völlig, aber offset ist nur für die Bildfeldausleuchtung relevant, an der Bildschärfe ändert der Offset oder sein nicht vorhanden sein nichts. für visuell ist das eh nicht so relevant und der Offset ist normalerweise schon beim Aufkleben des FS berücksichtigt wurden.
 

Gerd-K

Mitglied
Hallo,

Ich hatte so ein Problem mit dem f4 Newton. Bei mir passte die Drehung vom Fangspiegel im Bezug zum Okularauszug nicht ganz.
Die Sterne zeigten bei meinem Teleskop dann ebenfalls Lichtausbrüche zu einer Seite vom Stern an allen Sternen im Gesichtsfeld.

Viele Grüße
Gerd
 

Terrorernie

Mitglied
Hi Jörg,
Wenn es mit dem Concenter so aussieht wie oben in Deinem Bild, dann stimmen Fangspiegeldrehung und "Tiefe" des Spiegels (also auf der Axialachse). Das Concenter zeigt die konzentrischen Ringe von Fangspiegelrand, Hauptspiegelrand und Mittenmarkierung... Eigentlich braucht man gar nicht mehr um zu kollimieren.
Also, wenn der HS im Concenter so aussieht wie in dem Bild oben, dann stimmt die Ausrichtung zueinander. Und auch der Offset ist da (man sieht ihn im linken Bild ganz gut).

Ich nutze an meinem 10" f/4.5 als erstes das Concenter, dann - genau wie Du es auch machst - noch mal mit dem Laser für die Feinjustage des Hauptspiegels prüfen.
Am Stern brauche ich dann nicht mehr nachstellen, da es (fast immer) so passt.

Wenn Du trotzdem Kometensterne siehst, kann es sich dann doch um Fehler im Spiegel selber, Verspannungen des Spiegels wie Alex auch sagt, oder auch um thermische Probleme im Rohr handeln (wenn die Kometen nur auf einer Seite sind, dort wo die Luft nach oben steigt).

ich selber habe einen konischen Spiegel mit Mittelschraube, daher kann er nicht verspannen und ich weiß nicht, wie eine Verspannung sich an der Sternabbildung äußert - aber Thermik und Spiegelfehler kenne ich leider aus der Vergangenheit sehr gut - das macht gerne solche Kometen-Sterne ;)

Gruß
Ernie

PS: Bei mir sieht es im Concenter so aus (wie bei Dir):

Concenter_1.jpg
 

joerg21

Mitglied
Hi zusammen.

Vielen Dank für eure Hinweise. In der Tat muss ich mal schauen, ob der HS verspannt ist. Das mit dem Blatt Papier ist ein guter Tipp.

Mit dem concenter muss man doch keinen offset berücksichtigen. Das kommt von ganz allein, wie oben beschrieben oder?

LG
Jörg
 

SkyBob

Mitglied
Ich glaube nicht deas der HS verspannt ist.
Man sieht zwar deutlich die Klammern aber keine Verzerrung des Beugungsmusters.
Aber es ist ja auch nicht auf einen Stern/Kunststern fokussiert.
Von daher wohl auch keine Beugungsringe.
Die große Einbuchtung rechts, ist der OAZ der in den Tubus ragt (bedingt durch die Naheinstellgrenze).
Allerdings sieht man irgendwie Kerbenförmige Schatten am Rand des HS.
Somit wird (zumindest in der Naheinstellgrenze) der volle HS dargestellt inkl. evtl unsauberen Randglases.
Da hilft wahrscheinlich nur ein Blendring.

Zu der Unschärfe hab ich keine Idee .... sorry.
 

joerg21

Mitglied
Hallo SkyBob,

Danke für deine Antwort.
Ich denke nicht, dass ich einen Blendenring benötige. Ich hatte ja vor dem Ausbau und Reinigung beider Spiegel keine Probleme.

Oder was soll der Blendenring deiner Meinung nach mit meinem Problem zu tun haben?

LG Jörg
 

SkyBob

Mitglied
Evtl. Behebt das die Franzen an den Sternen.
Das sind oftmals die Halteklammern.

Und sind dein Spiegel verspannt ist oder nicht, siehst du nur am unscharf gestellten Stern/Kunststern.

Gruß Markus
 
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