Fangspiegeldurchmesser 10" GSO f5

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R_Andreas

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Hallo!

Bin immer noch dabei, mir einen neuen FS für obigen GSO anzuschaffen. Ich habe ein bisschen mit Newt rumgespielt und komme bei einen FS mit kleiner Achse von 2,14" auf einen 100% ausgeleuchteten Bildkreis von 36mm. Das sollte für rein visuelle Zwecke vollkommen ausreichen, oder?

Wenn ich mir allerdings das "Focusser Window" in Newt anschaue, liegt der Brennpunkt außerhalb des OAZ. Ist das ok, oder gibts eventuell Probleme mit der Fokussierung; müsste man den OAZ also nach außen versetzen? Wo genau muss den der Brennpunkt liegen? Ich hatte bisher angenommen, er müsste dort sein, wo sich die Feldblende des Okulars befindet.

Hat schon mal jemand an diesem Gerät einen kleineren FS eingebaut und wie sind die Erfahrungen?

Viele Grüße
Andreas



 
Hallo,
Ich kann jetzt nicht alles mit Newt nachvollziehen, aber der Brennpunkt muß außerhalb des Okularauszuges sein. Ich lege ihn immer 20mm über den eingefahrenen Okularauszug, dann komme ich mit allen Okularen an den Fokus.
Grüße Martin
 
Hallo,
da fällt mir eine Frage ein. Ist das 100% ausgeleuchtete Bildfeld identisch mit der AP ? Dann bräuchte man visuell doch gar nicht mehr als 7 mm ?
Oder bring ich da jetzt was durcheinander ???

Grüße
Micha
 
und komme bei einen FS mit kleiner Achse von 2,14" auf einen 100% ausgeleuchteten Bildkreis von 36mm.

Hallo Andreas:
36mm zu 100% ausgeleuchtetes Bildfeld?? Bei 1250mm Brennweite, 250mm Primäroptik und 54mm FS??? Das wär ja ein Abstand des Fokus von der opt. Achse im Tubus von knapp 105-107mm.., wenn ich mich jetzt nicht verrechnet habe?
Der Tubus des 10ers hat doch allerdings schon 315mm Durchmesser, dazu kommt noch die Höhe des Fokus über Tubus, das wären mindestens 315/2 + x mm!!
Da stimmt in deiner Rechnung was nicht!!
Ausserdem sind 36mm 100%Illu ziemlich üppig für ne rein visuelle Auslegung, 10-15mm täten es auch schon!
 
Hallo,

tja, ich kann das alles rechnerisch nicht nachvollziehen und muss voll auf das Programm vertrauen. Vermutlich habe ich irgendwas falsch eingegeben oder mich bei den Umrechnungen Inch zu cm verrechnet. Ich probiers heute Abend noch mal in Ruhe daheim. Oder ich mache es zeichnerisch, malen kann ich besser als rechnen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Hat nicht schon mal jemand hier aus dem Board den GSO mit einem neuen, kleineren FS aufgerüstet?

Andreas
 
Ähem, abends kann ich doch besser rechnen. Es sind 3,6 mm, nicht 36. Das ist ja dann wohl ein bisschen wenig.

Wenn man den OAZ flacher annimmt (40 mm), statt dem serienmäßigen 70mm OAZ, verändert sich die Ausleuchtung auf 11 mm. Ich weiß nicht recht, bringd das überhaupt was visuell?

Viele Grüße
Andreas
 
Hat nicht schon mal jemand hier aus dem Board den GSO mit einem neuen, kleineren FS aufgerüstet?

Ja, ich.
Jedenfalls vom Prinzip her. Ich habe einen Orion USA Pyrex HS mit 250mm D und f=1250mm (ziemlich exakt). Der FS ist ein Protostar enhanced coating mit 2,14", also 54mm kl. Achse. Der Fokus sitzt bei meiner Anordnung 207mm über der optischen Tubusachse, und ich komme auf üppige 15mm Ausleuchtung 100% und knapp 43mm mit 70%. Ein 31mm Nagler wird also noch sehr gut ausgeleuchtet. Der OAZ ist ein HC-2 von KineOptics. Als Backfokus habe ich bei 2" noch gut 20mm Weg, mit einem herkömmlichen 1,25" Reduzierer etwa 12mm, mit einem Astrosystems 1,25"-UltraLow Adapter auf 27mm Bf, wovon man etwa 18-20mm nutzen kann, sonst taucht's zu tief ein. Der Tubusinnendurchmesser ist 300mm und erlaubt auch noch ein 48mm unvignettiertes Bildfeld (und noch was mehr).
Allerdings ist das ein Gitterrohr-Dobson und kein geschlossener Tubus und der Abstand HS-FS ist ein ganz anderer!!!.
Es sind 3,6 mm, nicht 36. Das ist ja dann wohl ein bisschen wenig.
(100% ausgeleuchtetes Bildfeld)
Das wär mir für ne f5 Deep-Sky Kanone mit 2" OAZ viel zu wenig, sowas legt man für Planetengeräte mit f/8 und 1,25" OAZ aus. Da verschenkst Du bei Weitfeldokularen ne Menge schöner Ansicht, denn du leuchtest damit nur noch 9,9 Bogenminuten komplett aus und bei 70% etwa 36mm (1,65°), also noch nicht mal ein 35mm Panoptik. Ich würd's schon auf 11mm setzen (dein Abstand FS-Fokus betrüge bei 3,6mm Feld dann üppige 255mm, das sind gut 98mm über Tubus. Bei meinem f5 sind's etwa (wo ist bei mir das Tubusrohr??): 57mm...
Bei 11mm 100% Feld müsstest du den Fokus etwa 224mm von der Tubusachse bzw 67mm über den Tubus legen, und du erreichst dann eine 70%ige Ausleuchtung von etwa 40,5mm, immerhin dann 1,86° (111Bogenminuten).
Anmerkung: bei einer 70% Ausleuchtung hast du am Rande eine Abdunklung von etwa 0,4mag (-0,38725mag), diesen Wert empfielt z.B. Mel Bartels als visuelle Grenze, er schreibt:
Remember that illumination may drop to 70 % for visual use.
Mel Bartels Diagonal Calculator
 
Fangspiegeldurchmesser für mein Teleskop

Hallo. Mich würde mal interessieren wie groß mein Fangspiegel sein müßte. Mein Hauptspiegel hat 315mm Durchmesser, mein Fangspiegel 50mm, Brennweite 1500mm, Strecke vom Fokus zum Fangspiegel ist 290mm. Da komme ich auf 60mm Fangspiegelgröße. Von euch habe ich gelernt daß man auch noch zusätzliche 10mm für 100%-Ausleuchtung dazurechnen muß. Dann käme ich auf sagenhafte 70mm Fangspiegelgröße. Wären 70 mm die richtige Größe ?
Bin gespannt ob ich richtig liege. Gruß Jens
 
Hallo Randolf!

Erst mal besten Dank für Deine klärenden Worte!

Bei 11mm 100% Feld müsstest du den Fokus etwa 224mm von der Tubusachse bzw 67mm über den Tubus legen, und du erreichst dann eine 70%ige Ausleuchtung von etwa 40,5mm, immerhin dann 1,86° (111Bogenminuten).

Okay, das würde ja sogar für 2" Weitwinkelokulare reichen.

Fazit: Wenn man einen kleineren Fangspiegel (2,14" = 21,4% Obstruktion) wählt, muss auch gleich ein flach bauender OAZ eingebaut werden, einer mit etwa 40 mm Bauhöhe. Das würde alles in allem gut 200 Euro kosten. (FOK-N von Gerd Neumann für 149 Euro und der Protostar Spiegel für 89 Dollar.)

Hand aufs Herz - lohnt sich das? Einen neuen FS brauche ich definitiv - wenn ich die nächst größere Variante wählen würde, um 2,6" kleine Achse, wäre ich mit 120 Euro dabei, ohne einen neuen OAZ anschaffen zu müssen.

Any hints?

Viele Grüße
Andreas



 
Re: Fangspiegeldurchmesser für mein Teleskop

Hallo!

Komme bei 70mm FS kleine Achse und geschätztem Tubusinnendurchmesser 350mm und geschätzter OAZ-Höhe 70mm auf 12,2mm 100% ausgeleuchtetes Feld. Die beiden geschätzen Werte müsstest Du noch konkretisieren, dann könnte man besser rechnen lassen. 50mm sind aber auf jeden Fall zu wenig, glaube ich. Was sagen die Experten?

Viele Grüße
Andreas
 
Re: Fangspiegeldurchmesser für mein Teleskop

Hallo,

M. Trittelvitz gibt in seinem Buch "Spiegelfernrohre selbst gebaut" die Formel für die kleine Achse des Fangspiegels folgendermaßen an:

D(f)=B+[(A*D)/f]

Dabei sind:
D(f) = kleine Achse Fangspiegel
B = Durchmesser des 100% ausgeleuchteten Bildfeldes
A = Abstand Fangspiegel zum Brennpunkt
D = Hauptspiegelöffnung
f = Brennweite des Hauptspiegels

Das mächte bei dir dann knapp 71mm.
Ist allerdings schon recht üppig, muss ich sagen. Stolze 22,5% Obstruktion... Aber rechnerisch ist das OK.
Wahrscheinlich ist der Abstand von Fangspiegel zu Brennpunkt ziemlich groß. Wenn ich den Tubusinnendurchmesser mit 365mm annehme (2" größer als der Hauptspiegel), dann bleiben zu deinen 290mm Strecke Fokus-Fangspiegel noch stolze 107,5mm.
Wenn du diesen Abstand auf sagen wir 50mm verkürzen könntest, dann müsste die kleine Achse des Fangspiegels nur noch etwa 2,4" groß sein und die Obstruktion ist kleiner als 20%.
 
Re: Fangspiegeldurchmesser für mein Teleskop

Hallo Jens,
bei den geschilderten Maßen deines Newtons (315mm D, 290mm FS-f) brauchst du optimal einen 66mm FS (6,1mm 100%Bildfeld, 44,2mm 70%BF, offset 3,4mm) oder aber 70mm kl.Achse= 11,08mm Bildfeld (70% 50,3mm), letzteres ein bisserl üppig. Minimum wäre FS 61mm, dann hättest du aber 0,0mm zu 100% ausgeleuchtetes Feld.
66mm wären also optimal, zumal die Obstruktion noch knapp unter 21% liegt!
Abhilfe: HS tiefer legen, resp. FS höher: d.h. die Strecke FS-Fokus kleiner machen (die 290mm sind recht viel, wenn ich mal von einem Tubusinnendurchmesser von gut 370-380mm ausgehe. Der Fokus läge dann immer noch gut 90-100mm über dem Tubus.)
Bei 260mm kannst du schon einen 60mm FS einsetzen und hast zwar nur 6.35mm 100% BF (15Bogenminuten),aber 70% Ausleuchtung etwa 39,9mm (1,52°).
 
Hallo Andreas, einer der flachsten OAZs überhaupt, ist der KineOptics HC-2 Helical: Mindesthöhe genau 1" (25,4mm), Auszugs-Weg 1,25" (31,8mm). Dazu kommen Distanzstücke in 0,125"(3,18mm), 0,25"(0,6,35mm), 0,375"(9,5mm) und 0,5". Kostet rund 100€..im Eigenimport oder beim Händler..
 
Re: Fangspiegeldurchmesser für mein Teleskop

Hallo , erst einmal an alle: Viel Dank für die vielen umfangreichen Antworten. Mein Tubusinnendurchmesser hat 365 mm. (Davor liegt noch der Holzring, der einen Innendurchmesser von 355 mm hat. Aber das ist ja für die Rechnung egal.) Das Brett, also Wanddicke, wo der Okularauszug befestigt ist hat 10mm. Der Okularauzug hat eingefahren bis zum äußersten Ende eine Baulänge von 83mm.
jetzt habe ich mal um den Fokus abzuschätzen den Auszug auf normale Stellung ausgefahren, also 7mm. Dann habe ich ein Okular genommen und mir gedacht, daß der Fokus die Blende des Okulars sein müßte. Okular in den Auszug reingesteckt und von dort wo die Blende des Okulars sitzt habe ich die Strecke bis zum Mittelpunkt des Fangspiegels gemessen. Das sind dann doch zum Glück nicht 290 mm sondern 265mm. Diese Strecke könnte man dann aufteilen in Tubusinnendurchmesser, Wanddicke, Okularauszughöhe. Aber ich denke die 265 mm sind entscheidend. Jetzt komme ich mit der Formel auf 56mm. Aber dann noch 6 bis 10mm drauf für 100% Ausleuchtung. Dann komme ich immerhin nur noch auf 62mm bis 66mm Fangspiegelgröße. Das gefällt mir schon besser. Über den Vorschlag, Haupt- und Fangspiegel weiter voneinander zu entfernen habe ich nachgedacht. Der Fokus würde näher an die Tubusaußenwand, bzw. opt. Achse herangebracht. Das geht bloß leider nicht. So wie ich mir das vorstelle würde ich mit dem Okularauszug nicht mehr in den Fokus kommen, weil er halt nicht besonders flach gebaut ist. Vielen Dank nochmal dafür, daß ihr mnich in meinen Berechnungen unterstützt. Ich glaube ich habe bisher mit meinem 12,5" Dobson ohne es zu wissen eigentlich nur mit 10" geguckt.
Gruß Jens
 
Re: HC-2

Hallo Antares, an sich ist der HC-2 ganz solide, robust und gut, für den Preis! (man muß es immer in der PREISRELATION sehen, nicht wahr?)
Es gibt halt nicht immer den Univeral-Wunsch-OAZ, der alles erfüllen, kann: zum einen ultraflach (25,4mm+), dazu einen langen Fokussierweg (hier 31,8mm) und auch noch Handräder dran, wie beim Crayford (Der HC-2 macht etwa 19mm Weg/Umdrehung). Nächst-niedrigere Aufbauhöhe (55mm) hätte dann ein JMI DX-3 gehabt, war mir aber eigentlich schon zu hoch, um den Fokus flach über den (Reise-Dobs)Tubus zu legen.
Frag zu den Erfahrungen mal lieber beim Stathis oder bei Achim Strnad oder Armin Quante, die haben den HC-2 schon öfters verbaut!
 
Re: HC-2

Hi Randolf,
danke. Oh sind ja einige, die den Auszug schon verbaut haben. Noch dazu erfahrene Selbstbauer, die sicher einen entsprechenden Qualitätsanspruch haben.
Ich denke das sprich für den Auszug.
Genau aus den von Dir angeführten Gründen ist der OAZ interessant.
CS
 
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