Fangspiegelgröße für Fotografie?

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Terrorernie

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Hallo,
kurze Frage zu meinem neuen Selbstbauprojekt...

Über myNewton mit den Daten eines 10" Bob Royce Spiegel errechne ich nur mit einem ziemlich großen 82mm Fangspiegel für einen 30mm Sensor ausreichend ausgeleuchtetes Bild. Der Sonsor ist so gewählt, weil ich momentan mit DSLR (APS-C) und dann mit Atik 383L+ fotografieren will.
Ich musst eauch den 3" Auszug wählen, um das Bildfeld auszuleuchten.

Aber irgendwie leuchtet mir das nicht ein ?)

Wobei - die eigentliche Frage ist wohl - welches ausgeleuchtete Feld macht Sinn und ist überhaupt notwendig? Vor allem, weil ja die Obstruktion auch schnell ziemlich groß wird..

Hier mal ein Screenshot aus Mynewton (by ImageShack of "Vergrößern" klicken:

Link zur Grafik: http://img402.imageshack.us/img402/4839/picture0001ep.jpg


Hat jemand eine Idee oder ein paar Tipps?? Habe ich einen Denkfehler??

Freue mich über jeden Input!!!

Zurzeit sieht die Planung ja so aus:

300mm Tubus von Klaus Helmi
10" Spiegel von Bob Royce
Spiegelzelle von OpticalSupports
Fangspiegelhalterung von Horst Becker
2,5" oder 3" Auszug von JMI oder Moonlite

Macht das so Sinn? Ich denke ja, stelle meine Meinung aber gerne zur Diskussion.


Vielen Dank!!


Gruß
Ernie
 
Hallo Ernie,

könnte es sein, daß Du einem kleinen Fehler von MyNewton aufgesessen bist ?

Ich komme mit Dtubus/2 = 150mm + Wand=9mm + Auszug=70mm + Zubehör=65mm auf Brennebene über optischer Achse = 294mm. Mit 5mm Reserve für das Fokussieren auf 299mm. MyNewton geht auf 325.5mm. Soweit ich es verstanden habe, rechnet MyNewton die Höhe Zubehör immer von der mittleren Stellung des Auszugs, in der Praxis fährt man den Auszug fast ganz ein, wenn die Kamera mit OAG rankommt.

Clear Skies
Arnold
 
Hi Arnold,

Ahh, guter Tipp - ich werde mir das Ganze heute Abend (wenn
die Wolken so bleiben) auf Milimeterpapier konstruieren...
Mal sehen was da so raus kommt.

Ich glaube auch, dass ich irgendetwas bei MyNetwon falsch angegebn habe - sicher die Daten vom Okularauszug.

Aber wie ist das mit dem ausgeleuchteten Feld - welche Ausleuchtung ist fotografisch akzeptabel bei einer 30..35mm Chipgröße?

Gruß
Ernie
 
Hallo Ernie,

hab es gerade mit Deinen Daten ausprobiert: Fokusierer Verstellweg des Innenrohrs 10mm eingeben (+/- 5mm). Mynewton rechntet dann mit 5mm Auszug. Der Abstand zur Achse sinkt auf realistische 299mm und das vignettierungsfreie Bildfeld steigt auf 21mm. Dürfte fürs Fotografieren reichen. Bis 40mm sind immerhin noch 90% Ausleuchtung vorhanden.

CS
Arnold
 
Hi Arnold,
danke für das Feedback - sag mal, gibt es Anhaltspunkte dafür wieviel Ausleuchtung in Prozent zu akzeptieren sind bzw ab wann sich sowas negativ als Vignettierung bemerkbar macht? Ich würde ja schon gerne einen optimierten Newton bauen, allerdings mit dem kleinstmöglichen Fangspiegel eben.
Hast Du (oder jemand anderes hier) Erfahrungen damit was "geht" und was nicht mehr Sinn macht in Ausleuchtung??

Danke,
Gruss
Ernie
 
Hallo Ernie,

da müssen andere weiterhelfen, ich hab eigentlich nie in Richtung kleiner Fangspiegel optimiert. Ausserdem bin ich rein visuell unterwegs. Und da war mir am keinen 8" Newton eine gute Ausleuchtung wichtiger als die Planeten. Aber so um die 70% am Bildrand sollten wohl noch übrigbleiben.

Was wichtig ist: Fangspiegel haben etwa 1mm Fase rund umlaufend, mein 90mm Orion FS hat nutzbar nur 88mm Spiegelfläche. Diese Fase sollte auf jeden Fall geschwärzt werden, ebenso wie die seitlichen Wangen des Spiegels. Sonst leuchtet sie auf und kostet Kontrast, am schlimmsten, wenn man knapp neben dem Mond beobachten will.

Clear Skies
Arnold
 
Hallo Ernie,

wenn Du am Rand nur noch 80% Ausleuchtung hast, kannst Du die durch geeignete Maßnahmen der EBV natürlich eliminieren. Wenn Du allerdings den Kontrast durch Tonwertkorrektur oder was auch immer stark anhebst, um schwächste Details raus zu kitzeln, fällt die Vignette unter Umständen wieder Stärker auf.
Die Obstruktion sollte Dir für ein Astrographen keine Sorgen bereiten, da stellen selbst 50% Obstruktion kein Problem dar.
Die Idee mit dem Milimeterpapier wird Dich auf die richtige Bahn führen. Bei Schwerpunktmäßiger Photonutzung würde ich Vignette komplett vermeiden. Dabei achte auf Tubusinnendurchmesser, Fangspiegel und Fokusser. Hab vor ein paar Jahren mal versucht ein 8"f4 für den Reinhold Wittich mit zu rechnen, da war der Fangspiegel bei gut 80mm, Fokussierer bei 3", geht halt leider alles ziemlich ins Geld...

Viel Spass beim Konstruieren wünscht

Gottfried
 
Gottried,

ich danke Dir!! Ja, ich bin auch auf diesem Weg, vor allem da ich merke, dass auch die 2,5" knapp werden.
Den Tubus nehme ich von Meister Helmi :-) - der hat dann 300mm bei 10". Fangspiegel wird wohl doch der 82mm, muss ich aber noch mal nachrechnen.
Obstruktion? Na ich denke dass mir mein Selbstbaugerät auch mit 40..50% Obstruktion mehr zeigen wird wenn ich mal durchschaue als mein 80/600 heute :-)

Also - natürlich an Alle - nochmals vielen Dank für Eure Unterstützung,
Gruß
Ernie
 
Hallo Ernie,

mit dem Tubus bist Du auf der sicheren Seite, der 82er Fangspiegel klingt nicht verkehrt, und von den 50% Obstruktion bist Du meilenweit entfernt.
Weiter viel Spass,
(komme grad rein weil das Guiding nicht läuft, Guidmaster kommt mit RA nicht zurecht, mal sehen woran das liegt, aber nicht heute abend in der Kälte).

Sternfreundliche Grüße,

Gottfried
 
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