Fangspiegelgröße

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Wilfried71

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Hallo,

da ich meinen GSO 6" f4 600 nur visuell nutze, möchte ich einen kleineren FS einbauen. Vor- und Nachteile sind bekannt. Der originale Spiegel hat auf der kleinen Achse 70 mm.
Da ich die Formel zur Berechnung leider nicht kenne, brauche ich Rat. Geht ein 63 mm Spiegel, oder gar ein 50 mm kleine Achse, oder doch nur 70 mm? Der Abstand vom HS bis OAZ Mitte (Umlenkung)beträgt 340 mm.

Viele Grüße
Wilfried
 
Hi Wilfried,
ich habe beim 150/600 den 70er rausgenommen und ein 63mm reingemacht.
Fotografisch auch kein Problem mit dem 63mm und einer QHY10.

Gruss
Claude
 
Hallo Claude,
danke für die promte Antwort, 63 mm ist dann kein Problem, ob 5o mm auch noch geht, wer weiß es?

Gruß Wilfried
 
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Hallo Wilfried,

das kommt darauf an welche Vignettierung Du mit welchem WGF akzeptierst.

Hier ein guter Rechner: http://www.bbastrodesigns.com/diagonal.htm

Wenn Du ein 31er Nagler ausleuchten möchtest optimierst Du für Feldblende 42mm, bei einem 21er Ethos auf 36.2mm, beim Nagler 26 auf 35mm.

Bei akzeptierter 0,4mag Vignettierung solltest Du für das Nagler den 63er Spiegel verwenden, und für das Ethos 21 den 50er Spiegel.

Viele Grüße,
Marcus
 
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Hallo Wilfried,

Der Abstand vom HS bis OAZ Mitte (Umlenkung)beträgt 340 mm.

Ich gehe erst davon aus, dass damit der Abstand vom Mitte-Hauptspiegel bis „Mitte“-Fangspiegel gemeint ist. Dann bleiben von der Fangspiegel bis Fokalebene noch 600 – 340 = 260mm. Da du eine f/4 Optik hast, muss der Fangspiegel grösser 260/4 = 65mm kleine Achse sein, wenn mindestens in Zentrum 100% Ausleuchtung erwartet wird. Ist der FS kleiner, verhält sich das Gerät so als hätte es eine kleinere Optik. Gehen wird das schon aber dann könntest du auch ein kleineres Gerät nehmen.

Viel Spaß beim Basteln,
Horia
 
Hallo Wilfried,

einfach nur den FS kleiner machen bringt Dir sehr wenig, wie Horia schon schreibt geht der Schuss schnell nach hinten los wenn Du übertreibst.

Entweder so lassen oder:

Mit dem Spiegel bist Du m.E. ja nicht unzufrieden, es ist halt die "fotografische" Fokuslage die stört.
Da liegt sicher einen 35-50 mm lange Verlängerungshülse bei, um visuell überhaupt in den Fokus zu kommen.
Nit einem längern Tubus, z.B. ein HP Tubus von Gerd Neumann, kann man die einsparen und dann geht auch ziemlich sicher ein 63er FS, das sollte aber nachgerechnet werden. Das würde was bringen, besonders dann, wenn der neue kleine FS auch noch von der Qualität her untadelig ist.

Der OAZ an sich hat auch sicher mindestens 70 mm Bauhöhe eingefahren, da könnte man auch noch auf ein niedrigeres Modell zugreifen und dann ginge eventuell auch ein noch kleinerer FS, was auszurechnen wäre.
Ein guter, niedriger OAZ kostet aber auch schon wieder ein kleines Vermögen.
Nutzt Du einen Komakorrektor?

Das will alles überlegt sein.

Gruß
*entfernt*
 
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Hallo Wilfried,

ich nochmal.
Da Du ja eigentlich Zeit hast, wäre es auch eine Variante, mal abzuwarten (oder auch mal im SUCHE-Board zu fragen), bis ein Bastler oder gar Händler einen günstigen 6" Leertubus (oder auch mit "kranker" Optik) von einem f/5, f/6 oder f/8 Teleskop abzugeben hat.
Der wäre dann sehr leicht passend abzulängen und umzubauen.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo zusammen,

mir fällt gerade auf, dass ich mit visueller Fokuslage von 160mm über der optischen Achse gerechnet habe. Ist vielleicht ein bisschen viel Aufwand die Fokuslage zu ändern...

VG,
Marcus
 
Hallo Markus,

natürlich ist es Aufwand und der will überlegt sein.

Mit dem 70 mm FS steht aber auch eine heftige Obstruktion von rund 46% im Raum und da ist in dem Tubus auch wenig dran zu ändern.

Wenn man einen günstigen Original-Tubus in f/5 abgreifen kann und den auf den OAZ ohne Verlängerung anpasst, oder auch einen HP Tubus andenkt kann man bei passend gemachter Tubuslänge/Fokuslage immerhin einen 58mm FS (derzeit bei Lacerta erhältlich) verwenden und kommt auf "nur" 38% Obstruktion bei sehr guter Ausleuchtung.
Da sieht man schon einen deutlichen Unterschied.

Geht man noch einen Schritt weiter und nimmt anstelle des originalen OAZ mit 71mm Bauhöhe einen mit 50 mm Bauhöhe kann man schon mit einem 52 mm FS auskommen der knapp 35% Obstruktion bei guter Ausleuchtung für visuelle Anwendung bringt. Das wäre m.E. von 46% kommend optimal zu nennen.

Ein 48er FS wäre für mich dann an einem weit geöffneten Teleskop mit genial großem erreichbarem Feld für DeepSky schon der berühmte Schuss nach hinten.

Gruß
*entfernt*
 
Moin Wilfried!

> ob 5o mm auch noch geht, wer weiß es?

Na, da schnappste dir am besten mal selbst ein Newton-Berechnungsprogramm wie NEWT oder MyNewton, um die Geschichte durchzuprobieren.

Eine 6" f/4-Optik ist IMO aber denkbar ungeeignet für "rein visuelles, optimiertes" Beobachten. Das nutzbare Feld ist nur gering, es werden immens teure Okulare zur Kompensation gebraucht (wie bereits geschrieben: Nagler, Ethos) - wobei man über Sinn und Unsinn eines 100°-Gesichtsfeld wunderbar streiten kann (in halte da gar nichts von, in ein Oku reinzukriechen oder um die Ecke zu schauen). - ...und dann kommt noch der Vorschlag, das nach Optimierung schon knappe GF noch durch einen "Komakorrektor" noch weiter einzuschränken... <kopfschüttel> ?) - Aber okay, das muß jeder selbst wissen.

Ich würde ja auf einen f/5 oder f/6 Newton gehen und dann noch ganz entspannt noch etwas an der FS-Größe herumoperien. Dazu ein flacher OAZ und ein ordentliches preiswertes Okular und fertig.
...und wenn der Tubus nicht hinhaut - die meisten sind sowieso zu eng - dann baut man sich eben ein bißchen was aus Holz und Alustangen. geht auch. :super:
 
Hallo Micha ,

er hat das alles schon, auch die teuren Okular und den Komakorrekor.
Nein, ihm wurde nicht zu f4 geraten, er hat es einfach getan.
Er ist sehr zufrieden.
Nun will er wohl noch was rauskitzeln und fragt vorher.
Steht alles im Forum.
Kannst den Kopf wieder ruhig halten. ;)

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

vielen Dank für die Ratschläge. Der FS bekommt einen anderen Halter aus Metall, und wird wieder eingebaut. Damit ist die Optimierung abgeschlossen. Ich habe mit dem Gerät ein riesiges Gesichtsfeld, und genau das wollte ich.

Viele Grüße
Wilfried


 
Moin Günther!

> Steht alles im Forum.

...wenn's danach geht.... Wozu dann noch die Fragestunde, wenn alles bekannt ist?! ?)
Man kann sicher alles zu einem Extrem-Richfielder verschlimmbessern, obwohl das für manch' Außenstehenden sinnlos erscheint. Deshalb auch meine Anmerkungen zu dem Vorhaben. Alles andere soll man machen und sich selbst drüber freuen, wenn's Spaß macht. Da gibt es kein Problem.

> Kannst den Kopf wieder ruhig halten.

Ich bin ruhig wie eine Fuhre Sand - da ist deine Besorgnis also unbegründet.
 
Zitat von winnie:
Moin Wilfried!

> ob 5o mm auch noch geht, wer weiß es?

Na, da schnappste dir am besten mal selbst ein Newton-Berechnungsprogramm wie NEWT oder MyNewton, um die Geschichte durchzuprobieren.

Eine 6" f/4-Optik ist IMO aber denkbar ungeeignet für "rein visuelles, optimiertes" Beobachten. Das nutzbare Feld ist nur gering, es werden immens teure Okulare zur Kompensation gebraucht (wie bereits geschrieben: Nagler, Ethos) - wobei man über Sinn und Unsinn eines 100°-Gesichtsfeld wunderbar streiten kann (in halte da gar nichts von, in ein Oku reinzukriechen oder um die Ecke zu schauen). - ...und dann kommt noch der Vorschlag, das nach Optimierung schon knappe GF noch durch einen "Komakorrektor" noch weiter einzuschränken... <kopfschüttel> ?) - Aber okay, das muß jeder selbst wissen.

Ich würde ja auf einen f/5 oder f/6 Newton gehen und dann noch ganz entspannt noch etwas an der FS-Größe herumoperien. Dazu ein flacher OAZ und ein ordentliches preiswertes Okular und fertig.
...und wenn der Tubus nicht hinhaut - die meisten sind sowieso zu eng - dann baut man sich eben ein bißchen was aus Holz und Alustangen. geht auch. :super:

Hallo Micha,

Zu Deinem Statement ein paar Anmerkungen von meiner Seite:
-wenn man bei maximaler AP das WGF vergrößern will muss man bei gleicher Öffnung das Öffnungsverhältnis erhöhen, da kommt nach F/6, F/5 eben F/4 und F/3.
-Es sind nicht die großen SGF die ein Nagler oder Ethos "immens teuer" machen, sondern ihre Abbildungsqualität. Andere Hersteller wie ES, Lunt, TS, etc. zeigen das.
-Ein Komakorrektor reduziert nur das Gesichtsfeld wenn er die Brennweite verlängert, aber wenn Du einen F/4 Spiegel mit Paracorr II mit einem F/4,6 Spiegel vergleichst dann dann ist der Unterschied, dass der größte Abbildungsfehler vernachlässigt werden kann. Ja, das Kostet Geld, aber einen APO gibt's auch nicht für den Preis eines Chromaten.

Viele Grüße,
Marcus
 
Hallo,
6" F4 Imaging- Newton optimiert.
Der FS 70 Ø wurde mit FS-Halter komplett getauscht. Der neue FS hat 63 Ø und einen ungefassten FS-Halter aus Metall,somit ist eine thermische Verklemmung mit seinen Nachteilen ausgeschlossen. Der neue FS mit 2mm Versatz (offset) passt genau. Hier wurde mit geringem Aufwand und richtigem Zubehör ein sehrgutes preisgünstiges Großfeldteleskop umgebaut, mit einem riesgem Gesichtsfeld, was in Quallität und Leistung sehrgut ankommt. Eine Klasse für sich.Und wenn dann noch die Sterne bis zum Rand nadelpunktförmig abgebildet werden, und so ist es, kann man schon zufrieden sein. Nun doch noch ein kleines Minus: Das Justieren des F4 dauert halt etwas länger, geht aber, was soll´s.

Gruß
Wilfried

 
Hallo,
6" F4 Imaging- Newton optimiert.
Der FS 70 Ø wurde mit FS-Halter komplett getauscht. Der neue FS hat 63 Ø und einen ungefassten FS-Halter aus Metall,somit ist eine thermische Verklemmung mit seinen Nachteilen ausgeschlossen. Der neue FS mit 2mm Versatz (offset) passt genau. Hier wurde mit geringem Aufwand und richtigem Zubehör ein sehrgutes preisgünstiges Großfeldteleskop umgebaut, mit einem riesgem Gesichtsfeld, was in Quallität und Leistung sehrgut ankommt. Eine Klasse für sich.Und wenn dann noch die Sterne bis zum Rand nadelpunktförmig abgebildet werden, und so ist es, kann man schon zufrieden sein.Fotografieren geht natürlich auch. Nun doch noch ein kleines Minus: Das Justieren des F4 dauert halt etwas länger, geht aber, was soll´s.

Gruß
Wilfried

 
Hi Wilfried,
genau wie bei mir !

Gruesse
Claude
 
Hallo Wilfried,

da ich aufgrund der Vorgeschichten sehr davon ausgehe, dass Du weißt was Du tust, scheint dieser Eingriff mit dem 63er FS quasie die sinnvolle "minimalinversive OP" für den visuellen Beobachter an diesem Newton zu sein.
:super:
Viel Spass weiterhin damit!

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Claude

ich habe mir Deine (Eure) Fotos angesehen, alle Achtung!!!

Gruß
Wilfried


Hallo Günther,

das Ergebnis der "minimalinversiven OP", wie Du es nennst, wird man visuell nicht feststellen können, da der Wechsel auf 63 Ø bei der enormen Lichtstärke kaum, oder gar nicht ins Gewicht fällt. Die "OP" war in dieser Hinsicht nur sekundär. Mir ging es in erster Linie darum, dem FS einen soliden Halter zu gönnen, um die bekannten Fehler auszuschalten. Die hast Du ja eingehend beschrieben. Vielen Dank dafür.Ich denke, dass Du auch der Meinung bist, dass die Optimierung nicht nur sinnvoll, sondern sogar nötig ist.

Gruß
Wilfried




 
Hallo Wilfried,

ich habe Deine Maßnahme schon richtig verstanden und auch richtig "gewichtet". ;)
Die paar Prozent Obstruktion alleine sind es selten bis nie (außer man geht von 40% auf 25% runter).
Ist der neue FS aber besser und/oder einfach nur besser, also z.B. verspannungsfrei gelagert, dann ist der Unterschied IMMER signifikant und man nimmt die paar Prozent weniger Obstruktion gerne als I-Tüpfelchen mit.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Claude.

Ich schrieb: "F4 Newton optimiert".
Optimiert? Zu einem Teil ja, aber da ist noch eine andere Sache, die mir überhaupt nicht gefällt. Die HS-Zelle ist bündig mit dem Tubusende, soweit so schlecht, denn die Justierschrauben ragen über das Tubusende hinaus. Wie schnell in der Dunkelheit eine ungewollte Berührung der Schrauben, und damit eine Dejustierung zustande kommt, gerade bei F4, ist wohl klar. Da Du offensichtlich das gleiche Teleskop hast, würde mich interessieren, ob Du hierzu irgendwelche Massnahmen getroffen hast?
Es gibt mehrere Mögligkeiten dieses Problem abzustellen.

1.
Die einfachste Methode wäre, die vorhandenen Justierschrauben durch kürzere Madenschrauben (Stiftschrauben mit Innensechskant) zu ersetzen. Vorher ist es wichtig, am justiertem Gerät, die Länge der neuen Schrauben, zu ermitteln. Der Nachteil ist, dass man mit Inbusschlüsseln im Dunkeln zurecht kommen muss.

2.
Eine Art Manschette, wie etwa eine kurze Taukappe an den hinteren Tubusring Schrauben, sodass die Schrauben geschützt sind.Für diese Massnahme muss allerdings die Spinne (FS) demontiert werden, weil der hintere Tubusring mit Schrauben und Muttern montiert ist. Diese Methode werde ich wahrscheinlich umsetzen.

3. Tubusänderung, oder neuer Tubus kommt wegen des grossen Aufwandes sicher nicht infrage. Wie ist Deine Meinung zu diesem Thema?

Gruß
Wilfried
 
Hi Willfried,
noe, habe die HS Justierschrauben so gelassen wie sie sind.
Ist ja egal wenn die rausstehen.
Man muss halt auspassen, wobei ich noch nie dagegen gekommen bin,ich habe einfach eine Stoffkappe drueber und fertig...
Hier siehst du was ich meine, letztes Foto ganz unten...
Gruesse
Claude

https://www.gartensternwarte-kirchen.de/equipment/


 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Claude,

die Kappe ist eine gute Lösung, ich werde auch so etwas anfertigen. Danke.

Grüsse
Wilfried
 
Hallo Claude,

die Kappe ist eine gute Lösung, ich werde auch so etwas Ähnliches anfertigen. Danke.

Grüsse
Wilfried
 
Hi Willfreid,
ja zusaetzlich kommt durch die Kappe kein Streulicht zusaetzlich rein. Zwischen Zelle und HS.
Gruesse
Claude
 
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