Farbe oder S/W??

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schlumpf75

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Hallo!

Ich hätte mal eine absolut einfach Frage für das Fachpublikum: Sehe ich nun die Objekte farbig mit dem Teleskop oder werden die nur bei CCD-Aufnahmen sichtbar???

Hab mir ein paar Bücher gekauft, die sich auch ganz toll lesen (weiß nun auch was AE bedeutet :-) - nur aber keine Infos zu meiner Frage wiedergeben.

Ich möchte mir ein Teleskop zulegen, mit dem man einfach alles sieht und am besten in Farbe :biggrin:

Ne, Schbass beiseite. Meine Vorstellungen gehen in die Richtung Deep-Sky und Mond. Das "Intelli Scope 8" kommt wohl in die nähere Auswahl. Ist das was für mich als Anfänger und für meine gewünschten Beobachtungen? Und kann man an dem Teil eine Webcam o.ä. anbringen?

Mit ein paar kurzen Antworten würdet Ihr mir sehr helfen. 1000Dank.
 
Hallo!

Deep Sky ist für die menschlichen Augen meistens Grau... wir haben nunmal eine zu kurze Belichtungszeit...

was es so alles gibt siehst du hier: http://www.taunus-astronomie.de/art_objekte.html und http://hatschie.de/EBV/Astro_gross/02.html

bis auf ganz wenige ausnahmen wird das so bleiben... z.B. der Orion Nebel ist ab einer gewissen Optikgröße farbig zu sehen, viele beschreiben grünlich andere sehen andere farben. Auch die Öffnung bei denen man erstmals farben sieht schwankt von beobachter zu beobachter, beim einen sind es 12" beim andern 16"...

Das einzige was du mit einem "normalen" Einsteigeteleskop farbig sehen wirst, sind Planeten, Mars als kleine rote scheibe, jupiter in bunten Farben, saturn als gelber Planet mit Ohren, bei mehr BW dann Ringe :)

Gruß

der Rayko wars
 
ja, dass sterne farbig sind ist klar :D

von rot, über gelb bis weiß und blau...

aber die hubble-bildchen muss man vergessen :D
 
Hi Schlumpf,

Das "Intelli Scope 8" kommt wohl in die nähere Auswahl. Ist das was für mich als Anfänger und für meine gewünschten Beobachtungen? Und kann man an dem Teil eine Webcam o.ä. anbringen?

Mit ein paar kurzen Antworten würdet Ihr mir sehr helfen


Ja.

aber:
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/ubb/showflat/Number/514772#Post514772

CS

Klaus
 
Hallo Schlumpf,
Zitat von schlumpf75:
Sehe ich nun die Objekte farbig mit dem Teleskop oder werden die nur bei CCD-Aufnahmen sichtbar???
Schon richtig, was Rayko gessagt hat.Aber bereits mit einem Fernglas sieht man bei hellen, charakteristischen Sternen zarte Pastellfarben, im berühmten Orion den roten Rigel und sein blaues Gegenstück.

Ich erinnere mich noch genau, es ist ein Erlebnis, wenn man mit ganz geringen Hilfmitteln so eine graue Maus wie den Stern Wega zum ersten Mal in seine Farben zerlegt hat:
http://www.astroselbstbau.de/Spek-ohne.htm
Das ist nicht unbedingt eine Frage von CCD's. Das geht auch konventionell und sogar ohne aufwendige Montierung!
Man besorgt sich ein Gitter der Firma Baader oder zum Taschengeldpreis eine Gitterfolie hier:
http://www.astromedia.de
Das Gitter kommt vor das handelsübliche Objektiv, ein bisschen "know-how" und los gehts.

Aber ob du das gemeint hast? Es gibt Farben am Himmel zu entdecken und die Amateure sind hartnäckig in ihren Beobachtungen.

Zitat von schlumpf75:
Ist das was für mich als Anfänger und für meine gewünschten Beobachtungen? Und kann man an dem Teil eine Webcam o.ä. anbringen?
Über deine gewünschten Beobachtungen hast du dich bisher nur sehr wenig geäussert. Wenn du dich etwas mehr im Detail äusserst, dann wirst du sicher auch schnell hier eine gute Beratung bekommen. Webcams sind mit die einfachsten Foto-Instrumente, man kann sie fast überall anbringen, Objekte sind allerdings nur Planeten, Mond und die Sonne (aber Vorsicht!), also helle Objekte.
Aber die langen Aufnahmereihen der Webcams müssen am Computer bearbeitet werden, das kann mühsam werden.
Ein Amateurfoto:
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/ubb/showflat/Number/513004#Post513004
Das ist aber eher ein Spitzenfoto!

Nur Mut, der Anfang ist das Schwerste,
mit Gruss, Joachim
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Erstmal vielen lieben Dank für alle hilfreichen Antworten!!

Zitat von JoachimRiehn:
Über deine gewünschten Beobachtungen hast du dich bisher nur sehr wenig geäussert. Wenn du dich etwas mehr im Detail äusserst, dann wirst du sicher auch schnell hier eine gute Beratung bekommen. Webcams sind mit die einfachsten Foto-Instrumente, man kann sie fast überall anbringen, Objekte sind allerdings nur Planeten, Mond und die Sonne (aber Vorsicht!), also helle Objekte.
Aber die langen Aufnahmereihen der Webcams müssen am Computer bearbeitet werden, das kann mühsam werden.

Es ist sicherlich schwer zu beschreiben, was man alles beobachten will als Anfänger. Man hat ja keine Ahnung was einem da oben alles entgegenleuchtet - zumindest mit den Teleskopen, die man sich leisten kann.

Ich denke für den Anfang sollte es ein Allround-Teleskop sein, mit man in alle Bereiche reinschnuppern kann und wohl auch muss.

Den Vorzug gebe ich wohl Deep-Sky/Nebel und dem Mond. Ich denke eine motorisierte Nachführung muss sein, wenn man fotografieren. Die Nachbearbeitung ist kein Problem, da ich das eigentlich täglich im Job tue :)

Mein Budget liegt bei max. 1000EUR
Zur Wahl stehen eben ein 8" Dobson von Orion wobei hier keine motorisierte Nachführung dabei ist bzw ich dies nochmal nachfragen muss. Und das 6" Newton auf LXD-75 von Meade inkl. Nachführmotoren. Das 6" oder 8" Schmidt-Newton ist mir dann schon wieder zu teuer. Oder ich kriegs irgendwo gebraucht.

 
Hi Schlumpf,

Astrofotografie guckst Du hier:

http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-astrofotografie.html

Dann mußt Du entscheiden wie Du fotos machen willst und welche Objekte Du fotografieren willst. Am Dobs geht Fotografie nur sehr eingeschränkt.

Der 6"-Newton auf der LXD75 wäre eine Möglichkeit. Allerdings kostet der alleine bereits 800Eur. Für Fotos DURCH das Rohr brauchts noch eine Leitrohr und diverses Zubehör, und Okulare brauchst Du für ein F5-Gerät. Damit mußt Du entweder Abstriche in der Bildqualität machen oder einiges an Geld investieren. Außerdem sind 6" Öffnung gerade für Deep Sky schon deutlich weniger als 8".

Vielleicht wäre eine kleine Monti mit kleinem Leitrohr und nem Teleobjektiv parallel zum Dobs eine Lösung?

CS

Klaus
 
Hallo Schlumpf,
Zitat von schlumpf75:
Ich denke für den Anfang sollte es ein Allround-Teleskop sein ... in alle Bereiche reinschnuppern ...

eine motorisierte Nachführung muss sein, wenn man fotografiert.
Mein Budget liegt bei max. 1000EUR
Oder ich kriegs irgendwo gebraucht.

Jetzt wird doch schon vieles klarer!

Grundsätzlich wirst du eine Entscheidung fällen müssen:
** Ein Instrument für alles (Foto + Visuell)
oder:
** Ein visuelles, Trennung der Fotografie davon

Hier hat jemand versucht, eine Lösung mit einem einzigen Instrument zu finden:
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/ubb/showflat/Number/508615#Post508615
Was dort über Montierungen (ohne Teleskop) gesagt wurde, gilt auch für dich. Ist halt nicht billig.

Hier hatte jemand auch Foto- und Visuelle Interessen, hat sich aber dann für den rein visuellen Einstieg entschieden. Dieser Thread wurde bereits oben von Klaus angegeben,
hier nochmal, weil die Argumente immer die gleichen sind:
http://forum.astronomie.de/phpapps/...umber/514772/Board/2/fpart/all/gonew/1#UNREAD
Das ist nicht allzu teuer. Vor allem gibt es in diesen Threads die Hinweise auf die Einsteigerseiten im Internet.

Diese Instrumente, die du ausgewählt hast, haben eine recht lange Brennweite. Damit kann man in deinem Preisrahmen nicht fotografieren. Daran ändert auch die vorhandene Motorisierung nichts. Brennweiten für Anfänger sind z.B. 50mm Standardobjektive, Tele-Objektive bis Brennweite 200mm. Darauf wurde im obigen Thread eingegangen.

Klar, die Einsteigerseiten bieten viel an Lesestoff. Das kann man nicht in einem Tag bewältigen und durchdenken.

Dein Budget lässt dir einiges an Spielraum. Daraus kann man etwas machen. Und gebraucht kann man Kohle sparen. Nur muss man wissen, worauf man achten muss. Aber dazu dient ja die Beratung.

Lass dir Zeit, mit Gruss
Joachim

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Schlumpf
im ersten Post steht für mich der Kernsatz.
> Mit ein paar kurzen Antworten würdet Ihr mir sehr helfen. 1000Dank.

Das ist ein Irrtum.
Kalus und Joachim habe schon viel dazu gesagt.
Einsteigen und gleich Fotos machen wollen ist quasi nicht machbar. Das ist weit mehr auch hinsichtlich der EBV als Du ,so vermute ich, ahnst.

Laß Dir Zeit und versuch mal anderen über die Schulter zu schauen wie das so geht und aussieht und lies Dich ein in die Grundlagen.

Danach entscheide ob Du wirklich direkt auf Foto oder zumindest ausbaubarkeit hin kaufen willst oder ob Du nicht vllt doch erst mal visuell einsteigst.
LIest sich einfach, aber am Ende wird die Entscheidung durch jede menge Faktoren beeinflußt. Da gibts weit mehr als nur Budget, Ergebnisse und Beobachtungsziele, insbes. wenn Foto hinzu kommt.

Nur mal so aus der Praxis ein skizzierte Story eines Bekannten.
Foto mit 4" Apo auf GPDX mit Autoguider und alem Schnickschnack. Das sind zig Koffer und ZEug. Der läuft mehrfach zum AUto zum beladen, fährt dann mal eben 45-60Minuten zum dunklen Ort, baut etwas genauso lange auf und fängt dann mal an zu fotografieren. Dann hat er ne halbe Stunde und mehr Zeit um im FG zu gucken bis die Belichtungen durch sind, wechselt das Objekt und weiter gehts. Am Ende baut er genauso lange wieder ab und der Heimweg ist ja auch noch zu bewältigen.
Am Ende hat er 3 4 Objekte in der Nacht gemacht und sitzt noch lange vor dem Rechner zur EBV bis dann mal was rauskommt.

Soll Dihc nicht abschrecken, sondern helfen den Wunsch nach Foto besser einordnen zu können.

CS
 
Hallo Schlumpf,

mal zu Deiner Aussage weiter oben, mir der Bildbearbeitung hättest Du keine Probleme, das machst Du jobmäßig jeden Tag...

Da mache ich auch, bin Verleger und Fotograf mit Meisterprüfung, also von der "alten" Garde, die auch die digitale Bildbearbeitung bis hin zum Workflow für das gesamte Druckwesen von der Pike auf gelernt hat und beherrscht.

Trotzdem habe ich mit der Bearbeitung von astronomischen Fotos mehrere Jahre gebraucht. Das ist ein Unterschied wie Laufen und Fliegen. Bildbearbeitung ist nicht gleich Astro-Bildbearbeitung! Das darf man sich nicht so leicht vorstellen.

Aber dafür sind wir ja hier in den Foren da, um Neueinsteigern auch mal zu sagen, was am Anfang eben noch nicht gleich geht.

Fotografie beginnt man in der Regel mit der Piggy-Pack Methode, d.h. man nutzt sein Teleskop zur Nachführung und sattelt die Kamera oben auf. So macht man die ersten Erfahrungen.

CS
Winfried
 
Hi schlumpf75,

noch mal zum Farbe sehen.
Einige Aussnahmen gibt es bei Deep Sky Objekten, die farbig sind und nicht von der Öffnung des Teleskopes abhänging sind und zwar kleine Planetarische Nebel, wie der Blaue Schneeball (NGC 7662) oder das Katzenauge (NGC 6543). Hier siehst du (ohne Filter) eine grünlich, bläuliches Scheibchen bei Vergrößerung ab 100x.

Gruß

Lots
 
Hallo Schlumpf,
Zitat von schlumpf75:
...ein Allround-Teleskop, mit man in alle Bereiche reinschnuppern kann...
..eine motorisierte Nachführung muss sein, wenn man fotografiert..

Mein Budget liegt bei max. 1000EUR
8" Dobson von Orion
6" Newton auf LXD-75 von Meade

Aus gegebenen Anlass möchte ich zwei Orientierungshinweise geben zu deinen beiden angedachten Geräten.

Zum 6" Newton auf LXD-75
Zunächst eine Episode in Ergänzung zu dem, was "Antares" gesagt hat. In der berühmten Nacht vom 30.Juni 2008 (wo die Sichtverhältnisse deutschlandweit so gut waren) habe ich einfach mal mit einem Standardobjektiv 50mm auf einer Standard-Montierung 3-Minuten-Aufnahmen ohne Nachführkontrolle gemacht. Bei diesen kleinen Brennweiten geht das! Der Nordamerikan-Nebel und andere (um gammaCyg) kamen gut heraus, und das in Farbe. Obwohl ich die Nebel-Fotografie gar nicht extra beabsichtigte! Es geht also auch mit einfachen Mitteln etwas, wenn man sich beschränkt in seinen Ansprüchen.

Die LXD-75, das ist der gegebene Anlass, die gibt es schon für unter 450.-Euro gebraucht hier im "Biete-Board". Für deine Zwecke ist diese Montierung keine ganz schlechte Montierung. Vielleicht könnte man auch alles ausbauen bis Brennweiten ca. 300mm (sog. "Russentonnen") und damit eines Tages fotografieren. Aber durch den Newton fotografieren mit Leitrohr und diesen Gewichten?

Ich meine nur, die LXD-75 hat hier ihre Grenzen.

Zum 8"-Dobson
Der ist lichtstärker als der 6"-Newton im Sinne eines "Quantensprungs", und doch noch recht gut transportierbar. Das sind entscheidende Anfänger-Vorteile.

Ich bezweifele aber, ob die Motorisierung eines Dobson fotografisch etwas bringt. Wie will man die Bildrotation in den Griff bekommen? Jedenfalls nicht in den unteren Preisklassen. Ich bezweifele dies so lange, bis hier im Forum jemand auftaucht, der über eigene positive Erfahrungen berichten kann.

Ansonsten wollte ich dich nicht zu Entscheidungen drängen, lass dir Zeit.

Viel Erfolg bei deiner Meinungsbildung
Joachim
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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