Farbfehler?

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greuff

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Hallo,

ich beobachte schon einige Zeit mit meinem 10" Skywatcher Newton, habe aber erst unlängst mit der Astrofotografie begonnen. Ich habe gestern ein paar Fotos mit meiner Canon EOS 700D gemacht und würde mich über Tipps sehr freuen, wie ich die Aufnahmen verbessern könnte.

Als erstes habe gestern ein (einzelnes) Foto des Mondes im Direktfokus gemacht. Man sieht bei diesem Foto deutlich einen Farbfehler am Mondrand (habe es hier vergrößert). Woran kann das liegen?

Link zur Grafik: http://i.imgur.com/XuwetHp.jpg

Dann ein einzelnes Foto wieder im Direktfokus, aber mit 2x-Barlow dazwischen. Die Aufnahme ist nicht besonders scharf. Hier würde mich interessieren, ob das schon die Grenze des machbaren ist (Seeing war relativ schlecht)?

Link zur Grafik: http://i.imgur.com/1fD5wXE.jpg

Am Ende habe ich hier noch ein einzelnes Jupiter-Foto mit Fokalprojektion (20mm-Okular und 2x Barlow). Hier sieht man auch wieder sehr deutlich den Farbfehler am Jupiterrand. Liegt das an den Linsen? Es sind beides, weder das Okular noch das Barlow, besonders teure Teile.

Link zur Grafik: http://i.imgur.com/mWRU0wY.jpg

Ich freue mich über jedes Feedback und bedanke mich schon im voraus!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo greuff,

Völlig normal wenn die Objekte nicht so hoch am Himmel stehen.
Das kann man z.B. mit der Freeware fitswork unter Farblayer zurechtrücken schnell beheben.

Das schlechte Seeing macht eine scharfe Abbildung kaum möglich.
Es steht und fällt fast alles mit den Bedingungen.
Deswegen mache ich sehr oft Aufnahmen, bzw. nutze fast jede Gelegenheit um das Seeing visuell zu überprüfen.

Hier einmal exemplarisch wie sich das Seeing auf die Bildqualität auswirkt:

Link zur Grafik: http://abload.de/img/jupiter-seeingsyxak.jpg

Aufgenommen mit Asi120mc am 8'' F6 Dobson. Also kein Einzelbild, sondern ein Avi mit vielen Frames aus denen dann ein Summenbild erstellt wird.

Zumindest beim Jupiter solltest Du den Filmmodus ausprobieren.

Gruß,
Holger
 
Hallo komposer,

vielen Dank für deine Antwort, hat mir schon sehr weitergeholfen! :-)

Stimmt, die Objekte standen gestern relativ niedrig. Verstehe, an die Lichtbrechung in der Atmosphäre bei niedrig stehenden Objekten habe ich gar nicht gedacht.

Der Unterschied bei deinem Foto ist schon beeindruckend. Gibt es irgendeine Regel, mit der man die Wahrscheinlichkeit von gutem Seeing abschätzen kann, vielleicht aufgrund von Höhenwindkarten, Luftdruckverteilung usw.?

Ich habe gestern mit meiner Canon auch ein Video von Jupiter gemacht und werde mir das mit dem Stacking heute mal ansehen (habe am Vormittag nur kurz einmal PIPP und RegiStax angetestet). Da muss ich noch ziemlich viel lesen :)

lg!
 
Hallo greuff,

Es gibt Seeingprognosen im Netz aber die treffen bei mir auch oft nicht zu. Im Prinzip sollte man lieber immer wieder visuell nachsehen ob an dem Abend etwas geht.

Zum Stacken nehme ich autostakkert, das geht rasend schnell.
Bei großen Videos lässt sich vorher mit castrator auch der Jupiter aus dem Video schneiden, so dass sie Datei wesentlich kleiner wird. Mit meiner neuen Astrokamera entfällt dies, da ich dort schon bei der Aufnahme das Fenster beliebig um den Jupiter ziehen kann. Als ich aber noch mit der DIgicam in Full-HD durchs Okular gefilmt hatte, kam das kleine Programm fast immer zum Einsatz.

Für die Bearbeitung der Summenbilder verwende ich dann fitswork.

Gruß,
Holger

 
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