Arnold3
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Aus einem Skywatcher FH100/500 ist ein etwas gewöhnungsbedürftiger aber konsequenter Großfeld Refraktor entstanden.
Ähnlichkeiten mit „Großfeldträume, ein 114/450iger Skywatcher-Newton im Umbau“ von Antares, http://www.deepsky-brothers.de/ sind durchaus beabsichtigt, viele Anregungen sind von dort her gekommen. Nach Abwägen mehrerer Möglichkeiten ist aber eine völlig andere Lösung gewählt worden. Noch konsequenter in Richtung Ausleuchtung und Bildqualität für Großfeld, unter Beschränkung auf geringe Vergrößerungen.
Für Beobachtungen mit geringer Vergrößerung hab ich neben meinem Newton auch seit längerem einen Skywatcher FH100-500. Eingesetzt wird er bei Vergrößerungen von 16x bis 37x, für Weitfeld Beobachtungen mit und ohne Nebelfilter. Bei 16x, 4.8° Bildfeld passt der Cirrusnebel ganz hinein und bietet einen traumhaften Anblick. Und bei 25x, im 100° Okular mit knapp 4° Bildfeld, ist ein Spaziergang in der Milchstraße einfach nur purer Genuß. Bei 50x ist jedoch ohne Filter die Grenze überschritten, da wird es deutlich bunt und die Schärfe lässt zu wünschen übrig. Daher auch „Farbfernseher“, klingt viel netter als Blau-[zensiert].
Ein Umbau eines 114/450 Newtons entsprechen Vorbild von Antares, wurde verworfen. Das ruhigere Bild des Refraktors, das unkritischere Öffnungsverhältnis, und die Probleme mit fliegenden Schatten, wenn mal in der Dämmerung die Austrittspupille nicht stimmt, haben den Ausschlag für den Refraktor gegeben. Fernrohre dieser Größenordnung betrachtet man am besten als preisgünstige Vorsatzlinse fürs Okular, sie müssen eher an die vorhandenen Okulare angepasst werden als umgekehrt.
Der 2“ Skywatcher Original Okularauszug war immer schon ein Dorn im Auge: wackelig, Vignettierung am Rand und nicht wirklich für schweres 2“ Zubehör geeignet. Abschneiden des Auszugsrohres und Einstellung der Andruckstreifen haben nur marginale Änderungen gebracht, und der günstige Zenitspiegel war eigentlich auch schon ein Austauschkandidat. Nachdem ich mir zwei Okulare in der 1kg Klasse (Nagler 31mm und Explore Scientific 20mm) geleistet habe, war klar: der Okularauszug muß ersetzt werden.
Nach vielen Überlegungen wurde ein Austausch gegen einen anderen Okularauszug verworfen, der 2“ Zenitspiegel wäre weiterhin ein Nadelöhr gewesen, selbst mit 3“ Auszug und 2“ Zenitspiegel ist nicht viel gewonnen. Und größere Spiegel gibt es zu Apothekerpreisen für Großfernrohre. Ein 3“ Auszug wäre auch zu groß und zu schwer für den angestrebten Zweck. Also mal quer gedacht, Skizzen erstellt und eine etwas ungewöhnliche Lösung versucht. Gerader Durchblick ist ja für astronomische Beobachtungen kein Thema.
Daher wurde ein Newton Fangspiegel statt dem Zenitspiegel fest im Tubus eingebaut und einen Newton Okularauszug aufgesetzt. Ein Austauschtubus für einen ProED 100/900 war bei Teleskop Austria vorhanden, mit gleichem Objektivgewinde und Durchmesser, dadurch war keine Anpassung von Objektiv und Rohrschellen nötig.
Das, wenn möglich vignettierungsfreie, Bildfeld wurde mit 42mm festgelegt (Nagler 31mm), und die optische Auslegung mit einem bereits vorhandenen Auszug gestartet. Mit einem 63mm Fangspiegel von Orion (Hilux)ist rund um noch Platz vorhanden, ein 50mm Spiegel hätte bereits leicht vignettiert. Eine ganz leichte Vignettierung wird noch vom Auszugsrohr eingeführt, aber da ist nicht ganz klar, ob nicht die Fassung der Feldlinse vorher begrenzt. Wenn, dann sprechen wir hier von maximal 1mm. Ein Ausschleifen des Auszugsrohres wäre sicher möglich, aber kaum sinnvoll. Der recht hohe Fokus ermöglicht mehr Freiheit bei der Kombination von Bino-Ansatz und Glaswegkorrektoren.
Der 25mm lange Hinterteil hinter dem Okularauszug wurde notwendig, um bei höheren Objekten mit schwerem Okular die AZ3 nicht zu überfordern, der Refraktor wird dann ganz nach vorne gelegt.
First Light ist heute Abend, aber so richtig interessant wird es erst beim nächsten Neumond
Clear Skies
Arnold
Ähnlichkeiten mit „Großfeldträume, ein 114/450iger Skywatcher-Newton im Umbau“ von Antares, http://www.deepsky-brothers.de/ sind durchaus beabsichtigt, viele Anregungen sind von dort her gekommen. Nach Abwägen mehrerer Möglichkeiten ist aber eine völlig andere Lösung gewählt worden. Noch konsequenter in Richtung Ausleuchtung und Bildqualität für Großfeld, unter Beschränkung auf geringe Vergrößerungen.
Für Beobachtungen mit geringer Vergrößerung hab ich neben meinem Newton auch seit längerem einen Skywatcher FH100-500. Eingesetzt wird er bei Vergrößerungen von 16x bis 37x, für Weitfeld Beobachtungen mit und ohne Nebelfilter. Bei 16x, 4.8° Bildfeld passt der Cirrusnebel ganz hinein und bietet einen traumhaften Anblick. Und bei 25x, im 100° Okular mit knapp 4° Bildfeld, ist ein Spaziergang in der Milchstraße einfach nur purer Genuß. Bei 50x ist jedoch ohne Filter die Grenze überschritten, da wird es deutlich bunt und die Schärfe lässt zu wünschen übrig. Daher auch „Farbfernseher“, klingt viel netter als Blau-[zensiert].
Ein Umbau eines 114/450 Newtons entsprechen Vorbild von Antares, wurde verworfen. Das ruhigere Bild des Refraktors, das unkritischere Öffnungsverhältnis, und die Probleme mit fliegenden Schatten, wenn mal in der Dämmerung die Austrittspupille nicht stimmt, haben den Ausschlag für den Refraktor gegeben. Fernrohre dieser Größenordnung betrachtet man am besten als preisgünstige Vorsatzlinse fürs Okular, sie müssen eher an die vorhandenen Okulare angepasst werden als umgekehrt.
Der 2“ Skywatcher Original Okularauszug war immer schon ein Dorn im Auge: wackelig, Vignettierung am Rand und nicht wirklich für schweres 2“ Zubehör geeignet. Abschneiden des Auszugsrohres und Einstellung der Andruckstreifen haben nur marginale Änderungen gebracht, und der günstige Zenitspiegel war eigentlich auch schon ein Austauschkandidat. Nachdem ich mir zwei Okulare in der 1kg Klasse (Nagler 31mm und Explore Scientific 20mm) geleistet habe, war klar: der Okularauszug muß ersetzt werden.
Nach vielen Überlegungen wurde ein Austausch gegen einen anderen Okularauszug verworfen, der 2“ Zenitspiegel wäre weiterhin ein Nadelöhr gewesen, selbst mit 3“ Auszug und 2“ Zenitspiegel ist nicht viel gewonnen. Und größere Spiegel gibt es zu Apothekerpreisen für Großfernrohre. Ein 3“ Auszug wäre auch zu groß und zu schwer für den angestrebten Zweck. Also mal quer gedacht, Skizzen erstellt und eine etwas ungewöhnliche Lösung versucht. Gerader Durchblick ist ja für astronomische Beobachtungen kein Thema.
Daher wurde ein Newton Fangspiegel statt dem Zenitspiegel fest im Tubus eingebaut und einen Newton Okularauszug aufgesetzt. Ein Austauschtubus für einen ProED 100/900 war bei Teleskop Austria vorhanden, mit gleichem Objektivgewinde und Durchmesser, dadurch war keine Anpassung von Objektiv und Rohrschellen nötig.
Das, wenn möglich vignettierungsfreie, Bildfeld wurde mit 42mm festgelegt (Nagler 31mm), und die optische Auslegung mit einem bereits vorhandenen Auszug gestartet. Mit einem 63mm Fangspiegel von Orion (Hilux)ist rund um noch Platz vorhanden, ein 50mm Spiegel hätte bereits leicht vignettiert. Eine ganz leichte Vignettierung wird noch vom Auszugsrohr eingeführt, aber da ist nicht ganz klar, ob nicht die Fassung der Feldlinse vorher begrenzt. Wenn, dann sprechen wir hier von maximal 1mm. Ein Ausschleifen des Auszugsrohres wäre sicher möglich, aber kaum sinnvoll. Der recht hohe Fokus ermöglicht mehr Freiheit bei der Kombination von Bino-Ansatz und Glaswegkorrektoren.
Der 25mm lange Hinterteil hinter dem Okularauszug wurde notwendig, um bei höheren Objekten mit schwerem Okular die AZ3 nicht zu überfordern, der Refraktor wird dann ganz nach vorne gelegt.
First Light ist heute Abend, aber so richtig interessant wird es erst beim nächsten Neumond
Clear Skies
Arnold