Hallo MPJ,
die Wahrnehmung von Farben ist nicht abhängig von der Größe der Öffnung. Warum?
Wie Sven bereits beschrieb, kann ein Teleskop das Objekt nicht heller darstellen, als es in natura ist. Wichtiger Aspekt.
Jetzt wird es ein wenig komplexer (gerne Nachfragen). Die Helligkeit eines flächigen Objektes steht in Abhängigkeit zur Austrittspupille (AP). Die AP errechnet sich, indem die Vergrößerung durch die Öffnung dividiert wird. Die AP wird in Millimeter angegeben.
Beispiel: Öffnung (100mm) : Vergrößerung (50fach) = AP von 2mm
Je größer die AP, desto heller wird das flächige Objekte und je kleiner die AP, desto dunkler wird dieses. Wenn Du dieses an einem Teleskop durchführst, kannst Du die AP lediglich über die Vergrößerung variieren (die Öffnung sollte eigentlich identisch bleiben <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ). Die größte sinnvolle AP ist bei ca. 7mm erreicht. Dieser Wert entspricht dem Durchmesser der menschlichen Pupille. Selbstverständlich kann die AP weiter vergrößert werden, nur gelangt dieses Licht nicht mehr in das Auge.
Es bleibt fest zu halten, dass das flächige Objekt mit einer AP von 7mm am hellsten ist. Hierbei spielt es keine Rolle ob ein 50mm oder 500mm Teleskop Verwendung findet. Der Unterschied bei identischer AP besteht darin, dass die Optik mit größerer Öffnung eine höhere Vergrößerung erreicht. Ein Beispiel soll dieses zeigen (Ziel ist eine AP von 7mm):
Öffnung (70mm) : Vergrößerung (10fach) = AP von 7mm
Öffnung (700mm) : Vergrößerung (100fach) = AP von 7mm
Das flächige Objekt ist in beiden Fernrohren gleich hell, lediglich die Vergrößerung ist unterschiedlich.
In diesem Kontext führe ich derzeit ein kleines Experiment durch, wie die subjektive Wahrnehmung von visuellen Grenzen und die Farbwahrnehmung sich in der Beobachtung niederschlagen.
Diesbezüglich werde ich auch einen Vortrag auf dem
3. Praktischen astronomischen Samstag - PaS am 16. April 2005 in Neuenhaus halten.
Liebe Grüße, Christoph Lohuis.