Farbschleier beim Stacken mit Sequator

mechanical0815

Mitglied
Hallo,
ich bin vor kurzem auf Sequator gestoßen mit dem ich (Weitwinkel-) Nachthimmelfotos (mit Komet) stacken wollte.
Im Ergebnis hab ich nun solche Farbschleier. Wahrscheinlich verursacht durch die Lichtverschmutzung. Da die RAW's direkt verwendet werden können, sind irgendwelche Vorverarbeitungen offenbar nicht ausschlaggebend. Und das Bild hier wurde lediglich vom ausgegebenen TIFF in JPEG umgewandelt, da war auch keine Bildbearbeitung dabei.

00_2024-10-21_Komet_C_2023_A3_Tsuchinshan-ATLAS_2020-2023_AutoBrightOn_StarlightOn-Mittel_Ligh...jpg


Hat hier jemand etwas Erfahrung mit Sequator? Oder sonst welche Tipps oder Hinweise bez. Vorverarbeitung? Bez. ColorSpace (RGB, Adobe usw.) habe ich null Ahnung (sollte das Erwähnung finden).

Danke euch
LG Jürgen

Und wer das Programm nicht kennt: Sequator
Ist halt leider Windows only. Ob es unter WINE läuft hab ich noch nicht probiert.
 
Das hat nichts mit Sequator zu tun. Auch andere Programme zeigen solche Farbschleier, wenn man bei zu wenig Belichtungszeit das Bild zu stark "quält.
Bei Deinem Bild können es aber auch Schleierwolken sein, die die Ursache sind. Von oben zum Horizont immer intensiver werdend.
 
Dein Bild gefällt mir ausgesprochen gut. Die Farbschleier sind Wolken, die sich zum Horizont verdichten. Das ist alles echt, du hast die Original Bildstimmung mit dem Nebel im Tal sehr gut eingefangen. Ich würde nicht versuchen, das steril künstlich wegzurechnen, das ist es ja gerade, was das Bild authentisch und ästhetisch macht - finde ich jedenfalls.

Zum Stacken von Weitwinkel Sternaufnahmen mit Vordergrund mag ich Sequator sehr und nutze es seit Jahren. Damit brauche ich keine Nachführung, einfach 10-30 hinreichend kurz belichtete Bilder mit lichtstarkem Objektiv machen und stacken lassen (Beispiel 1 am Salar Uyuni, Beispiel 2 mit Weichzeichner, Beispiel 3 Mond-Plejaden-Hyaden. Sequator schafft sogar, Weitwinkelaufnahmen mit starker Verzeichnung richtig zu stacken. Es ist einfach zu bedienen, schnell in der Ausführung.

Ich nutze es jedoch nur zum stacken ohne die Sternaufhellungen und sonstigen Autobright Optimierungen und mache die Bearbeitung anschließend manuell mit Bildbearbeitungssoftware RawTherappe und Gimp. In RawTherapee kann ich die Hystogrammkurven, Kontrast, Farbbalance, Farbsättigung usw. gezielt anwenden, geht sicher auch mit anderer Software. Wenn mir z.B. der Vordergrund durch die Lichtverschmutzung zu hell und die Randvigenettierung zu stark wird, kann man es mit dem Vignettierungs.- und Verlauffilter anpassen. Das sieht in RawTherapee so aus:

00_2024-10-21_Komet_C_2023_A3_Tsuchinshan-ATLAS_2020-2023_AutoBrightOn_StarlightOn-Mittel_Ligh...jpg


Das Ergebnis mit knackigerer Milchstraße und trotzdem nicht zu hellen Vordergrund:

00_2024-10-21_Komet_C_2023_A3_Tsuchinshan-ATLAS_2020-2023_AutoBrightOn_StarlightOn-Mittel_Ligh...jpg


Ich hoffe, das ist dir recht, dass ich das mit deinem Bild vorführe. Wenn nicht, sag Bescheid und ich nehme es wieder raus. Mit dem Original .tif geht das sicher besser.
 
Mit Siril hatte ich solche Farbschleier nicht drin, da bekomme ich aber (ohne viel Aufwand wie eben bei Sequator) bez. Stacking nicht das gewünschte Ergebnis - weil klarerweise entweder Hintergrund unscharf oder Startrails, daher der Versuch mit Sequator.
Für mein Timelapse-Video habe ich aber mittlerweile eine Lösung (inkl. Siril) gefunden.
Das Ergebnis gibt es hier:
Bildgalerie/Sonnensystem/Komet
 
Wow, super Aufnahmen!
Mit Sequator hab ich praktisch noch gar keine Erfahrung, das mit Autobright ist ein guter Hinweis (Danke), betrifft dann ebenso den "Lichtverschmutzungsreduzierer".
Muss das auch mal probieren ohne dem Schnickschnack und dann mit RawTherapee fertigmachen (Gimp verwende ich nur sehr selten).
 
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