Feather Touch oder NGF DX1

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Andreas_Dehning

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Hallo alle zusammen,


für mein Selbstbauprojekt 15“ f/5 Dobson bin ich auf der Suche nach einem guten Okularauszug. Geplant ist, das dieser Dobson irgendwann einmal eine automatische Nachführung erhält und ich CCD Fotografie damit machen kann. Ob sich das letztendlich realisieren lässt sei dahingestellt, ich will aber die Möglichkeit durch einen falschen Okularauszug nicht verbauen.
Ich hatte schon mal den Phase IV zur Ansicht von einem Händler erhalten war aber mit dessen Mechanik nicht so sehr zufrieden. Anschließend ist meine Wahl auf den
Feather Touch Auszug von Starlight Instruments gefallen. Nun bin ich wieder in meinen Entschluss etwas wankend geworden, ca. 500€ für eine OAZ sind eine Menge Holz, die gibt man nicht nebenbei aus, ohne wirklich alle Alternativen abgeklopft zu haben. Meine Frage, würde nicht auch ein NGF DX1 ausreichen? Wie ist die Qualität des NGF DX1 im Vergleich zum Feather Touch? Der NGF DX1 würde so um die 400€ kosten also schon erheblich günstiger. Wo liegen die qualitativen Unterschiede der beiden OAZ?

Gruß


Andreas


 
Hallo Andreas,

ich weiß, damit helfe ich dir nicht sehr viel weiter, das liegt daran, dass ich den NGF nicht kenne. Ich selbst habe den Feathertouch (allerdings noch nicht an nem Teleskop, das kommt erst noch), und das Teil ist definitiv super-nobel. Die Verarbeitung ist Spitze, die 10-fach Untersetzung ist sehr praktisch. Allerdings stellt sich einem in der Tat die Frage, ob sowas seine 500 Ören wert ist. Wohlgemerkt: Qualitativ auf jeden Fall, aber braucht man soviel Qualität zu dem Preis?

Um das allgemeine "Pro/Contra Feathertouch" (also nicht in Bezug auf die Alternative NGF) auf einen Nenner zu bringen: Ein herzliches "ja, nimm ihn", aber nur, wenn dich das Geld nicht wurmt. Ich zum Beispiel hab ihn nur genommen, weil er bei einer Gesamtinvestition von über 8000 Euro nicht mehr so sehr ins Gewicht fällt...

Gruß, Patrick
 
Hallo Andreas,

ich habe den DX1 (mit Motor). Das Getriebe vor dem einen Drehknopf ist wirklich eine schöne Sache. Auch bei f/4 ist er noch langsam genug für extrem verlässliches Fokusieren. Die Stabilität und Präzision ist für Fotografie absolut tauglich.

Das schöne an der Motorversion ist, dass der stehende Motor wie eine Klemmung auf den OAZ wirkt. Auch ist es sehr bequem, direkt vorm Laptop zu sitzen und absolut vibrationsfreie Fokus-Korrekturen mit dem Handregler zu machen. Meine Kamera ragt am 12 Zoll f/4 so weit aus meiner Hütte, dass es fotografisch anders fast gar nicht ginge. Also: Kauf dir gleich die Motoroption! Dürfte auch visuell bei höchster Vergrösserung am Planeten die Erlösung sein...

 
Feather-Touch!!
Beachte, daß der in verschiedenen Auszugslängen und damit unterschiedlichen Preisen geliefert wird!
Wolf
 
Hi Andreas

Feather Touch oder NGF DX1? Das ist hier die Frage auf die ich keine Antwort habe,- ich hatte nur mal vor einigen Wochen die Gelegenheit einen Moonlightauszug in die Hand zu bekommen,- Markus L. vertreibt diese,- ich sehe seitdem diese Auszüge als direkte Konkurrenz zu Feather Touch u.NGF ... dazu noch eine günstigere Variante. Von der Verarbeitung her: 1A und sehr massiv, dafür sehr kurzbauig und sehr leicht und absolut leichtgehend ... Shifting gibts ja sowieso nicht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Hier gibts noch Infos: http://www.focuser.com/

CS

Philip von der RIOS <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />
www.galaxien-beobachter.de

 
Hallo Namensvetter,

also zum Feather Touch kann ich nicht viel beitragen. Allerdings habe ich bei einem Freund erfahren müssen, daß der JMI DX1 bei schwerem CCD Equipment (insbesondere bei Okularprojektion) "weich" wird. Jetzt schaut er nach einer Alternative. Evtl. taugen auch die "Monster" von Van Slyke was.

Gruß
Andreas
 
Hallo...

Also in der Tat sind die JMIs gewichtslimitiert, sprich es wird nur Zubehör
bis zu einem gewissen Gewicht empfohlen, darin unterscheiden sich z.B. (u.a.) auch die DX3, DX2, DX1...

Ich habe den DX2 mit Motor, und habe daran regelmäßig eine Filterschublade und eine MX7C, die wiegen
nebst dem herabhängenden Kabel locker 700-900 Gramm zusammen, und dabei habe ich auch im Extremfall
(OAZ steht im rechten Winkel zur Senkrechten ab) kein Shifting feststellen können...wenn ich aber
sehe, was manche CCD-Cam auf die Waage bringt (900g alleine das Filterrad, dann nochmal 900g für die Cam selbst...)
kann ich mir schon vorstellen das speziell bei Okuprojektion das Ganze irgendwann weich wird...aber
bis 1kg hätte ich beim JMI NGF-DX1/2 da mal keine Bedenken.

 
Hallo Phillip,

ich habe von den Moonlites noch nie was gehört aber die Beschreibungen auf deren Seite liest sich gut. Ich werde mal Kontakt mit Markus aufnehmen, damit er mir mehr Informationen gibt (auf seiner Seite finde ich immer nichts). Vielleicht liest er mit und kann zu diesen OAZ einiges erzählen.
Danke für den Tip.

Gruß

Andreas
 
Hallo Namensvetter <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

mit "weich" werden meinst Du das der OAZ den Fokus nicht hält und sich quasi durch das Gewicht selbständig macht. Hm das klingt nicht gut, danke für diesen Hinweis.


Gruß

dto.

 
Hallo Spatz1,

Du meinst also das so eine Belastung die einen NGF weich werden läßt eher auf zu großer Beladung beruht. Knapp 2kg sind auch schon eine Menge. Laut Beschreibung trägt der DX1 2,2kg (der DX2 im übrigen auch), damit ist er schon knapp an der Grenze 200g sind schnell verspielt. Aber sind 2kg üblich, so viel wiegt derzeit (1775g) (noch ohne Verkleidung) mein gesamter Fangspiegelhut?
Wie schaut es aus mit der Okularklemmung beim DX, erfolgt diese über Andruckschrauben oder gleichmäßig über ein Ring?

Gruß


Andreas
 
Hallo...

Ja, also 2kg sind heftig, aber wie gesagt, mit aktuellen CCD-Cams nebst Filterrad problemlos
zu erreichen...normalerweise bleibt man aber auch mit CCD deutlich drunter, so z.B. ich mit der MX7C...

Wenn man sowas fährt, bleibt aber immer noch die Möglichkeit, den JMI nachzutunen, man kann ja die
Andruckwelle nachziehen, damit läßt sich dann wohl schon noch was machen in Sachen Belastung, aber prinzipiell macht natürlich
jedes Zusatzgewicht der Mechanik zu schaffen, das ist wie bei Montierungen...

Ich fahr hier zwei JMIs, den NGF-S fürs C8 und den NGF-DX2M am Newton, und hab bei meiner Belastung (ca. 1kg maximal) noch nie ein Shifting oder sowas beim Fokussieren bemerkt...der Stern läuft absolut zentrisch in sich zusammen, da sind die Bewegungen durch unabsichtliches Dehnen des Fokusmotor-Kabels stärker...

Der JMI klemmt standardmäßig über eine Schraube...also der Auszug selbst hat 2 Zoll und klemmt solches Zubehör über zwei Schrauben,
Kunststoff oder Metall, sind beide dabei.

Die Standard-Reduzierung auf 1,25 Zoll (braucht ca. 1mm optischen Weg) wird dann ihrerseits mit den
zwei Schrauben geklemmt (hat auch eine Rille gegens Rausfallen), klemmt die 1,25-er Okus aber wiederum über eine
Schraube...die Hülse ist zwar massiv und genau gefertigt, aber mit Ringklemmung ist da nix...jene hab ich so hergestellt,
das ich auf eine 2-Zoll-auf-T2-Hülse von Baader eine T2-auf-1,25-er-Deluxe-Klemmung (auch von Baader) geschraubt habe,
diese hält dann die Okus oder auch die CCD problemlos und klemmt eben flächig.

 
Hallo Andreas,

ich habe mich für den FT entschieden und es nie bereut. Ultrapräzise, ultrastabil und leider auch ultraschwer und ultrateuer. Die eingebaute Untersetzung möchte ich nicht mehr missen. Du solltest beim aktuellen Dollarkurs auch über einen Direktimport nachdenken, so wird de FT zum Schnäppchen...
 
Hallo Portaball,

über einen Direktkauf in den USA habe ich auch schon mal nachgedacht und auch schon mal eine Anfrage gestartet, leider wurde diese nie beantwortet. Vielleicht hatte ich auch nur den falschen Händler in den USA erwischt, wer weiß. Kennst Du ein Anbieter in den USA der international tätig ist? Ich will zumindestens prüfen ob sich das lohnen könnte. Ich gehe davon aus, da alle Händler immer schreiben das der aktuelle Preis sich am aktuellen Dollarkurs orientiert, das dies in beiden Richtungen gültig ist, also bei fallenden Dollarkursen auch der Preis günstiger wird. Ansonsten rechne ich mit 25 bis 30% Aufschlag (Zoll, Versandkosten etc.) zum amerikanischen Preis bis der OAZ bei mir auf dem Tisch liegt. Liegt dann der Preis immer noch erheblich unter dem hiesiger Anbieter dann ist es wirklich eine Überlegung wert, aber ehrlich gesagt ich, glaube es nicht.

Viele Grüße

Andreas
 
Qualitativ auf jeden Fall, aber braucht man soviel Qualität zu dem Preis?

Wenn du bei f/4 auf wenige 1/100 Millimimeter genau fokussieren musst und bereits Bilder durch Fokusshift während der Belichtung verloren hast, oder wenn dich das Springen des Sichtfeldes um Bogenminuten beim Umkehren der Fokusrichtung Zeit und Nerven kostest, ja dann, dann stellt sich diese Frage nicht mehr.

Wer eine Strehl 0.95 oder besser Optik mit einem Grobfokusierer für Euro 100,- kombiniert hat kein Geld gespart sondern zum Fenster rausgeschmissen. Weil der Fokuser dann aus STrehl 0.95 STrehl 0.5 macht.
 
Hallo Andreas,

ich habe mir für meinen Dobson den DX1 gekauft. An einem Messestand hatte ich beide Fokussierer (DX1 und Feathertouch) in der Hand. Bei dem Feathertouch mußte ich bei der Feinfokussierung ein gewisses Anfangsdrehmoment aufwenden, damit er sich etwas bewegt, was beim DX1 nicht der Fall war. Ich denke mal, daß dieses Anfangsmoment bei schwerer Ausrüstung am Okularauszug von Vorteil sein kann. Wenn Du "nur mal mit dem Daumen" ein Okular feinfokussieren möchtest, könnte dies aber auch von Nachteil sein. Ich habe mich dann für den DX1 entschieden, auf den ich bei der Messe direkt 10% bekam (also 720DM). Bis heute habe ich den Kauf nicht bereut und würde ihn bei meinem nächsten Teleskop auch wieder einsetzen.

Schöne Grüße,
Stefan
 
Hallo,
Ich benutze seit vielen Jahren den Feathertouch . Er hat durchaus auch Nachteile, die sich einem beim Erstkontakt nicht gleich erschließen.
Zum einen: Er reagiert ziemlich empfindlich auf mechanische Stöße. Mir ist es schon öfter passiert, daß er infolge des robusten Dobsoneinsatzes plötzlich ungleichmäßig arbeitet.
Das Getriebe ist recht einfach aufgebaut, die Welle, auf die drei Stahlkugeln gepresst werden, besteht aus einem geraden Stahlstift. Ein kleiner Stoß und die Lage des äußeren Drehknopfes verschiebt sich, es reibt dann an dem anderen Knopf.
Auch die Welle die den Tubus antreibt kann sich leicht verschieben. Der Tubus wird über eine geschliffene Stahlschine mit einem Reibrad getrieben, das nutzt sich auch ab, vor allem in den am häufigsten benutzeten Positionen und den Endpositionen.
Man kann das alles wieder einstellen, ich hab auch inzwischen eine ganz gute Routine darin. Da wäre jede Vereinfachung der Konstruktion von Vorteil.
Grüße Martin
 
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