Feinschliff: Wie schnell ?

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spatz1

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Hallo,

da ich mit meinem 200/1000-er nun beim Feinschliff angelangt bin (Carbo 120/240/360 durch), ist mir folgendes aufgefallen:

Ich schleife irgendwie recht schnell, d.h. ich brauche nicht die 2 Sekunden pro Strich vor und zurück, die man gemeinhin so liest, sondern ich mache in derselben Zeit 4-5 Striche...also 2-3 pro Sekunde.

(Hängt vielleicht damit zusammen, das ich nebenher Musik höre... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> )

Dadurch (mein Eindruck) zieht das Carbo gut durch, normal bin ich nach 1-1,5h (MoT/ToT im Wechsel) mit einer Größe fertig, d.h. es zeigen sich keine Pits mehr, die Fläche ist gleichmäßig matt...hat das irgendwelche Nachteile oder fängt man sich so leichter Kratzer ein oder schleift anderweitig Probleme rein ?

Anderst gefragt:
Kann man zu schnell schleifen und sich damit was verderben ?

 
Hallo,
Beim Feinschliff ist das nicht nachteilig. Solange Du nicht mit unerklärlichen Kratzern zu kämpfen hast, ist alles in Ordnung.
Die Anweisungen sind zum Teil etwas antiquiert und stammen noch aus einer Zeit in der man vorwiegend Fensterglas verarbeitet hat. Da darf man nicht zu schnell polieren. Ich hab auch mal bei Duran durch zu heftiges Polieren einen schönen Hundekuchen produziert. Danach mußte ich beim Polieren einen Gang zurückschalten.
Grüße Martin
 
Hallo,

Ok, Danke!

Hab grade unterm Fadenzähler (10x) noch ein paar Pits entdeckt, werd daher morgen erst noch ne halbe Stunde 360-er machen, bevor es ans 500-er geht.

Fase(n) muß ich auch noch nachziehen, das Tool kriegt Muschelbrüche, nicht das mir da was dazwischenkommt.

 
Hallo Frank,

Ich schleife irgendwie recht schnell, d.h. ich brauche nicht die 2 Sekunden pro Strich vor und zurück, die man
gemeinhin so liest, sondern ich mache in derselben Zeit 4-5 Striche...also 2-3 pro Sekunde.
Hmm, das würde ja heißen, dass dein Spiegel 4 bis 6 mal pro Sekunde über das Tool flitzt. Wie sorgst du bei so hektischem Tempo dafür, dass sich der Spiegel ständig dreht? Und das Tool ist dann ja auch alle paar Sekunden dran.

Beim Schleifen kann man durch Tempo allein wohl keinen großen Fehler machen. Sinnvoll ist aber sicher immer noch der Rat von Hans Rohr, zu Beginn einer neuen Karbo-Charge langsam anzufangen und auf das Schleifgeräusch zu lauschen, für den Fall, dass ein grobes Karbokorn oder ein Glassplitter zwischen Tool und Rohling geraten ist.

Wenn das Tool Muscheln ausbricht, ist der Zeitpunkt für das Nachziehen der Fase eigentlich schon überschritten. Ich hatte mir bei meinem ersten Spiegel auf diese Weise einen Kratzer der Grand-Canyon-Klasse eingefangen, der mir dann eine mehrstündige Ehrenrunde beim Feinschliff bescherte.

soshort,

Claus-Peter
ONKELS
 
Hallo,

Ja, also ich hab das heute mal "gestoppt", also 21-22 gezählt, und in der Zeit hab ich fast 2 Striche durch, also hin-her-hin-her, wenn ich kürzere Striche mache (1/2 - 1/3), dann wirds teilweise noch schneller, da muß ich mich dann bremsen.

Ich dreh den Spiegel dabei unter der Hand, d.h. ich greife ihn nicht mit den Händen fest an, sondern drehe ihn praktisch unter den Händen mit den Fingern...solange der Schleifbrei nicht zu dick wird, geht das recht gut, wenns aber deutlich hakt, dann hab ich eh Schiss, das ich mir nen Kolbenfresser oder nen Kratzer einfange, daher schleife ich auch gerner zu naß als zu trocken.

Das Tool wird wirklich alle 30 Sekunden oder so gedreht...ich hab es auf einem alten Klavierhocker, den ich dann um 45-60° drehe.

Anfangen tu ich eine neue Charge auch immer vorsichtig, da ich die richtige Wassermenge manchmal nicht erwische, und dann gibts entweder Aquaplaning oder es hakt...daher fang ich immer langsam(er) an, auch muß sich das Karbo erstmal halbwegs gleichmäßig verteilen, das es eine Art Film bildet und nicht in der Mitte oder sonstwo stehenbleibt.

Das Tool hat noch ca. 0,2mm Fase, aber an drei Stellen hats bereits einen Muschelausbruch. Es ist ein Newport-Glastool (die mit den eingefrästen Rillen, die aber nun schon weg sind) und flaschengrün...und scheint gegenüber dem Borofloat-Rohling sehr weich zu sein, das kam schon beim Grobschliff raus, nach 1h Karbo 60 war die 2mm-Fase wieder weg...was beim Grobschliff aber ja sogar gewünscht ist.

Nach dem Grobschliff hab ich nochmal 1mm Fase rangemacht, aber nach Karbo 120 und 240 (je 1-1,5h) ist die Fase am Tool wieder weg...naja, wird halt nachgezogen.

 
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