ClaudiusCaesar
Aktives Mitglied
Hallo ihr Lieben!
Heute gibt es mal einen Anfängerbeobachtungsbericht von mir.
Er zeigt, das auch absolute Anfänger und Laien mit etwas Ehrgeiz doch zu kleinen Erfolgen
kommen können.
Ich habe heute meinen neuen kleinen Lidlrefraktor, samt Monti, einem Rucksack mit
dem Zubehör und mein Laptop ins Auto gepackt und bin um 24.00 Uhr auf einen kleinen Parkplatz
nahe der Brünnensweiler Höhe über dem Bodensee gefahren.
Es ist dort relativ Dunkel bis auf kleinere Lichter der Dörfchen unterhalb und der Lichtglocke
Friedrichshafens.
Dick eingepackt in Winterstiefel mit Skisocken, lange Unterhose, Jeans und drüber eine
Skihose sollte es an den Beinen schonmal nicht kalt werden. Obenrum Pulli, Fleecejacke und
darüber eine Neoprenjacke. Auf dem Kopf so ein Dingens was als Mütze, Schal oder als
kompletter Gesichtschutz mit Sehschlitz dienen kann (ich sollte froh darum sein).
Für die Finger noch Skihandschuhe.
Also, erstmal alles aufbauen und herrichten und mit dem Fernglaß... hups!?! Hab ich doch glatt
das 10x50 zuhause liegen gelassen. Tja, irgendwas vergisst man immer . Zum Glück hatte ich
noch das kleine 16x32 von Tchibo im Auto, zur Übersicht und zum Aufsuchen hats gelangt.
Ein schöner Sternenhimmel war zu sehen.
Leider wehte ein frischer Wind bei -3 Grad, gefühlt eher -8.
Habe das erste mal Polaris gefunden, der kleine Wagen war auch zu erkennen. Großer Wagen
kein Problem. Das Himmels W (Kassiopeia?) auch das erste mal bewusst wahrgenommen.
Und einfach mal den Blick schweifen lassen...
Da ich nocht nicht viele Objekte am Himmel kenne bzw. finde war also erstmal der Orionnebel
angesagt, er war wirklich etwas besser zu erkennen als auf dem Balkon zuhause.
Dann mal zu den Plejaden rübergeschwenkt, fand ich aber visuell eher enttäuschend, nicht der
Bringer, halt ein paar helle Sterne, die gibts am restlichen Himmel aber auch...
So langsam wurde es erheblich kalt an den Füßen, das nächste Mal kommen mir drei paar
Socken über die Füße.
Dann folgte noch das Highlight des Abends, Saturn. Zuerstmal hab ich den Kerl nicht gefunden,
habe zu zenithnah gesucht. Also Laptop angeworfen, CdC gestartet: aha! Der steh ja gar nicht
so hoch. Aaaahh, der da isses!
Ich konnte ihn heute sogar im 4mm Oku scharfstellen und nachführen. Leider etwas verwackelt
durch den Wind, aber in den kleinen Böenpausen war er immer mal kurze Zeit scharf zu sehen.
Von Cassini leider keine Spur, aber die beiden schwarzen Löcher (hihi) zwischen Planet und den
Ringen waren deutlich zu erkennen. Faszinierend!
Eineinhalb Stunden waren vergangen, die Zehen inzwischen Eisekalt, kaum mehr zu spüren...
Einpacken, sich freuen, heimfahren.
Also liebe Anfänger, auch wer in der ersten Nacht noch nicht viel sieht, mit etwas Ausdauer
und ein paar Nächten stellen sich langsam kleine Erfolge ein. Ein bissl Infosuche im Netz vorher
schadet auch nicht.
Jetzt habe ich drei Beobachtungsnächte hinter mir (2 mal Balkon und heute "Outdoor") und so
langsam funktioniert das z.B.mit der Montierung, ausrichten, aufsuchen, nachführen, scharfstellen,
oder das Beobachten auch durch ein nerviges 4 mm Okular...
Last euch nicht entmutigen.
Grüße
Claudius
Heute gibt es mal einen Anfängerbeobachtungsbericht von mir.
Er zeigt, das auch absolute Anfänger und Laien mit etwas Ehrgeiz doch zu kleinen Erfolgen
kommen können.
Ich habe heute meinen neuen kleinen Lidlrefraktor, samt Monti, einem Rucksack mit
dem Zubehör und mein Laptop ins Auto gepackt und bin um 24.00 Uhr auf einen kleinen Parkplatz
nahe der Brünnensweiler Höhe über dem Bodensee gefahren.
Es ist dort relativ Dunkel bis auf kleinere Lichter der Dörfchen unterhalb und der Lichtglocke
Friedrichshafens.
Dick eingepackt in Winterstiefel mit Skisocken, lange Unterhose, Jeans und drüber eine
Skihose sollte es an den Beinen schonmal nicht kalt werden. Obenrum Pulli, Fleecejacke und
darüber eine Neoprenjacke. Auf dem Kopf so ein Dingens was als Mütze, Schal oder als
kompletter Gesichtschutz mit Sehschlitz dienen kann (ich sollte froh darum sein).
Für die Finger noch Skihandschuhe.
Also, erstmal alles aufbauen und herrichten und mit dem Fernglaß... hups!?! Hab ich doch glatt
das 10x50 zuhause liegen gelassen. Tja, irgendwas vergisst man immer . Zum Glück hatte ich
noch das kleine 16x32 von Tchibo im Auto, zur Übersicht und zum Aufsuchen hats gelangt.
Ein schöner Sternenhimmel war zu sehen.
Leider wehte ein frischer Wind bei -3 Grad, gefühlt eher -8.
Habe das erste mal Polaris gefunden, der kleine Wagen war auch zu erkennen. Großer Wagen
kein Problem. Das Himmels W (Kassiopeia?) auch das erste mal bewusst wahrgenommen.
Und einfach mal den Blick schweifen lassen...
Da ich nocht nicht viele Objekte am Himmel kenne bzw. finde war also erstmal der Orionnebel
angesagt, er war wirklich etwas besser zu erkennen als auf dem Balkon zuhause.
Dann mal zu den Plejaden rübergeschwenkt, fand ich aber visuell eher enttäuschend, nicht der
Bringer, halt ein paar helle Sterne, die gibts am restlichen Himmel aber auch...
So langsam wurde es erheblich kalt an den Füßen, das nächste Mal kommen mir drei paar
Socken über die Füße.
Dann folgte noch das Highlight des Abends, Saturn. Zuerstmal hab ich den Kerl nicht gefunden,
habe zu zenithnah gesucht. Also Laptop angeworfen, CdC gestartet: aha! Der steh ja gar nicht
so hoch. Aaaahh, der da isses!
Ich konnte ihn heute sogar im 4mm Oku scharfstellen und nachführen. Leider etwas verwackelt
durch den Wind, aber in den kleinen Böenpausen war er immer mal kurze Zeit scharf zu sehen.
Von Cassini leider keine Spur, aber die beiden schwarzen Löcher (hihi) zwischen Planet und den
Ringen waren deutlich zu erkennen. Faszinierend!
Eineinhalb Stunden waren vergangen, die Zehen inzwischen Eisekalt, kaum mehr zu spüren...
Einpacken, sich freuen, heimfahren.
Also liebe Anfänger, auch wer in der ersten Nacht noch nicht viel sieht, mit etwas Ausdauer
und ein paar Nächten stellen sich langsam kleine Erfolge ein. Ein bissl Infosuche im Netz vorher
schadet auch nicht.
Jetzt habe ich drei Beobachtungsnächte hinter mir (2 mal Balkon und heute "Outdoor") und so
langsam funktioniert das z.B.mit der Montierung, ausrichten, aufsuchen, nachführen, scharfstellen,
oder das Beobachten auch durch ein nerviges 4 mm Okular...
Last euch nicht entmutigen.
Grüße
Claudius